Sylvia Ubbens

Umgang mit alten Freunden / Freunde finden in der Grundschule

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Guten Morgen! So langsam mache ich mir Sorgen um meinen 7 jährigen Sohn. Der ist vergangenen September in die 1. Klasse gekommen. Leider waren in seiner Klasse keine Jungs, die er vom Kindergarten kennt und sein bester Freund ist auch in einer anderen Klasse. Die Jungs, die jetzt in seiner Klasse sind, ärgern ihn immer, vor allem in der Umkleidekabine. Das Nachbarsmädchen hält ihm und noch zwei, drei Jungs aus der Klasse.
Jetzt erzählt er mir, dass er in den Pausen immer alleine ist. Die Jungs aus seiner Klasse spielen nicht mit ihm, entweder, weil sie zu denen gehören, die ihn immer ärgern oder er findet die anderen nicht. Die Mädchen sind unter sich. Wenn er fragt, ob er irgendwo mitspielen darf, wird er weg geschickt. Ich sagte ihm, er soll sich an seine alten Freunde halten oder sich mit denen, mit denen er in der Klasse befreundet ist, verabreden soll. Nun ist es so, dass sein bester Freund, der in eine andere Klasse geht, ihn regelrecht anknurrt, wenn mein Kleiner in der Pause zu ihm kommt und mit ihm und einem anderen Freund, der auch in diese Klasse geht, spielen will. Er sagt "Geh weg". Und dann steht mein Kleiner ganz allein da. Und da weiß ich jetzt auch nicht mehr weiter. Wenn sich die beiden privat treffen, spielen sie immer stundenlang miteinander. Wenn mein Kleiner mit ihm im Pausenhof oder im Hort spielen will, knurrt der beste Freund ihn an oder rennt weg. Wenn ich das anhöre, bin ich sehr traurig, weil meine beste Freundin in Kindertagen hat sich nicht so verhalten. Ich weiß nicht, was für einen Rat ich meinem Kleinen noch geben soll oder wie ich reagieren soll. Ich bin fast schon geneigt, privat den Kontakt zum "besten Freund" runter zu fahren und eher ein paar Jungs aus seiner Klasse zu uns einzuladen.

von Deanna31 am 07.03.2016, 10:38 Uhr

 

Antwort auf:

Umgang mit alten Freunden / Freunde finden in der Grundschule

Liebe Deanna31,

suchen Sie das Gespräch mit der Klassenlehrerin und schildern die Situation Ihres Sohnes. Hat sie das im Blick oder hört sie es zum ersten Mal? Was tut sie zur Förderung der Klassengemeinschaft? Gibt es evtl. die Möglichkeit eines Kinderpaten für Ihren Sohn, der die Sprechrolle übernimmt, wenn es darum geht, bei bereits bestehenden Gruppierungen mitzuspielen?! Dies könnte für ein paar Wochen eine Hilfestellung für Ihren Sohn sein. Oder hat die Schule/die Lehrerin ein anderes Konzept, um außenstehende Kinder zu integrieren?

Auf jeden Fall sollten Sie die Situation in der Umkleide ansprechen, damit die Lehrerin ein vermehrtes Auge darauf haben kann.

Den Kontakt zum besten Freund sollten Sie nicht runterfahren. Dieser verhält sich nicht absichtlich abweisend Ihrem Sohn gegenüber. Er weiß noch gar nicht, was er mit seinen Worten (Geh weg) auslöst. Sein Spiel, das er mit einem anderen Klassenkameraden begonnen hat, wird unterbrochen und dass es auch andere Wege gibt, damit umzugehen, muss er erst noch lernen.

Unterstützen Sie Ihren Sohn, in dem Sie ihm anbieten, Klassenkameraden einzuladen, zwingen Sie ihn aber nicht. Er muss es selber wollen.

Für manche Kinder ist es schwer, neue Freundschaften zu knüpfen. Kinder, denen es leichter fällt, haben sich schnell gefunden und dann dazwischen zu kommen, ist sehr schwer. Aus dem Grund sollten Sie dies mit der Lehrerin besprechen, damit Ihrem Sohn und vielleicht auch anderen Kindern, ein klein wenig Unterstützung in dieser Hinsicht wiederfahren kann.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 07.03.2016

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