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Wie lange noch Kanzler Merz?

Wie lange noch Kanzler Merz?

KielSprotte

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Was meint ihr? Wie lange kann er sich noch im Amt halten?


Jana287

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Das entscheidet sich am kommenden Wochenende, glaube ich.


luna8

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Antwort auf Beitrag von Jana287

Ich bin auch wahrlich kein Merz Fan, trotzdem werde ich ihn wählen -  jetzt ist es zu spät.... . Er hat ( für mich) das mit Trump gut für uns gemacht. Nicht erpressen lassen. Wer sollte es sonst sein?


luna8

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Antwort auf Beitrag von luna8

Wenn jmd Neues kommt, mal schaun - dann Kopf ab  ( bildlich charikatistisch 😅 natürlich). Aber jetzt müssen die CDU ler da durch - selbst Schuld.  Söder muss jetzt auch nicht.  ABER: AfD auf keinen Fall. 


User-1792264373

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Rückfrage: Welche Veränderung zum Besseren erhoffst du dir von einer Absetzung von Friedrich Merz?


KielSprotte

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Antwort auf Beitrag von User-1792264373

Wo genau habe ich etwas von einer Verbesserung geschrieben? Ich denke noch an die Ära von Olaf Scholz - manchmal ist Ruhe und Besonnenheit nicht schlecht. Zumindest hat der gedacht, bevor er geredet hat. Und was wurde hier auf den draufgehauen...........


Mehtab

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Soll man Merz für eine Verschlechterung der Situation  absetzen?


User-1792264373

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Antwort auf Beitrag von KielSprotte

Hast du nicht. Ich lese nur seit einigen Wochen quer durch das politische Spektrum überall Forderungen, dass Merz weg müsse. Dass Merz eine Fehlbesetzung ist, finde ich auch. Aber mit einem Personalwechsel an der Spitze wird sich nicht viel ändern. Gleichzeitig wäre es, wenn Merz jetzt abgesägt wird,  Wasser auf die Mühlen der Demagogen, die demokratische Regierungschefs einfach nur "weg" haben wollen, weil sie jede Form von Regierungskoalition als "Altparteienkartell" framen, zu dem sie sich als Alternative inszenieren. Die AfD würde das als ihren Sieg verbuchen. Die Alternativen, über die die Union schon diskutiert hat, wären Hendrik Wüst und Markus Söder. Nr. 1 wäre evtl. noch vermittelbar und würde es wohl machen. Immerhin ist er staatsmännischer und weniger poltrig als Friedrich Merz. Von der politischen Linie her würde sich aber nichts ändern. Auf Olaf Scholz "draufgehauen" wurde nicht nur hier, allen voran haben Friedrich Merz, Markus Söder und Jens Spahn massiv Stimmung gegen die gesamte Ampel gemacht. Die Kontinuität zwischen Scholz und Merz ist, dass Realpolitik nicht gegen Populismus ankommt. Deshalb muss Merz gerade auch die Suppe auslöffeln, die er sich selbst eingebrockt hat. Mein Mitleid hält sich in Grenzen, aber noch mehr Chaos können wir auch nicht gebrauchen.


Caot

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Ich bin mir nicht sicher ob ein Tausch oder ein absetzen eine Lösung, hin zum Erwünschten, ist. Mir fehlen die Alternativen. Wer soll das sein? Und eine Bundestagswahl will ich definitiv nicht. Die Wogen müssen sich erst glätten.  Aktuell tendiere ich dahin es zu belassen, in der Hoffnung, dass die Koalition die Probleme nun anpackt. 


Mehtab

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Ich hoffe auch, dass er und diese Regierung bleiben wird. Es gibt keine Alternative. Merz hat damals die Ampel gestürzt, vor allem wegen der Schuldenbremse, und dann selber sehr hohe Schulden neu aufgenommen. Wenn jetzt diese Regierung wieder stürzt, wird Deutschland unregierbar, bei all den ungelösten Problemen. Wir können nicht eine Regierung nach der anderen absetzen, denn dann werden garantiert gar keine Probleme gelöst. Die Regierung wird unbeliebte Entscheidungen treffen müssen, weil das, was wir jetzt haben, einfach nicht mehr finanzierbar ist, und Deutschland nicht jedes Jahr noch mehr Schulden aufnehmen kann. Die sollen jetzt bis zum Ende der Legislaturperiode regieren, und dann muss man schauen, wer irgendwie noch wählbar ist.


KielSprotte

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Meiner persönlichen Meinung nach, hätte Merz bereits seinen Hut nehmen sollen, als er im ersten Kanzlerwahlgang gescheitert ist.....dann wäre uns viel erspart geblieben.


User-1792264373

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Wer wäre denn dann deiner Ansicht nach die passende Alternative gewesen? Damals dachten viele, dass Jens Spahn Kanzleramtsambitionen hätte. Noch so einer, bei dem Angela Merkel Zeit ihres politischen Lebens versucht hat, ihn wegen fehlender persönlicher Eignung von der Macht fernzuhalten. 


Shanalou

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Kann man nicht sagen. Kommt drauf an, ob sich jemand aus der Deckung wagt. Söder hat sich für Merz ausgesprochen. Ich kenn mich aber zu wenig bei den CDU Internas aus und weiß nicht, wer da gerade mächtig genug wäre, Merz zu beerben. Das die Reformen jetzt nicht gerade Begeisterung hervorrufen werden, müsste eigentlich jedem klar gewesen sein. Die Verantwortlichen müssen da jetzt aber weitermachen, sonst führt das ins komplette Chaos.  Neuwahlen wird es mit Sicherheit nicht geben, das wäre verheerender, als alles andere. 


User-1792264373

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Antwort auf Beitrag von Shanalou

"Das die Reformen jetzt nicht gerade Begeisterung hervorrufen werden, müsste eigentlich jedem klar gewesen sein. Die Verantwortlichen müssen da jetzt aber weitermachen, sonst führt das ins komplette Chaos." Es geht meines Erachtens nicht um "Begeisterung". Die Politik der Union ist schlicht sozial extrem ungerecht, und auch wenn jede*r Bürger*in verstehen dürfte, dass Haushalte solide sein müssen, kann Politik immer entscheiden, wie sie Haushalte konsolidiert. Die Entscheidung von Friedrich Merz ist "von unten nach oben verteilen" und "von Zukunftsstrategien zurück zum Altbewährten". Da kollidiert er aber mit der Realität, und es wird immer schwieriger, das überzeugend zu "verkaufen". Deshalb irrt er sich auch, wenn er meint, er müsste das alles nur "besser erklären". Die meisten Wahlbürger sind ja nicht dumm und wissen sehr genau, was seine Politik für sie konkret bedeutet. Aber auch das hat nur bedingt mit dem schockierenden Wahlerfolg der AfD zu tun. Wenn man hier AfD-Sympathisant*innen zuhört, dann nennen die zwar auch wirtschaftliche Gründe, aber vor allem hört man immer wieder "mit Deutschland geht es bergab". Und sie wollen, dass Deutschland "wieder wer wird". Das ist die deutsche Version von "Make America Great Again". Dazu gehört aber genau wie bei Trump das permanente Krisenszenario. Und da hat Merz einen Punkt, wenn er sagt, ihm geht das ständige Schlechtgerede auf die Nerven. Es ist auch - bei allen realen Problemen, die Deutschland tatsächlich hat und all den Stellen, an denen Dinge nicht mehr so gut funktionieren - extreme Schwarzmalerei. Deshalb sind es weniger die einzelnen Punkte, die die AfD bedient, die sind ja austauschbar - Migration, innere Sicherheit, stagnierende Wirtschaft, abwandernde Industrie, Überalterung der Gesellschaft, Gefährdung von Arbeitsplätzen, Krise der Fossilindustrie, internationale Kriege und Krisen -, sondern es ist vielleicht sogar eine gemeinsame Erzählung, die viele Leute suchen.  Und dafür braucht es charismatische Führungsfiguren, die "Ruhe reinbringen", weil sie positive Zukunftsvisionen haben, mehrheitsfähig und nahbar sind.


Caot

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Antwort auf Beitrag von User-1792264373

"....extreme Schwarzmalerei." Ich finde, dass es keine Schwarzmalerei ist. Und ich finde, dass wir erst noch ins Extreme kommen. Da schau ich nur mal und ganz alleine auf die Automobilindustrie. Wenn das dort beginnt und alle aus den Auffanggesellschaften müssen, wird es erst noch "schwarz".  Ich denke, nur meine Meinung, dass es erst noch beginnt.  Ich bin aber bei Dir, dass wir wieder eine Zukunftsperspektive benötigen. Nur leider  ist diese aktuell nicht zu erkennen. Denn überall wo ich hinblicke sehe ich Probleme. Und die Politikversprechen der letzten Jahr(zehnte) und deren Nichteinhaltung trägt nun nicht gerade dazu bei, hier einem Visonär zu glauben und sich mitreißen zu lassen.


hamburg74

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Antwort auf Beitrag von User-1792264373

Wir sind ja sehr sehr oft in Greifswald und Umgebung unterwegs....und kommen sehr oft mit Menschen vor Ort ins Gespräch.....und etwas ist immer wieder gleich...nach 2-3 Sätzen, egal bei welchen Thema, kommt Corona auf....das sitzt bei sehr vielen noch so sehr tief in der Seele.....LG maxikid


User-1792264373

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Antwort auf Beitrag von hamburg74

Ja, die Corona-Zeit war für viele eine Zäsur. Das Thema hat nicht nur die AfD für sich entdeckt, sondern auch das BSW und einige Leute von der FDP haben das politisch ausgeschlachtet. Und die Ukraine ist das nächste Thema, wo sich die Geister ganz grundsätzlich scheiden. Die Krise der alten "Volksparteien" des Westens ist schon auch, dass es im Osten nicht so eine starke Parteienbindung gibt und eben dieses grundsätzliche Misstrauen gegen eine Politik, die als "alternativlos" dargestellt wird. Deshalb heißt die AfD ja auch so, wie sie heißt und positioniert sich immer genau gegen den Strom. Und das gibt den Leuten auch das Gefühl einer Aufbruchstimmung gegen ein 2verkrustetes System". Gleichzeitig wurden und werden aber die Fehler, die während des Corona-Managements gemacht wurden, auch in den entsprechenden Kanälen und Gruppen riesengroß aufgebauscht, und auch da gibt es ja Leute, die völlig abseits der Realität gelandet sind und glauben, die m-RNA-Impfung wäre ein einziger großer "Menschenversuch" gewesen und dahinter stünden finstere Eliten. Die Grenzen sind da leider fließend zu einem völlig abseitigen und verzerrten Bild von der Realität. Dennoch finde ich es nach wie vor erschreckend, dass darüber viele die Augen davor verschließen, dass ihre "Alternative" offen mit Neonazis, mit Putin und mit anderen Deutschland- und Demokratiefeinden kooperiert und sie sogar Faschismus in Kauf nehmen, um sich als Teil dieser Bewegung zu fühlen.


User-1792264373

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Die deutsche Automobilindustrie ist, fürchte ich, nicht mehr zu retten. Das liegt auch nur in zweiter Linie an der Politik, sondern eher an Konzernchefs, die sich zu lange zu sicher geglaubt haben vor internationaler Konkurrenz und dachten, sie könnten sich auf ihren Lorbeeren ausruhen. Selbst als man merkte, dass E-Auto das kommende Ding wird, hat man eher darauf gesetzt, deutsche Modelle um Antriebe herum zu konzipieren, die günstig zugekauft werden. Damit wurden einerseits neue Abhängigkeiten geschaffen und andererseits übersehen, dass vor allem China und vollständige Fertigungsketten entwickelt haben, die von der Batterietechnik über die elektronische Steuerung bis hin zum Design alles selbst herstellen und damit viel durchdachter und weniger fehleranfällig sind. Und das noch dazu zu einem deutlich geringeren Preis. Für deutsche Autos bleibenschon noch einige Marktsegmente, das wird aber nicht ausreichen, damit davon gleich drei große Autokonzerne mit ihren heutigen Mitarbeiterzahlen und Zulieferern überleben. Das wird für Regionen, die sehr stark auf die Automobilbranche zugeschnitten sind, bitter werden, meines Wissens sieht es für BMW in München noch am besten aus. Da wird auch eine Verschiebung für das Verbrenner-Aus durch die Politik und die Dienstwagenpauschale nicht viel bewirken.


User-1792264373

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Antwort auf Beitrag von User-1792264373

Sorry, da fehlt hinter "China und" Südkorea.


Shanalou

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Antwort auf Beitrag von User-1792264373

Da muss ich jetzt mal widersprechen, gar nicht so wenige Wahlbürger halte ich in der Zwischenzeit wirklich für dumm. Wer eine CDU unter Friedrich Merz gewählt hat, hätte sich an 5 Fingern ausrechnen können, was kommt. Hier wurde immer gesagt, ja mit der SPD wird es dann nicht sooo schlimm, die bremsen das Ganze dann etwas ein. Die SPD hat nur ein Thema und zwar die Rente, ansonsten leider null Weitblick.  Genau dasselbe wird mit der AfD passieren( hoffentlich). Der Karren wird in den Dreck gefahren und hinterher wird rumgejammert, dass man das ja nicht wissen konnte und weiteres Blabla. Der Wahlbürger ist erst dann nicht mehr dumm, wenn er mit der Realität konfrontiert wird und es ihm an den Geldbeutel geht. Vorher glaubt man jeden Mist, weil man seinen Kopf nicht einschaltet und selbständiges Denken zu anstrengend ist. 


User-1792264373

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Antwort auf Beitrag von Shanalou

"Der Wahlbürger ist erst dann nicht mehr dumm, wenn er mit der Realität konfrontiert wird und es ihm an den Geldbeutel geht. Vorher glaubt man jeden Mist, weil man seinen Kopf nicht einschaltet und selbständiges Denken zu anstrengend ist." Zum Glück hast das jetzt du jetzt als jemand aus der Gesundheitsbranche geschrieben und nicht ich als weltfremde Akademikerin. 😂


kea2

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Antwort auf Beitrag von Shanalou

Diese Regierung mit ihren "Reformen" ist eine Menschenleben gefährdende Vollkatastrophe. Durch das Gesundheits-"Reförmchen" wird ein 3-Klasse-System geschaffen. Privat Versicherte bekommen noch Facharzttermine, GKV-Versicherte, die oben drauf selbst zahlen, bekommen Facharzttermine und der Rest hat Pech gehabt. Wenn die 3. Klasse viel Glück hat, bekommen sie noch in 10 bis 12 Monaten bei manchen Fachärzten Termine. Für alles andere werden sie in die Notaufnahmen gehen müssen, was dazu führen wird, dass das auch reglementiert wird, weil die dann überquellen werden. Das heißt dann, wer kein Geld hat, verreckt oder quält sich mit Schmerzen und Einschränkungen durch's Leben. Das System gehört von grundauf neu gedacht und reformiert, so dass es für alle gerecht wird. Das Renten-"Reförmchen" trägt ein System weiter, das überhaupt nicht funktionieren kann.  Wir brauchen angeblich nur mehr Fachrkräfte als Beitragszahler. Die fallen mal eben vom Himmel, finden gute Jobs bei steigender Arbeitslosigkeit und trotz immer mehr KI-Einsatz, wohnen einfach in einer der massig vorhandenen Wohnungen in den Ballungsräumen und sind freundlicherweise nie krank, damit sie nicht um die knappen Facharzttermine konkurrieren. Wenn sie alt werden, lösen sie sich in Luft auf oder verzichten netterweise freiwillig auf staatliche Rente, denn sonst müsste man ja als nächstes noch viel mehr Menschenmassen ins Land schaufeln, um deren Rente zu finanzieren. Ich habe keine Ahnung, warum überhaupt irgendwer an dieses abstruse Märchen der Regierung glaubt.  Wir brauchen eine echte Rentenreform, wie andere europäische Länder sie schon vor längerer Zeit durchgeführt haben, wo man als Rentner sogar genug Geld zum Leben bekommt, während hier die Altersarmut explodieren wird. Diese Rentner müssen dann vom Staat zusätzlich alimentiert werden, damit sie sich Miete, Nahrung und Heizung/Klimaanlage gleichzeitig leisten können. Das spart gar nichts, verursacht aber eine Menge Elend. In der Pflege wird in deutschen Heimen für den Zustand "manchmal satt und sauber" mehr als 6.000 Euro im Monat ausgegeben, damit irgendwelche gewinngeilen Reichen noch reicher werden, anstatt dem einen Riegel vorzuschieben, indem man die Heime wieder verstaaatlicht oder an Non-Profit-Organisationen übergibt. Die Leute haben die Schnauze voll von Lobbyisten- und Reichen-Politik und davon, dass sie die einzigen sind, die die seit Jahrzehnten grottenschlechte, nicht zukunfsfähige Politik der reichen Kaste da oben ausbaden sollen. Schon Merkel hat mit "ruhiger Hand" die nötigen Reformen verweigert. Damals hätte man noch vernünftige Übergansfristen schaffen können. Danke für nichts, Frau Merkel! Solange die Regierung nicht reagiert und endlich Politik für normale Menschen macht, werden Demagogen, wie die AFD Stimmen in ungeahnten Höhen bekommen, einfach, weil das die einzige Möglichkeit ist diesen merkbefreiten Privilegierten da oben klar zu machen, dass es so nicht geht.  Jahrelang ist die Wahlquote immer weiter in den Keller gegangen, weil die Leute mit allen Parteien unzufrieden waren. Diesen Nicht-Wählern wurde nur Faulheit unterstellt. Von einer kritischen Betrachtung des eigenen Tuns der Politiker wegen der Politikverdrossenheit keine Spur.  Jetzt versuchen die Leute es eben mit einem kräftigen Tritt in den Hintern der Privilegierten, und mich wundert daran, ehrlich gesagt, nur, dass es bis dahin so lange gedauert hat. Nein, ich wähle die AFD nicht und denke auch, dass es mit denen noch schlimmer werden würde, aber dieser Weg von CDU und SPD, Deutschland ins 19. Jahrhundert zurück zu schicken, mit einer reichen Oberschicht und verelendeten, geknechteten Massen, müssen aufhören. (Übrigens haben die Weimarer Politiker auch mit einer Politik, die das Leben der normalen Menschen immer weiter verschlechterte, der NSDAP den Weg bereitet.)


User-1792264373

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Antwort auf Beitrag von kea2

"Übrigens haben die Weimarer Politiker auch mit einer Politik, die das Leben der normalen Menschen immer weiter verschlechterte, der NSDAP den Weg bereitet." Es war vor allem Brüning, der mit sozialen Härten und Sparmaßnahmen an der eigenen Bevölkerung versucht hat, den Staatshaushalt in der Wirtschatskrise zu stabilisieren und damit die Verelendung und Massenarbeitslosigkeit mit verschuldet hat. Im Gegensatz zu Roosevelt, der mit dem New Deal genau das Gegenteil machte und damit die Demokratie in den USA gestärkt hat. Das ist ja das, was ich immer am verblüffendsten finde: Dass man a) nicht aus der Geschichte zu lernen scheint, b) nicht am Vorbild anderer lernt, die den Unfug vormachen und c) man nicht auf die Wissenschaft hören kann, die solche Entwicklungen vorhersagt. Auch was Friedrich Merz mit der AfD versucht hat (das Kopierern ihrer Positionen,  um sie zu bekämpfen) hat schon Liz Truss versucht, indem sie rechtspopulistische Narrative übernommen und gegen "woke Spinner" gewettert hat. Das ist auch bei ihr schon gründlich in die Hose gegangen.


User-1792264373

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Antwort auf Beitrag von KielSprotte

Gerade tickern Focus und Stern unter Berufung auf TableMedia, dass Friedrich Merz am Wahlsonntag intern (also im CDU-Präsidium) indirekt die Vertrauensfrage stellen will.


Mehtab

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Antwort auf Beitrag von User-1792264373

Das hat gerade noch gefehlt, aber wie lange kann Merz sich denn noch halten, wenn jeden Tag aufs neue die Frage gestellt wird: "Wie lange kann er sich noch halten?", und damit meine ich nicht den Beitrag hier im Forum.


User-1792264373

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Antwort auf Beitrag von Mehtab

Die Frage ist ja nicht im luftleeren Raum entstanden, das haben verschiedene Politiker (auch aus den Reihen der Union) so geäußert. Ist doch klar, dass die Medien darauf anspringen. Abgesehen davon, dass von Anfang an damit gerechnet wurde, dass sich Merz nicht lange halten wird. Seit er erst im zweiten Wahlgang gewählt wurde, ging das ja erst recht los. Ich verstehe auch den Frust, es sind einfach grundsätzlich schwierige Zeiten, und dass CDU und SPD keine Liebesheirat eingegangen sind, war ja von Anfang an ein offenes Geheimnis. Das kracht und knirscht an allen Ecken und Enden, und Friedrich Merz' Persönlichkeit tut ihr Übriges dazu.


User-1792264373

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Antwort auf Beitrag von Mehtab

Ich fand übrigens die Phönix-Runde vom 15.09.26 zum Thema "Kanzlerkrise" ganz interessant, vor allem das, was Albrecht von Lucke da gesagt hat, der grundsätzlich ein großer Kritiker von Friedrich Merz ist. Vielleicht magst du ja bei Gelegenheit mal reinschauen. https://www.ardmediathek.de/video/phoenix-runde/aktuelle-folge-phoenix-runde/phoenix/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvNTIzMzA1OA


Mehtab

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Antwort auf Beitrag von User-1792264373

Danke! Ja, genau so ist es. Wenn Friedrich Merz und/oder die derzeitige Regierung stürzen sollte, wird nichts besser. So sehe ich das auch. Nicht, weil Merz in irgendeiner Form meine Kragenweite hätte, aber jetzt muss regiert werden, und die Reformen müssen durchgesetzt werden, was niemanden Lorbeeren einbringen wird. Deshalb fordert auch niemand, der tatsächlich als Nachfolger für Merz in Frage kommen würde, seinen Rücktritt. Wie kommen Politiker aus der zweiten und dritten Reihe dazu, den Rücktritt von Friedrich Merz zu fordern? Diese Regierung soll endlich das machen, was erforderlich ist, auch wenn es dafür kein Schulterklopfen gibt. Die Reformen wurden schon viel zu lange verschleppt. Jede Regierung, die neu antritt, kommt als erstes zu dem Ergebnis, dass es ein Riesenloch im Haushalt gibt, und dass man noch einmal einen Berg von Schulden aufnehmen muss, nur um ein weiteres Jahr über die Runden zu kommen. So kann es einfach nicht weitergehen! Und diesen Satz haben auch die ganzen AfD-Wähler nach der Wahl in Sachsen-Anhalt gesagt, als sie gefragt wurden. Nur, dass ich halt in der AfD nicht die Lösung sehe. Das ist der Unterschied, aber passieren muss endlich was. 


User-1792264373

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Antwort auf Beitrag von Mehtab

Ich denke gleichzeitig nicht, dass die Rentenreform und vor allem die Reform des Gesundheitssystems genau in der Form kommen werden, wie sie uns verkündet wurden. Darüber wird jetzt noch mal intensiv gestritten und auch mit der Opposition verhandelt werden müssen. Mit der Person von Friedrich Merz hat das aber weniger zu tun. Zumal jeder andere, der jetzt versuchen würde, an seine Stelle zu treten, sich ähnlichen Shitstorms aussetzen würde. Das wird auch ein Hendrik Wüst wissen, der in NRW außerdem die Aufgabe haben wird, seine Partei nächsten März noch gut durch die Wahl zu bringen. Der nächste Punkt ist die akute Energiekrise, in der wir stecken, seit die Huthis Bab-al-Mandab weitgehend dicht gemacht haben und Saudi-Arabiens Ost-West-Pipeline attackiert wurde. Das wird noch mal zu einer massiven Verteuerung nicht nur von Benzin sondern von allem, was daraus hergestellt wird und allem, was transportiert werden muss, führen. Und das Gleiche gilt für Erdgas und - im Zuge dessen für Strom, aber auch für Pellets. Die gesamte Regierung gerät jetzt also außerordentlich unter Druck, sich für den kommenden Winter etwas zu überlegen, wie sie die Menschen entlastet, die jetzt schon an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit kommen. Und da stimmt es mich nicht unbedingt hoffnungsfroh, dass wir eine Energieministerin haben, die im Wesentlichen nur das reproduzieren kann, was ihr ihre Lobbykontakte aufschreiben und dass wir einen Finanzminister haben, dem gerade auffällt, dass ihm die IBANs der besonders Bedürftigen fehlen, weshalb dann plötzlich doch wieder Geld aus der Gießkanne da ist und wir wieder alle gleichzeitig subventionieren. Das Problem ist wirklich nicht nur Friedrich Merz, auch wenn er einen Großteil dieser Loser-Truppe überhaupt erst ins Amt gehievt hat.


User-1792264373

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Antwort auf Beitrag von User-1792264373

Sorry, Fehlerteufel, die Wahlen in NRW sind im April, nicht, wie ich behauptet habe, im März.


User-1792264373

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Antwort auf Beitrag von KielSprotte

Ich hänge mal das Schreiben der 8 CDU-Ministerpräsidenten an, die sich hinter Friedrich Merz gestellt haben - vielleicht interessiert das die eine oder den anderen. Dirk Specht (dem ich seit Jahren folge, weil ich von ihm und seiner Community extrem viel über statistische Modelle, Volks- und Betriebswirtschaft, Energiewende und KI gelernt habe und noch lerne) schreibt dazu auf seinem Substack folgendes: "Wer das versteckte Gift in diesem Brief übersieht, dem sei gesagt, er möge in seinem Leben auf 'Freunde' besser achten als auf Feinde. Friedrich Merz, nicht mal namentlich erwähnt, allenfalls im letzten Satz als Amtsträger vielleicht angesprochen, wird diesen Brief, auf dem die 'Schwester' aus München fehlt, zu lesen wissen. Die tiefe Tragik dieser so umfassend gestrigen Veranstaltung liegt darin, dass die gemeinsam mit der nicht weniger gestrigen SPD vermutlich sogar aufrichtig um dieses Förmchenpaket ringen, das sie Reformen nennen. Das halte ich für einen politischen Irrtum von vielleicht historischem Ausmaß. Ein Irrtum, der aus einer niemals relevanten Ökonomieschule stammt, die bis heute tiefe politische Wirkung hat. Eine [...] unterkomplexe Idee der Funktionsweise einer Ökonomie mit wenigen Stellschrauben, die angeblich alles bewirken sollen: Arbeitskosten, Steuerquoten, Schuldenquoten, Staatsquoten, Umverteilung. Je nach Lager ist wenig oder mehr davon vielversprechend. Jüngstes Vorbild ist die Schröder-Agenda, die angeblich aus dem kranken Mann einen Leistungssportler machte. Nun, nette Korrelation, es ging danach ja besser. Aber vielleicht waren das der Aufstieg Chinas, die große Globalisierungswelle, der Weltbedarf an deutscher Spitzentechnologie aus so vielen Schlüsselindustrien? Vielleicht ist das aktuelle Problem nun eine über Dekaden bequem, arrogant, ignorant und risikoavers gelebte Spar- und Verwaltungspolitik im Staat, aber vor allem in den Unternehmen! Meine These: Wir haben kollektiv Dividenden genossen, zu wenig investiert, Innovation anderen überlassen, uns kaputt gespart, parallel zu gut gefrühstückt. Deshalb sind andere jetzt besser. Da müssen wir wieder hin und wer die Unternehmenslandschaft genau beobachtet, erkennt diesen laufenden Transformationsprozess. Meine Empfehlung: Wir sollten vor allem diese Auslese der Innovationsfähigkeit in den Unternehmen zulassen, bestenfalls beschleunigen. Dieses Förmchenpaket [...], das ist einfach nur überbewertet. Der globale Wettbewerb dreht sich um Spitzentechnologie und deren Orchestrierung. Es ist ein Wettbewerb der Systeme. Wir treten bisher mit Führungsebenen in Wirtschaft und Politik dagegen an, die sogar das eigene System mit Konzepten beschreiben, die möglicherweise noch nie zutrafen, sondern allenfalls zufällig mal funktionierten. Wir brauchen also definitiv eine Personaldebatte[,] liebe Herren der CDU - und aller anderen Parteien." (Quelle: https://www.linkedin.com/feed/?highlightedUpdateUrn=urn%3Ali%3Aactivity%3A7506254813391851520&highlightedUpdateType=SHARED_BY_YOUR_NETWORK&origin=INAPP&highlightedUpdateTrackingId=O8x18JcVQ5CcZt%2F73V0npQ%3D%3D&showCommentBox=true)

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Antwort auf Beitrag von User-1792264373

So sehe ich das nicht. Die Ministerpräsidenten haben sich hinter den Kanzler gestellt, und der Bayerische Ministerpräsident hat sich schon vorher ganz eindeutig hinter Friedrich Merz gestellt. Man kann überall ein Haar in der Suppe finden, und Söder muss nicht jeden Tag neu erklären, dass er noch hinter Friedrich Merz steht. Eine etwas längere Halbwertszeit sollte so eine Erklärung schon haben, und ich denke, dass Söder es auch nicht für nötig fand, schon wieder eine Erklärung abzugeben. Vielleicht wurde er auch gar nicht mehr gefragt, weil er sich ja bereits vorher schon hinter Friedrich Merz gestellt hatte. Wo sind wir denn, dass jeder jeden Tag die gleiche Erklärung wieder neu abgeben muss?


User-1792264373

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Antwort auf Beitrag von Mehtab

Es gibt Geraune, dass vorher in dem Brief noch "Friedrich Merz" stand und das dann gegen "Kanzler" ausgetauscht wurde. Ich bin ja keine Insiderin, ich lese nur mit, was andere Leute schreiben, die der CDU näherstehen. Unter anderem gibt es einen ganz interessanten Artikel über die möglichen Optionen bei "The Pioneer" von Gabor Steingart. Dass Söder nicht mitunterzeichnet hat, könnte auch daran liegen, dass er sich gern alle Optionen als Königsmacher offenhalten will, Dobrindt wäre sicher sein Wunschkandidat, weil er selbst nicht gut vermittelbar ist. Dobrindt kommt zumindest mit dem Koalitionspartner klar. Mir persönlich sind die Machenschaften innerhalb der Unionsführung seit dem Personalkarussell vom Sommer höchst suspekt. Schon da dachte ich, die lassen Merz einfach machen, weil er sowieso als angezählt gilt. Ich glaube aber auch nicht, dass sich mit einem anderen CDU-Bundeskanzler viel ändern wird. Nur werden sich Bayern und NRW als notorisch konkurrierende Bundesländer auch drei Mal überlegen, ob sie ihre Wunschkandidaten jetzt schon verheizen oder erst mal abwarten, bis sich die Wogen geglättet haben. Dann kann vielleicht Friedrich Merz auch nur mit einem blauen Auge in den Ruhestand gehen, nicht mit einem Riesen-Schlamassel im Rücken.  


User-1792264373

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Antwort auf Beitrag von KielSprotte

Hier noch mal ein etwas unernster, aber gut gemachter KI-Beitrag (mit Friedrich Merz als Punkrocker zu dem Song "Should I Stay or Should I Go" von The Clash): https://www.facebook.com/reel/2801510950217155 Fand ich witzig.