Alleinerziehend, na und?

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Besuch

Thema: Besuch

Hallo zusammen ich umschreiben den Betreff weil mein Ex meine Beiträge liest, hab zwar mein Name geändert, aber lange Geschichte. Mein Noch Mann ist chronisch krank und seit kurzem nicht mehr berufstätig. Der Kleine drei Jahren alt, war bis jetzt alle 14 Tage und einmal die Woche bei ihm, haben gute Bindung, gleicher Wohnort. Nun sagt er mir nebenbei beim Abholen auf der Straße er will den Kleinen imbWechselmodel eine ganze Woche haben. Wir haben den Umgang bis jetzt übers Amt geregelt. Hab gesagt so was bespreche ich nicht auf der Straße und das ich davon nichts halte. Meint er , ich könnte nicht entscheiden, was gut für den Kleinen ist, geht's noch! ! Ich hab sehr lang gestillt, enge Bindung for mich kommt das nicht in Frage zumal die Kommunikation nicht immer einfach ist, vor allem wenn man eine eigene andere Meinung hat. Deswegen is ua unsere Ehe gescheitert. Hab ein schlimmes We hinter mir, mit Ängsten,geht nicht ans Telefon obwohl wir in letzter Zeit wieder gut reden konnten ,ist wieder sauer weil ich nicht sofort "ja"dazu gesagt hab.

Mitglied inaktiv - 19.03.2017, 07:46



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Macht langes Stillen schon eine enge Bindung aus ?

von Birgit22 am 19.03.2017, 07:50



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Stillen bedeutet ihm nachhinein nichts weiter als das Du dein Kind lange gut (wertfrei!) versorgt hast. Mach mit dem JA einen Termin aus. Besprich die Lage und schau wie eine Lösung ausschauen kann, mit der auch Du glücklich bist. Chronisch Krank heißt ja nicht gleich, dass er für den Kleinen nicht voll da sein könnte. Es hilft nix, sich zu grämen eine Lösung muss her. Ich denke, wenn er jetzt von einer "Rente"/ Krankengeld o.ä. lebt wird auch die finanzielle Seite für ihn ein Thema sein und er denkt sich vielleicht, bevor er Zuhause rum sitzt, einen haufen Kosten hat, könne das Modell für seine derzeitigen Lebensumstände besser passen. Vielleicht kann man das ja so hin bekommen, dass er den Kleinen noch Nachmittags nimmt und Du könntest aufstocken oder so in der Art. Versteh mich nihct falsch, ich bin kein Freund vom Wechselmodell. Nur wenn hier ein Vater ist, der sich gut kümmert, der nun Zeit hat und wenig Geld und daher das Thema so angehen möchte, würde ich schauen ob man es nicht so hin bekommen kann, dass es für alle einigermaßen gut zu stemmen ist. Vor allem, wenn ihr wieder einigermaßen reden könnt. ToiToiToi

von aus 4 mach 3 am 19.03.2017, 08:33



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und warum rufst du da an? Oder macht ihr das grundsätzlich so, wenn er den Kleinen hat, dass ihr öfters telefoniert? Er hat dich mit ein paar Sätzen genau dahin gebracht, wo er dich vermutlich haben wollte: aus der selbstbewussten Mutter, die eben noch ganz genau wusste, was sie wollte, ist ein verängstigtes, unsicheres Mäuschen geworden. Wenn er heute den Kleinen bringt, redest du ruhig mit ihm, dass so ein Wechselmodell etwas ist, was gründlich besprochen werden muss und über das alle Beteiligten erst mal in Ruhe nachdenken sollten und sich dann austauschen. Da das Amt bei eurer Umgangsregelung beteiligt war, sagst du ihm auch, dass du eine Änderung/Umstieg aufs Wechselmodell auch unbedingt mit dem JA absprechen willst und schlägst einen gemeinsamen Beratungstermin vor. Im Übrigen ist es BIS JETZT noch so, dass gegen den Wiederstand der Mutter kein Wechselmodell zustande kommt. Zumindest nicht, ohne dass da das Familiengericht eine Entscheidung fällt (dieser Schritt ist zwar mittlerweile generell möglich, aber auch dem Gericht sind da enge Grenzen gesetzt, Stichwort "Kindeswohl"). Das sagst du aber jetzt deinem Ex nicht....ggf. bringst du deine Bedenken dann beim JA vor, dann sollen die es ihm erklären.... Generell kenn ich jetzt natürlich euren Fall nicht, ob und in wiefern es Gründe gibt, die für oder gegen das Wechselmodell sprechen. Mein Ding wärs auch nicht....aber ich sehe auch Familien wo es gut klappt....

von Limayaya am 19.03.2017, 08:45



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dein exmann hat jetzt viel zeit und wahrscheinlich weniger geld, deswegen möchte er das wechselmodell durchsetzen und spielt die beleidigte leberwurst, wenn er nicht sofort land sieht. ich würde mich stante pede mit dem jugendamt kurzschließen und um rat bitten. grundsätzlich halte ich es bei so einem kleinen kind für durchaus möglich, wöchentlich zu wechseln. wie du an der ersten antwort siehst, mußt du aber deine argumentationskette ändern und nicht auf deine gute bindung pochen. wenn du es dir leisten kannst, nimm dir einen anwalt (prüfe aber erst mal im gespräch die haltung, sonst geht der schuss nach hinten los!)

Mitglied inaktiv - 19.03.2017, 08:51



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Wenn ein Wechselmodell funktionieren soll, müssen sich natürlich alle Beteiligten angewöhnen, vernünftig miteinander zu reden, die Wünsche und Argumente des anderen anzunehmen und zu durchdenken. Das scheint bei euch auf beiden Seiten nicht vorhanden zu sein. Von daher wird es schwer, aber da solltet ihr dran arbeiten. Das wird das Leben eures Kindes deutlich erleichtern. Aber grundsätzlich halte ich ansonsten den Wunsch des Vaters für vollkommen legitim. Er hat Zeit ohne Ende und sieht seinen Sohn dafür nur sehr selten. Der Rhythmus ist bei Vollzeitarbeit ja oft nicht anders zu machen, aber mit 24 Stunden Zeit am Tag, ist 1 Mal die Woche und jedes 2. WE sehr wenig. Ich könnte mir auch vorstellen, dass euer Sohn sich freuen wird, mehr von seinem zu haben. Und so richtig Alltag leben, finde ich wichtig. Ich verstehe, dass einem das Herz blutet, wenn man daran denkt, selbst sein Kind länger am Stück nicht zu sehen. Aber dann denke ich mir immer, dass viele Väter ihre Kinder vermutlich auch sehr vermissen müssen.

von Susanne.75 am 19.03.2017, 09:28



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Wie kann man eigentlich sein Profil löschen?

Mitglied inaktiv - 19.03.2017, 09:39



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Hallo, bei mir ist es ähnlich, meine grad , ich lese meine Lebensgeschichte. Für mich kommt ein Wechselmodel auch nicht in Frage, es lief gut so, wie es war. Wie schaut es dann eigentlich mit Kindesunterhalt aus? Bin Geringverdiener, hatte durch Heirat meinen gesicherten Job aufgegeben und nun wahrscheinlich bald wieder arbeitslos, d.h. ich bin auf den Kindesunterhalt angewiesen.

von Tessy77 am 19.03.2017, 09:52



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unterhalt erübrigt sich dann, aber tatsächlich nur wenn es 50/50 läuft. denk auch an das kindergeld! im einzig funktionierenden wechselmodellfall, den ich kenne, haben sie sich darauf geeinigt, daß die mutter das kindergeld bekommt, weil sie auch mehr leistet, zb klamotten kaufen. aber das ist absprache.

Mitglied inaktiv - 19.03.2017, 10:08



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Weil du jetzt nicht die Antworten bekommen hast, die du dir erhofft hast, willst du dein Profil löschen? Das fände ich schade. Du kannst hier auf wirklich gute Tipps und Erfahrungswerte und auch auf Unterstützung zurückgreifen. Das sind wertvolle Hilfen. Man muss sie aber annehmen. Und das kann mitunter bedeuten, nicht immer das zu höre, was man möchte, sondern vielleicht auch in andere Richtungen zu denken. Gruß, terkey

von Terkey235 am 19.03.2017, 09:52



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Vielleicht hat das bei ihr andere Gründe??? Hast du nicht den ersten Satz gelesen?

von Tessy77 am 19.03.2017, 09:53



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Das Kind ist 3... da man sich später an so frühkindliches nicht erinnern kann ist der Stillbonus wohl schon verspielt. Das Kind ist nicht selten bei seinem Vater, du beschreibst diese Bindung auch positiv. Ich bin kein großer Fan des WM aber... er scheint Zeit zu haben, da er nicht mehr arbeitet. So ganz abwegig, dass er es hin bekommt finde ich das nicht. Auf der Straße und am besten vor dem Kind würde ich sowas auch nicht bereden. Geh zum Jugendamt, am besten auch noch zu einem Anwalt.

von mf4 am 19.03.2017, 10:24



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Ich habe nicht gestillt und meine kindsbindung ist die beste die ich je zu einem menschlichen Wesen hatte;). Ich verstehe aber was du meinst. Das wechselmodell ist für mich nicht gesund für ein Kind, da es keinen "Haupthafen" hat , es lebt immer zwischen den Welten.... Meine Meinung. Bleib mal ganz locker und ruf ihn nicht ständig an.... Du weist ,daß du das gerade so nicht toll findest, nichts entscheiden kannst und magst- gut dann berate dich mit einem Anwalt für Familienrecht und schau weiter. Nix drängt ,nix muss morgen entschieden werden....da muss er halt warten

Mitglied inaktiv - 19.03.2017, 22:00



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Bin froh, dass ich das alleinige Sorgerecht habe. Denke wenn er das will und dem zugestimmt wird vom Amt, dann kannst du daran nichts ändern - er ist der Vater. Da geht es weniger um dich als um das Kind.

von clarence am 20.03.2017, 10:17



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Damit so ein Wechsel funktioniert müssen die Eltern gut und ohne Konflikte kommunizieren können und in der Erziehung gleicher Meinung seinbzw sich gut austauschen können

von Tessy77 am 20.03.2017, 13:11



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Im Februar ist ein BGH Urteil wg dem Wechselmodell ergangen. Ein Vater kann das nunmehr auch gegen den Willen der Mutter beim Gericht versuchen durchzusetzen. Es sind aber hier sehr hohe Anforderungen notwendig. Zum einen muss das Kind dazu gehört werden und es wollen und zum anderen muss ein gutes Verhältnis zw KM und KV bestehen. Ansonsten wird er kaum Chancen haben....

von Mella1307 am 20.03.2017, 16:50



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Ein dreijähriges Kind wird noch nicht angehört, ich denke eher ab Schulalter.

von Tessy77 am 20.03.2017, 17:44



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Hinsichtlich des Alters wurde vom BGH nichts gesagt. Ist ja ohnehin alles eine Einzelfallentscheidung. Allerdings sind viele Gerichte, Jugendämter und auch Kinderärzte von diesem Wechselmodell nicht begeistert. Das Kind lebt ja praktisch nur noch aus dem Koffer. Denke nicht, dass sich das generell viel durchsetzen wird. Außer bei Paaren, die tatsächlich ein freundschaftliches entspanntes Verhältnis nach Trennung haben.

von Mella1307 am 21.03.2017, 06:57



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Mein Ex hat Termin zwecks Wechselmodell bei Berater von Amt ausgemacht. Soll dann Vorschläge machen was in Frage kommt. Ehrlich gesagt kommt wochenweise nicht in Frage, fuehl mich als wolle er mir mein Kind nehmen. Evtl eine Ausweitung des Umgangs. ?

von Tessy77 am 23.03.2017, 05:51



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sag das ja NIEMALS laut, dass das nicht für dich in frage kommt, du gerätst sehr schnell in erklärungs- bzw. rechtfertigungsnot.....

Mitglied inaktiv - 23.03.2017, 08:20



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Hallo, eines vorneweg: es ist nicht DEIN Kind, sondern EURES! Daraus folgt, dass NIEMAND Dir DEIN Kind nehmen kann, sondern der Vater will sich gleichwertig um Euer Kind kümmern. Erst Mal kann ich daran nichts schlechtes finden, auch ER will eine enge Bindung zum Kind.. - WENN: Die Kommunikation zwischen den Eltern gut funktioniert und man sich in grundsätzlichen Dingen der Erziehung einig ist (sonst wird das Kind wochenweise in eine andere Welt geworfen, darf hier unbegrenzt TV schauen, dort darf es nicht/kaum schauen, etc.) Man sich wirklich auch gleichwertig kümmern kann und will, klare Grenzen setzt und Regeln auch einhält. Wer geht zum Arzt? Wer holt das Kind vom KiGa wenn es krank wird? Wie werden diverse Kosten getragen: Musikunterricht, Sportverein, Zuzahlungen beim Arzt, Urlaube etc. etc. Und das muss dann auch strikt gelebt werden. ICH bin kein großer Freund des Wechselmodells, ich sage, dass ein Kind EIN dauerhaftes Zuhause braucht. Wobei ein Elternetil durchaus Umgang zu 50% haben darf/soll/muss. In diesem Fall kann/darf man auch über einen verminderten Unterhalt nachdenken, aber ein Kind braucht EIN Zuhause an das es sich z. B. im Kindergarten "hindenken" kann. ... oder was soll das Kind sagen wenn man es fragt: "wo wohnst Du?" Übrigens muss der Unterhalt nicht zwingen komplett wegfallen. Tendenziell wird der Unterhalt gegengerechnet und wenn ein Elternteil dabei viel mehr verdient, dann muss ein Ausgleich an den anderen Elternteil gezahlt werden. Gruss D

von desireekk am 24.03.2017, 18:35