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Kostgeld(?)

Kostgeld(?)

Caot

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Ich bin auf der Suche nach einer Art Gerechtigkeit, Gleichheit.  Mich würde interessieren wie Ihr es gelöst habt bzw. was am "gerechtesten" wäre. Zwei Kinder, einer studiert(e) dual, wohnt zuhause, die Andere studiert normal, auswärts und bekommt von uns Unterhalt in Höhe des Bafög-Höchstsatzes. Nun wird Kind1 fertig. Wird viel Geld verdienen, weiter bei uns wohnen (mindestens noch 2 Jahre), unsere Autos fahren, unser Essen essen und den Komfort weiterhin genießen.  Jetzt läuft das Kindergeld aus. Und für uns stellt sich die Frage nach einem vernünftigen Händling. Kind2 bekommt von uns Geld, Kind1 nutzt unseren Komfort. Verlangt man nun Kostgeld von Kind1 oder verzichtet man darauf, da ja Kind2 von uns hoch finanziert wird.  Mir ist bewusst, dass ich verpflichtet bin Kind2 zu unterhalten. Das ist auch Kind1 klar. Mir geht es um finanzielle Gerechtigkeit, auch wenn das nie 1 zu 1 zu lösen ist. Konkret: wir würden auf das Kostgeld verzichten.  Nur so richtig befriedigend ist das für mich auch nicht.  Wie habt Ihr das gelöst? Bitte her mit euren Ansätzen. Ideen? 


hamburg74

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Antwort auf Beitrag von Caot

Hallo, falls meine Große nächstes Jahr ausgelernt hat und evtl. bei uns wieder einziehen sollte.....dann wird sie Kostgeld abgeben müssen. Wäre aber die letzte Obtion, dass sie wieder einziehen wird. Wir wollen das so handhaben, wer komplett augelernt hat und bei uns wohnen möchte, der muss Geld dazusteuern.   LG maxikid


Nurmalsoeben

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Antwort auf Beitrag von Caot

Dein Sohn ist erwachsen und wohnt bei euch. Ja, natürlich sollte er sich am gemeinsamen Haushalt beteiligen, wenn er einer normalen Berufstätigkeit nachgeht, aber keine Miete zahlt, euer Essen isst und euren Fuhrparkt mit nutzen kann. Gerechtigkeit ist ja nicht nur etwas Finanzielles. Euer Sohn hat schon während seines dualen Studiums Geld verdient, eure Tochter tut das offenkundig nicht. Dann kann man die Situationen nicht miteinander vergleichen, und ich würde mich da auch - falls so etwas aufkommen sollte - auf keine Aufrechen-Diskussion einlassen. Bei uns sind die finanziellen Verhältnisse beider Kinder auch sehr unterschiedlich, da Halbgeschwister. Kind1 hat einen deutlich weniger vermögenden Vater und einen Stiefvater, der nie für sie gezahlt hat. Ein Teil davon wurde von mir dadurch ausgeglichen, dass ich für sie Geld in einer Höhe angelegt habe, dass sie jetzt im Master davon leben kann. Kind2 hat eine Geldanlage, die er nicht antasten muss, weil es Miete und Unterhalt zusätzlich gibt. Diskussionen darüber gibt es keine, sie sind der Unterschiedlichkeit der realen Lebenssituation geschuldet. Das wissen beide Kinder, ich habe das immer vollkommen transparent gemacht.


kevome*

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Antwort auf Beitrag von Caot

Ich habe in Diskussionen mit meiner Schwestern den Eindruck gewonnen, dass es je nach Familie 2 Ansätze geben kann, die irgendwie beide richtig/gerecht sein können. Mein Sohn hat eine Ausbildung gemacht, früh eigenes Geld verdient, lange zu Hause gewohnt, am Wohnort geblieben, ist mittlerweile selbst Vater. Meine Tochter studiert im Ausland. Ich habe jedes Kind immer so unterstützt, wie Bedarf da war. Das heißt aber auch, dass meine Tochter automatisch den Bafög Höchstsatz  von mir bekommt. Sie hat 1,5 Jahre als Werkstudentin gearbeitet uund gut verdient und da wurden 50% des Verdienstes durchaus auch auf meine Unterstüzung angerechnet, die aber in anderen Monaten auch mal über dem Bafög Satz liegen kann. Mein Sohn hat nie Kostegeld gezahlt, dafür aber mal eingekauft oder im Restaurant bezahlt und bekommt jetzt mit Baby und Freundin in Elternzeit durchaus immer mal wieder was extra von mir. Insgesamt ist mein Ansatz "Unterstützung nach Bedarf" und solange meine Kinder das nicht als selbstverständlich nehmen, sondern auch mich aktiv unterstützen, wenn sie bei mir wohnen, nehme ich kein Kostgeld. Der andere Ansatz ist, beide Kinder möglichst finanziell gleich behandeln. Also wenn eins zu Hause lebt, das andere auswärts muss Kostgeld gezahlt werden. Wenn eins beim Studium unterstützt wird, bekommt das andere die gleiche Summe als Einmalzahlung beim Hauskauf etc. Ich glaube, da gibt es kein richtig oder falsch, sondern es muss zur jeweiligen Familie passen.