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Geschrieben von yola am 01.08.2005, 14:48 Uhr

Unterhaltszahlung - mal ganz prinzipiell

Hallo,

ich hab eine Frage an Euch:
Gibt's unter Euch welche, die auf den Unterhalt 'freiwillig' verzichten?
Bei mir sieht's wohl so aus, als ob der Papa die Unterhaltszahlungen eingestellt hat, nachdem das völkerrechtlicher Verfahren (Entführung/Rückführung) in meinem Sinne beschieden wurde und es jetzt wohl eher wahrscheinlich ist, dass ich in den beiden anderen Verfahren vor de. und lux. Familiengerichten das ABR bekomme. Wahrscheinlich sagt er sich, 'ich habe meinen Willen nicht durchsetzen können, (nämlich die Kinder UND mich zu zwingen, in seine Stadt zurückzukehren - wo bekäme er sonst die Kinderbetreuung her?) - dann soll sie jetzt sehen, wie sie klarkommt.' Oder er will mich einfach nur unter Druck setzen, noch einen Prozess anzustrengen, weil er weiss, dass ich als AE mit 20monatigen Zwillingen und Vollzeitarbeit eh schon kräftemässig am Anschlag bin.
Ich überlege, ob ich wirklich noch einen Prozess anstrengen soll. Im Moment geht's finanziell auch ohne seine Hilfe (obwohl das bei Selbständigen auch sehr schwanken kann), und wenn er sich wirklich selbst so ausbooten will...
Andererseits sage ich mir, ich habe auch eine Verantwortung den Kindern gegenüber und Geld ist nunmal wichtig - und wenn ich ihnen jeden Monat den Unterhalt auf ihr Sparbuch setze. Das macht in knapp 20 Jahren schon einen Unterschied für ihren Start ins Leben.

Ich würd's am liebsten dabei belassen, ich bin des Streitens so müde und diese Gerichtsverfahren laugen mich aus.

Gibt's Erfahrungsberichte?

LG

Yola

 
10 Antworten:

Re: Unterhaltszahlung - mal ganz prinzipiell

Antwort von sophieno am 01.08.2005, 14:53 Uhr

Hallo Yola,
ich habe ein knappes Jahr auf Unterhaltszahlungen verzichtet, um des lieben Friedens wegen. Gebracht hat es eigentlich nix, außer dass ich auf etwa 2000 Euro insgesamt verzichtet habe, die ich ja nie mehr kriege, und der Herr Oberwasser hatte und meinte, er kann machen, was er will. Mittlerweile zahlt er, den Titel will er nicht unterschreiben. Ich war auch sehr müde, habe aber nun doch das Gerichtsverfahren eingeleitet, sicher ist sicher. Ich kann verstehen, dass du keine Lust mehr hast auf weiteren Ärger, aber für deine Kinder würde ich es auf mich nehmen. In D läuft das übers Jugendamt, so dass du selbst nicht allzuviel damit zu tun hast.
sophieno

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Re: Unterhaltszahlung - mal ganz prinzipiell

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 01.08.2005, 15:12 Uhr

Hallo Yola,

hier in Deutschland ist das kaum ein Problem, weil man das über das Jugendamt laufen lassen kann. Dann muß man sich nicht selber mit den Gerichten auseinandersetzen. Es lohnt sich vielleicht mal, herauszufinden wie das ist, wenn die Kinder im Ausland leben. Grundsätzlich ist er ja nach deutschem Recht zu Unterhalt verpflichtet, oder sehe ich das falsch?

Die Verfahrensbetreuerin hatte mir auch geraten, auf den Unterhalt zu verzichten bzw. keinen Unterhaltsvorschuß zu beantragen. Sie meinte, daß die Streits sonst unnötig eskalieren würden. Aber zum einen hat es ja sowieso nur Streit und Drohungen gegeben (dann sollte sich das wenigstens lohnen *grins*), zum anderen komme ich zwar ohne das Geld über die Runden, aber ich sehe nicht ein, warum ich den Kindern Wünsche ausschlagen soll, nur weil der Vater sich vor seiner Verantwortung drückt. Natürlich kaufe ich keine goldenen Barbiepuppen oder Matchboxautos für die Kinder. Wenn etwas übrigbleibt, spare ich es für die Ausbildung etc. Wird alles teuer genug. Aber ich finde es schön, wenn ich nicht jeden Pfennig umdrehen muß. Alleine die Schulsachen für Fumi kommen jedes Jahr gut auf 150,- Euro. Ab diesem Jahr kommt noch die Schulbuchpauschale dazu. Und im Herbst ist Klassenreise. Ich bekäme zwar einen Zuschuß für die Klassenreise, wenn ich ihn beantragen würde. Aber ich habe den Antrag nicht gestellt, weil ich auch so auskomme - aber nur MIT dem Unterhalt, ohne ginge es nicht. Ich denke, bevor ich den Staat anbettle, ist erstmal der Vater der Kinder dran.

Das Schöne ist: Wenn Du einmal einen Titel hast, ist das Drama ein für alle Mal erledigt. Ob Du den dann vollstreckst ist ja wieder eine andere Frage.

Gruß,
Elisabeth.

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Nein, ich würde nicht darauf verzichten...

Antwort von tinai am 01.08.2005, 17:25 Uhr

..e.s ist das eine, ob Du auf einen Unterhalt für Dich selbst verzichten willst - vermutlich wäre das bei Dir als Verdienerin wenig. Wobei Dein Gehalt nicht voll angerechnet wird, weil Deine Kinder noch so klein sind.

Auf den Kindesunterhalt kannst Du aber eigentlich gar nicht verzichten, denn das ist der Anspruch Deiner Kinder gegen ihn.

Habe Dein Posting in Baby un dJob gelesen und kann gut verstehen, dass Du jetzt nicht auch noch prozessiren willst. Aber ich würde es trotzdem machen! Du machst es ihm sonst zu einfach und Dein Argument, es jetzt aufs Sparbuch zu tun, weil Du auch ohne auskommst, finde ich vollkommen richtig. WEißt Du, wie es bei Dir in 18 Jahren aussieht und inwieweit Du Deine Kinder in Ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung dann noch unterstützen kannst? Vielleicht bist Du dann ganz froh, wenn noch ein Polster angespart ist.

Also tief Luft holen, zwei Wochen warten, Zähne zusammenbeißen und wieder zum Anwalt.

Viel Erfolg!
Tina

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Ohneinohneine Tschulligung für die filn Tibbfähler.

Antwort von tinai am 01.08.2005, 17:26 Uhr

o.T.

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Re: Unterhaltszahlung - mal ganz prinzipiell

Antwort von knoedelflo am 01.08.2005, 21:08 Uhr

Also ich prozessiere seit Januar diesen Jahres und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Hab 2 Kinder, für den Kleinen zahlt er, für den großen gar nicht. Ich würde auf keinen Fall darauf verzichten, auch wenn es Kraft und Nerven kostet. Aber Dein Kind hat ein Recht auf das Geld.

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@Elisabeth mit Fumi und Temi

Antwort von knoedelflo am 01.08.2005, 21:13 Uhr

Wieso zahlt einen Prozeß für Unterhalt das Jugendamt? Bei mir ist das nicht so, hab seit Januar eine Unterhaltsklage für meinen 12jähirgen Sohn laufen und muß die Anwalts- und Gerichtskosten allein tragen. Gerichtskosten waren 393 € und Anwaltskosten bin ich mittlerweile bei 1100 €. Das Jugendamt übernimmt die Kosten nicht, weil er in Berufung gegangen ist, hat den Unterhaltstitel für den 5jährigen auch nicht unterschrieben, hab aber ein Teilanerkenntnisurteil vom Gericht. Für den zahlt er jetzt. Also immer zahlt Vater Staat nicht. Übrigens er bekommt Prozeßkostenbeihilfe und ist frei von allen Kosten und ich muß alles berappen, weil ich halbtags arbeite, obwohl ich die Kinder habe. Hab eine Sauwut auf diesen ungerechten Staat.

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Re: @Elisabeth mit Fumi und Temi

Antwort von harmony_ am 01.08.2005, 21:45 Uhr

Hi,

warum das bei dir so ist, weiss ich nicht. Hast du denn jemals beim Jugendamt nachgefragt?

Ich habe Unterhaltsvorschuss beantragt und erhalten, und da der Vater sich beim Jugendamt nicht gemeldet hat, hatte er innerhalb von 6 Monaten eine Anzeige auf Rueckzahlung am Hals. In der Zeit habe ich aber schon monatlich 127 Euro erhalten.

Eigentlich muesste so etwas im Rahmen einer Beistandschaft vom Jugendamt geregelt werden. Aber ich weiss nicht, ob es die bei gemeinsamem Sorgerecht gibt.

Gruss, harmony

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Re: @Elisabeth mit Fumi und Temi

Antwort von Peli75 am 02.08.2005, 0:25 Uhr

Na, das ist aber komisch, warum du keine PKH bekommst, verdienst du halbtags soviel? Brauchst du keine Miete zahlen? Denn ich habe damals sogar PKH bekommen, obwohl ich gut vollzeit verdient habe, aber eben eine sehr hohe Miete hatte.

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Re: @Elisabeth mit Fumi und Temi

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 02.08.2005, 9:37 Uhr

Ist das bei größeren Kindern evtl. anders? Weil die keinen UHV mehr bekommen?

Also ich habe damit nichts zu tun. Ich bekomme UHV und habe dafür alle "Rechte" auf Unterhalt an das JA abgetreten. Die haben gesagt, sie kümmern sich darum, daß sie das von meinem Ex wiederbekommen. WIE die das machen, ist mir eigentlich egal. Da habe ich mich auch noch nicht mit auseinandergesetzt.

Bekommst Du keine PKH? Ich hätte für die Scheidung PKH als Darlehen bekommen, dabei verdiene ich doch nicht ganz schlecht. Ich habe aber darauf verzichtet, weil ich nicht gerne Schulden habe.

Gruß,
Elisabeth.

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Re: Unterhaltszahlung - mal ganz prinzipiell

Antwort von Suka73 am 02.08.2005, 10:05 Uhr

ich wollte anfangs aus Stolz ("pah, ich schaff das auch alleine" - was ich nunmal nicht tue!) auf den Unterhalt für Simon verzichten. Aber es ist ja im Grunde genommen nicht MEIN Geld und warum soll Frank nicht wenigstens finanziell für sein Kind aufkommen, wenn schon sonst nicht?

Im übrigen arbeite ich aber darauf hin, dass es mir irgendwann mal nichts mehr ausmacht, sollte er nicht zahlen. Momentan nicht machbar, aber irgendwann möchte ich soweit sein, dass es mich finanziell nicht juckt, sollte mal das Geld nicht mehr kommen...

LG Sue

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