Sylvia Ubbens

Ängstliches Kind

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Liebe Frsu Ubbens,
meine Tochter ist fast 3,5 Jahre alt und geht in die Kita. Sie ist dort gut integriert, hat Freunde und geht gerne hin.
Sie war noch nie eine Draufgängerin und schon immer recht vorsichtig. Seit einiger Zeit hat sie eine blühende Fantasie und redet über z.b. Monster und Piraten. Dies hält sich alles aber noch gut in Grenzen.
Meine "sorge" bezieht sich über Theater besuche: sie hat von denbösen Figuren sehr angst zB. Im casperle Theater die Hexe. Letztes Mal hatte sie so eine Angst, dass sie am ganzen Körper gezittert hat. Ich bin mit ihr ganz nach hinten gegangen und ihr leise erklärt dass es eine Puppe ist und sie zwar gruselig aussieht aber wir keine Angst haben brauchen. Wir sind zwar bis zum Ende geblieben aber es war für sie sehr sehr aufregen. So sind unsere meisten Theater besuche. Oder letzte Woche im musikkurs sollten alle Kinder wegen Karneval verkleidet kommen. Das eine Kind war als Geist verkleidet und das andere hatte einen totenkopf Tshirt. Meine Tochter hatte Angst und beobachtete alle intensiv und mochte nicht mehr richtig mitmachen. ich rede mit ihr und versuche ihr zu erklären dass dies alles ja nicht echt ist und biete ihr an raus zu gehen.
Eine weitere Sache ist, dass sie schon seit ganz klein an sehr empathisch ist. Das ist den Kita Erziehern auch besonders eingefallen. Es äußert sich so, dass wenn wir Geschichten vorlesen, wo zB ein Tier nicht auf die Eltern hört und sich in Gefahr begibt, sie anfängt bitter zu weinen. Auch wenn im Buch die Figur am Ende zB von dem Mädchen verabschiedet (zum Mond fliegt) ist sie traurig darüber dass die beiden sich nie wieder sehen werden. Sie bezieht es schnell auf sich und sagt, dass sie immer bei uns bleiben wird. Auch mit 1,5 Jahren hat sie immer darauf geachtet dass zB jeder im Esstisch das gleiche hat wenn jemand was nicht essen wollte, teilte sie ihr essen mit ihm. Bis heute ist das so.
Ich wollte fragen, was ich gegen ihre Angst machen kann. Ob dies noch im normalen Rahmen ist? Wie ich mit der emphatie am besten umgehen kann.
Vielen Dank für Ihre Hilfe!

von Voggl am 20.02.2017, 21:26 Uhr

 

Antwort auf:

Ängstliches Kind

Liebe Voggl,

beide Verhaltensweisen Ihrer Tochter sind völlig in Ordnung. Sie müssen nichts unternehmen. Ihre Tochter wird ihre Angst ablegen, wobei es noch Monate oder Jahre dauern kann. Dies ist aber ganz normal.

Empathisches Verhalten ist doch toll. Sie müssen auch hier nicht handeln. Ihre Tochter wird in den kommenden Monaten/Jahren eine "gesunde" Empathie entwickeln.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 21.02.2017

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