Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von ZweiImSinn am 24.05.2005, 21:50 Uhr

Muss ich denn immer die blöde sein...? ganz schön lang geworden

Hallo!

Ich bin in der 36. Woche schwanger, Ende Februar habe ich mich vom Vater des Kindes getrennt, es gab mehrere Gründe dafür.
Jetzt ist es so dass ich mir immer überlege wie man miteinander auskommen kann, dass es dem Kind nicht schadet, bin zu vielem bereit und würde ihm viel entgegenkommen wollen.
Zur Zeit ist es zwar so dass ich eher den Kontakt meide, ihm nur mitteile wenn ich beim Arzt war und wie die Entwicklung des Kindes so voran geht.
Ab und an begegnen wir uns und ich bin dann auch recht normal zu ihm, etwas zurückhaltend, weil ich nicht genau weiß, was wieder zuviel ist um ihm Hoffnung zu geben, das möchte ich ja nicht.
Wir reden nicht viel, er fängt nur so Dinge an wie dem Nachnamen des Kindes oder Sorgerecht aber er spricht nie mit mir darüber wie er sich den Umgang mit dem Kind dann vorstellt wenn es da ist.
Weil ich nicht möchte dass das Kind so heißt wie er und weil ich auch nicht das Sorgerecht mit ihm teilen möchte, behauptet er ich würde ihm nur Steine in den Weg legen ein guter Vater sein zu können...
Ich habe ihm dann angeboten eine Elternvereinbarung auszuarbeiten und hab ihm diese geschickt, hab noch keine Reaktion darauf.
Hab ihm dann am WE gefragt ob wir denn in seiner Woche Urlaub vor ET zum JA gehen um die Vaterschaft anzuerkennen, er ist sonst viel auf Montage unterwegs und am Tage nicht hier, und habe nur zu hören bekommen dass er das vor der Geburt auf gar keinen Fall machen werde, verstehe ich nicht ganz, ist er erst dann ein Vater wenn das Kind da ist??? Rechne ja fast noch mir nem Vaterschaftstest. Komm echt nicht klar mehr und weiß auch nicht warum ich mir immer wieder Gedanken mache wie alles vernünftig untereinander geklärt werden kann.
Jetzt hab ich auch schon langsam keinen Bock mehr und würde ihm am liebsten gar nicht sagen wenn es losgeht, weil ich keine Lust habe ihn im Krankenhaus zu sehen.
Ich will ihm sein Kind eigentlich nicht entziehen oder so aber mich kotzt das total an dass er so kindisch reagiert.
Was ist wenn er wirklich einen Vaterschaftstest machen lassen will oder sich Zeit läßt mit der Anerkennung, er hat nämlich immer gesagt er will kein Alimentezahler sein.
Ich würde zu gern dicht machen dann, denn mit ihm kann man nicht vernünftig reden.
Es stresst mich einfach jedesmal total wenn ich ihn gesehen habe und ich habe auch Angst dass es mich stresst wenn das Kind da ist und ich nicht in Ruhe stillen kann und die Kraft habe alles in den Griff zu bekommen, wenn ich mich mit sowas immer noch rumärgern muss.
Was würdet ihr machen?

D.

 
44 Antworten:

Re: Muss ich denn immer die blöde sein...? ganz schön lang geworden

Antwort von kleinerRubin am 24.05.2005, 23:30 Uhr

Hallo,

also ich würde die Geburt lieber mit einer guten Freundin/Mutter oder jemand anderem durchstehen in deiner Situation. Auch kann ich es absolut nachvollziehen das du kein gemeinsames Sorgerecht haben möchtest. In so einer Situation bin ich persönlich auch sehr dagegen dem Kind den Namen des Ex zu geben. Die Beziehung ist zuende, warum also soll das Kind seinen Namen tragen? Ihr beide seid diejenigen, die sich gemeinsam durchschlagen müssen. Ein gemeinsamer Familienname ist einfach das was einen mit dem anderen nach aussen hin verbindet. Gerade als alleinerziehende, unverheiratete Mami würd ich auf den gemeinsamen Namen der Mutter und des Kindes nicht verzichten.

Du enthältst ihm das Kind ja nicht, wenn du ihn nicht bei der GEburt dabei sein lässt. Ich war so blöd und hab meinen Ex nach der Trennung dabei sein lassen. Das ist etwas was ich heut noch bereue. Es ist einfach der persönlichste, intimste Moment überhaupt. Und so ein Kerl hat das einfach nicht verdient bei einem solchen Verhalten, finde ich. Muss aber jeder für sich wissen.

Wenn er sich meldet, dann zeig ihm das Kind, aber hinterher rennen würd ich ihm nicht. Für dich wird sich in nächster Zeit alles verändern und du musst dir da nicht noch mehr Stress antun.

Wünsch dir alles Gute und eine erfolgreiche Entbindung :o))

Lieben GRuss,

Rubinchen

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Ich versteh die (Vater) Welt nicht mehr

Antwort von Richie am 25.05.2005, 7:44 Uhr

Hallo ZweilmSinn,


sicher erscheint Dir alles schwieriger
als es tatsächlich ist. Auch wenn für Dich die Last der offenen Fragen groß ist, so ist es bei dem werdenden Vater
genau so.
Eine Trennung in der Schwangerschaft ist
natürlich für den Vater eine Katastrophe, denn Du brauchst Dich im Gegensatz von ihm nicht als vom Kind getrennt zu sehen.

****''Wir reden nicht viel, er fängt nur so Dinge an wie dem Nachnamen des Kindes oder Sorgerecht aber er spricht nie mit mir darüber wie er sich den Umgang mit dem Kind dann vorstellt wenn es da ist.''****

Wenn Du schon eine gemeinsame Sorgeerklärung ablehnst, wie kannst Du von ihm schon vor der Geburt erwarten, daß e r sich Gedanken über den Umgang macht. Indem Du gemeinsdame Sorge ablehnst, bescheinigst Du ihm, daß er weder das Recht noch die Pflicht haben soll/darf, für sein Kind zu sorgen, erwartest aber von ihm, er solle sich Gedanken über den Umgang machen. Das paßt nicht zusammen, zumal er, wie Du schreibst, viel auf Montage unterwegs ist und evtl. gar nicht wissen kann,
welche Umgangsmöglichkeiten er denn haben wird. Hinzu kommt ja auch Deine Ablehnung der gemeinsamen elterlichen Sorge. Das zeigt ihm ja, daß Du ihn als vollwertigen Vater gar nicht haben willst. Wie soll ein dermaßen Zurückgesetzter also überhaupt weitergehende Vorstellungen entwickeln.

****''Ich habe ihm dann angeboten eine Elternvereinbarung auszuarbeiten und hab ihm diese geschickt, hab noch keine Reaktion darauf''****

Wie sieht denn diese Elternvereinbarung aus?

****''Hab ihm dann am WE gefragt ob wir denn in seiner Woche Urlaub vor ET zum JA gehen um die Vaterschaft anzuerkennen, er ist sonst viel auf Montage unterwegs und am Tage nicht hier....''****

Warum plötzlich diese Eile? Eine Vaterschaftsanerkennung hat Wochen Zeit.
Außerdem ist es doch (aus gutem Grunde) allein seine Sache, wann er die Vater-
schaftsanerkennung macht - zumal wenn Du Dich von ihmn als Partnerin getrennt hast.

****''Jetzt hab ich auch schon langsam keinen Bock mehr und würde ihm am liebsten gar nicht sagen wenn es losgeht, weil ich keine Lust habe ihn im Krankenhaus zu sehen.
Ich will ihm sein Kind eigentlich nicht entziehen oder so aber mich kotzt das total an dass er so kindisch reagiert''****

Er soll kein vollwertiger Vater sein und sich n i c h t kindisch verhalten?
Ist Dir nicht klar, daß eine Sorglos-Stellung und das Festhalten daran eine schwere Kränkung für einen (werdenden) Vater ist?
Und warum zerbrichst Du Dir noch seinen Kopf darüber, wie und wann er eine Vaterschaftsanerkennung machen soll?

Du baust einen Negativ-Popanz von Vater auf und wunderst Dich, daß er sein Vertrauen verloren hat.

****''Was ist wenn er wirklich einen Vaterschaftstest machen lassen will oder sich Zeit läßt mit der Anerkennung, er hat nämlich immer gesagt er will kein Alimentezahler sein''****

Was sollte es Dich stören wenn er einen Vaterschaftstest machen lassen will?
D u hast Dich doch in der SS von ihm getrennt, und ein Vaterschaftstest kostet ihn doch s e i n Geld.
Er möchte doch offenbar ein präsenter Vater fürs Kind sein soweit das sein Beruf zuläßt. Ist das etwa nicht positiv und in Deinem und des Kindes Sinne?
MfG Richie

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Re: Muss ich denn immer die blöde sein...? ganz schön lang geworden

Antwort von Nurit am 25.05.2005, 8:04 Uhr

Guten Morgen,

Du brauchst keine Angst zu haben; das geteilte Sorgerecht bekommt er nur mit Deiner Zustimmung und welchen Nachnamen das Kind bekommt, bestimmst auch allein Du. Nach der Geburt gibst Du ihn als Vater an und er wird dann von der Behörde angeschrieben und muss dazu Stellung nehmen. Sollte er es wirklich auf einen Vaterschaftstest ankommen lassen, kann er das ja gerne machen; das kostet ihn dann ca. 1500-2000 Euro. Du bekommst für Dein Kind in der Zeit Unterhaltsvorschuss vom JA, das holen die sich dann von Kindsvater wieder. Meine Schwester hat das alles vor einiger Zeit durch. Sie ist von diesem Kerl so gedemütigt worden, dass sie zunächst auf den Kindesunterhalt verzichten wollte; um nicht noch mehr in den Dreck getreten zu werden.
Ich finde es gut, dass Du ihm Vorschläge machst, wie der künftige Umgang mit dem Kind aussehen könnte-eine klare Regelung ist immer für beide Seiten von Vorteil. Schade, dass er das noch nicht richtig begreift.
Ich hoffe, dass Du jemanden hast, der Dich bei der Geburt unterstützen kann. Meinen ersten Sohn habe ich auch allein bekommen, weil es damals noch nicht üblich war, dass eine Begleitperson mit in den Kreißsaal durfte; aber die Hebammen sind in der Regel so nett und fürsorglich, dass man da auch in guten Händen ist. Als unsere Tochter vor 7 Wochen geboren wurde, war der Papa zwar mit dabei, aber die ganze Zeit (ohne Unterbrechung) hat noch eine Hebammenschülerin neben meinem Bett gesessen und Händchen gehalten.
Ich wünsche Dir für die restliche Schwangerschaftszeit noch alles Gute; eine schöne Entbindung und viel Freude mit Deinem süßen Baby.

LG,
Kathrin

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Re: Muss ich denn immer die blöde sein...? ganz schön lang geworden

Antwort von vallie am 25.05.2005, 8:11 Uhr

liebe d.
ich habe ganz ähnliches erlebt und kann dir ebenfalls nur raten, sowohl das alleinige sorgerecht als auch deinen familiennamen zu behalten. ein guter vater kann er auch ohne sorgerecht sein und bei einem kind mit deinem nachnamen.

ich habe mein kind mit meiner mutter und meiner freundin bekommen, 5h später kam der kv ins kh gestürmt und hat mich beschimpft, dass ich es gewagt habe, ihm bei einsetzen der wehen nicht verständigt zu haben.

verlassene männer sind manchmal überaus merkwürdig, der kv meiner tochter hat es nach 10 (!) jahren noch nicht verwunden...
selbstverständlich musste ich auch zum vaterschaftstest antreten, dass das mal eben so locker flockig vonstatten geht, kann auch nur ein mann denken ( gell richie !!).
mir ging es ganz genauso wie dir, ich habe versucht, nach der geburt ein freundschaftliches verhältnis zu pflegen, er kam JEDES wochenende, hat in meiner küche kreuzworträtsel gemacht und es in 8 monaten nicht geschafft, ein verhältnis zu seiner tochter aufzubauen. nach dem ergebnis des vaterschaftstests teilte er mir lapidar mit, er wolle auch kein woevater sein, entweder ganz oder gar nicht. dann halt gar nicht.

lass es auf dich zukommen, handle nach deinem gefühl, was soll ein dir fremder bei der geburt ???
ich finde es toll, dass du dich für das kind entschieden hast und nicht eine beziehung aufrecht erhältst, die für dich kaputt ist.
das mit der vaterschaftsanerkennung vor der geburt halte ich für überflüssig, das geht dann scho alles seinen gang, mach dir da keine gedanken und wenn er sich dann um sein kind kümmern will, wirst du die letzte sein, die ihm den weg verbaut.

alles allles gut, meld dich doch mal !!!

lg
vallie

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Re: Richie

Antwort von Nurit am 25.05.2005, 8:26 Uhr

Oh,oh-Richie; ich versteh Dein Posting leider nur halb- was heißt: zumal Du Dich von ihm getrennt hast??? Das hat sie bestimmt nicht aus Langerweile getan, da wird er sein Teil auch zu beigetragen haben. Und das spricht ihr ja nun nicht das Recht ab, zum Wohle des Kindes Entscheidungen treffen zu wollen.
Klar, es wäre schöner, wenn es ein geteiltes Sorgerecht geben würde, aber möglicherweise gibt es ja Gründe, warum sie das nicht möchte.
Und wieso verstehst Du eine Frau nicht, die vor der Geburt alles geregelt haben möchte-zumal sie nicht weiß, wann er (durch seinen Beruf) hinterher Zeit hat, die notwendigen Dinge zu regeln? Kannst Du Dir vorstellen, wie es ist, wenn man sich nicht unbeschwert auf die Zeit nach der Geburt freuen kann, weil man im Hinterkopf immer noch hat, dass jetzt der Behördenmarathon so richtig los geht?
Wo hast Du gelesen, dass sie ihm eine Vereinbarung vor den Latz geknallt hat, die er zu akzeptieren hat? Möglicherweise sollte er ja Gegenvorschläge machen....
Aber es ist wohl so, dass jeder von uns so ein Posting liest und dann mit seinen eigenen Erfahrungen im Hinterkopf bewertet. Und Männer das sowieso anders sehen, als Frauen.
Du hast ja nicht wirklich unrecht mit dem, was Du sagst; allerdings nur, wenn ihr Expartner von alleine so verantwortungsbewußt ist, wie Du es voraussetzt.

LG,
Kathrin-deren Leseweise noch durch einen kleinen Rest von Schwangerschaftshormonen bestimmt wird.

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Es hat noch nicht mal angefangen.

Antwort von Allly am 25.05.2005, 8:26 Uhr

Meiner Meinung nach bist du total unfair zum werdenden Vater. Deiner Beschreibung nach ist der arme Mann genauso unsicher wie du. Nur hat er den Nachteil, dass er nicht teilhaben darf an der Entwicklung und an der Geburt des Kindes. Das macht ihn wütend, traurig und verständnislos. Dass er seine Launen an dir auslässt ist doch wohl verständlich: Du hast ihn mit seinem Kind verlassen und willst ihm nicht mal das Sorgerecht einräumen. Wie soll er das auch verstehen? Zumal er dich noch liebt.

Ruf ihn bitte an, wenn es los geht. Du brauchst ihn ja nicht mit in den Kreißsaal zu nehmen. Habe ich bei meinem Ex auch nicht gemacht. Aber er sollte schon im KKH sein, wenn das Kind zur Welt kommt. Denn er ist der andere Elternteil und hat ein Recht darauf, das Baby sofort nach der Geburt zu sehen.

Irgendwie verstehe ich deine Überschrift nicht, denn nicht du wirst als die Blöde hingestellt. Im Gegenteil, du machst dem Ex das Sich-als-Vater-fühlen sehr sehr schwer. Ist doch klar, dass da Gegenwehr kommt. Man kann nicht alles haben: Alleiniges Sorgerecht, Kind, seine Ruhe und einen zufriedenen rechtlosen Vater.

LG Ally.

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Re: Ich versteh die (Vater) Welt nicht mehr

Antwort von spiky73 am 25.05.2005, 8:56 Uhr

hallo, auch wenn ich oft nicht richies meinung bin, hier muss ich ihm wirklich recht geben.

SIE hat sich getrennt, ER bekundet interesse am kind und all seine versuche werden im keim erstickt.

ausserdem ist das kind noch gar nich geboren und momentan macht sie sich wirklich gedanken um ungelegte eier. im wahrsten sinne des wortes. ich kann ihren ärger wirklich nicht verstehen, dass er gekränkt ist und leidet aber schon.

lg
martina

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Re: auch dem...

Antwort von spiky73 am 25.05.2005, 8:59 Uhr

... ist nix mehr hinzuzufügen. besser hätte ich es nicht formulieren können und unterschreibe jedes einzelne wort hier.

lg
martina

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Re: Muss ich denn immer die blöde sein...? ganz schön lang geworden

Antwort von MelliS am 25.05.2005, 9:41 Uhr

Ich kann dich gut verstehen mir geht es genau so und mein Ex wollte eigentlich auch vorher die Vaterschaftanerkennen aber wo es soweit war hat er einen Rückzieher gemacht und meinete er wollte doch erst einen Vaterschaftstest haben. Ich glaube die kerle haben Sie nicht mehr alle. Ich habe das jetzt so entschieden das am Tag der Geburt ein Vaterschaftstest gemacht wird den er natürlich allein bezahlt. Ich drücke dir die Daumen das Ihr das so irgendwie hin bekommt.

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@melli s

Antwort von vallie am 25.05.2005, 9:49 Uhr

am tag der geburt ein vaterschaftstest ???
geht das denn ???
ich musste 5 monate warten, selbst dann kam ein schräger wert von 86% heraus....

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Re: @melli s

Antwort von MelliS am 25.05.2005, 9:53 Uhr

Ja, das geht weil wir einen Privat kaufen und nicht über den Staat machen. Du musst nur einige Sachen beachten zb. das die Kleine vorher nichts gegessen hat und sowas weil das das Ergebniss verschlechtert.

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Re: Richie

Antwort von Richie am 25.05.2005, 9:57 Uhr

Hallo Nurit,

sie kann sich aus allerlei Gründen von ihm getrennt haben - vielleicht hat er eine schiefe Nase :-) das darzulegen hier
wäre ja wohl vor Spekulationen ihre Aufgabe. Und damit hat sie auch den Vater aus der Nähe des Kindes katapultiert. Das ist einfach so.

Es gibt immer 'Gründe', gemeinsames Sorgerecht nicht erklären zu wollen, aber sie kann von jemandem, der weder Recht noch Pflicht hat, für (sich um)
sein Kind zu sorgen, keine Initiative, Interesse (Dabeisein) und Engagiertheit erwarten, das paßt nicht zusammen.
Und die Verweigerung einer angefragten
gemeinsamen Sorgeerklärung ist immer für ein Elternteil eins schwere Zurücksetzung, Herabwürdigung und Kränkung. Wer das verkennt, ist schlicht blind!

***'' Kannst Du Dir vorstellen, wie es ist, wenn man sich nicht unbeschwert auf die Zeit nach der Geburt freuen kann, weil man im Hinterkopf immer noch hat, dass jetzt der Behördenmarathon so richtig los geht?''***

Ei jo, erst will frau keine gemeinsame Sorge und will dann evtl. bange sein wegen dem 'Behördenmarathon', den auch der KV bei gemeinsamer Sorge teilweise auch erledigen könnte. Das paßt auch nicht zusammen.
Von ''vor den Latz knallen'' hab ich nichts geschrieben!

Auch Männer verändern sich wenn sie Väter werden! Natürlich nur sehr wenig
wenn sie von gemeinsamer, gleichberechtigter und geachteter Elternverantwortung explizit ausgeschlossen werden.
Und es ist ein Jammer fürs Kind wenn es einen herabgesetzten, entwürdigten Vater haben muß, der allenfalls als Lakai von Mama fungieren kann.
MfG Richie

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Re: @melli s

Antwort von MelliS am 25.05.2005, 10:00 Uhr

Ja, das geht weil wir einen Privat kaufen und nicht über den Staat machen. Du musst nur einige Sachen beachten zb. das die Kleine vorher nichts gegessen hat und sowas weil das das Ergebniss verschlechtert.

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Re: Muss ich denn immer die blöde sein...? ganz schön lang geworden

Antwort von bernsteine am 25.05.2005, 10:18 Uhr

hallo,
erstmal kopf hoch!! ich bin durch genau die gleiche hölle gegangen, nur das bei mir auch noch oder gerade seine eltern(mutter!!!!!) mitgemischt haben. die wollten mich zuerst zu einer abtreibung überreden und danach im achten monat kamen sie dann auf die idee ich sollte das kind doch zur adobtion freigeben,häää? ich war so verletzt und wütend, bin aber trotzdem bei meinem vorrsatz geblieben, alles zu tun damit mein kind auch einen vater hat!!
oft war das sehr schwer und das schlimmste ist es wird mir heute da ich eine super süsse tochter habe die sowohl von vater wie auch von grosseltern vergöttert wird nicht mal gedankt. sie haben einfach alle ihre aktionen usw vergessen.
auf der einen seite bin ich natürlich sehr froh, dass es heute so ist, aber manchmal bin doch auch ganz schon gefrustet und denke mir, was wäre denn bloss gewesen, wenn ich einfach total zugemacht hätte und gesagt hätte, wenn ihr uns nicht wollt, dann wollen wir euch auch nicht!
dann allerdings wäre ich heute die böse mutter, die ihrem kind den umgang mit dem vater verbietet!!!

also auch wenn alle meine simphathie und mitgefühl bei dir ist und ich mir obwohl ich dich nicht kenne, sicher bin dass du die vernünftige und gesprächsbereite bist,kann ich dir nur raten, mach nicht zu!! kämpfe weiterhin um ihn als vater aber lass dich nicht erpressen. sag nein zu nachnamen, und sag nein zu geteiltem sorgerecht, vorallem solange er nicht tatsächlich auch sorge übernimmt!!
aber lass ihn willkommen sein als vater.
heute bin ich mit dem vater meiner tochter sehr gut befreundet und würde diesen sehr harten weg für mich auch immer wieder gehen!!

viel, viel glück und alles liebe Hella

ps: bin in der 12 ssw mit meinem zweiten kind und habe mich jetzt schon dazu entschieden es wieder alleine zu machen :-))))

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Re: Richie

Antwort von vallie am 25.05.2005, 10:22 Uhr

na klar, es sind immer die bösen bösen mütter, die sich trennen, weil die nase nicht passt !!!
weil es ja ein zuckerschlecken ist, alleinschwanger und ae zu sein !!!

du, richie, bist eines der äußerst seltenen männer, die es anders sehen, aber bitte schliesse nicht IMMER von dir auf andere !!!

ich habe mir das posting von d. xmal durchgelesen, für mich kommt immer an, dass sie mit ihm nicht klarkommt, dass er merkwürdig reagiert, ich gehe davon aus, dass sie ihre gründe sowohl für die trennung als auch für ihr jetziges empfinden hat !!!

lg

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von mir aus

Antwort von Richie am 25.05.2005, 10:39 Uhr

Hallo vallie,

was soll diese Erweiterung auf 'böse Mütter'? Davon war bei mir nie die Rede.

Und wer die Macht übers Kind alleine behalten will (Sorge nicht teilen), muß sich nicht über die Lasten der Alleinverantwortung beklagen.
Und wer verkennt, daß verweigerte gemeinsame Sorge eine ziemlich bodenlose
Herabsetzung ist, will nur an seiner
Macht festhalten und ist blind.
Und die Sorglosigkeit ist für den Vater
ein prima Ruhekissen - er ist ja schon sorglos zur Geburt des Kindes bevor irgendwelche Sorge in ihm aufkeimte.

Vollwertiger Vater auf Bewährung?
Wo ist denn der Bewährungshelfer?

MfG Richie

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Re: Richie

Antwort von Nurit am 25.05.2005, 10:42 Uhr

Hallo ichie,

es spricht ja sehr für Dich, dass Du das alles so siehst. Und sicherlich bietet das Posting von ihr allerlei raum für Spekulationen; so habe ich z.B. spekuliert, dass er vielleicht jemand ist, dem man kein gemeinsames Sorgerecht anvertrauen kann.
Wir wissen es halt nicht...
Ich bin allerdings auch wirklich der Meinung, dass es wichtig ist, ein gleichberechtigtes Verhältnis zum Kind zu haben. Ich sehe auch, dass das hier nicht gegeben ist. Aber vielleicht wird das ja noch-wie Du schon sagst: wenn das Kind erstmal da ist, kann sich noch etwas ändern, da so ein Kind (fast) immer einen Reifeprzoess in Gange setzt.
Zum Behördenmarathon: habe ich gerade hinter mir und es war wirklich schrecklich. Manchmal scheint unsere Gesetzgebung direkt aus dem Mittelalter zu sein: weil meine Scheidung ewig dauerte (Rentenversorgungsausgleich war schwierig und wurde leider nicht vom Verfahren abgetrennt), ist sie nun noch nicht rechtskräftig gewesen, als mein Kind geboren wurde. Weil wir nun schon ganz verzweifelt waren, sind mein Exmann, mein Partner u. gleichzeitig Kindsvater und ich vor der Geburt zum JA gegangen, haben die Scheidungspapiere vorgelegt; mein Freund hat die Vaterschaft anerkannt und mein Exmann hat die Zustimmung der Vaterschaftsanerkennung durch meinen Freund unterschrieben. Und trotzdem ist lt. Gesetz mein Exmann der Vater. Klasse. Und mit der Konstellation beantrage mal Erziehungsgeld. Das gilt alles die paar Wochen, bis die Scheidung rechtskräftig ist und dann dürfen wir die Papiere für unser Baby wieder ändern lassen. (kostet unsere Nerven, ärgert auch den zuständigen Sachbearbeiter und kostet dem Steuerzahler unnötig Geld) Also ich bin seitdem auch ein Fan davon, möglichst alles vorher geregelt zu haben...Man weiß ja nie, was für ein altes Gestz noch irgendwo lauert.
Nix für ungut;

Kathrin im Kampf gegen Uraltgesetze

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Re: von mir aus

Antwort von vallie am 25.05.2005, 10:48 Uhr

hallo richie,
du hast es nicht wortwörtlich gesagt, du machst es natürlich subtiler...
sag mir bloss, dass dein posting d. nicht negativ darstellen wollte ????? mit der schiefen nase zb...??? lakai der mutter???
an der macht festhalten ???
warum ist das ein machtspiel ???
was unterstellst du da einer mutter ??? etwas "nettes" ??
ich stell mir mal vor, ich hätte gemeinsames sorgerecht mit dem kv...ich müsste nur bei einem antarg auf einen kinderausweis seine unterschrift einholen....na vielen dank !!!
manche männer sind einfach TOTAL gekränkt, wenn sie verlassen werden, kind hin oder her, die wollen sich einfach so rächen...
natürlich spekuliere ich, aber du schließt ja von vornherien die möglichkeit aus, dass d. recht haben könnte...

lg

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Re: von mir aus

Antwort von Richie am 25.05.2005, 11:04 Uhr

Hallo vallie,

auch eine Frau, die sich wegen der schiefen Nase des Ex von ihm trennte, bleibt e i n e Mutter; und mein :-)
signalisierte deutlich Ironie.
Und eine Mutter, die die Sorge nicht
als gemeinsam erklären möchte, hält doch an ihrer Alleinmacht fest und macht den KV zum Lakaien, das ist doch Tatsache.
Wegen einer evtl. befürchteten verweigerten Unterschrift? Wie furchtbar. Wegen einer solchen Unterschrift, nach der sowieso nur selten gefragt wird bei einer Alleinerziehenden, deren Kind genauso heißt wie sie, soll er null Rechte
in Bausch und Bogen haben, außer vielleicht einem ohnehin in Deutschland kaum durchsetzbaren Besuchsrecht?
Faktisch geht ihn das Kind gemäß seiner Sorglosigkeit überhaupt nichts an; er kann noch nicht einmal bei den Lehrern als Vater dieses Kindes vorsprechen oder mal zum Arzt mit dem Kind gehen.
Und da kriegst Du graue Haare wegen einer Unterschrift!?
MfG Richie

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Re: von mir aus

Antwort von vallie am 25.05.2005, 12:01 Uhr

richie,
ich krieg bald graue haare, ja, wegen dir, weil ich deine argumente IMMER wieder haarsträubend finde.
du gehst null auf das ein, was ich eigentich gesagt habe, sondern pickst dir immer nur das raus, was in deine kette passt.
ich sag es mal ganz deutlich :
ich bin froh, dass ich mit dem knaller von kv nichts mehr zu tun haben muss !! (ich wurde übrigens sogar bei der eröffnung eines sparbuches für mein kind nach der sorgerechtsbescheinigung gefragt..)

das ist meine ganz persönliche erfahrung, er wollte nicht, wir brauchen ihn nicht. mein jetztiger mann ist das ganze gegenteil von vater, ich weiß dass es so ne und so ne gibt, aber aus dem was hier geschildert wurde und das so meine erfahrungen wiederspiegelt, ich mich da schon fast selbst mit meiner ganzen damaligen situation wiedererkenne, kann ich d. nur diesen rat geben, denn ich bin damit sehr gut gefahren.
mein kind geht ihren vater nichts an, er braucht nicht zum lehrer und nicht zum arzt. punkt.
er hätte es anders haben können, aber er hat sich so dermaßen kindisch aufgeführt, dass ich das für mein kind und mich so und nicht anders entschieden habe.
das alles kann sich bei d. noch ändern, wer weiß, vielleicht berappelt er sich noch...

lg

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mal langsam

Antwort von Richie am 25.05.2005, 14:07 Uhr

Hallo vallie,

auf meine Argumentation in meiner Antwort auf Nurit bist Du überhaupt nicht auf meine Argumente betreffs Sorg-Losigkeit und deren Herabsetzungs- und Kränkungsfolgen eingegangen.
Ja noch schlimmer, Du hast mich falsch zitiert und mir Behauptungen unterstellt, die ich nicht geäußert hatte, denn von einer Mehrzahl von ''bösen Müttern'' war bei mir nie die Rede.
Und Du wirst keinem Vater, der sorglos von der Mutter gehalten wird,
widerlegen können, daß er bei gleichberechtigter Elternschaft in gemeinsamer elterlicher Sorge zu einem verantwortungsvollen Vater herangewachsen wäre, ebenso wenig wie du beweisen könntest, daß ein Vater auch mit elterlicher Sorge sorglos geblieben wäre.
Und das seelische Gesundheitsrisiko, das für ein Kind durch den Mangel eines
zugewandten leiblichen Vaters entsteht,
nimmst Du billigend in Kauf für die Vermeidung von ein paar läppischen Unterschriften und einer evtl. bisweilen nervigen Beteiligung an der Sorge fürs Kind. Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Du erwartest doch wohl nicht allen Ernstes von einem sorglos gestellten Vater (laut § 1626 und 1626a BGB), daß er sich verpflichtet und berechtigt sieht, für sein (sich um sein) Kind zu sorgen. Denn. mit welchem Recht könntest Du Sorge von ihm erwarten?

MfG richie

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Re: Muss ich denn immer die blöde sein...? ganz schön lang geworden

Antwort von Sunny1973 am 25.05.2005, 14:16 Uhr

Also im Grunde schließe ich mich Allly an.

Ich bin grad dabei mich (vorerst räumlich) von dem Vater meines Kindes zu trennen. Ich kann froh sein, daß wir so gut miteinander auskommen und recht ruhig läuft.

Aber ich brauche für jeden Mist (ich ziehe aus der Stadt) seine Unterschrift. Gar nicht auszumalen, was passieren würde, wenn ich nicht mehr mit ihm zusammen wohne und irgendwelche Unterlagen (Lohnbescheinigung z. B.) brauche .... da würde nämlich gar nichts passieren. Von daher finde ich ein "alleiniges Sorgerecht" gar nicht so verkehrt. Zumal Dein Ex ja scheinbar auch viel unterwegs ist... was ist denn, wenn Du mit Deiner Maus (was man nicht hoffen will) mal ins Krankenhaus musst und er auf Montage weit weg ist?! Dann kannst Du sehen, wo Du die Unterschrift für bestimmte Behandlungen (Operationen z. B.) von ihm herbekommst oder wie?

Genauso mit dem Namen, ich würde dem Kind immer den Namen der Person geben, wo es hauptsächlich wohnt. Da umgeht man schon ganz schön vielen Schwierigkeiten.

Die Vaterschaftsanerkennung... nun ja, damit würde ich mir auch noch Zeit lassen. Das Jugendamt wird sich schon diese Anerkennung holen, wenn Du von denen Unterhaltsvorschuß beantragst/bekommst. Die holen sich ihr Geld auch wieder *ganz sicher bin*.

Was Deine "Gedanken" angeht... ich kann Dich sehr gut verstehen. Man will alles "in trocknen Tüchern" haben, wenn es dann so weit ist, aber Dir läuft nichts weg ;) Ich bin genauso wie Du *zwinker* Muss alles immer MOOOOOOnate vorher erledigt haben *gg*.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir eine schöne Geburt und denk immer dran, Ihr beide seid kein Paar mehr, aber ihr werdet ein Kinderleben lang Eltern sein, die beide zu (relativ) gleichen Teilen zum Zuge kommen sollten (so ganz die Waage kann man das wohl nie halten).

Liebe Grüsse
Sunny

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Einwände

Antwort von Richie am 25.05.2005, 16:05 Uhr

Hallo Sunny1973,

summa summarum ist eine väterliche
Sorg-losigkeit eine Herabsetzung, Abwertung und Beleidigung eines Vaters, da beißt die Maus nun keinen Faden ab.

Natürlich ist es verständlich, daß eine
ue Mutter Ängste und Befürchtungen hat,
ihre Alleinsorge und damit verbundene Alleinmacht übers Kind zu teilen mit dem Vater.

Krankenhausaufenthalte und lebensnotwendige ärztliche Behandlungen
gehen auch ohne Unterschrift wie auch vieles andere.

Ich heiße auch anders als meine Zwillinge, die bei mir wohnen. Damit gabs noch nie Probleme. Alle wichtigen Leute für die Kinder kennen mich.
Manchmal werde ich mit Herr 'Nachname meiner Kinder' angeredet. Das ist aber ein winziger kosmetischer 'Mangel'.

Wegen solcher Kinkerlitzchen soll in Bausch und Bogen eine väterliche Mitsorge ausgeschlossen bleiben, eine Mitsorge, die in der S u m m e ihrer Einzelpunkte ein gewichtiges Paket elterlicher Mitverantwortung darstellt.

***''Ich bin grad dabei mich (vorerst räumlich) von dem Vater meines Kindes zu trennen. Ich kann froh sein, daß wir so gut miteinander auskommen und recht ruhig läuft.''***

Das liegt auch sicher daran, daß ihr gemeinsame elterliche Sorge habt und er auch darin Vertrauen zu Dir haben kann, daß Du ihm das Kind nicht wegnehmen/vorenthalten wirst.

MfG Richie

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Re: mal langsam

Antwort von vallie am 25.05.2005, 18:11 Uhr

genau, wir haben wunderbar aneinander vorbeigeredet, ich bin nach wie vor froh, dass es bei mir so ist, wie es ist, mein kind erfreut sich bester gesundheit und damit ist diese fruchtlose diskussion für mich beendet !

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Re: von mir aus

Antwort von ZweiImSinn am 25.05.2005, 20:01 Uhr

Wie kommst du dazu mir zu unterstellen, ich würde mit der alleinigen Sorge irgendeine Machtposition einnehmen wollen, ich möchte einfach nur nicht mein weiteres Leben von diesem Menschen bestimmen lassen und z.B. nur einen Wohnungswechsel vor irgendeinem Gericht verantworten müssen weil der Vater was dagegen hat.

Und wenn ich mir jetzt schon Sprüche anhören muss, dass "Wenn ich wieder mit meinen wechselnden Partnern anfange, er eine Chance hat das Kind zu bekommen.", ich ja Angst haben muss mich irgendwann doch mal wieder zu verlieben, weil er mir dann das Kind entziehen will.

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Re: Ich versteh die (Vater) Welt nicht mehr

Antwort von ZweiImSinn am 25.05.2005, 20:10 Uhr

Sorry aber nicht ich mache mir Gedanken über ungelegte Eier sondern der Kindsvater untersellt mir Sein Kind als Ware zu benutzen und ihm Steine in den Weg zu legen um ein guter Vater für das Kind sein zu können.
Wie gesagt, ist es für mich nicht ausschlaggebend das geteilte Sorgerecht für das Kind zu haben um ein Vater für das Kind zu sein.
Und so wie er sich jetzt gibt, ist er nur in seiner Eitelkeit verletzt dass nich alles so gekommen ist, wie er es sich in seiner Fantasie ausgemalt hat.
Für mich ist es das auch nicht aber ich versuche das Beste daraus zu machen.
Und wenn er so ein toller Vater sein will hätte er sich ja schon mal an den Kosten für die Ausstattung beteiligen können. Wär ja schon mal nen Anfang gewesen.

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Re: Es hat noch nicht mal angefangen.

Antwort von ZweiImSinn am 25.05.2005, 20:21 Uhr

Ich sehe das anders, denn wenn er mit mir reden wollen würde, könnte er das. Wenn ich ihn sehe erzähle ich ihm was so passiert in meinem Bauch, er kann ihn anfassen, er hat ihn fotografiert.
Es ist eben nur so, dass ich nicht den Kontakt suche, weil ich sehr enttäuscht von ihm bin, ich weise ihn aber auch nicht ab,wenn er den Kontakt sucht allerdings hat er sich schon bei 2 Anwälten erkundigt um einen Sorgerechtsstreit anzustreben um das alleingige Sorgerecht zu erhalten. Und manchmal denke ich darüber nach dies zu machen aber dann habe ich wieder die Angst, dass er nicht kompromissbereit ist. Ich habe ihm immer gesagt, dass ich zwar nicht mit ihm leben kann aber dass ich möchte dass er ein gutes Verhältnis zu seinem Kind hat und dass ich der Meinung bin, er wird an seinem Kind wachsen und irgendwann ein verantwortungsvoller Mensch sein.
Aber es sieht halt momentan nicht danach aus, weil er so gekränkt ist, dass er bei der Geburt nicht dabei sein wird. Aber das wollte er sowieso nicht, von Anfang an stand fest dass eine Freundin mich im Kreißsaal begleiten wird und er dabei sein kann wenn er möchte als zweite Person. Und das schon vor der Trennung. Nun ist es leider so, dass sie hier im Kreißsaal nur eine Person möchten und er das mir und meiner Freundin zum Vorwurf macht.

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Re: Ich versteh die (Vater) Welt nicht mehr

Antwort von ZweiImSinn am 25.05.2005, 21:11 Uhr

Hallo!

Weißt du wenn er mir mal zu hören würde, wüßte er dass seine Sorgen unberechtigt wären, denn er kennt meine Einstellung.

Ja, für ihn ist ein Traum geplatzt und es nicht so gekommen wie er es wollte aber das ist es für mich auch nicht, ich trenne mich schließlich nicht aus Spass im siebten Monat vom Vater meines Kindes und entscheide mich dafür den Hauptteil lieber allein zu meistern.

Ich wünsche mir eigentlich nur ein vernünftiges Miteinander im Sinne des Kindes aber ich habe halt das Gefühl, dass es nicht möglich ist, weil er ja schon die Alimente als Zahlung an mich sieht und nicht für sein Kind.

>>Wie sieht denn diese Elternvereinbarung aus?

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Re: von mir aus

Antwort von Richie am 25.05.2005, 22:35 Uhr

Hallo ZweilimSinn,

mit dem Pochen auf die alleinige elterliche Sorge nimmst Du eine immense
Machtposition dem KV gegeüber ein, das ist Fakt, da braucht Dir niemand was zu unterstellen.

Ein Vater m i t gemeinsamer elterlicher Sorge braucht bei einem Umzug jedenfalls keine Angst zu haben, Du wollest ihm das Kind entziehen.

Es wundert mich immer wieder, daß ue Mütter auf ihre elterlichen Alleinsorge
pochen und sich dann wundern, wenn die
KV in ihren Handlungen widersprüchlich,
unberechenbar, übertrieben, unzuverlässig und auf Dauer distanziert zum Kind reagieren.
Das Pochen auf die Alleinsorge ist eine schwere Kränkung und Herabwürdigung für den KV.
Aber wenn dein Kind mal dereinst groß ist, dann wirst Du vielleicht kapieren, was ein sorgevoller Vater fürs Kind wert gewesen wäre, und zwar auch, wenn Du einen glorreichen Ersatzpapa gefunden und installiert haben solltest. MfG Richie

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Re: Einwände

Antwort von bernsteine am 26.05.2005, 12:14 Uhr

hallo, bin zwar etwas spät um nochnen tag nachher nochmal was zu sagen, aber sagen möcht ichs trotzdem!!
ich finde es schlimm, dass das sorgerecht hier immerfort als machtfrage hingestellt wird!!!!
ich bin auch damit aufgewachsen, dass meine eltern ein immerwährendes machtspiel auf den rücken von uns kindern ausgetragen haben, wobei es in wirklichkeit viel mehr um gekränkte gefühle, frust, sehnstucht, und eben vorallem die macht dem anderen nichts gutes zu tun ging!!!
ich habe auch das alleinige sorgerecht, habe aber beim notar festgelegt, dass z.b. wenn mir etwas zustossen sollte mein kind zum vater kommen soll. auch haben wir nach langem mühen gemeinsam eine sogenannte elternvereinbahrung getroffen.
ich denke, dass in vielen fällen es einfach sehr hilfreich wäre wenn es professionelle hilfe während des trennungsprosesses und dem miteinander gäbe, als hinterher wenn der schaden der gegenseitigen verletzungen schon zu gross ist als dass man einfach so wieder aufeinander zugehen könnte im wohle der kinder!!!!
auch denke ich, dass man das SORGERECHT
heufig wohl besser SORGEPFLICHT nennen sollte. denn wir als eltern stehen unseren kindern gegenüber in der PFLICHT für sie zu soren. tun wir dieses nicht, verstossen wir nicht nur gegen gesetze sondern auch gegen das grundgebilde (vertrauen, erziehung, liebe, geborgenheit, usw) welches jedem menschen mitgegeben werden sollte!!!
egal wie und was wir entscheiden, ich denke als elternteil sollte man sich immer bewusst darüber sein, dass es irgendwann das eigene kind sein wird, welches fragen stellt und auf diese antworten haben will und egal wie sein eigenes urteil über das geschehene bilden wird!!!

LG an alle Hella

ps hoffentlich liest das noch jemand!!!

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Re: Einwände

Antwort von Richie am 26.05.2005, 13:07 Uhr

Hallo bernsteine,

es ist eine Schonfärberei, ein Festhalten an alleiniger elterlicher
Sorge nicht als Machtgier zu bezeichnen.
Alleinige elterliche Sorge beinhaltet
das alleinige Recht (am Kind):

1. der Namensgebung
2. Anträge bei den Ämtern zu machen
3. den Aufenthalt zu bestimmen
4. es bei Ärzten und Gesundheitsein-
richtungen zu vertreten
5. die Kindergartenauswahl zu treffen
6. den Umgang zu regeln, beschränken
und reglementieren
7. die Betreuungspersonen auszuwählen
und zu bestimmen
8. die Schule auszuwählen
9. religiöse Handlungen zu bestimmen
(Taufe, Kommunion, Religionszu-
hörigkeit)
10. es in Schulangelegenheiten zu ver-
treten
11. das Vermögen zu verwalten und den
Zweck der Ausgaben zu bestimmen


So, und jetzt behaupte angesichts dieser erdrückenden Alleinbestimmungs-
liste mal, daß elterliche Alleinsorge
keine Macht übers Kind bedeute und das Pochen auf sie keine Machtgier sei.
Und welches Elternteil, das kein einziges Recht dieses Katalogs m i t
innehalt, ist nicht ausgegrenzt und als Elternteil erniedrigt und herabgewürdigt?
Es ist ein bekanntes Phänomen der Psychologie, daß MachtinhaberInnen ihre Macht übersehen, vor sich selber leugnen und abstreiten.
Und es ist ein
verdrängender Irrglaube, daß die der elterlichen Alleinsorge entsprechende
Ohn-sorge nicht beleidigend,nicht kränkend und nicht verletzend sei.

Und ein unehelicher Vater hat eben
n i c h t die Pflicht, für sein Kind zu sorgen, siehe §§ 1626 und 1626a BGB:

---------------------
§ 1626 (Personensorge, Vermögenssorge)
(1) Die Eltern haben die Pflicht und das Recht, für das minderjährige Kind zu sorgen (elterliche Sorge). Die elterliche Sorge umfaßt die Sorge für die Person des Kindes (Personensorge) und das Vermögen des Kindes (Vermögenssorge).
(2)...
(3) Zum Wohl des Kindes gehört in der Regel der Umgang mit beiden Elternteilen. Gleiches gilt für den Umgang mit anderen Personen, zu denen das Kind Bindungen besitzt, wenn ihre Aufrechterhaltung für seine Entwicklung förderlich ist.
§ 1626a (Nicht verheiratete Eltern)
(1) Sind die Eltern bei der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet, so steht ihnen die elterliche Sorge dann gemeinsam zu, wenn sie
1. erklären, daß sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen (Sorgeerklärungen), oder
2. einander heiraten; dies gilt auch, wenn die Ehe später für nichtig erklärt wird.
(2) Im übrigen hat die Mutter die elterliche Sorge
-------------------------

Stelle §1626 Abs.1 dem § 1626a Abs.2
gegenüber, und Du kannst das erkennen.
Jetzt sag bloß, das sei Paragrafenreiterei. Dann antworte ich:
das Festhalten an der Alleinsorge ist die Paragrafenreiterei pur.
Wer gemeinsame elterliche Sorge verweigert, muß sich nicht wundern, wenn
die weiterhin Sorglosen sich eben entsprechend einrichten und verhalten.
MfG Richie

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Re: Einwände

Antwort von bernsteine am 26.05.2005, 15:58 Uhr

hallo richie,

erstens ist es eine pauschaliesierung,
wenn alle fälle über einen kamm geschert werden!!
so war es bei mir z.b. so, dass mich der kindesvater und seine eltern zuerst zu einer abtreibung "kaufen" wollten und mich dann davon überzeugen wollten, das kind zur adoption frei zugeben.
trotz dieser sehr herabwürdigeneden haltung mir gegenüber bin ich fest bei meinem vorsatz geblieben, alles erdekliche dafür zu tun, dass der vater interesse an seinem kind hat. wir waren üprigens damals schon drei jahre zusammen!! ich habe ihn gefragt ob er gerne bei der geburt dabei sein möchte, ich habe ihn jedes mal zum arzt termin miteingeladen, ich habe ihn nach naemswünschen gefragt und schliesslich trägt seine tochter heute die variante des namens, die er bevorzugt hat. ich bin immer wieder auf ihn zugegangen obwohl er mir verbat, in unsere cafes und orte zu gehen, wo wir uns mit freunden getroffen haben, da er nicht wollte, dass jemand weiss, dass ich schwanger bin. glaube mir ich bin genug gedemütigt wurden und habe trotzdem ihm den vorschlag unterbreitet, dass wir das sorgerecht teilen können, wenn wir es denn dann auch wirklich teilen. darauf hin hat er mir GESCHRIEBEN, das er keine zeit und in den ersten drei jahren auch keine lust (da mit dem kind nichts anfangen könnte) habe irgendetwas dazu zutun.

muss grad mal zu meiner kleinen nachher mehr! sorry

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Re: Einwände

Antwort von bernsteine am 26.05.2005, 18:20 Uhr

hallo nochmal,
konnte vorhin nicht weiterschreiben.
um an vorher anzuknüpfen, ich habe nie was von paragraphenreiterei gesagt und das liegt auch nicht in meinem interesse!! eigentlich finde ich es gut, einmal diese diskussion mit einem anderen mann zu führen, da ich als frau(bitte nicht veralgemeinern!!!) die dinge natürlich anders sehe als ein mann. ich bin mir auch durchaus im klaren darüber, dass es einige frauen und männer gibt, die das sorgerecht als macht misssbrauchen.
ich habe beide fälle erlebt und das einzige was immer gleich zubleiben schien, das kind leidet und hat den schaden.
du schriebst, dass gerade machtgierige frauen es nicht erkennen würden wenn sie genau dies wären( ungefär so?!) ich beziehe dies jetzt einfach nicht auf mich, denn wie schon gesagt war nicht ich es die das geteilte sorgerecht nicht haben wollte. durch das mühen um den kindsvater hat im üprigen meine ganze familie (mit ausnahme meiner mutter) mit mir gebrochen, da sich der kindsvater gerade dieser gegenüber auch sehr unverschämt benommen hat.

wenn ich dich richtig verstanden habe, wohnen deine kinder bei dir? wie ist es denn bei euch? habt ihr geteiltes sorgerecht oder hast du das alleinige? und wie sieht das mit entscheidungen usw aus?

MFG Hella

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Allgemein-speziell

Antwort von Richie am 26.05.2005, 18:22 Uhr

Hallo bernsteine,

Deine Geschichte macht traurig und mich als engagierten Papa betroffen und wütend auf solchen Hallodri-Vater.

Nun enthielt Dein Posting aber auch allgemeine Aussagen, auf die ich mich bezog.
In Deutschland sind uneheliche Väter
eben Unter-Eltern ohne eigenständige
Elternrechte. Und auch gewisse Alleinerziehendenverbände agitieren
heftig dagegen, daß ue Väter irgendwelche Elternrechte bekommen.

Das bleibt auch nicht spurlos im Selbstwert besagter Väter, denen auch oft nichts anderes übrig bleibt, als
Beziehungskrüppel ihrer Kinder zu fungieren.
MfG Richie

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Re: Einwände

Antwort von Richie am 26.05.2005, 18:33 Uhr

Hallo bernsteine,

meine Zwillinge wohnen bei mir, mein 3.
Kind 100km entfernt.
Für die Zwillinge habe ich die gemeinsame elterliche Sorge. Da Mama im selben Ort wohnt, sind die Kinder fast täglich auch bei ihr. Entscheidungen treffen wir zusammen, und bei vielen Veranstaltungen der Kinder sind wir auch gemeinsam.
Zu meinem 3. Kind habe ich nur sporadischen Kontakt. Die Km möchte keinen regelmäßigen Umgang, der letzte war Anfang November letzten Jahres.
Die Km hat alleiniges Sorgerecht.
Ich war da weder zur Taufe, noch zur Einschulung eingeladen, im 1. Lebensjahr habe ich das Kind trotz mehrmaliger Bemühungen nicht zu Gesicht bekommen.
Mein Verhältnis zu dem Kind ist sehr brüchig und eher negativ in mir besetzt.

MfG Richie

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Re: Muss ich denn immer die blöde sein...?

Antwort von berita am 26.05.2005, 19:08 Uhr

Hallo,

ich wuerde folgendes machen: alleiniges Sorgerecht und das Kind bekommt deinen Namen. Aber bezieh deinen Ex mit ein, wenn das Kind da ist. Er sollte es auf jeden Fall sehen, wenn es da ist und dann auch oefter "besuchen" koennen inklusive Pflege, Herumtragen u.s.w. Einen genauen Plan braucht ihr dafuer nicht unbedingt, wenn ihr noch miteinander auskommt. Ausserdem weisst du noch gar nicht, wie oft du dann stillst, wie lange du dich von ihm trennen kannst etc. Lass das auf euch zukommen. Aber mach nicht gleich dicht wegen der Vaterschaftsanerkennung. Es reicht voellig, das nach der Geburt zu erledigen. Wenn dein Ex da Probleme gibt, kannst du die Sache dem Jugendamt uebergeben.

Was die ganze Sorgerechtsdebatte angeht: klar ist das alleinige Sorgerecht fuer AE-Muetter im Grunde "unfair". Aber die Realitaet (oft genug auch hier zu lesen) sieht einfach so aus, dass die meisten Maenner nur allzu gerne den ganzen "Babyjob" der Frau ueberlassen. Nur die Rosinen, die wollen sie sich gerne rauspicken, dem Kind den Namen geben oder sich ueber das Sorgerecht weiter in das Leben der Verflossenen einzumischen. Wie schon geschrieben wurde, das Sorgerecht ist weder eine Vorraussetzung noch die Garantie dafuer, ein guter Vater zu sein. Und sollte sich nach einigen Monaten zeigen, dass dein Ex wirklich seine Verantwortung eurem Kind gegenueber uebernimmt und eure Trennung akzeptiert, kann man immer noch ueber das gemeinsame Sorgerecht nachdenken, denn aendern kann man das problemlos. Nur umgekehrt ist es schwer und wenn es dann schlecht laeuft, beisst frau sich in den hintern, dass sie sich zum gemeinsamen Sorgerecht hat ueberreden lassen.

LG
Berit

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Re: Einwände

Antwort von bernsteine am 26.05.2005, 19:17 Uhr

das tut mir sehr leid und ich kann auch sehr gut deinen frust verstehen!!
kannst du denn nicht versuchen, über das JA den kontakt wenigstens zu einem regelmässigen sehen umzugestalten?? klingt blöd sorry. glaubt sie du seist kein guter vater oder hat sie einfach kein interesse als vater an dir? hat sie einen neuen lebensgefährten?
ich handhabe das anders, ich rufe mit meiner tochter zusammen, jeden zweiten bis dritten tag bei ihrem vater an. sie nimmt jetzt auch schon immer das telefon und sagt Papa, Papa? mit dem sehen ist das leider auch nicht so ganz leicht, da wir recht weit auseinander wohnen. finde ich auch für mich sehr schade, da sich die beiden entzwischen richtig gut verstehen und es sicherlich auch eine entlastung für mich wäre! aber ich schicke alle paar tage fotos und kurzfilme.
ich habe jetzt noch eine andere frage an dich als mann. hat eine der beiden mütter noch andere kinder? wenn ja wie hast du die erneute schwangerschaft empfunden? wenn nein kannst du mir trotzdem irgendwie nen tipp geben?
bin nämlich in der 12 SSW und möchte den vater meiner tochter nicht unnötig verletzen!! lebe aber nicht in einer neuen beziehung war ein dummer ausrutscher in einem moment der absoluten einsamkeit und ich hab auch verhütet! ich hab kein glückliches händchen mit männern oder sie nicht mit mir? er ist verheiratet und hat shcon kinder, was ich aber alles vorher nicht wusste, war ja auch nur einmal!
bitte nicht zu schlecht über mich denken, hatte seit der trennung vom kindsvater vor 15mon ansonsten nichtmal blickkontakt zu anderen männern (habe ihn sehr geliebt)!

mfg bernsteine

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knapp und gut ausgedrückt

Antwort von dollei am 26.05.2005, 19:51 Uhr

Man sollte sich ja auch mal fragen, warum der Gesetzgeber die Sache so formuliert hat, dass die ledige Mutter das alleinige Sorgerecht hat, wenn sie nicht anders entscheidet. Weil eben in den meisten Fällen die Kinder bei der Mutter leben.
Natürlich gibt es Ausnahmen, dafür wurde ja auch das Kindschaftsrecht vor ein paar Jahren geändert. Ich kenne auch Fälle, wo der Mutter das Sorgerecht entzogen wurde und der Vater das alleinige SR bekam.
Aber auf irgendeine Basis stützt sich halt der Gesetzgeber, hier halt, wie es bei der Mehrheit der Alleinerziehenden aussieht.

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Re: knapp und gut ausgedrückt - das bezog sich auf das Posting von Berita

Antwort von dollei am 26.05.2005, 19:52 Uhr

.

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Re: knapp und einseitig ausgedrückt

Antwort von Richie am 26.05.2005, 22:27 Uhr

Hallo dollei,

der deutsche Gesetzgeber und die deutsche Rechtssprechung stehen im europäischen Vergleich sehr schlecht da.
Väterrechte in Deutschland sind die schlechtesten im europäischen Vergleich, ganz zu schweigen von der
immer nocht väterfeindlichen Rechtssprechung und Jugendamtspraxis.
Ich kenne viele Mitarbeiter von diversen
groß- und kleinstädtischen Jugenämtern
(90-er Jahre), die Ansichten vertraten, die deutscher Müttergloriole vordremokratischer Zeiten Ehre gemacht hätten.
Auch heute noch sind viele Jugendämter neben einigen, die offenbar am umdenken sind, Mütterämter, die Beistandschaften für Unterhaltseintreibungen bieten, in denen aber mit keinem Wort auf ausgelegten Handzetteln und Broschüren
f ü r (möglichst viel) Umgang der Kinder mit ihren Vätern eingetreten wird, ganz zu schweigen von dem Mißstand, daß es für Väter eine Beistandschaft zwecks Umgangserlangung
mit ihren Kindern gar nicht gibt.
Bezahlen ist da wichtiger als gelebte Nähe zwischen Kindern und Vätern.

In mehreren Fällen wurde die BRD vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte - das mußt Du Dir mal vorstellen - wegen Unrechts und Menschenrechtsverletzungen gegenüber Vätern verurteilt.
Dabei mußt Du auch einrechnen, daß diese Verfahren teilweise fast 10 Jahre
durch alle deutschen Instanzen gelaufen waren bis sie vor diesem Gerichtshof landeten. Also sind diese Fälle nur die Spitze eines Eisbergs, denn wer prozessiert schon kostenintensiv durch alle deutschen Gerichtsinstanzen?!


Eben, und weil deutsche Väter so mies vom Familienrecht eingestuft und behandelt werden, eben deshalb können sie in ihrer Rechtlosigkeit überhaupt nicht präsente, motivierte und kindesnahe Eltern sein.
Sie sind allenfalls opportunistische
Bewährungsväter der Mamas.
Bei partnerschaftlichem Nicht-Gefallen
können sie sehr schnell durch einen wohlgefälligeren Ersatzpapa ihrer Kinder entledigt werden.
Väter können nur dann vollwertige Eltern sein wenn sie dies in eigener,
mütterunabhängiger Rechtskraft können.

MfG Richie

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Re: knapp und einseitig ausgedrückt

Antwort von Sunny1973 am 27.05.2005, 12:08 Uhr

Richie, ich glaube darüber kann man bis ins Unendliche diskutieren. Vorallem ist es schwierig, wenn man die Parteien gar nicht kennt, eine "Patentlösung" zu finden.

Was soll denn ein "nicht präsenter Vater" mit nem Sorgerecht? Nur weil er "zugegeben" hat, der Erzeuger/KV zu sein, soll er das "Mit-"Sorgerecht bekommen?

Aus Deinen Postings geht eine Menge "Gefühl" hervor. Du bist traurig oder enttäuscht, dass Du so "mies" behandelt wirst von Deiner Ex (die mit dem einen Kind). Aber ganz ehrlich, wenn die Entfernung eh so groß ist, dann finde ich es gleich noch realistischer, wenn der ET das Sorgerecht hat, bei dem das Kind wohnt.

Auch wenn Deine Zwillis bei Dir wohnen und Du es als "ok" empfindest. Mich würde es stören ständig erklären zu müssen, warum unser Kind (zu welchem ICH, ich kann ja nur von mir sprechen, allein schon wegen der natürlichen stärkeren Bindung durch die Schwangerschaft etc.) nicht den selben Nachnamen trägt, wie ich. Man wird mit Sicherheit überall danach gefragt, wo der Name des Kindes und der des ET's auftaucht.

Ich finde es etwas "naiv" *vorsichtig sag* so zu schreiben, wie DU denkst (ist echt nicht böse gemeint). Viele, vielleicht sogar die meisten, Väter (auch wenn sie das Sorgerecht haben) sind doch nicht oder denken so wie DU.

Mein Mann z. B. ist kein "bösartiger" oder gar "rachsüchtiger" Mensch. Er gehört eher in die Kategorie "komm ich heute nicht, komme ich morgen" und wenn man mal was von ihm braucht (auch dringend) dann dauert es Ewigkeiten. Und ich würde in diesem Fall (hätten wir die Frage "Sorgerecht teilen oder nicht" jetzt) eher dazu tendieren, eben wegen seiner "Unzuverlässig- bzw. Nachlässigkeit" das alleinige Sorgerecht anzustreben. Aber da wir eh verheiratet und beide Sorgeberechtigt sind, bleibt es auch so. Und wenn mein Mann sein "Sorgerecht" und das Besuchsrecht (vorausgesetzt wir trennen uns doch irgendwann ganz) nicht wahr nimmt, dann tuts mir leid. ER muss es meinem Kind erklären, warum ER es nicht sehen will. ICH kann da gar nichts machen. Man kann nämlich keine Menschen ändern, sondern nur sich selbst und dementsprechend handeln. Also "dickes Fell" wachsen lassen und so "solidarisch" wie es geht dem Kind gegenübertreten (also nicht schlecht über den Papa reden etc.). Man soll natürlich auch nicht, für den Papa lügen...

Sorry, total am Thema vorbei gelaufen *flitz* ... also das mit den "Rosinen rauspicken" ist wirklich ein schöner und meist auch treffender Satz", denn es ist tatsächlich so. Auch bei uns in der Ehe... wenn es um "Spass" etc. geht, dann ist mein Mann der beste Vater der Welt (nein, ist er sowieso, aber Du/Ihr weisst/wisst was ich meine), aber wehe, die Windel ist voll oder Schuhe müssen gekauft werden oder oder oder.... Du verstehst. UND DAS ist das was WIR Frauen einfach unfair finden. WIR machen die "Drecksarbeit" und die Männer (nicht alle, um himmelswillen, aber es sind nicht wenige) picken sich das Beste raus, vorallem wenn's grad passt. *nick* Ergo, wenn ein Mann so wenig Interesse und Verantwortung zu den Kind hat, warum soll er dann so eine große Verantwortung wie "Sorgerecht" erhalten? Nur damit sein "Ego" balsamiert wird und er weiss, er hat auch ein Stückchen von der "Macht" abbekommen?

Vielleicht sollte man mal diesen ganzen "Bürokratenwahnsinn" bei Seite lassen und einfach nur mal das Kind sehen.... Ein Kind braucht Eltern (ob zusammen oder getrennt), die sich in Bezug auf das Kind (und bei getrennten Eltern auch nur da) verstehen und eine Art "unsichtbares festes Band" (wie die Ehe auch) bilden. Das Kind braucht die Nähe zu seinen Eltern und nur, weil die Mutter das alleinige Sorgerecht hat, heisst es ja noch lange nicht, dass der Papa nun beim Kind nix mehr zu suchen hat. Er kann trotzdem seine Vaterrechte bzw. Pflichten übernehmen. Wir Erwachsenen müssen mal unsere "egoistischen Motive" bei Seite schieben und einfach nur für unsere Kinder da sein, ob mit oder ohne Sorgerecht, Besuchsrecht, Umgangsrecht usw. usw. Und wenn ein ET nicht in der Lage ist, sich vernünftig um das Kind zu kümmern, auch mal die "Drecksarbeit" zu übernehmen, dann ist das eine Erfahrung, die das Kind machen muss, denn das ist doch das Leben... Erfahrungen sammeln und wir können doch eh nichts dran ändern (wie ich oben schon schrieb, man kann nur einen Menschen ändern, sich selbst!)

Und grad in dem Fall um den es in diesem Posting ja eigentlich ging, ist der Erzeuger, soweit ich das gelesen habe, eh ständig auf Montage und ist gar nicht in der Lage AKTIV an der Sorge des Kindes teilzunehmen, wozu also dann das Sorgerecht?

Ausserdem kann man später immer noch ein gemeinsames Sorgerecht anstreben, wenn der Papa "bewiesen" hat, dass er dem auch gewachsen ist. Da haben wir Mütter (meistens) einen natürlichen Vorteil (die uns von der Natur gegebenen viel engeren Bindung zum Kind).

So genug geseiert ;) Wollte das nur noch mal los werden.

Liebe Grüsse
Sunny

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Re: knapp und einseitig ausgedrückt

Antwort von Richie am 27.05.2005, 23:44 Uhr

Hallo Sunny,


****''Richie, ich glaube darüber kann man bis ins Unendliche diskutieren. Vorallem ist es schwierig, wenn man die Parteien gar nicht kennt, eine "Patentlösung" zu finden.''****

Klar, kann man. Prinzipiell geht es mir auch gar nicht um die Einzelfälle, sondern um die Masse
der Fälle und den Auswirkungen der Sorgerechtsverteilung in dieser großen Anzahl. Es geht mir also
eigentlich um Wahrscheinlichkeiten menschlicher Reaktionen in gewissen Machtkonstellationen.
Beziehungen aller Art sind stets von starken Machtmomenten durchzogen. Das ist ein psychologisches Faktum. Macht an sich ist auch nichts Negatives.
Augenblickliche ''Patentlösung'' in Deutschland ist eben offensichtlich, daß ue Väter prinzipiell kein Sorgerecht haben, obwohl niemand die Einzelfälle kennt:-)
Im Spiegel sieht Dein Eingangsstatement also ganz anders aus.:-}



****''Was soll denn ein "nicht präsenter Vater" mit nem Sorgerecht? Nur weil er "zugegeben" hat, der Erzeuger/KV zu sein, soll er das "Mit-"Sorgerecht bekommen?''****

Wenn der ''nicht präsente Vater'' für Kind, Familie, ein Häuschen, ein Gärtlein, ein Rädchen und ein Schlabberlätzchen malocht, soll er nicht an der Sorge beteiligt sein?
Er soll nicht evtl. mit den Lehrern sprechen dürfen, den Kindesnamen nicht mitbestimmen und nach getaner Arbeit nicht sein Kind nach seinen Umständen sehen dürfen, um zu erleben, wofür er das alles tut? Also dann dürften Monteure, Flugkäpitäne, Reiseleiter, Busfahrer, Seeleute........und unübersehbar andere Berufsausübende kein Teil an elterlicher Sorge haben? Das kann doch nicht Dein Ernst sein.



****''Aus Deinen Postings geht eine Menge "Gefühl" hervor. Du bist traurig oder enttäuscht, dass Du so "mies" behandelt wirst von Deiner Ex (die mit dem einen Kind). Aber ganz ehrlich, wenn die Entfernung eh so groß ist, dann finde ich es gleich noch realistischer, wenn der ET das Sorgerecht hat, bei dem das Kind wohnt.''****

Ich denke, daß jeder einsatzwillige Vater eine ''Menge Gefühl'' hat wenn er der Ohnmacht der Sorglosigkeit ausgeliefert ist und bleibt.
Als Psychologe bringe ich dieses (allgemeingültige) Gefühl nur detailliert zum Ausdruck. Die meisten Väter dieser Art sind dann sowieso nur sprachlos und scheinbar ohne Gefühle. Ihre Befindlichkeiten und Beschwerden wirst du nicht zu Gehör bekommen. Berichte und Statements zu solchen Verletzungen und Kränkungen werden, wie auch hier zu sehen, eher an diffusen Weiterungen relativiert und in ''Einzelfällen'' und allerlei anderen Unteritems zu verdünnen versucht.
Freilich werden die eigentlichen Verletzungs- und Kränkungsgefahren auch hier inzwischen, wie ich
positiv bemerke, gesehen, sie werden aber mit allerlei 'halblogischen' Einwänden und müttersichtigen
Paradoxien versucht, aufzuheben und ins Unentschiedene abzubiegen.
Mein 3. Kind ist hier gezeugt worden und die Mutter hat die Distanz geschaffen. Das soll ich mit Sorglosigkeit gebüßt haben? :-) Vorsichtiger Vergleich: der Bestohlene wird schlußendlich seines Gutes ledig dadurch, daß der Dieb sich weit weg begab.



***''Auch wenn Deine Zwillis bei Dir wohnen und Du es als "ok" empfindest. Mich würde es stören ständig erklären zu müssen, warum unser Kind (zu welchem ICH, ich kann ja nur von mir sprechen, allein schon wegen der natürlichen stärkeren Bindung durch die Schwangerschaft etc.) nicht den selben Nachnamen trägt, wie ich. Man wird mit Sicherheit überall danach gefragt, wo der Name des Kindes und der des ET's auftaucht.''***

ICH war schon sehr früh überall die Hauptbetreuungsperson der Kinder derweil Mama noch eine Ausbildung gemacht hat. Ich habe mit den unterschiedlichen Namen nie Probs gehabt, denn alle kannten und kennen mich als Papa dieser Kinder, Punkt.




****''Ich finde es etwas "naiv" *vorsichtig sag* so zu schreiben, wie DU denkst (ist echt nicht böse gemeint). Viele, vielleicht sogar die meisten, Väter (auch wenn sie das Sorgerecht haben) sind doch nicht oder denken so wie DU.''****


Das weißt Du doch gar nicht. Vielleicht machen sich die meisten Väter nicht so offensichtlich Gedanken über diese Thematik, vielleicht sind sie auch nur von einem unangenehmen Hauch
berührt, der sie in ihrer Sorg-Losigkeit oder der Alleinsorge der Mütter streift und wie ein kühler Schleier zwischen ihnen und ihren Kindern liegt.



****''Mein Mann z. B. ist kein "bösartiger" oder gar "rachsüchtiger" Mensch. Er gehört eher in die Kategorie "komm ich heute nicht, komme ich morgen" und wenn man mal was von ihm braucht (auch dringend) dann dauert es Ewigkeiten. Und ich würde in diesem Fall (hätten wir die Frage "Sorgerecht teilen oder nicht" jetzt) eher dazu tendieren, eben wegen seiner "Unzuverlässig- bzw. Nachlässigkeit" das alleinige Sorgerecht anzustreben. Aber da wir eh verheiratet und beide Sorgeberechtigt sind, bleibt es auch so. Und wenn mein Mann sein "Sorgerecht" und das Besuchsrecht (vorausgesetzt wir trennen uns doch irgendwann ganz) nicht wahr nimmt, dann tuts mir leid. ER muss es meinem Kind erklären, warum ER es nicht sehen will. ICH kann da gar nichts machen. Man kann nämlich keine Menschen ändern, sondern nur sich selbst und dementsprechend handeln. Also "dickes Fell" wachsen lassen und so "solidarisch" wie es geht dem Kind gegenübertreten (also nicht schlecht über den Papa reden etc.). Man soll natürlich auch nicht, für den Papa lügen... ''****

Guck an, die Mutter meiner Zwillinge ist eher so ein Typ wie Dein Mann. Was sagt und das jetzt?
Glaubst Du, es wäre eine brauchbare Idee, nun hier aus dem Sorgerecht auszubooten und den beklagten Zustand zu verschlimmern? Vielleicht weißt Du auch nicht, was dein Mann von D i r zu
berichten hätte:-) Ich denkie, jedes Elternteil hat seine Stärken und Schwächen, und von dem
Kommst-Du-heute-nicht-kommst-Du-mogen-Typen lernen die Kinder eine gewisse Leichtigkeit des Lebens oder bekommen den Impuls durch das Ärgernis der Unzuverlässigkeit, selber zuverlässiger zu sein - weißt D u das?



****''Sorry, total am Thema vorbei gelaufen *flitz* ... also das mit den "Rosinen rauspicken" ist wirklich ein schöner und meist auch treffender Satz", denn es ist tatsächlich so. Auch bei uns in der Ehe... wenn es um "Spass" etc. geht, dann ist mein Mann der beste Vater der Welt (nein, ist er sowieso, aber Du/Ihr weisst/wisst was ich meine), aber wehe, die Windel ist voll oder Schuhe müssen gekauft werden oder oder oder.... Du verstehst. UND DAS ist das was WIR Frauen einfach unfair finden. WIR machen die "Drecksarbeit" und die Männer (nicht alle, um himmelswillen, aber es sind nicht wenige) picken sich das Beste raus, vorallem wenn's grad passt. *nick* Ergo, wenn ein Mann so wenig Interesse und Verantwortung zu den Kind hat, warum soll er dann so eine große Verantwortung wie "Sorgerecht" erhalten? Nur damit sein "Ego" balsamiert wird und er weiss, er hat auch ein Stückchen von der "Macht" abbekommen?''****

Das Thema ist komplex. Sicher trifft das einerseits zu, was du schreibst. Andererseits betrifft ein Sorgerecht wohl kaum Windeln wechseln, wenn denn Windeln wechseln so ein schlimmer Job sein soll. Vielleicht baut Männe dafür eine Wiege, repariert das Auto für den Urlaub oder macht Mamas Steuererklärung oder Anrufe und Korrespondenz mit Ämtern, vielleicht.
Aber wenn Windeln wechseln so schlimm ist, sollte frau sich doch vorher erkundigen und absprechen.oder bei Nichtgefallen ganz aufs Kind verzichten.
Ich jedenfalls habe von Beginn an die Drecksarbeit inklusive Nachtschichten, Arztbesuche, Ämtergänge....... gemacht und hatte trotzdem die ersten 3 Jahre kein Sorgerecht. Und ich mache die Drecksarbeit auch noch heute, käme aber nie auf die perverse Idee, nun Mama ein Sorgerecht
abspenstig zu d e n k e n, hat sie doch wieder andere Vorzüge, derer ich mich nicht rühmen kann und
meinem Naturell nach auch nicht rühmen möchte.



****''Vielleicht sollte man mal diesen ganzen "Bürokratenwahnsinn" bei Seite lassen und einfach nur mal das Kind sehen.... Ein Kind braucht Eltern (ob zusammen oder getrennt), die sich in Bezug auf das Kind (und bei getrennten Eltern auch nur da) verstehen und eine Art "unsichtbares festes Band" (wie die Ehe auch) bilden. Das Kind braucht die Nähe zu seinen Eltern und nur, weil die Mutter das alleinige Sorgerecht hat, heisst es ja noch lange nicht, dass der Papa nun beim Kind nix mehr zu suchen hat. Er kann trotzdem seine Vaterrechte bzw. Pflichten übernehmen. Wir Erwachsenen müssen mal unsere "egoistischen Motive" bei Seite schieben und einfach nur für unsere Kinder da sein, ob mit oder ohne Sorgerecht, Besuchsrecht, Umgangsrecht usw. usw. Und wenn ein ET nicht in der Lage ist, sich vernünftig um das Kind zu kümmern, auch mal die "Drecksarbeit" zu übernehmen, dann ist das eine Erfahrung, die das Kind machen muss, denn das ist doch das Leben... Erfahrungen sammeln und wir können doch eh nichts dran ändern (wie ich oben schon schrieb, man kann nur einen Menschen ändern, sich selbst!)''****

Das sind alles fromme Wünsche. Denn hier schließt sich der Kreis, in dessen Schwanz Du nun beißt:-), siehe mein Posting ''lange Antwort'', ich möchte mich hier nur teils wiederholen.
Weil Eltern etwas sollen, tun sie es noch lange nicht, oder würden es gerne getan haben wenn die Kinder groß sind:-) Dann ist es zu spät.
Väter sollen wichtig für Kinder sein? Ja? Dann bitte wichtig von Anfang an, und jeder weiß, wo er dran ist. Siehe auch meine Macht-Ohnmacht - Gegenüberstellung. Die Summe a l l e r Sorgerechts-
punkte macht zusammen ihren Machtcharakter aus, da beißt die Maus keinen Faden ab.



****''Und grad in dem Fall um den es in diesem Posting ja eigentlich ging, ist der Erzeuger, soweit ich das gelesen habe, eh ständig auf Montage und ist gar nicht in der Lage AKTIV an der Sorge des Kindes teilzunehmen, wozu also dann das Sorgerecht?''***

So, dann sollte er seinen Job aufgeben, um sorgebeteiligt sein zu dürfen? Was macht der Seefahrer, der Flugstuart und der Afghanistan-Soldat? Dann wollte ich mal die Mütter hören, was die von den Vätern erzählten, die ihre Seefahrerei, ihren Stuart-Job oder ihren doppelten Afghanistan-Verdienst an den Nagel hingen!
Und wenn alle meine Argumentations-Stricke reißen :-), dann frage ich noch, wieso frau mit so einem
Fervater ein Kind macht, ja wieso Fernfahrer und andere Fern-Konsorten überhaupt Kinder haben.


****''Ausserdem kann man später immer noch ein gemeinsames Sorgerecht anstreben, wenn der Papa "bewiesen" hat, dass er dem auch gewachsen ist. Da haben wir Mütter (meistens) einen natürlichen Vorteil (die uns von der Natur gegebenen viel engeren Bindung zum Kind).****''

Aha, der Papa auf Bewährung in Delinquentenmanier. Auch diese Leihargumentation einer geleasten
Sorgschaft mit Mama-Kredit als Käse um die Löcher herum habe ich in meinem ''lange Antwort'' -
Posting dargelegt.


****''So genug geseiert ;) Wollte das nur noch mal los werden.''***

Das war gar nicht von Dir ''geeiert''! Das war ein erfreulich sachliches Posting, abgesehen von Deinem Versuch, meinen Ausdruck meiner Sicht als rein persönliches Gefühl zu isolieren und damit die allgemeingültigen Verletzungsfolgen von Ohnmacht zu leugnen.

Liebe Grüsse
Richie

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Hier endlich die Antwort

Antwort von Richie am 28.05.2005, 8:44 Uhr

Hallo bernsteine,

ich fürchte, daß ich bald noch jemanden einstellen muß, um hier alle Postings zu beantworten:-))

Durch JA-Vermittlung hatte ich schon
5 Umgänge alle 9 Wochen (??!!).
Dann bat ich um mehr Umgang, das wurde von der Km abgelehnt, dann habe ich den
begleiteten (!!) Umgang ausdrücklich eingestellt.

Ich denke, daß Verletzungsprognosen wegen neuer Schwangerschaften sehr individuell zu sehen sind:
Wie frisch ist die Trennung?
Wieviele Annäherungsmotive gibt es noch seitens Deines Ex?
Hat er eine Neue?


Ich denke nie schlecht von Menschen, die sich redlich mühen, für sich und ihre Kinder ein kleines bißchen Glück
auf Erden zu finden!

Liebe Grüße von Richie

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@richie wegen antwort

Antwort von bernsteine am 28.05.2005, 10:10 Uhr

hallo danke erstmal für deine antwort.
wie war das freibad?
tja inzwischen hat mein ex seinen fehler wohl bemerkt und hat sogar den kontakt zu seinen eltern sehr reduziert. die tatsächliche trennung liegt etwa 14mon zurück. da er aber während und nach der schwangerschaft nur hinund wieder zeit für mich hatte( wenn er nicht grad mit freunden unterwegs war) kann ich nicht sagen, dass wir noch wirklich eine beziehung geführt hätten (eher er+seine mama gegen mich). eigentlich komm ich mir sehr miess vor, denn ich habe überhaupt kein interesse ihn irgendwie schlecht zu machen, denn das was war kann ich eh nicht ändern das gute wie das schlechte!! ausserdem wollte ich keinen anderen als vater meiner tochter haben, denn vor der ss waren wir sehr glücklich. ich zumindest!! ich habe hier schon des öfteren gelesen dass manche alleinerziehenden, nicht wünschen, wenn ihr kind nach dem anderen elternteil kommt, wozu ich nur sagen kann wenn ich manchmal unsere tochter anschaue dann bleibt mir das herz vor glück fast stehen und da sehe ich einfach nicht mich oder den Kv sondern UNSERE tochter!
na ja im endefkt habe ich mich getrennt, nachdem ich nochmal sechs wochen mehr oderminder mit ihm zusammen gelebt hatte. das problem war nicht, das ich nicht glaube er würde ien guter vater sein, sondern vielmehr dass er nicht indie pötte kam und das ist bis heute so. er lebt mit 28 jahren immernoch von seinen elter und vergnügt sich in seinem ewig studium!! ich bin seit meinem 15 lebensjahr auf mich alleine angewiesen (bin heute 22)und habe das alles auch ganz gut hinbekommen, sowohl für mich und ihn, als auch für mich und unsere tochter. aber gleich drei versorgen zu müssen überfordert mich!! das war auch einer der trennungs gründe. der hauptgrund war wohl, dass nach den geschehnissen einfach von ihm aus mehr hätte kommen müssen, damit ich ihm wieder hätte vertrauen können. es mag absurd klingen, aber ich bin mir selbst heute noch sicher, dass wären nicht so viele einflüsse vorallem seitens seiner eltern gekommen hätten wir das miteinander geschafft. ich habe ihm kurz vor der trennung sogar noch den vorschlag gemacht, dass ich vollzeit arbeiten gehe, er sich um unsere tochter kümmert und abends sein studium beendet, damit wir unabhängig von seinen eltern in der lage sein würden ein leben und unsere familie aufzubauen. er lehnte diesen vorschlag ab mit der begründung, er sei der mann und könnt damit nicht leben. das war für mich dann das aus, denn wenn ich eine familie habe, dann soll es auchmeine familie sein und nicht die meiner schwiegereltern die bei allem mitbestimmen, da sie die finanzies sind.
naja lange rede kurzer sinn er hat mir erst im januar erneut einen heiratsantrag gemacht (LEIDER MIN 1,5 JAHRE ZUSPÄT)!! er hat sich jetzt plötzlich völlig darauf versteift, dass ein leben ohne uns (besonders ohne mich) für für ihn nicht lebenswert wäre. das erfüllt mich mit grosser sorge, denn ich fühle mich in gewisser hinsicht auch für ihn verantwortlich, kann aber diesen langen weg nicht wieder zurück gehen um ihn mitzunehmen. seit meiner trennung, sagen mir viele leute, dass ich sehr gereift bin und das sich dies sehr positiv auswirkt (was ich auch selbst so erlebe). er ist aber irgendwie stehengeblieben und kommt da nicht raus (mein eindruck).
meine grösste sorge ist nicht, dass er auf mich wütend sein wird, wenn ich him von der schwangerschaft erzähle, sondern vielmehr, dass er den kontakt zu seiner tochter abbrechen wird. das will ich nicht!!!

vielen dank im vorraus für deine geduld
LG Hella

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