Caot
Ich bin auf der Suche nach einer Art Gerechtigkeit, Gleichheit. Mich würde interessieren wie Ihr es gelöst habt bzw. was am "gerechtesten" wäre. Zwei Kinder, einer studiert(e) dual, wohnt zuhause, die Andere studiert normal, auswärts und bekommt von uns Unterhalt in Höhe des Bafög-Höchstsatzes. Nun wird Kind1 fertig. Wird viel Geld verdienen, weiter bei uns wohnen (mindestens noch 2 Jahre), unsere Autos fahren, unser Essen essen und den Komfort weiterhin genießen. Jetzt läuft das Kindergeld aus. Und für uns stellt sich die Frage nach einem vernünftigen Händling. Kind2 bekommt von uns Geld, Kind1 nutzt unseren Komfort. Verlangt man nun Kostgeld von Kind1 oder verzichtet man darauf, da ja Kind2 von uns hoch finanziert wird. Mir ist bewusst, dass ich verpflichtet bin Kind2 zu unterhalten. Das ist auch Kind1 klar. Mir geht es um finanzielle Gerechtigkeit, auch wenn das nie 1 zu 1 zu lösen ist. Konkret: wir würden auf das Kostgeld verzichten. Nur so richtig befriedigend ist das für mich auch nicht. Wie habt Ihr das gelöst? Bitte her mit euren Ansätzen. Ideen?
Hallo, falls meine Große nächstes Jahr ausgelernt hat und evtl. bei uns wieder einziehen sollte.....dann wird sie Kostgeld abgeben müssen. Wäre aber die letzte Obtion, dass sie wieder einziehen wird. Wir wollen das so handhaben, wer komplett augelernt hat und bei uns wohnen möchte, der muss Geld dazusteuern. LG maxikid
Dein Sohn ist erwachsen und wohnt bei euch. Ja, natürlich sollte er sich am gemeinsamen Haushalt beteiligen, wenn er einer normalen Berufstätigkeit nachgeht, aber keine Miete zahlt, euer Essen isst und euren Fuhrparkt mit nutzen kann. Gerechtigkeit ist ja nicht nur etwas Finanzielles. Euer Sohn hat schon während seines dualen Studiums Geld verdient, eure Tochter tut das offenkundig nicht. Dann kann man die Situationen nicht miteinander vergleichen, und ich würde mich da auch - falls so etwas aufkommen sollte - auf keine Aufrechen-Diskussion einlassen. Bei uns sind die finanziellen Verhältnisse beider Kinder auch sehr unterschiedlich, da Halbgeschwister. Kind1 hat einen deutlich weniger vermögenden Vater und einen Stiefvater, der nie für sie gezahlt hat. Ein Teil davon wurde von mir dadurch ausgeglichen, dass ich für sie Geld in einer Höhe angelegt habe, dass sie jetzt im Master davon leben kann. Kind2 hat eine Geldanlage, die er nicht antasten muss, weil es Miete und Unterhalt zusätzlich gibt. Diskussionen darüber gibt es keine, sie sind der Unterschiedlichkeit der realen Lebenssituation geschuldet. Das wissen beide Kinder, ich habe das immer vollkommen transparent gemacht.
Ich habe in Diskussionen mit meiner Schwestern den Eindruck gewonnen, dass es je nach Familie 2 Ansätze geben kann, die irgendwie beide richtig/gerecht sein können. Mein Sohn hat eine Ausbildung gemacht, früh eigenes Geld verdient, lange zu Hause gewohnt, am Wohnort geblieben, ist mittlerweile selbst Vater. Meine Tochter studiert im Ausland. Ich habe jedes Kind immer so unterstützt, wie Bedarf da war. Das heißt aber auch, dass meine Tochter automatisch den Bafög Höchstsatz von mir bekommt. Sie hat 1,5 Jahre als Werkstudentin gearbeitet uund gut verdient und da wurden 50% des Verdienstes durchaus auch auf meine Unterstüzung angerechnet, die aber in anderen Monaten auch mal über dem Bafög Satz liegen kann. Mein Sohn hat nie Kostegeld gezahlt, dafür aber mal eingekauft oder im Restaurant bezahlt und bekommt jetzt mit Baby und Freundin in Elternzeit durchaus immer mal wieder was extra von mir. Insgesamt ist mein Ansatz "Unterstützung nach Bedarf" und solange meine Kinder das nicht als selbstverständlich nehmen, sondern auch mich aktiv unterstützen, wenn sie bei mir wohnen, nehme ich kein Kostgeld. Der andere Ansatz ist, beide Kinder möglichst finanziell gleich behandeln. Also wenn eins zu Hause lebt, das andere auswärts muss Kostgeld gezahlt werden. Wenn eins beim Studium unterstützt wird, bekommt das andere die gleiche Summe als Einmalzahlung beim Hauskauf etc. Ich glaube, da gibt es kein richtig oder falsch, sondern es muss zur jeweiligen Familie passen.
Also wenn Kind Geld verdienst, sollte/müsste es sich an den Haushaltskosten beteiligen. Bei euch konkret: wenn Kind2 fertig studiert und gutes Geld verdient, werdet ihr doch sicher auch die Unterhaltszahlungen einstellen, warum dann Kind1 bevorteilen?
"Also wenn Kind Geld verdienst, sollte/müsste es sich an den Haushaltskosten beteiligen" Wo liest Du das. Ich habe doch genau das Gegenteil geschrieben. Kein Kostgeld sondern einfach gegenseitige Anerkennung und kein Hotel Mama. Und Anerkennung ist für mich das als Beispiel genannte übernehmen der Restaurantrechnung. Kann aber auch etwas ganz anderes sein Und das gilt für beide Kinder. Einfach auf Augenhöhe und nach Bedarf.
Was ist denn ich dich gefahren?? Ich habe meine Meinung zum AP geschrieben und nicht auf deine Antwort Bezug genommen! Wird ja wohl noch erlaubt sein......😒
Ich finde dieses Thema auch sehr schwierig, wir sind in einer ähnlichen Situation. Kind1 ist sofort nach dem Abi ausgezogen und hat dual studiert. Bei ihr haben wir nur ganz gering bezuschusst (300 €/Monat über 3 Jahre), damit es bequem zum Leben reicht. Im dualen Master hat sie bereits so gut verdient, dass wir die Unterstützung eingestellt haben. Jetzt verdient sie seit einigen Jahren super gut und steht finanziell komplett auf eigenen Beinen. Sie lebt nicht bei uns. Kind2 dagegen absolviert ein sehr teures Studium im Ausland und bekommt von uns Unterhalt leicht über dem Bafög-Satz, dazu immer mal Zuschüsse zu Reisen, Klamotten usw. Darüber hinaus zahlen wir die nicht ganz billigen Studiengebühren. Wir haben mit ihr einen Darlehensvertrag über die Studiengebühren geschlossen, der besagt, dass sie uns diese Studiengebühren nach Beendigung des Studiums und Eintritt in die Berufstätigkeit nach und nach zurückzahlen muss. Das haben wir gemacht, weil wir die große Schwester nicht komplett benachteiligen wollten, die über ihre gesamte Studienzeit rund 10.000 Euro bekommen hat, während Kind2 mit Unterhalt für 6 Jahre plus Studiengebühren einen ordentlichen 6-stelligen Betrag durchbringt. Nun ist es nächstes Jahr hoffentlich soweit, dass die kleine Madame erstmals ordentlich Geld verdienen wird. Wir überlegen jetzt, ob wir das Darlehen wirklich einfordern oder es auf sich beruhen lassen sollen. Ich bin der Meinung, dass wir Kind1 dann die gleiche Summe (also Studiengebühren ohne Unterhalt) geben müssten, einfach weil es ungerecht ist, dass Kind2 so viel Geld von uns bekommen hat, Kind1 aber fast alles selbst finanzieren musste. Die Große sagt dazu, dass es ihre freie Entscheidung war, wir hätten sie ja auch unterstützt, wenn sie kein duales Studium gemacht hätte. Mein Mann sieht es ähnlich, er meint, dass beide einen unterschiedlichen Weg gewählt und wir nach Bedarf unterstützt haben. Ich bin aber der Meinung, dass da ein Geschmäckle bleibt, denn es geht hier wirklich um substantiell unterschiedliche Zuwendungen. Hilft dir nun auch nicht wirklich weiter, aber das Thema finanzielle Gerechtigkeit unter Geschwistern ist und bleibt eine echte Herausforderung. Egal, wie ihr euch entscheidet, kommuniziert es nur klar, damit die Kinder eure Entscheidung nachvollziehen und ggf. kommentieren können. Das finde ich sehr wichtig.
Ich bin bei so etwas ja immer Fan von ChatGPT, weil der die Dinge sachlich, ruhig und fair aufdröselt. Man bekommt Anregungen und auch neue Aspekte, die man bisher noch nicht auf dem Schirm hatte. Und vor allem, faire Lösungsvorschläge. Ich wollte deine Frage zuerst auch dort reinkopieren, aber ich wusste nicht, ob dir das recht ist. Deshalb dachte ich, ich gebe es lieber bloß als Anregung weiter. Für solche Alltags- und Familienthemen ist KI einfach wirklich sehr gut. LG
Das hab ich tatsächlich schon gemacht. Am ehesten tendiert ChatGPT zu Silvias Lösungsvorschlag. Das aber erst nach Diskussionen. 😁 Mich interessiert aber tatsächlich wie es reale Familien für sich gelöst haben. Einfach finde ich das nämlich nicht.
Für mich habt ihr da einen denkfehler. Nr1 hat ja bei euch gewohnt, entsprechend Miete, Kost usw "gespart" - dank Vollverpflegung bei euch. Kind 2 studiert auswärts, das was ihr nicht leisten konntet an "Verpflegung daheim durch Sachleistung" geltet ihr nun entgeldlich ab - durch den Unterhalt. Insofern haben doch beide ihren Teil bekommen - das würde ich also abwinken. Wenn Kind 1 nun verdient - und das nicht zu wenig, würde ich für das Zimmer den Schnitt der ortsüblichen Miete nehmen. Anteilig dann auch Nebenkosten wie Strom, Heizung, Wasser, Müll, Hausversicherungen usw. Eben so wie er es auch zahlen würde wenn er sich selbst was mieten würde. Kost - da müsst ihr schauen. Habt ihr die Räumlichkeiten dem Kind eine kleine Küche einzurichten - muss ja nichts weltbewegendes sein. Dann würde ich sagen, er versorgt sich in Zukunft selbst. Auch Wäsche waschen usw würde ich das Kind alleine. Da ist er gegenüber Kind2 eh bereits im Nachteil der ja deutlich selbstständiger sein muss. Wird doch etwas Zeit das sich das erste Kind da auch mal dran gewöhnt. Ist das nicht möglich, würde ich einfach mal überschlagen was ihr so an Lebensmittel usw ausgebt im Monat und dann anteilig nehmen. Kleidung, Telefonkosten, persönliche Versicherungen usw würde ich nicht mehr übernehmen. Im Großen und Ganzen würde ich jetzt also mal den Schritt Richtung "Vermieter" gehen - immerhin kann sich Kind 1 da doch noch recht gut bei entspannen.
Kind1 hat u.a. dual studiert, weil es wusste, dass der Studienwunsch von Kind2 der Traum seiner Schwester und nicht dual umzusetzen ist. Wir haben das familiär thematisiert. Da der Berufswunsch von Kind1 natürlich dann quasi vor der Haustür dual angeboten wurde, hat seine Entscheidung natürlich vereinfacht. Ihm jetzt also vorzurechnen was er sparen konnte, ist nicht das Mittel meiner Wahl. Ich suche ein praktikables Händling. Eine faire Lösung.
Fühlt Dein Sohn sich dann benachteiligt? LG
"Fühlt Dein Sohn sich dann benachteiligt?" Mhhhhh ..... schwierig. Ich fühle Schwingungen. So etwas in der Art. Benachteiligt würde ich nicht sagen, aber es war schon Thema. Da jetzt das Kindergeld wegfällt, müssen wir als Eltern halt neu überlegen wie wir das Thema "Geld" so fair wie möglich gestalten. Man ist ja eine Familie und will das "gerecht" händeln. Klar lebt er wie die Made im Speck bei Muddern, aber er hat sich ja auch "ergeben". Nicht unter Zwang, aber wie man es halt macht, wenn es passt. Ich finde es halt schwierig. Wir leiden keine Not, aber Geld zu verschenken hab ich auch nicht. Was ich jetzt nicht habe, kann ich jedoch nicht für die Rente weg legen.
"Was ich jetzt nicht habe, kann ich jedoch nicht für die Rente weg legen. " Das ist ein gutes Stichwort, damit kannst du deine Kinder auch gern jetzt konfrontieren, ich tue das auch. Denn ihr werdet nicht ewig leben und auch nicht ewig arbeitsfähig bleiben. Im mittleren Lebensalter muss ja auch die eigene Absicherung mit-bedacht werden, und die sollte immer Vorrang vor der der Kinder haben. Ist ein bisschen wie mit den Sauerstoffmasken im Flugzeug. Ihr seid, wie du richtig schreibst, als Familie ein System, und Kind1 wechselt jetzt in die Erwachsenenperspektive. Man muss ihm das nicht mit dem Holzhammer einbläuen, aber so ein bisschen Realismus und einen Blick dafür, dass "Muddern" jahrelang zurückgesteckt hat, was ihren Beruf und ihre Altersvorsorge angeht, darf er schon bekommen. Das gibt ihm ja auch Lernmaterial für seine eigene (künftige?) Partnerschaft mit auf den Weg: Dass die Absicherung von allen mitgedacht werden muss bei den Finanzen.
Wo list du etwas von "vorrechnen"? Du fragst nach fairer Lösung. Für mich persönlich wäre das eben fair. Für mich persönlich würde ich sagen, Kind 2 hat weit mehr profitiert - nicht in bezug auf geld, sondern weil Möglichkeit selbstständig zu werden. Da sehe ich den weitaus größeren Nachteil für Kind1 bei euch. Und genau den scheint ihr eben - unbewusst - weiter verstärken zu wollen wenn Kind einfach so wie gehabt, vielleicht nur mit etwas Geld an Mama/ Papa zu zahlen - weiter geht. Fair wäre für mich jetzt also die Selbstständigkeit ran zu bringen. Und wie ich schrieb, lieber bei den Eltern "üben", als erst in ein paar jahren bei einem fremden.
Ein sehr schwieriges Thema. Einerseits will man die Kinder gleich behandeln, andererseits fühlt es sich komisch an, Geld plötzlich Geld vom Kind zu fordern. Falls es die eigene finanzielle Situation zulässt, würde ich K1 kostenlos weiter wohnen lassen (sofern es das nicht ausnutzt, also auch im Haushalt mithilft, ebenfalls Einkäufe erledigt, etc.) und als Ausgleich K2 mit Eintritt ins Berufsleben einen vergleichbaren Zuschuss gewährt, z.B. Versicherung/Steuer fürs Auto übernehmen etc.
Ich glaube, ich würde alle 4 an einen Tisch holen und die Meinungen hören. Einfach, um so ein schwelendes Ungerechtigkeitsgefühl zu verhindern. Eine gemeinsam getroffene Entscheidung wird dann auch von allen getragen. Für mich persönlich ist klar, dass Kinder unterstützt werden, solange nötig. Wenn das Kind selbst gut verdient, wäre für mich klar dass es auszieht oder sich finanziell beteiligt. Dabei empfinde ich es nicht als ungerecht, wenn A länger oder mehr Unterstützung bekommt als B. Finanzielle Beteiligung wäre für mich nicht, alles klein aufzurechnen ( eher eine Pauschale 300 Euro warm plus Beteiligung im Haushalt gegen Wäscheservice). Berichte doch gerne mal, wie ihr es am Ende gemacht habt.
"Für mich persönlich ist klar, dass Kinder unterstützt werden, solange nötig." Ich denke, dass es daraus hinausläuft. Es wurde ja auch schon mehrmals hier genannt. Man muss es als Unterstützung nach Bedarf betrachten. Kind1 bekam den indirekt durch "Hotel Mama inkl Auto", Kind2 in Form von Unterhalt. Ich denke, dass wir erstmal auf das Kostgeld verzichten werden.
ich habe eine andere frage, warum wird kind1 noch so lange bei euch wohnen? ist das gesetzt? mein kind1 habe ich bis zum masterabschluss unterstützt, sie ist nach dem abi ausgezogen. kind2 hat mit 19 eine ausbildung angefangen, zuhause gewohnt, bissl geld verdient, musste nichts abgeben. seit einiger zeit verdient sie sehr ordentlich, dann bin ich ausgezogen :-) hätten wir weiter zusammengewohnt, hätten wir uns alles geteilt, wie in einer wg. bei uns gibt es keinen stress, wer mehr bekommen hat und/oder weniger. beide waren frei in ihrer ausbildungswahl, aber wer dann mal genug geld verdient, um sich selbst zu unterhalten, der muss das auch tun. auf deinen fall gemünzt, ich würde sehr wohl geld von kind1 verlangen, genau wie beteiligung am auto (auto teilen ist für mich eh der supergau!)
"ich habe eine andere frage, warum wird kind1 noch so lange bei euch wohnen? ist das gesetzt?" Ja, gesetzt. Kind will mit seiner Freundin zusammen ziehen. Es ist aber unstrittig das nicht dort zu tun wo sie wohnt. Da seine Freundin noch studiert, wird diese finale Entscheidung erst bei Beendigung des Studiums und der weiteren Perspektive fallen. Und bis dahin wohnt es sich halt bei Muddern maximal g'schmeidig. 😁 "auto teilen ist für mich eh der supergau!)" Für mich ist das kein Drama, wir haben genug. Mir geht es auch nicht darum, ich hab auch kein Problem auch seine Wäsche mit zu waschen, sondern halt um eine Art Gerechtigkeit.
nun ja, das kann sich ja doch alles schnell ändern.... Für mich ist das kein Drama, wir haben genug deswegen habe ich das mit dem auto teilen auch in klammern gesetzt. ich hab auch verstanden, worum es dir geht. du wolltest wissen, wie es andere machen. ICH würde gerechterweise geschmeidigkeit halt nicht unterstützen. weil jetzt kann ich endlich wieder auf mich selber schauen.
"ICH würde gerechterweise geschmeidigkeit halt nicht unterstützen. " Ich verstehe Dich. Jedoch ist es für mich nicht rund, Kind2 hoch zu bezuschussen und von Kind1 Knete zu verlangen. "weil jetzt kann ich endlich wieder auf mich selber schauen." Absolut. Deswegen würde ich auch nie, nur ein Kind "beim Hausbau" finanziell unterstützen um hier zu kompensieren. Ich brauche jeden Pfennig für meine Rente, die ich schlicht weg und einfach nicht üppig erhalte, wenn es soweit ist. Daher favorisiere ich eine aktuelle Lösung.
Wenn dein Kind sowieso bald mit der Freundin zusammenzieht (das Studium wird ja keine fünf Jahre mehr dauern?), ist der Zeitraum doch auch absehbar. Im Hinblick auf das gelingende Zusammenziehen mit der Freundin würde ich ihn dann aber zumindest an den Haushaltsaufgaben und dem Essenseinkauf beteiligen - auch, damit das junge Glück ein paar Streitpunkte weniger hat. Das ist zwar eigentlich nicht dein Bier, aber man kann da ja trotzdem noch ein bisschen erzieherisch wirken. Ich war bei Kind2 und Freundin phasenweise aber auch recht genervt, wie wenig Blick die dafür hatten, was Lebensmittel kosten, und habe deshalb ab dem Zeitpunkt, wo sie jobbten, auch eingefordert, dass sie auch "langweilige" Grundnahrungsmittel einkaufen und nicht nur Dinge für ihren privaten Luxus. Dadurch war der Realitätsschock nach dem Auszug auch nicht so heftig.
Aber euch fehlen doch jetzt definitiv 259 Euro/Monat auf der Einnahmenseite (Kindergeld), während Kind nach deinem Angaben jetzt sehr gut verdient. Also wenigstens das wegfallende Geld sowie der ein oder andere Wocheneinkauf und die ein oder andere Tankfüllung wäre in meinen Augen das mindeste.
"Aber euch fehlen doch jetzt definitiv 259 Euro/Monat auf der Einnahmenseite (Kindergeld)," Klar, entfällt. Und da wären wir bei dem, dass ich es als schwierig betrachte. Kind2 bekommt viel Geld monatlich von uns, Kind1 soll nun zahlen. Das fühlt sich für mich nicht rund an. Dem Grunde nach ist es nicht die Lösung meiner Ausgangsfrage. Mir geht es nicht ums Geld, es geht um familiäre Gerechtigkeit, die man so gut wie möglich versucht zu arrangieren. Gleichheit geht ja nicht.
"....aber man kann da ja trotzdem noch ein bisschen erzieherisch wirken." Ich muss nicht erzieherisch wirken. Was das Leben kostet, weiß auch das im "Hotel Mama" wohnende Kind. Mir geht es nicht darum wer nun wie auf das Leben gut vorbereitet ist oder wird, sondern um die Gerechtigkeit bei unterschiedlichen finanziellen Zuwendungen. Kind2 wird noch studieren, im Zweifel lange, da wird's wohl auf gute 50.000 Euro Zuwendung hinauslaufen, vielleicht etwas weniger. Da brauche ich ein Gegenpendel für das Kind1. Aber ich merke schon, es ist tatsächlich nicht einfach.
Aber du scheint mir dich selbst bei der familiären Gerechtigkeit auszuklammern. Dein Mann hat immer gearbeitet, du hast die Kinder rundumversorgt und betreut und baust dir jetzt im mittleren Alter deine Berufstätigkeit weiter aus, wovon du zusätzlich Altersvorsorge betreiben musst. Kind 1 ist mit seiner Ausbildung fertig und verdient gut. Er hat, so lange er bei euch wohnt, grundsätzlich keine Kosten. Im Prinzip kann er jetzt sowohl das Geld, was er verdient, für Urlaube verjubeln als auch anfangen, davon etwas für sich selbst anzusparen. Dir fehlt es aber. Das finde ich nicht zu Ende gedacht, für dich nicht. Du willst es deinem Sohn recht machen, weil du ihn gegenüber der Schwester benachteiligt findest und verlässt dich für dich darauf, dass dein Mann ausgleicht, was dir fehlen wird, oder? Es ist natürlich deine Sache, aber ich finde, darüber solltest du noch mal nachdenken. Dein Kind ist kein Kind mehr und hat durch das weitere Leben bei euch große (auch finanzielle) Vorteile. Ich finde es schön, gegenüber seinen Kindern mütterlich und großzügig zu sein, ich bin das auch gerne und mag es, die beiden zu verwöhnen. Aber ich kann das auch nicht permanent an mir selbst abzwacken.
Dann rechne mal deine Care Arbeit, Auto Nutzung , Lebensmittel, Strom, Wasser und und und hoch - da ist in den Studienjahren nicht wenig zusammen gekommen!
"Care Arbeit" Welche gibt es denn bei einem erwachsenen Kind? Care Arbeit-Honorierung ist doch der Ausgleich zwischen den Ehepartnern. Wenn eine:r weniger arbeitet um sich um die Kinder zu kümmern.
Ich fand ja immer den anstrengendsten Aspekt an Care-Arbeit, für alle anderen mitzudenken. Zum Beispiel, ob noch genug Nudeln und Mehl bevorratet sind, ob das richtige Kleidungsstück gewaschen und gebügelt ist, ob alle Geschenke besorgt sind, ob die Steuernachzahlung erledigt und der Steuerberater auch bezahlt ist, ob alle Kontrolltermine beim Arzt gebucht sind, etc. pp. Also die Alltagsorganisation in einem Haushalt mit einer Familie zusätzlich zum Job und den eigentlichen "Betreuungsaufgaben" wie Kochen, Putzen, Waschen, Einkaufen. Ein Teil davon fällt bei erwachsenen Kindern natürlich weg, aber die Organisation und Verantwortung läuft ja trotzdem bei der Person zusammen, die den Job immer gemacht hat, in dem Fall bei dir.
"Ein Teil davon fällt bei erwachsenen Kindern natürlich weg, aber die Organisation und Verantwortung läuft ja trotzdem bei der Person zusammen, die den Job immer gemacht hat, in dem Fall bei dir." Ich muss nichts mehr für meine erwachsenen Kinder organisieren. Nicht mal mehr den Frisör. 😎 Einzig noch rund um den Studienbeginn, da habe ich mit geschaut, dass da nichts schief läuft. Die von Dir genannten anderen Dinge mache ich natürlich immer noch, aber das muss ich mit als auch ohne Kinder tun. Nudeln bevorrate ich nämlich auch ohne Kinder. 😉
Die Nudeln waren ein Beispiel. Dass die selbst Arzt- und Friseurtermine ausmachen, hoffe ich doch sehr. ;-) Bei mir kommt zwischen den Zeilen ein bisschen rüber, dass das externe Studium von Kind2 als eine Art Luxus bewertet wird, den ihr bezuschussen müsst, während Kind1 gleich was "Handfestes" gemacht hat, wo er auch sofort Geld verdient hat und anschließend auch direkt einen Job hat. Mir erscheint diese Bewertung ein bisschen ungerecht, denn dass er im Studium Geld verdienen konnte und bei euch wohnen, war ja nicht nur für euch ein Vorteil, sondern auch für Kind 1. Es war Win-Win für euch alle. Er hätte sich ja auch für etwas anderes entscheiden können, wie du bei Kind2 schreibst. Und er war als erster am Zug, wenn er sich so entschieden hätte, hätte Kind2 halt umplanen müssen. Oder habt ihr das wirklich alles gemeinsam mit den Kindern zusammen genauso finanziell geplant?
"Bei mir kommt zwischen den Zeilen ein bisschen rüber, dass das externe Studium von Kind2 als eine Art Luxus bewertet wird, den ihr bezuschussen müsst, während Kind1 gleich was "Handfestes" gemacht hat, wo er auch sofort Geld verdient hat und anschließend auch direkt einen Job hat." Du musst nichts zwischen den Zeilen lesen. 😁 Aber ich wäre nicht ehrlich, wenn ich das Modell von Kind1 nicht präferieren würde. Das ist eine absolut tolle adäquate Ausbildung mit Job hier in BaWü, die sich nicht verstecken muss gegenüber einem Studium an der Universität. Man verdient Geld und eine Bezuschussung ist nur minimal notwendig, wenn die Hochschule weiter weg liegt. Bezüglich der Studienwahl haben wir das finanzielle natürlich thematisiert. Und es war Thema, dass es einfacher wäre wenn Kind1 dual vor Ort studiert. Zwei Kinder an einer Universität studierend wäre letzten Endes für Beide finanziell eingeschränkter gewesen. Natürlich haben wir das zusammen besprochen. Ich hab die Diskussion angestoßen um zu erfahren wie Andere diese Situation geregelt haben. Ob ich konkret nun Kostgeld verlange oder nicht, ist und wird kein Familiendrama. Ich fand den Austausch hier mit all den ganzen Informationen auf jeden Fall ganz interessant.
Und das verstehe ich absolut nicht. Soll im Gegenzug dann irgendwann Kind2 wieder zu euch zurück ziehen - sobald fertig. Der Gerechtigkeit wegen? Kind1 verdient eigenes Geld, es benötigt theoretisch eure Unterstützung nicht mehr. Will aber weiterhin - warum auch immer - bei Hotel Mama wohnen bleiben. Und fühlt sich scheinbar auch noch etwas benachteiligt, weil es ja kein Geld bekommen hat. Aber das hat es in Wirklichkeit - eben als Sachleistung. Oder musste es für Kost und Loggie in den letzten Jahren bei euch aufkommen? Für es jetzt ausziehen, wäre das leben weitaus teurer. Es spart also eh bereits schon. So oder so. oder würdet ihr auf eure Kosten jetzt die neue Bude einrichten? Nur so als Beispiel. Davon ab, wie will es selbst sein Leben meistern? Eigene Versicherungen machen, die richtige Mietwohnung finden, selbst kochen, Haushalt machen, usw. All das musste es bisher nicht machen - und wird es scheinbar bis auf weiteres nicht. Dazu dann die Freundin, die vielleicht genauso unwissent ist wenn es soweit ist. Insofern, wie gesagt, würde ich dem Kind jetzt beibringen wie es sein späteres Leben zu meistern hat - im kleinen Umfang eben daheim mittels Zimmermiete und eben - wenn wie gesagt die eigene kleine Küche nicht möglich ist - durch Kostgeld. Nur damit es lernt was da für Kosten auf das Kind zukommen wenn eben irgendwann der Auszug kommt. Für mich liegt wie gesagt die Bevorzugung bei Kind2 nicht im finanziellen, sondern wie gesagt darin, das das Kind deutlich besser auf das Leben nach "HotelMama" vorbereitet ist. Und diese Erfahrung ist mit keinem Geld dieser Welt zu kaufen.
"Und das verstehe ich absolut nicht. " Das merke ich. 🫶 Warum sollte ein erwachsenes, noch bei den Eltern wohnendes Kind nicht ebenfalls gut vorbereitet sein? Es mag sein, dass es solche jungen Erwachsenen gibt, aber in meiner Blase bekommen das die Eltern doch recht vernünftig hin. Auch mein noch bei mir lebendes Kind weiß sehr genau was was kostet. Ich behaupte sogar, dass er durch das duale Studium recht vorteilhaft aufgestellt ist. Besser als die Student:innen an den Universitäten die so ein bisschen ein "komm ich heut nicht, komm ich morgen- Leben" führen. Was das Leben kostet hab ich viele Jahre thematisiert. Ein roter Faden. Nicht das eins meiner Kinder denkt, dass unser Lebensstandard uns geschenkt wurde.
"Besser als die Student:innen an den Universitäten die so ein bisschen ein "komm ich heut nicht, komm ich morgen- Leben" führen." Das ist aber auch ein gut gepflegtes Vorurteil. Die Sorte gibt es sicher, aber sehr viele Studiengänge an Unis sind auch so vollgestopft, dass kaum an Freizeitvergnügen zu denken ist, und sehr viele Studierende haben mit Studium, Job und zusätzlichem Engagement ein Zeitkorsett, dass sich viele von Anfang an Berufstätige niemals aufbürden würden, sich aber das Maul zerreißen, weil ihnen eben der konkrete Einblick fehlt und sie sich so besser fühlen, weil sie Geld verdienen.
"Das ist aber auch ein gut gepflegtes Vorurteil." Mhhhh ..... ich hab aber nur von denen geschrieben, die das Laissez-Faire-Studium haben. Im dualen Studium in BaWü gibt es das nicht. Weder ein aufschiebendes Semester noch ein "mach ich heut nicht, mach ich morgen" und es ist Pflicht ( sei denn mit Krankenschein ab Tag1) zur Vorlesung zu kommen.
Ich denke mal, ist ein Vorurteil deinerseits. Hier arbeiten extrem viele Stundenten noch nebenbei. Bekommt man in einer Uni-Stadt recht gut, mit da wir jedes Jahr eine Vielzahl an Job-Anfragen von Studenten haben. Ich gehe davon aus, die sind weit besser auf das Leben eingestellt als jemand, bei dem Mama und Papi zahlen und man selbst kann sich voll auf die Uni konzentrieren. Die können sich dann das plattsitzen leisten. Aber wie ich schrieb, ich würde bei meinen Kindern anders vorgehen und hätte mir wohl auch schon lange im Vorfeld darüber Gedanken gemacht.
"Hier arbeiten extrem viele Stundenten noch nebenbei. " Genau. Dafür braucht es aber Zeit. Die hat man im Universitätsstudium. Und wenn es dann nicht passt, verlängert man. Wohlwissend das man es tun kann. Beim dualen Studium in BaWü hast Du nix davon. Entweder von 8-16 Uhr Schule mit Hingehzwang oder Job. Verlängern ist Kündigung. Das zu schreiben bezog ich auf deine Einwendung, dass noch im Elternhaus wohnende Kinder, nicht vorbereitet würden. Darauf wollte ich eingehen. Ein Kind was zuhause eine Ausbildung absolviert muss also nicht minder lebensfähig sein als ein Kind was bereits ausgezogen eine Ausbildung macht. "ich würde bei meinen Kindern anders vorgehen ....." Absolut. Ist eh überall anders. "......und hätte mir wohl auch schon lange im Vorfeld darüber Gedanken gemacht." Jetzt muss ich wirklich schmunzeln. Vielleicht liest Du alle meine Antworten um dann zu erkennen, dass das Problem mich schon länger als 24 Stunden beschäftigt. Ich wollte hier lediglich neugierig wissen, wer denn nun das Thema wie gelöst hat. So ganz real und schon umgesetzt. Um Eindrücke aus bereits gelösten Themen zu bekommen. Als Hinweise, als Austausch. Da waren tatsächlich gute Infos als Möglichkeit dabei.
Wie sieht es denn dein Mann? Manchmal erscheint es mir, dass dieses Gerechtigkeitsthema eher ein Mama-Ding ist.
"Wie sieht es denn dein Mann?" Er empfindet es ebenfalls als "nicht rund" und tendiert dazu auf das Kostgeld zu verzichten. Tatsächlich ging hier ein Gespräch unter Männern voraus. Ich denke, dass wir das als Machbarkeit so umsetzen werden. Nur einem Kind später mit Geld zum Bauen auszuhelfen verschiebt meines Erachtens nach nur die Thematik. Denn wir müssen ja bis 25 Kind2 Unterhalt gewähren. Hätten wir auch mit Kind1 tun müssen wenn hier nicht die Entscheidung zum dualen Studiengang gefallen wäre. Kind1 hätte ja durchaus woanders studieren können.
Wir haben es aufgegeben mit der messbaren Gerechtigkeit. Irgendwie mendelt sich vieles zurecht über längere Zeit und außerdem überlegen wir bzw. Ich, weil ich alles Finanzielle seit jeher gehändelt habe, auch genau, ob Unterstützung im jeweiligen Fall notwendig und angemessen ist. Einer hatte bspw zwei Jahre im Ausland studiert. Ein Jahr mit Erasmus, plus später Master. Benelux Ein Kind ein Semester in Fernost. Kurz- eins lang, aber eben um die Ecke und bezahlbar, eins sehr teuer, aber deutlich kürzer. Hat sich ausgemendelt. Einer bewohnt im Studium alleine eine 3Zi- Wohnung in zentralster Lage- Mitbewohnerin weg, Kind examensnah. Jetzt Umzug wäre wirtschaftlich unsinnig, zumal Wohnung kaum teurer als 1 Zi Wohnung. Ein Kind wohnt bei uns im Haus mit Partner- sehr fürstlich, miet und nebenkostenfrei- ich darf aus rechtlichen Gründen nicht vermieten- bzw. würde mir die Miete angerechnet. Einer wohnt mit Partnerin auf rund 30 qm Asylbewerberheim und einer, inzwischen lebenszeitverbeamtet im hD, lebt möbliert zur Untermiete. Da ist irgendwie nichts gerecht- aber ist so. Der Student kriegt zur Miete noch Lebensunterhalt und Repetitor- unglaublich in der Summe- aber was will man machen. Ein Kind hat dual studiert im Bachelor, Werkstudentin 20 h im Master- nie Lebensunterhalt gekriegt, immer nur Miete. Die Kinder- inzwischen Erwachsene- wissen auch genau, wer was kriegt- zwei fragen und kommentieren nie, zwei andere schon. Aber, das ist für mich wichtig, wir sind da alle im reinen miteinander. Von daher gibt es kein richtig oder falsch. Und wenn Du das Geld für Deine Altersvorsorge brauchst und das Kind gut verdient- knöpf ihm was ab. Auch wenn mathematisch Kind 2 deutlich stärker gefördert wird. Absolute Gerechtigkeit geht da nicht. Wichtig finde ich nur, dass Kind 1 das trägt.
"Absolute Gerechtigkeit geht da nicht. Wichtig finde ich nur, dass Kind 1 das trägt." Absolut. Ich finde daher den Ansatz unterstützen nach Bedarf auf jeden Fall hilfreich. Das zog sich in den vielen Antworten ja auch durch. Ich denke, dass es eine Lösung ist, auf das Kostgeld erstmal zu verzichten. Das werden wir mit Kind1 thematisieren. Und wir werden ihn bitten das Geld sinnvoll zu investieren, damit ihm klar ist, dass uns das Geld fehlt, aber wir es in ihn investieren solange er noch hier bei uns wohnt. Es ist sicherlich auch ein Ansatz ihn zu bitten doch mal den Einkauf zu übernehmen, symbolisch um zu erinnern das es nichts für umsonst gibt. Daher, vielen lieben Dank für den Austausch.
Bei unseren Kindern war das zum Glück kein Thema, die drei Großen sind alle nach dem Abitur ausgezogen, haben auswärts studiert und wir haben ihnen jeweils ungefähr den BAföG-Satz als Unterhalt gezahlt, Studiengebühren außerdem auch noch. Und für mehr "Luxus" haben sie nebenbei gejobbt bzw. tun es noch, übrigens alle 3. (Bisher ist ja nur das älteste Kind fertig.) Wie es bei Kind 4 mal laufen wird, weiß ich noch nicht, noch ist da ja Schulpflicht angesagt. Allerdings muss ich zugeben, ich habe es genossen, dass die drei Großen dann nach dem Abi auch ausgezogen sind. Ich unterstütze gerne und ich freu mich auch immer, wenn sie zu Besuch kommen (auch beim Enkelkind, das regelmäßig hier ist), aber einen gemeinsamen Haushalt mit meinen erwachsenen Kindern möchte ich - zumindest im Moment - eigentlich nicht führen. Ich genieße es, dass meine Küche nicht mehr zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten besetzt ist, dass die Sachen im Kühlschrank, die ich verwenden wollte, auch noch da sind, wenn ich sie brauche, und ich eben nicht mehr für 3 - 4 Menschen mehr und deren Bedürfnisse auch noch "mitdenken" muss. Auch wenn ich meine Oberteile immer noch regelmäßig im Zimmer von Kind 3 suchen muss...
"Bei unseren Kindern war das zum Glück kein Thema, die drei Großen sind alle nach dem Abitur ausgezogen, ...." Ja, da ist es einfach klar. Wäre hier nicht anders gewesen. Unterhalt "teilen" und jobben. "Allerdings muss ich zugeben, ich habe es genossen, dass die drei Großen dann nach dem Abi auch ausgezogen sind." Das kann ich verstehen. Aber hier gibt es dazu keinen Grund, außerdem einen Zukunftsplan und das unterstützen wir dem Grunde nach. Es hat mehrere Gründe, die ich nicht alle breittreten möchte. Mal davon unbenommen ist Kind1 "unsichtbar" und mir auch eine Hilfe. Ich nehme ihn zum einkaufen, verpflichte 😁 ihn zu Gartenarbeiten ... es ist nicht so, dass er als Made im Speck sich rundum dick fressen darf. Davon mal abgesehen habe ich tatsächlich auch gern meine Kinder um mich. Wir überlegen tatsächlich verschiedene Altersmodelle mit Kind1 für das da unweigerlich Kommende.
Hallo, ich finde die Diskussionen hier sehr interessant. Wie diejenigen verschiedene Standpunkte haben. Und alle berechtigt, keine Frage. Ich kann da jetzt nicht so mitreden- wir haben nur 1 Kind. In der Ausbildung hat er nichts gezahlt. Nach der Ausbildung haben wir es so gehändelt, dass er 200 EUR zahlen musste. Die haben wir aber für ihn gespart. Das weiß er aber bis heute nicht. Im März ist er jetzt in eine Eigentumswohnung gezogen. Da fallen noch genug Kosten an, da noch das eine oder andere doch noch angeschafft werden will. Im Moment halten wir uns noch zurück- da noch alles relativ frisch ist. Das Wichtigste hat er selbst gekauft... jetzt möchten wir z.B. noch , dass er Rolladen im WZ eingebaut bekommt. Denke, da wird im Geld zupasse kommen. Wie gesagt - wir haben es leicht- bei einem Kind. Aber... wenn du doch damit Bauchgrummeln hast, wäre das vielleicht eine Alternative für dich ? Für ihn sparen- und wenn, dann wiedergeben ? Wenn er mit seiner Freundin zusammenzieht, wird er sich ebenfalls über Zuwendungen freuen. Und wenn du nichts geben möchtest- wäre das auch o.k. Ist nur ein Gedanke ...
"Für ihn sparen- und wenn, dann wiedergeben ? " Danke auch für deine Info. Aber zum Thema Sparen kann das Kind1 viel besser und viel geschickter, da gewinnbringender, als ich. Außerdem sind wir froh, dass jetzt jedes Kind alles was zum ihnen gehört, getrennt läuft. Wir haben zudem die Bankdinge verschlankt, sodass wir da jetzt nicht wieder anfangen etwas zu besparen. Die Kinder sind erwachsen und wuppen das mittlerweile viel breiter aufgestellt als ich mit meinen noch sehr konservativ erlernten Vorstellungen. 😅
"... als ich mit meinen noch sehr konservativ erlernten Vorstellungen." Ich gebe dir schon wieder einen ungebetenen Tipp für deine eigene Altersabsicherung: ich kann nicht genau abschätzen, wie alt du bist, aber wenn du jetzt noch für deine Altersabsicherung genug zusammen bekommen willst, wirst du mit einer "konservativen" Strategie nicht mehr sehr weit kommen. Ich will dich jetzt nicht ermutigen, hoch spekulativ anzulegen, für solchen Firlefanz haben deine Kinder länger Zeit und können Verluste leichter verschmerzen. Aber lass dich doch mal von den beiden beraten, wie sie das mit den Geldanlagen machen und worüber sie dabei nachdenken. Vielleicht kommst du dann auf die Idee, doch noch einen kleinen Anteil Risiko einzugehen, um Rendite zu erwirtschaften, die du dringender brauchst als die beiden auf den "letzten Metern der Altersvorsorge". Klar, ich weiß, dein Mann ist auch noch da und eure gemeinsame Eigentumswohnung. Aber es kann auch nicht schaden, sich jetzt, so lange du noch arbeitest, ein wenig aus der Komfortzone herauszuwagen und dir eigenes Finanzwissen - vielleicht mit einem Anstupser von deinen Kindern, wenn die besser im Thema drin sind - zu holen.
"Aber lass dich doch mal von den beiden beraten, wie sie das mit den Geldanlagen machen und worüber sie dabei nachdenken." Warum hab ich manchmal das Gefühl, dass einem Unfähigkeit unterstellt wird. Wenn ich schreibe, dass meine Kinder nun selbstständig für sich anlegen müssen, bedeutet das ja noch lange nicht, dass meine Gelder auf nem Sparbuch für 1% hocken. 😅 Aber ich eruiere eben nicht selber Aktien oder spekuliere im Tagesgeschäft. Bitcoins sind mir nicht geheuer und mein Mut, mein sauer verdientes Geld spekulativ anzulegen geht mir quer. Ich investiere auch nicht in alternative Anlagemöglichkeiten, wo ich richtig viel Arbeit habe. Ich will und mag nicht stündlich die Aktien beobachten um zuzuschlagen. Ich (wir) investiere(n) aber durchaus in mehr Rendite als ein Sparbuch. 😁
"Warum hab ich manchmal das Gefühl, dass einem Unfähigkeit unterstellt wird." Ich würde sagen, das liegt weniger an mir als an deinem Selbstbild. Ich habe nur auf das "konservativ" reagiert. Eine "konservative" Anlage ist für mich z. B. gar nichts, was in irgendeiner Form an der Börse angelegt ist. Und auch Einzelaktien und Bitcoins sind, wenn frau nicht permanent die Börse beobachtet, mit mehr Risiko als Gewinn behaftet. Ich hatte noch dunkel eine Frage von Zwergenalarm drüben im Finanzforum in Erinnerung, wo du ihr rietst, dich von der Bank ihres Vertrauens beraten zu lassen. Das ist zum Beispiel ein Modell, von dem vor allem die Bank profitiert. Ich wette mit dir, dass deine Kinder das nicht machen würden, wenn sie ein bisschen was über Finanzwissen lesen, das heute überall verfügbar ist. Ich habe - ganz uneigennützig - nur dein Wohl im Sinn, weil ich weiß, wie viele Frauen sich aus einer Mischung aus Nicht-Traute, Bequatschenlassen von ihren Partnern oder Leuten im Bekanntenkreis, die sich vermeintlich auskennen weit unter ihren Möglichkeiten bei der selbständigen Finanzgestaltung ihres Lebens bleiben. Da du sonst eine Person bist, die ihr Leben gern im Griff hat - so schätze ich dich zumindest ein - wollte ich dir zuraten, das auch bei deinen Finanzen zu tun. Wenn du das schon tust, ist alles wunderbar. Ich kann doch nur auf das reagieren, was ich hier lese.
Da hast du natürlich total recht. Die können das viel besser als wir. ( Trotzdem wird sich Sohnemann freuen, wenn wir etwas mitfinanzieren- davon bin ich fest überzeugt )😀 Wie gesagt, ist ja kein Muss- und jeder soll und kann es so händeln wie er mag. Da sind wir ja wirklich frei in unseren Entscheidungen.
"Eine "konservative" Anlage ist für mich z. B. gar nichts, was in irgendeiner Form an der Börse angelegt ist. " Deswegen schreibe ich hier ab und an, dass schriftlich keine Diskussion geführt werden können. Der Interpretation einer Botschaft ist Tor und Tür geöffnet. Es gibt z.B. Anlagemodelle der Arbeitgeber, die weit mehr hermachen als ich bereit bin anzulegen. Meine Kinder müssen das also selbst tun. Da zu @Zwergenalarm ansprichst; ich halte es grundsätzlich immer für richtig mit der eigenen Bank zu sprechen. Das bedeutet aber nicht dem ungesehen zu vertrauen oder sich nicht selbst zu erkundigen. P.S. Ich hab mein Leben nicht gern im Griff, ich hab mein Leben im Griff. 😉 Zumindest aktuell.
@ak Ich mein das nicht böse. Wenn Du für dein Kind anlegst, ist das doch absolut in Ordnung. Aber ich bin nun mittlerweile froh, "frei" von den Bürden des Alltags zu sein. Wir haben sämtliche Dinge für die Kinder, auch an die Kinder abgetreten. Auf unseren Namen läuft nichts mehr. Das was da so in 18 Jahren anfiel, ist nun sauber dem Kind zugeordnet dem es auch "gehört." Sterbe ich morgen, kann jedes Kind auf alles alleine zugreifen.
"Ich hab mein Leben nicht gern im Griff, ich hab mein Leben im Griff." Der erste Satzteil ist aber die Voraussetzung für den zweiten, oder? Wie gesagt, ich will dich nicht bedrängen. Nur Denkimpulse setzen. Was du damit machst, ist ausdrücklich dir überlassen.
"Deswegen schreibe ich hier ab und an, dass schriftlich keine Diskussion geführt werden können. Der Interpretation einer Botschaft ist Tor und Tür geöffnet." Natürlich könnte man das. Allerdings muss man da Informationen teilen, die niemand freiwillig preisgibt in einer Schlangengrube, in der jede nur beflissen ist, sich von ihrer besten Seite zu zeigen, um sich keine Blöße zu geben, die bei nächster Gelegenheit ausgeschlachtet oder als Waffe gegen sie verwendet wird. Das hier könnte aber genauso gut ein geschützter Raum für Frauen oder Eltern sein, die sich gegenseitig unterstützen, ist es aber nicht, jedenfalls nicht mehr.
"Natürlich könnte man das." Wie Du schon geschrieben hast, dagegen spricht vieles. Mal aber vom Inhalt abgesehen, ist schriftlich recht schwierig. Ich hab gestern in eine Gruppe statt Geduld, Geld geschrieben und konnte das nicht mehr korrigieren. Bevor es mir auffiel, nahm das Übel schon seinen Lauf. Ich bleibe also dabei, schriftlich ist nicht tauglich zur Diskussion.
Alles gut... ich habe das schon verstanden :-)
Also du bist dagegen, deinem Spross alles zu finanzieren, aber muss ja doch sein. Also ich finanziere, was geht. Mit meinem Gewissen vereinbar. Du bist immer so... Ich könnte, will ich aber nicht. Komisch.
"Komisch" Finde ich auch. Ich verstehe nämlich nicht, was genau Du mir sagen möchtest. Sorry. "Also du bist dagegen, deinem Spross alles zu finanzieren, aber muss ja doch sein. " Darum geht es nicht. Es geht um eine Art Gerechtigkeit. Und um Anregungen für mich. Bevorzugt was man selber in so einer Situation tat. Vielleicht magst Du alles mal durchlesen, damit der Kontext meiner Antworten klar ist. Aber - es waren gute Anregungen hier im Thread für individuelle Lösungsvorschläge bereits dabei. Das hat mir geholfen. Auch für's persönliche sortieren. Den ersten Vorschlag von hier hab ich auch schon umgesetzt. Sogar mit positiver Zustimmung vom Kind. 😉
Ich hab bei deinen Posts halt Fragen im Kopf. Und ja, hab ( fast) alles gelesen Kinder sind nicht gleich und doch liebt man alle gleich. Macht, was ihr könnt, und wenn euch das 2. Auto fehlt oder der Kühlschrank leer ist, dann kommuniziert des. Wollt ihr eine gute Bildung eurer Kinder? Unterstützt so wie es geht.
Du hast den Sinn des Beitrags nicht verstanden. Caot geht es nur zweitrangig um Geld, sie können sich die Unterstützung leisten. An erster Stelle steht Gerechtigkeit gegenüber beiden Kindern.
Sie rechnet aber die Gerechtigkeit nur fianziell - will das aber eigentlich irgendwie doch nicht. Oder vielleicht doch. Das Problem ist die Vermischung von Birnen und Äpfeln, um am Ende beiden aber Erdbeeren zu geben. Das klappt aber halt nicht. Dafür muss man den Äpfeln einen wert x geben, den Birnen einen Wert y und dann schauen wie viele Erdbeeren man am Ende beiden geben muss.
Du hast es mathematisch dargestellt, sowas mag ich. 😘 Das Leben ist nicht gerecht... Jeder muss seine Vorzüge zeigen mMn.
"Du hast es mathematisch dargestellt, sowas mag ich." Nur das Leben ist halt keine Mathematik. Die Größen sind immer verschieden. Keine:r hier im Forum rechnet mit den selben Größen, da die Ausgangssituation immer eine andere ist. Hinzu kommt die Gewichtung. Mathematik halte ich hier für nicht anwendbar. Wir sind ja schon mal 4 Erwachsene, nicht ganz dumme Menschen. Dann scheinen wir ja alle die Mathematik nicht verstanden zu haben. Aber das schließe ich definitiv aus. 🫶
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