Elternforum Alleinerziehend, na und?

Schwierigkeit mit Erzeuger

Alleinerziehend, na und?
Schwierigkeit mit Erzeuger

Erdbeermarmelade112

Hallo zusammen, ich weiß gar nicht, an wen ich mich noch wenden kann, das Thema Erzeuger ist fast jeden Tag allgegenwärtig und belastet mich. Normalerweise bin ich so glücklich und dankbar, weil ich meine Kleine (5Monate) habe, aber je mehr Stress es mit dem Erzeuger gibt, desto schlechter geht es mir. Ich habe das Gefühl, ich kann bald nicht mehr, weil mich die Situation so belastet. Ich muss ihn quasi mit erziehen und ich schaffe es einfach nicht mehr. Nach und nach gibt es auch immer mal wieder Diskussionen und Streit mit Menschen, die mir nah stehen, weil sie das Thema auch nicht mehr hören können. Aber ich habe niemanden, wo ich mich mal auskotzen kann. Ich bin an einem Punkt, wo ich mir wünsche, dass ihr Erzeuger sich einfach nicht mehr meldet und aus unserem Leben verschwindet. Es würde einfach alles einfacher machen. Gleichzeitig ist das so egoistisch, da ich damit meiner Tochter zumuten würde, ohne ihn aufzuwachsen. Sie hat einen Vater meinen Partner. Es ist einfach aussichtslos, ich bin nun die nächsten Jahre gefangen mich mit diesem Menschen auseinanderzusetzen, ich hätte es mir niemals so schwierig vorgestellt, als ich schwanger wurde. Ich dachte, wir kriegen das schon irgendwie hin. Aber dass er mein Leben so ins negative zieht, hätte ich nie erwartet. Meine Tochter ist mein ein und alles und ich möchte sie nicht mehr missen, nur ihr Erzeuger macht mich einfach fertig. Seine Vorstellung sind so abstrus dass man das sich nicht ausmalen will. In allem sieht er was Böses, aber entschuldigt seh ich es falsch wenn das Kind während dem Umgang bei ihm nur schreit obwohl es ihre Schlafenszeit ist auf eine andere Tageszeit verlegt wo sie sowieso wach ist. Er will sich keine Zeit nehmen und diskutiert alles tot. Hat vllt jemand Ähnliches erlebt oder einfach Tipps? Vielen Dank schon mal


desireekk

Antwort auf Beitrag von Erdbeermarmelade112

Schau, du machst es dir unnötig schwer: Mach einen Termin beim Jugendamt, bei dem ihr euch beide treffen könnt und die Umgangsöffnungszeiten für das nächste circa halbe Jahr vereinbaren. Mach dir vorher eine Liste, was alles mit abgeklärt werden soll: was passiert, wenn sie schläft wenn der Umgang beginnt, was passiert, wenn der Umgang in eine Zeit fällt, in der das Kind einen Mittagsschlaf macht, was passiert, wenn das Kind krank ist, etc. Was passiert, wenn du oder eher ein organisatorisches Problem habt, und so weiter. Ebenso welche von der Kommunikation gewählt werden soll: WhatsApp, E-Mail, etc. Wenn du ihm den Umgang absolut nicht zutraust, dann bitte das Jugendamt um begleiteten Umgang, dann kann sich das Jugendamt mitbringen rumschlagen.


Erdbeermarmelade112

Antwort auf Beitrag von desireekk

Das Problem ist das Jugendamt macht nichts hab schon sehr oft mit denen gesprochen. Das einzige was da kommt: sie als Eltern müssen das selbst ausdiskutieren. Er wiederum geht meines Erachtens mit dem Kind nicht „gut“ um und ebenso ist er während den Umgängen nur am Handy und bemüht sich recht wenig ums Kind.


Pamo

Antwort auf Beitrag von Erdbeermarmelade112

Leg vernünftige schriftlich festgelegte Abholzeiten fest (Bspw: 15h) und rechne nur für dich einen Toleranzraum ein (Bspw: 14:30 bis 15:45). Wenn er das Kind nicht bis 15:45 abgeholt hat, fällt sein Umgang bis zum nächsten vorab fest vereinbarten Termin aus. Entzieh dich Diskussionen. Freundlich lächeln, dich verabschieden. Was will er denn so alles diskutieren?


misses-cat

Antwort auf Beitrag von Erdbeermarmelade112

Sorry vor etwas über einem Jahr war der Kerl gut genug ohne Verhütung mit ihm in die Kiste zu springen, jetzt wo ein neuer Mann am Start ist soll er verschwinden Sorry wäre ich an deiner Stelle wäre ich auch nicht bereit nach deiner Nase zu tanzen


Erdbeermarmelade112

Antwort auf Beitrag von misses-cat

Also erstens hat mich der Erzeuger verlassen, weil ich mich fürs Kind entschieden habe, zweitens hat er mich die komplette Schwangerschaft über terrorisiert hat, drittens die ganze Zeit wollte das das Kind stirbt. 4. bin ich mit meinem Partner schon einige Zeit zusammen und er unterstützt mich und meine Tochter und zieht sie auf als wäre es sein Kind nur das man sich wünscht das der Erzeuger der Theater ohne Ende macht sich entfernt darf man doch nicht verübeln oder ?


kirshinka

Antwort auf Beitrag von Erdbeermarmelade112

Zahlt er denn Unterhalt? Ist er als Vater eingetragen? Umgang ist in dem Alter doch ohnehin nur sehr kurz (2h Max). Ordne ihm feste Zeiten zu, wenn er nicht kommt, fällt der Umgang aus. Dokumentiere aber alles! Lass dich auf keine Diskussionen ein. Was will er denn groß diskutieren überhaupt?


Shortys_Happy_Huch

Antwort auf Beitrag von kirshinka

Ich schreibe hier einfach mal meine Erfahrungen und welche Erfahrungen ich gemacht habe. Versuche zu allererst dich abzugrenzen und auf Nachrichten/ Anrufe, die nicht zielführend sind und nichts mit eurem gemeinsamen Kind zu tun haben, nicht bzw. so wenig wie möglich einzugehen. Wenn er dafür offen ist, macht einen Termin bei einer Elternberatung. Ansonsten wende dich an das Jugendamt. Das ist dafür da, um zu vermitteln. Das, was dort besprochen und festgelegt wird, ist bindend. Überlege dir, wie du dir einen Umgang vorstellst. Das Kind ist noch so klein und braucht geregelte Zeiten. Manche Jugendämter bieten die Möglichkeit des begleiteten Umgangs und die Räumlichkeiten dazu an. In unserem bspw. gibt es keine Kapazitäten, in anderen hingegen schon. Der Papa vom Großen und ich waren etwas über ein Jahr zusammen und es hat seine Zeit gebraucht, bis wir eine Elternebene gefunden haben, auf der wir respektvoll agieren können. Es waren einige Termine beim Jugendamt und auch bei der Elternberatung notwendig. Hat er die Vaterschaft anerkannt? Gibt es einen Unterhaltstitel? Zahlt er Kindesunterhalt? Beantrage für das gemeinsame Kind eine Beistandschaft beim Jugendamt. Dann kümmert sich das Jugendamt um diesbezüglich um alles. Ich hatte mich damals getrennt und einen Tag später einen Schwangerschaftstest gemacht. Anfangs wollte der Papa das Kind nicht, zweifelte daran, dass das Kind von ihm sei und befurchtete, dass ich ihm das Kind wegnehmen. Meine Einstellung dazu ist die, dass der einzige Mensch, der ihm das Kind hätte wegnehmen können, er selbst war, durch sein Verhalten. Außerdem ist Vatersein nicht nur ein Privileg, sondern eine Pflicht dem Kind gegenüber. Dass er das Kind nicht wollte und an meiner Treue zweifelte, habe ich ihm lange vorgeworfen. Doch das war damals. Aus seiner Sicht verständlich. Sein Verhalten dir gegenüber ist unzumutbar und nicht tragbar. Das ist jedoch der Konflikt zwischen euch. Er kann dennoch ein liebevoller Vater sein.  Wenn ihr das nicht unter euch klären könnt, dann überlässt das denen, die dafür zuständig sind. Jugendamt, Beratungsstellen, notfalls Anwalt für Familienrecht. 


Pinguina1

Antwort auf Beitrag von Erdbeermarmelade112

Ein erster wichtiger Schritt wäre, vom "(leiblichen) Vater" statt vom "Erzeuger" zu sprechen, oder ist dein Kind ein "Produkt"?! Wenn du Wertschätzung möchtest, solltest du selber damit anfangen… ansonsten setzt euch zu dritt (beide Väter und du) zusammen und macht euch einen Plan. Viel Erfolg! 🍀