Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von Ött am 12.03.2005, 7:56 Uhr

Soll ich umziehen wegen des Nachbarn? (Sehr lang und etwas o.t.)

Ich bräuchte mal Euren Rat bezüglich eines potentiellen Umzugs.

Die Wohnung, in der ich z.Z. mit meinen Kindern wohne, ist eigentlich die schönste, die ich je hatte, sehr hell, gefliestes Bad, Balkon, und sehr schöner großer Innenhof/Garten, mit Rutsche und Schaukel, der fast abgeschlossen ist, so daß der Große auch mal alleine raus kann. Die Miete ist auch gut (430,00 warm für 60qm).

Der Grund, warum ich trotzdem umziehen will, ist der unerträgliche Stress mit dem Mieter unter uns, der sich permanent über das Kindergetrappel beschwert. Dazu hatte ich schon mal gepostet:
"Ich wohne in einem 6-Familien-Haus und habe zwei sehr lebhafte Söhne (knapp 2 und 6). Leider wohne ich im ersten Obergeschoß und habe extreme Probleme mit dem Mieter unter mir wegen des angeblich unerträglichen Lärms den die Kinder machen....
Von Anfang an kam er regelmäßig hoch und hat sich (in sehr ammaßendem bis bedrohendem Ton) beschwert, daß die Kinder zu laut seien. Teilweise fand ich es berechtigt (rumrennen in der Wohnung, Hüpfen ect.) und habe mich auch entschuldigt, aber es gab Situationen, wo ich einfach nur sprachlos war. Z.B hat er sich einmal morgens um 8 beschwert, da war nur der Kleine (damals etwas über 1 Jahr) auf, er spielte im Schlafzimmer, logischerweise ließ er immer mal was zu Boden fallen bzw. fiel selbst um, da er noch nicht so gut laufen konnte.
Es ist auch die Art und Weise, wie der Mann sich beschwert, er läßt eine beleidigende Tirade ab und geht, ehe ich was sagen kann. Bei den seltenen Gelegenheiten, bei denen ich zu Wort kam, erzählt er mir dann, er hätte ein Recht auf Ruhe, es stünde in der Hausordnung, daß Kinder nur draußen spielen sollen blablabla, seiner meinung nach soll ich sofort nach dem Wachwerden der Kinder rausgehen, damit er Ruhe hat.
Mich belastet das Ganze sehr, da ich an sich ein friedliebender Mensch bin, ich hasse solche Dauerkonflikte. Ich habe ihn gebeten, mir seinen Schichtplan zu geben, um die Kinder aus dem Kinderzimmer zu halten, wenn er Nchdienst hatte (unser Kinderzimmer liegt über seinem Schlafzimmer), das hat er aber nur einmal getan. Ich habe ihm angeboten, die Wohnungen zu tauschen, so daß wir unter ihm sind, daß will er nicht, weil oben die Miete etwas höher ist.
Was mich am meisten an der Sache ärgert, ist, daß ich vor dem Einzug die Wahl zwischen Unter- und Obergeschoß hatte und wegen der Kinder zu unten tendierte, aber die Vermieterin sagte ich solle oben einziehen, weil die Wohnung schöner sei und unten ein alter tauber Mann einziehen würde... haha von wegen.
Naja, inzwischen lasse ich das Ganze so gut es geht an mir abprallen, schließlich sollen sich meine Kinder halbwegs normal verhalten können, sprich nicht immer schleichen müssen. Morgens am WE stelle ich die Klingel ab, da kann er sich nicht beschweren. Aber ich würde nach wie vor jederzeit die Wohnung tauschen, nur um Ruhe zu haben.
Übrigens, der Mann ist ca. 30 und seine Freundin hat gerade ein Kind bekommen. Und er redet mit keinem weiter im Haus, d.h. er hat irgendein Grundsatzproblem und wir sind wahrscheinlich sein Frustventil."

Ich halte das auf Dauer nicht aus. Bei jedem kleinen Spielzeug, das runter fällt, zucke ich zusammen oder mecker meine Kinder an. Ich habe schon öfter die Post verpaßt, weil ich wegen dem Kerl die Klingel abgestellt habe. Und nachmittags traue ich mich nicht vor Schlafenszeit des Kleinen nach Hause, gehe zu meinen Eltern oder sonstwo hin.

Neben uns im Nachbarhaus ist jetzt eine EG-Wohnung frei geworden, die wäre ideal, da der gleiche Schnitt wie unsere jetzige und logischerweise der gleiche Garten. Aber: weil von Weihnachten bis februar Frieden herrschte bezüglich Untermieter, hatte mich die Vermieterin (Wohnungsgesellschaft) menatl von der Liste der Wohnungssuchenden gestrichen und die Wohnung schon jemand versprochen, der sich davon wohl auch nicht abbringen läßt (will nicht in meine jetzige Wohnung).

Jetzt wurde mir eine EG-Wohnung ein Stück die Straße runter angeboten, und meine Frage: soll ich die nehmen?
Vorteile: größere Küche (in die jetzige paßt kein Eßtisch), abgeschlossenes Wohnzimmer (z.Z. mit Flur offen verbunden) UND KEIN UNTERMIETER! Meine Kinder könnten endlich normal herumlaufen und spielen ohne daß ich Angst habe.
Nachteile: kein Balkon, 70 Euro höhere Miete bei 2-3qm weniger, bei weitem nicht so schöner Garten (kl. Hof, überall offen, keine Spielgeräte).

Was soll ich nur machen? Ich will schon unbedingt wieder in Ruhe wohnen, aber ist es der Preis wert?




Danke an alle, die das hier durchgelesen haben!

 
11 Antworten:

RE: Bei mir liegt der Fall zwar etwas anders,

Antwort von Nina3 am 12.03.2005, 9:11 Uhr

aber die rundliche Frau über mir, treibt mich derzeit in den Wahnsinn. Sie war im letzten Jahr kaum daheim, da fiel es mir noch nicht so auf. Jetzt, jeden Abend, sobald ich die Kinder im Bett habe und mich aufs Sofa lege, höre ich ihr getrampel. Bis nachts um 3 Uhr ist keine Seltenheit. (wie kann man um die Zeit wie ein aufgescheuchtes Huhn in seiner Wohnung rumrennen??)
Den Oberhammer riess sie, als sie sich morgens um 7 Uhr bei mir beschwerte, dass die Kinder so laut seien...
Ich wies sie dann drauf hin, dass ich um 5 Uhr aufstehen muss, weil ich um 8 Uhr arbeite und die Kinder müssen dann halt auch aufstehen und dafür ist ja bei uns nach 19 Uhr kein Mucks mehr zu hören. *grummelend mit Zaunpfahl wink*
Hat sie nicht gerafft.

Ich zahle jetzt 445 Euro für über 90 qm, hab aber echt keinen Nerv mehr drauf und suche was, wo halt niemand über oder unter mir wohnt.

Am liebsten wäre mir ein abgelegenes Haus irgendwo am Waldrand (DSL wäre aber wünschenswert und das ist schwer zu kriegen in unserer Gegend, wenn man nicht in der City wohnt).

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Re: RE: Bei mir liegt der Fall zwar etwas anders,

Antwort von franziska1958 am 12.03.2005, 9:37 Uhr

Hallo,
mein Fall war ähnlich. Hast du vielleicht Laminat oder Parkett? Wenn ja, habe einen großen Teppich ins Wohnzimmer und Kinderzimmer gelegt, das dämpft schon mal was. Dann bin ich mit einer Flasche Wein in die Höhle des Löwen - war auch so ein komischer Typ - hab um Frieden gebeten. Ganz freundlich, ganz höflich und meine Situation erklärt. Ich war so fertig, dass ich ein bißchen geheult habe - waren aber echte Tränen, weil ich so fertig war - seitdem läuft es 10000 Mal besser. Kam mir schon blöd vor, mich vor dem Bekloppten "so klein " zu machen, aber das Ergebnis ist wunderbar!
Sollte es dann immer noch nicht klappen, muss du wohl umziehen, aber vorher würde ich es nochmal versuchen. Den Wein hab ich ihm geschenkt, nicht mit ihm getrunken. Ein Sprichwort hat mir in der letzten Zeit unheimlich geholfen, in vielen Situation:
Umarme deine Feinde so lange bis sie sich ergeben!
Kopf hoch
Franziska

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Re: Soll ich umziehen wegen des Nachbarn? (Sehr lang und etwas o.t.)

Antwort von elody am 12.03.2005, 13:07 Uhr

Hallo Ött.
Haargenau das gleiche Problem hatte ich, als meine Kinder 1,2,3,11 waren.
Ich hatte eine junge Frau mit Kind unter mir wohnen. Sie und ihr Mann kamen ständig zu uns hoch und beklagten sich. Wir hatten damals alles gefließt und auch ein Teppich im Kinderzimmer brachte keine Linderung.
Ich bin fast am Rad gedreht und habe meine Kids gescholten, wenn mal ein Legosteinchen auf den Boden fiel.

Zieh um. Du wirst keinen Frieden finden. Versuche die Geräuche zu dämmen, werden fehl schlagen.
Der Nachbar hat es nunmal auf euch abgesehn, da wird nix helfen.
Wir sind ein halbes Jahr später ausgezogen und seitdem war Ruhe.
Ich wohne heute in einem 3 Parteienhaus und ich muss sagen, meine Kids können hier auf der 2ten Etage springen hüpfen usw, wie sie wollen. Das einzige was von der Nachbarin kommt ist die Frage : Hats wenigstens Spass gemacht ?:-)
Die Kinder leiden unter den Druck mehr als du, weil sie das Elementare für sie verboten bekommen. Nämlich das Spielen.
Ich habe jetzt 25 Qm weniger, aber es reicht uns:-)

Gruss Moni

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Re: Soll ich umziehen wegen des Nachbarn? (Sehr lang und etwas o.t.)

Antwort von matiz am 12.03.2005, 15:51 Uhr

Also erstmal vorweg:
Über Geräusche oder Lärm, der von Kindern kommt braucht sich niemand aufzuregen, denn das ist normal und muß auch hingenommen werden!
Es gibt div. Gerichtsurteile dazu.

Ich glaube, wenn ich in Deiner Situation wäre, würde ich gemein sein, und die Kinder jeden Tag mind. einmal ein paar Runden durch die Wohnung laufen lassen, am besten noch mit Holzschuhen *g* ....

Nimm Dir nicht alles so zu Herzen, wenn dem guten Mann normale Kindergeräusche nicht passen, muß ER sich halt eine andere Wohnung suchen.
ER stört sich doch an Euch, nicht ihr an ihm.
Warum solltest DU also die Wohnung wechseln??

Es gibt so gestörte Leute, die, auch wenn sie noch relativ jung sind, schon ihre Macken haben, und sich über alles und jeden aufregen.

hast Du schon mal Rücksprache mit Deiner Vermieterin gehalten?
Wie sieht die denn die Sache??

Ich wohne hier ganz oben unterm Dach in einem 3-Familienhaus und bin darüber ganz froh.
Über mir ist keiner, allerdings ist das ganze Haus sehr hellhörig gebaut worden, so daß ich die Leute unter mir auch oft "trampeln" höre, ich höre sogar, wenn unten das Telefon klingelt, aber nur, wenn es hier ruhig ist.
Und mein Kind kann hüpfen, toben und laufen, soviel es will.
Die Leute unter mir haben mir gleich beim Einzug gesagt, daß wäre gar kein Problem, Kinder machen nunmal Lärm, und als ihre Kinder klein waren, wäre das genauso gewesen, ich soll mir da keine Gedanken machen :-)))

Aber im Endeffekt musst Du es selber wissen:
Entweder Du stellst nach wie vor auf Durchzug, oder ziehst aus.

LG, matiz

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Re: Kannst du nicht dein Sclafzimmer mit dem des Kindes tauschen? o.t.

Antwort von Najana am 12.03.2005, 17:16 Uhr

o.t

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Re

Antwort von Ött am 12.03.2005, 20:23 Uhr

Vielen Dank für die Antworten!

Die Wohnungen hier sind zu hellhörig gebaut, das wurde sogar bei einer Lärmpegelmessung festgestellt, die durchgeführt wurde, weil jemand den Mieter über sich auf einer elektr. Schreibmaschine tippen hörte. Ich höre die Mieter über mir auch "trampeln" = laufen, kann also durchaus nachvollziehen, wie sich das Gerenne der Kinder anhört.
Wir haben nur Teppichboden, im Wohnzimmer und Kinderzimmer tw. noch ein Teppich drüber. Dickere Teppiche oder Lärmdämmung kann ich mir nicht leisten (und sehe es nicht ein).
Schlaf- und Kinderzimmer sind übrigens schon getauscht, d.h. bei mir haben die Kinder das Größere Zimmer, unten haben es wohl die Eltern.

Das Problem ist, das man mit dem Mann wirklich (!) nicht reden kann. Er wir nur anmaßend. Ich habe z.B. mal kurz nach dem Einzug beim Balkonsaubermachen aus Versehen ´Wasser auf denen ihre Wäsche getropft - dafür habe ich mich mit einer Flasche Sekt entschuldigt... Und ich habe ihm wiederholt angeboten, die Wohnungen zu tauschen... will er nicht, weil EG etwas billiger ist oder aus Prinzip?
Ich habe ihn auch gebeten, mir seinen Schichtplan zu geben, das hat er einmal getan (in der Woche hatte er nachtschicht, also habe ich das Kinderzimmer bis zum frühen nachmittag nicht benutzt), danach trotz nachfrage nie wieder. Neulich kam er dafür nachmittags um 5 hoch, sein Baby könne nicht schlafen.

Das ich im recht bin, weiß ich, aber es ist sowas von belastend. man kann ja noch nichtmal mit dem Kleinen ein Türmchen bauen und einstürzen lassen.... Ich krieg mittlerweile schon Herzklopfen, wenn es an der Wohnungstür klingelt und habe dem großen verboten, ohne mich aufzumachen...
Und ich weiß noch, wie relaxt es war, als der große so klein war, bis er 4 war, haben wir im 2.OG gewohnt, unter uns ein altes Ehepaar, die hat es noch nicht mal gestört, wenn er in der Wohnung Bobbycar gefahren ist...

Rüchsprache mit dem Vermieter (Wohngesellschaft) gab es (von beiden Seiten, er hat sich auch beschwert), sie ist prinzipiell auch auf meiner Seite und hält ihn für "schwierig", aber das hilft mir im Alltag auch nicht weiter.


Also ich will schon hier weg, aber vielleicht halte ich es noch aus, bis sie mir eine gleichwertige Wohnung (mit Balkon und nicht so viel teurer) anbieten.... Werd dann mal die Klingel abschalten gehen...
LG Josepha

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Re: Re

Antwort von schneckchen19 am 12.03.2005, 21:14 Uhr

Hallo,

schau mal im Forum aktuell vorbei, habe so ungefähr dasselbe problem und bekam schon ein paar Antworten. Im RuB hatte ich auch gepostet, sind auch nette Antworten gekommen.

Liebe Grüße
Sylvia

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Re: Re

Antwort von berita am 12.03.2005, 23:19 Uhr

Also wenn es nachweislich ein Mangel des Gebaeudes ist, sollte da nicht der Vermieter/Besitzer fuer zusaetzliche Laermdaemmung sorgen und bezahlen? Ggf. beim Mieterverein nachhaken.

LG
Berit

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Zwischenstand

Antwort von Ött am 12.03.2005, 23:23 Uhr

Ich habe gerade nachfolgenden an den Untermieter gerichteten Brief (im Umschlag) an meine Tür geheftet, und werde nun morgen früh zum ersten Mal seit Monaten die klingel angeschaltet lassen, mal sehen, wie's weitergeht...

"Werter Herr ...,
bitte unterlassen Sie es jetzt und in Zukunft, an meiner Tür zu klingeln, um sich über den von meinen Kindern verursachten Lärm zu beschweren.
Ich habe Ihnen diverse Angebote gemacht, um zu versuchen, das Problem zu verringern / beheben, auf welche Sie nicht eingegangen sind (vom Mitteilen Ihres Schichtplans bis zum Wohnungstausch).
Diese Angebote stehen nach wie vor.
Ich hab jedoch nicht vor, mich in meiner Lebensweise von Ihren ungerechtfertigten und in unsachlicher Form vorgetragenen Beschwerden in irgendeiner Weise beeinflussen zu lassen.
Ich werde meine Kinder auch in Zukunft in der Wohnung spielen und sich bewegen lassen.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass Sie dies als Lärm empfinden (werden), jedoch kann ich an der Bauweise dieses Hauses nichts ändern, und so lange Sie die logische Konsequenz (eines Wohnungswechsels) nicht ziehen möchten oder können, werden Sie damit leben müssen.
Ich werde also auf jegliche Beschwerdeversuche Ihrerseits an meiner Wohnungstür nicht mehr reagieren.
Sollten Sie mir in sachlicher Form etwas mittzuteilen haben, bitte ich Sie, dies schriftlich zu tun.
Mit freundlichen Grüßen,...
P.S. Herzlichen Glückwunsch nachträglich zur Geburt Ihres Kindes!"

Das P.S. konnte ich mir nicht verkneifen.

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Re: Zwischenstand

Antwort von Dani26 am 13.03.2005, 7:02 Uhr

Ich kenne diesen Zustand nur zu gut. Als wir noch in Miete gewohnt haben, hatten wir dasselbe Problem mit den Mietern unter uns. Unsere Zwillinge waren damals 1.5 Jahre alt. Sie fingen gerade mit dem Laufen an. Das Ehepaar unter uns war schon älter, aber Sie eine absolute alte Hexe. Sie wurde richtig intrigant. Hat morgens in aller Herrgottsfrühe den Fernseher so laut gestellt, dass wir bald aus dem Bett gefallen sind. Bei nur dem geringsten Mucks hat sie mit einem schweren Gegenstand gegen die Wand geklopft, um auf diese dumme und naive Weise um Ruhe zu bitten. Einmal sogar stand die Polizei vor der Tür! Ich war dann auch fix und fertig mit den Nerven! Bei der geringsten Kleinigkeit habe ich meine Kinder von elementaren Dingen gebremst, wobei sie das ja noch garnicht verstehen konnten mit 1.5 Jahren. Wir haben dann das einzig richtige gemacht, und sind ausgezogen. Von Glück kann ich schreiben, dass wir in der Lage waren, uns ein eigenes Haus zu kaufen. Es war so eine Erlösung für mich, als wir hier dann eingezogen sind. Keine Nachbarn mehr über oder unter uns. Trotz allem war ich nervlich danach noch eine ganze Weile angeschlagen, bis ich mich davon wieder erholt hatte! Ich rate Dir von daher, wenn alle Deine Versuche, auch mit dem Brief, scheitern sollten, dann such Dir so schnell wie möglich eine neue Wohnung!

Alles Gute,
Dani

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Re: Zwischenstand

Antwort von Suka73 am 14.03.2005, 10:51 Uhr

Super mit dem Brief. Ich hatte ähnliche Probleme im Haus, ich mußte ebenfalls morgens sehr früh raus und ich konnte meinen Sohn halt nicht dazu bewegen, gegen Sieben Uhr auch nur jaaaaa nicht einen Muckser von sich zu lassen. Auch mir wurde bei jedem SChrei, den er nachts von sich gelassen hat und bei jedem Spielzeug, was runtergefallen ist, ganz anders. Bei mir haben sie morgens gegen die Wand geklopft und durchs Klo gebrüllt, wann denn mal Ruhe ist "da oben" - und das waren ausgerechnet die Mieter, die nachts afrikanische oder türkische Hausmusik machen und an Ramadan nach Mitternacht kochen mussten... Sorry jetzt dafür. Die, die um die Mittagszeit Laminat verlegt haben.

Ich habe einen Zettel im Haus aufgehangen, dass die Leute sich gern bei mir persönlich melden können, denen mein Kind oder unsere Lautstärke nicht passt. Es hat sich EINE gemeldet und das war ein junges Mädel, die damals gerade frisch über mir eingezogen war - und die kam nur um mir zu sagen, dass sie das nicht stört und dass sie das nicht war, die gegen die Wand geklopft hat.

Auch aufgrund einiger Unstimmigkeiten mit meiner Nachbarin habe ich mir von einem Momant auf den anderen eine neue Bleibe gesucht. Und bin drei Wochen später umgezogen. Jetzt wohne ich in einem Haus mit Familien mit mehreren Kindern, darunter auch ein 3 Monate alter Junge. Im Sommer wird von der Hauseigentümerin im Garten ein Pool aufgestellt und sie hat extra ein kleines Sommerhäuschen für unsere Kinderwägen gebaut.
Mein Sohn läuft gerne quietschend lachend in den Hausflur. Neulich ging eine Tür auf und ich dachte schon: Au weia, jetzt kommst...
Und es kam: Mei, Dein Kleiner hat auch immer n Heidenspaß, wenn er hier zur Tür reinkommt, oder? Süüüüß...

Ja, fand ich auch süß. Es geht auch anders. Ich kann Deinem Mieter unter Dir fast nur wünschen, dass er gleiche Erfahrungen macht wie Du! Mich hat früher Kinderlärm auch gestört, aber das war zu der Zeit OHNE Kind. Jetzt hör ich über sowas hinweg, das IST NUNMAL SO und ändert sich auch...

Alles Gute
Sue

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