Sozialpädagogin Sylvia Ubbens

Kindererziehung

Sylvia Ubbens, Dipl.-Sozialpädagogin

   

 

Shreien, Unruhe, Ärger

Sehr geehrte Frau Ubbens,

Unser Sohn P. 7 Jahre alt geht in die ersten Klasse VS. Er hat eine kleine Schwester die ist 3J.
P. war immer ein Energiebündel, er ist sehr aktiv und sehr gut auch in Sport (hat 2-3 x wöchentlich Aktivitäten) und Schule.
Unser Sohn war immer seit der Geburt eifersuchtig von seiner kleinen Schwester. L. ist ruhig, mag Prinzesinnen und typisch Mädchen Sachen und interessiert sich nicht an Bubensachen...folgt sehr und ist ruhig.
Dieser Eifersucht macht die ganze Familie komplett unruhig und nervös.
Wir versuchen mit ihm ruhig zu reden und alles zu diskutieren die ihn stören, verbringen Zeit mit ihm, aber er sieht oder er nimmt die "Kleinigkeit" die die Schwester auch bekommt ganz anders. Er wirft uns vor, dass wir die kleine mehr lieben, er bekommen beide gleich Sachen, aber er sieht mit seiner Vorstellungen dass die kleine Schwester mehr bekommt...ich kann auch sagen dass er mehr bekommt..die Schwester ist nicht so fordernd. Er bekommt aber nicht oft materielle Sachen da uns wichtiger ist wenn wir mit ihm war unternehmen.
Über "unwichtige" Sachen ärgert sich und shreit uns an, und weihnt extrem oft tgl-mindestens 5-6 mal weil etwas nicht so wie er das haben möchte so durchgeführt wurde, z.b dass ich ihn nicht aufgeweckt habe, um mich zu winken, oder , ich sage ihn wenn wir etwas im Radio hören, "Ah das ist das Lied den ich meinte!", ich mit grosser Freude, seinenAntwort: Schreit und ist laut und sagte: "Warum hast du mir es jetzt gesagt, ich wollte selber raten!"...
Diese Situation hindert uns oft dass wir wohingehen gemeinsam, weil dann endet der Tag in ständigen Ärger von Ihm und uns, er haut die Schwester oft oder drückt absichtlich den Kopf, vorallem wenn sie "etwas" von seinen Sachen unabsichtlich kaputt macht. er schreit uns an, hat ein freches Verhalten wenn wir mit ihm reden möchten, er sagt oft schreiend zu uns, "Was willst, hör auf!!", ...ich muss aber auch sagen dass ich die einzige bin die mit ihm soo unter 4 Augen redet, der Vater ist weniger kommunikativ...und in der letzten Zeit unser Sohn macht sogar die Ohren zu mit den Händen wenn ich mit ihm rede.
TV sieht er generell sehr wenig, ich erlaube es nicht mehr unter der Woche, (nur am Wochenende - ich muss auch sagen ich weiss es nicht wie ich das staffeln sollte!) da der TV bei Ihn einen grossen negativen Einfluss hat, soviel dass das erste was er gemacht hat nachdem er von der Schule zurückkam ist zu fragen ob er TV darf....Die Cartoons der schauen darf waren nie aggressive Star Wars oder sowas ähnliches oder Cartoons bzw Filme die mit Gewalt zu tun haben.
Ich habe bis jetzt Vollzeit gearbeitet, ich hab ihn leider tgl bis ausser Freitag um ca. 3 manchmal um 4 abgeholt, seinen Lehrerin ist sehr zufrieden in der Schule, wenn ich ihm abhole, dann kommt er nicht sofort oder begrüsst mich sondern, gib mir zu verstehen, ach so bist da...dann trödelt er bis er fertig ist, steht auf seine Kleider, wenn ich ihn dann höflich sagen, bitte nicht auf deine Kleider steigen...steigt es auf seinen Pulli und wischt dem Boden ab (für 2 sec)...was soll ich machen?? Bin wirklich verzweifelt und trarig!!! Ich hab den Eindruck ich verliere die Kontrolle auf mein Kind...wir waren immer eine sehr verbundene Familie und ich habe immer mit ihm Zeit verbracht und ich verstehe nicht dieses Verhalten! Ich werde selbst lauter und ich mag es nicht. Ich möchte mein Kind helfen. Ich habe den Eindruck ich habe ein pubertierendes Kind zu Hause!:-((
Vielen Dank!

von savidoc am 16.05.2019, 11:59 Uhr

 

Antwort:

Shreien, Unruhe, Ärger

Liebe Savidoc,

versuchen Sie, nicht zu viel mit Ihrem Sohn zu reden und zu erklären. Er hat gelernt, dass er mit seinem Verhalten Aufmerksamkeit bekommt. Reagiert Ihr Sohn mit Unmut, weil er das Gefühl hat, dass seine Schwester mehr bekommen hat, erklären Sie ihm, was er stattdessen bekommen hat. Weint Ihr Sohn, erklären Sie ihm, dass Sie verstehen können, dass er unglücklich ist, Sie es aber nun nicht ändern können und er gerne aufhören darf zu weinen. Ignorieren Sie das weitere Weinen. Ggf. verlassen Sie kurz den Raum, damit Ihr Sohn kein Gegenüber hat, von dem er Aufmerksamkeit für sein Verhalten bekommt.

Haut er seine Schwester, nehmen Sie ihn an die Seite und trösten Ihre Tochter. Er darf gerne sehen, wie seine Schwester aufgrund seines Verhaltens Aufmerksamkeit bekommt.

Holen Sie Ihren Sohn von der Schule ab, sagen Sie ihm Bescheid, dass Sie da sind und dass Sie vor der Schultür auf ihn warten. Ihr Sohn hat somit kein Gegenüber, für das er sich auf den Pullover stellen und für das er Trödeln muss.

Zwischendurch am Tag darf es gerne kleine Kuscheleinheiten geben. Sagen Sie ihm gerne regelmäßig, dass Sie ihn lieb haben und dass er ein toller Junge ist. Vor dem Schlafengehen sprechen Sie darüber, was besonders toll an diesem Tag war. Sie dürfen erzählen und er darf erzählen. Auf diese Weise lenken Sie seine Gefühle auf etwas Positives.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 17.05.2019

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