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Ich mache mal hier oben weiter - zum Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt

Ich mache mal hier oben weiter - zum Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt

Nurmalsoeben

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Ich stehe immer noch etwas neben mir wegen des Wahlergebnisses und habe deshalb gestern weniger gearbeitet, als ich hätte sollen und habe stattdessen viel mit anderen darüber gesprochen, Analysen gelesen, Sendungen im Fernsehen verfolgt - vielleicht geht es euch ja auch ähnlich.. Am meisten irritieren mich in den öffentlichen Äußerungen zwei Dinge: 1. Der Siegestaumel der AfD, die nun langsam anfängt, ihr wahres Gesicht zu zeigen - der "nette" Herr Siegmund hatte gestern in der Bundespressekonferenz zur Wahl schon trumpsche Anwandlungen, Chrupalla plant eine "Sonderwirtschaftszone" im Osten mit Unterstützung von Elon Musk, und es wird klar gesagt, dass, um den "Erfolg der AfD" zu garantieren, dies nur mit einer Kanzlerin Alice Weidel in Berlin möglich sei. 2. Die Nachgiebigkeit und Mutlosigkeit der demokratischen Akteure, deren angebliches "Bollwerk" gegen den Faschismus zu bröckeln scheint. Und demokratische Akteure der Parteien beginnen nun ernsthaft, ihre Politik in Zweifel zu ziehen, weil es eine rechtsextreme Sekte ohne programmatische Inhalte außer völkischem Nationalismus und Definition eines autoritären, möglichst reinen Menschenbilds geschafft hat, ihre eigene Radikalität zu verharmlosen und den schwarzen Peter einem vermeintlichen "Altparteienkartell" zuzuschieben, das angeblich gar nichts auf die Reihe kriegt. - Markus Söder findet es ganz selbstverständlich, dass die AfD jetzt mal unter Beweis stelenn soll, ob sie "politisch überhaupt etwas kann" - er hofft jetzt also auf politische Entzauberung. - BSW und Linke zerfleischen sich in Gestalt des grauenvollen Selbstdarstellers Fabio de Masi und Iris Schwerdtner zur besten Sendezeit bei Louis Klamroth wie ein geschiedenes Ehepaar, das seinen Rosenkrieg wieder aufleben lässt. Und die feiste Grinsekatze Markus Frohnmaier beobachtet genüsslich und frohlockend das Schauspiel. - Die SPD Ba-Wü in Gestalt der neuen Vorsitzenden Isabel Cademartori fängt ernsthaft an, über die Höhe der Ukraine-Militärhilfen nachzudenken und - der Bundeskanzler gibt sich zwar persönlich angefasst und besorgt, realisiert aber offenbar nicht, dass ein Großteil des Wahlkampferfolgs der AfD in Sachsen-Anhalt sich nicht gegen die - potenziellen - Folgen seiner Politik richtete, sondern auf dem geschürten Hass auf seine Person aufgebaut war. Und empfiehlt in der Sitzung mit dem wirtschaftsnahen Flügel der SPD, die Mittel des Grundgesetzes im Umgang mit der AfD zu nutzen.


Monstera

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Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Wie es jetzt weitergeht? Im Hintergrund laufen Sondierungsgespräche und dann wird man weitersehen.  Ein Schritt nach dem nächsten. Außerdem wird soviel klarer, wenn man in allen Äußerungen der Altparteien das Wort Demokratie durch das Wort Macht ersetzt.


Jana287

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Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

" vermeintlichen "Altparteienkartell" zuzuschieben, das angeblich gar nichts auf die Reihe kriegt " Na ehrlicherweise sind es ja CDU CSU SPD Grüne, die die aktuelle Situation zu verschulden haben und auch aktuell keinen glaubhaften Fahrplan haben ( außer Megaschulden und Kürzungen bei den Arbeitnehmern ).  " ... ein Großteil des Wahlkampferfolgs der AfD in Sachsen-Anhalt sich nicht gegen die - potenziellen - Folgen seiner Politik richtete, sondern auf dem geschürten Hass auf seine Person aufgebaut war." Nein, es geht um seine Politik und um seine Entscheidungen und die gebrochenen Wahlversprechen. Es geht nicht um seine Person.  Im Übrigen hat Frohnmaier gestern nicht die Grinsekatze gegeben, sondern hatte Not, Mal einen Satz zu Ende sprechen zu dürfen. Zudem war das Publikum eindeutig links besetzt, er hatte bestimmt keinen angenehmen Abend dort. Was mich im Nachgang zu dieser Wahl am Meisten beschäftigt, sind Demonstrantionen gegen das Wahlergebnis. Was ist das für ein Verständnis von Demokratie? Fehlt ja nur noch, dass Merkel wieder anruft und verlangt, dass die Wahl rückgängig gemacht werden muss.