Forum Kigakids Ist mein Kind reif für die Schule?
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Geschrieben von EarlyBird am 10.09.2017, 11:53 Uhr zurück

Re: Kleinkind verhält sich "besonders"

Hi, also ich habe jetzt in irgendeinem Ästchen von dir gelesen, das du eigentlich wissen möchtest wie du deiner Kleinen bei der Eingewöhnung helfen kannst. Ich hatte dir ja schon geschrieben das ich persönlich glaube, das eine schnelle, zügige und harte Ablösung inbesindere mit den vielen Vorereignissen nicht das beste wäre und ich an deiner Stelle mit den den Erzieherinnen darüber sprechen würde.

Also es gibt viele Wege/Methoden einem Kind den Übergang zu erleichtern. Bei deiner Tochter könnte man z.B. in Absprache mit den Erziehern Eingewöhnungsabsprachen herausarbeiten. Wenn sie so sehr an ihren Kuscheltieren hängt, dann könnte man da bspw. ansetzen und ihr z.B. ein Eingewöhnungstierchen - z.B. ihren Teddy - erlauben. Dieser macht sich in der Früh mit euch fertig, du richtest ihm in der Früh z.B. gemeinsam mit deiner Tochter auch eine Brotzeit her und deine Tochter darf mitentscheiden was hinein darf, während der Eingewöhnung darf das gerne auch mal ein Keks sein.
Im Kindergartenrucksack kann z.B. eine kleine Kuscheldecke einpacken und ein kleines Puppenkissen, der Rucksach ist dann die Schlafhöhle vom Bären wenn er vom Kigaalltag mal eine Pause braucht (deine Tochter sollte die ersten Tage immer mit ihren Teddy zur Garderobe dürfen zum Auszeitnehmen oder um ihren Teddy hinzulegen oder abzuholen) und später wenn sie sich wohler fühlt kann man Absprachen treffen, wann der Teddy sein Schläfchen machen soll - z.B. nach der Brotzeit wird der Teddy in seine Schlafhöhle gebracht usw.

In der Früh darf dir deine Tochter wenn sie möchte und mitspielt auch sagen, wie es dem Teddy heute geht: Mag er heute in den Kiga? Wenn Nein warum nicht? Was möchte Teddy heute spielen oder wie könnte man Teddy aufheitern und ihn dazu bringen sich mehr zu freuen?

Auch darf sie gerne dem Teddy in der Früh die Zähneputzen, ihm eine Puppenjacke für den Kiga anziehen usw.

Begleitend könntet ihr ein Eingewöhnungstagebuch führen, in welchem ihr auch Ohotos von ihr und ihrem Tierchen mit einklebt und was sie gemeinsam mit dir gestalten darf. Abends darf sie wenn sie möchte erzählen oder ihren Bären erzählen lassen wie es in der Kita war, was besonders doof war oder schön war - ohne Druck, ohne Zwang - nur wenn sie möchte.

An schwierigen Tagen könnten die Erzieherinnen durch Vorabinformation sich etwas überlegen und daran anknüpfen was deine Tochter gerne mag: Z.B. bei etwas helfen wo sie dringend die Hilfe von ihr und einem kleinen Bären benötigen, etwas herrichten oder ausräumen.

Wichtig ist immer, das die Kinder wissen was auf sie an diesem Tag zukommt. Das heißt: die Erzieher sollten sich mit den Eltern absprechen und ihnen mitteilen wenn es Veränderungen z.B. Personal/Krankheit gibt, was wann heute gemacht wird (pädagogisches Angebot, neuer Spielbereich/Ecke etc), das Eingewöhnungskind soll sich erstmal Zeit nehmen dürfen sich in einer ruhigen Ecke oder wo oder bei wem es möchte (z.B. Erzieherin,Praktikant, Kinderpflegerin, Freundin, Teddy...) ein Bild vom Gruppengeschehen zu machen und sich in Ruhe entscheiden dürfen was es wo spielen möchte.

Es gibt Abschiedsrituale von Mama/Kind welche manchen Kindern helfen, z.B.: Am Fenster Winken, Mama "rauswerfen", Mama ruft nochmal an wenn sie zu Hause ist usw. Manche Kinder hingegen steigern sich bei sowas nur rein und trennen sich noch schlechter dadurch. Da muss man sehr feinfühlig sein und gemeinsam (Erzieher/Eltern) herausfinden was dem Kind individuell gut tut und was nicht.

Manchen Kindern hilft eine Art Photobuch (Eingewöhnunsbuch) in welchem Photos von Familienmitgliedern drinnen sind. Dieses sollte in der Einrichtung einen Platz bekommen, an welchen das Kind jederzeit drankommt und es auch immer darf.

Manchmal tun sich Kinder leichter wenn sie früh gebracht werden, wenn noch nicht so viele Kinder da sind und die Betreuer mehr und intensiver Zeit haben. Das Kommen kann natürlich auch wieder Trubel bringen, aber da kann die Erzieherin beim Eingewöhnungskind bleiben wenn es das braucht und genau erklären wer da kommt und wer noch fehlt. Manchmal helfen Kinder beim Ankreuzen in der Liste und wissen dann auch wieviele Kreuzchen noch fehlen.

Lg und alles Gute

 

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