Waldemar Hartmann ist ja schon öfter aufgefallen durch etwas seltsame Kompetenzen aufgefallen, z.B. als Telefon-Joker bei "Wer wird Millionär", als er sich total sicher war, dass Deutschland "natürlich im eigenen Land" noch keine WM gewonnen hat. Klar: "Noch nie im eigenen Land... Kann man in 'Dritte Halbzeit', in meinem Buch, nachlesen." Und sein "Alt-Herren-Humor" in Sachen Frauen und Fußball ist auch hinreichend bekannt (vorsichtig formuliert). Und jetzt sein Twitter-Beitrag über eine mögliche rot-grün-rote Koalition in Berlin: "Mal abgesehen von den aberwitzigen politischen Vorstellungen der Linken in Berlin und ihrer Abhängigkeit von kriminellen Clans und islamistischen Terrororganisationen habe ich einfach ein Problem damit, dass eine Regierende Bürgermeisterin der deutschen Hauptstadt Berlin Elif Eralp heißt." Aber dass man sich über diese Äußerung aufregt und sie als das benennt, was sie ist, nämlich Rassismus, kann Waldemar Hartmann selbst natürlich überhaupt nicht verstehen. Lt. BILD sagte er, sein Post habe sich allein gegen die Berliner Linke gerichtet, deren Politik er als „aberwitzig“ empfinde. Die Rassismus-Anschuldigungen hätten ihn getroffen: „Ich bin jetzt 78 Jahre alt, kein Mensch kann mir auch nur ansatzweise irgendetwas vorlegen, das mit Rassismus zu tun hat. Ich war kein Rassist, ich bin keiner und ich werde auch keiner werden.“ Ich glaube ja, er sagt nur, was leider viele Menschen denken - dasss sie eine Frau mit türkischen Wurzeln nicht als Bürgermeisterin der deutschen Hauptstadt haben wollen. Ich finde es furchtbar, dass es mittlerweile scheinbar in gewissen Kreisen gesellschaftsfähig ist, so etwas zu sagen. Und ich finde es so typisch, dass der "alte weiße Mann" nicht mal fähig ist zu verstehen, warum das eine rassistische Äußerung ist. "Ich bin kein Rassist, aber..." - nein, danke.
Antwort auf Beitrag von Leena
Berechtigte Kritik als Ausrede, dass man den migrantischen Hintergrund ablehnt. Die Aussage gleitet dahin, zu einer ethnischen Ablehung zu werden. Das ist rassistisch. Passt aber in die heutige Zeit. Wo ich mal aus der Zeit zitiere: "Solche Aussagen sind der Grund, warum echte Diskussionen heute so schwer fallen. Sie nutzen reale, streitbare politische Probleme nicht, um nach Lösungen zu suchen, sondern um persönliche Vorurteile lautstark zu rechtfertigen und die Gesellschaft weiter zu spalten."
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