balt_Papa
Hallo zusammen, vorweg zur Einordnung: Ich bin nicht alleinerziehend, allerdings ist meine Frau beruflich häufig unterwegs. In dieser Zeit bin ich alleine mit unseren beiden Jungs (2 und 4 Jahre). Unterschiedliche Bedürfnisse gleichzeitig begleiten: Der Große möchte gerne Fahrradfahren lernen oder Schwimmen gehen – worauf ich grundsätzlich auch große Lust hätte. Das Problem ist die Umsetzung: Der Kleine kann noch kein Laufrad fahren (und möchte es aktuell auch nur bedingt), während der Große möchte, dass ich ihm beim Fahrradfahren helfe (Stützstange). Beide wollen, dass ich in ihrer Nähe bleibe – ich kann mich aber nicht aufteilen. Wie macht ihr das in solchen Situationen? Konflikte zwischen den Geschwistern: Generell geraten die beiden häufig aneinander und fordern dann gleichzeitig meine Aufmerksamkeit ein. Ihre Bedürfnisse sind oft sehr unterschiedlich, was mich regelmäßig vor echte Dilemmata stellt. Ein Beispiel: Wir waren letztens Schlittenfahren. Der Kleine wollte dann doch nicht mehr und lieber an meiner Hand bleiben. Der Große wollte aber partout nicht alleine den Deich (sehr kurze Strecke) herunterfahren. Ich stand sprichwörtlich dazwischen, konnte keinem von beiden gerecht werden – am Ende gab es viele Tränen, weil sich die Situation nicht auflösen ließ. Unterwegs draußen: Beide gehen grundsätzlich gerne in den Bürgerpark, laufen dort aber schnell in unterschiedliche Richtungen. Durch die Flüsse die da durch laufen und sehr spannend sind ist mir das fast zu gefährlich. Manchmal denke ich mir scherzhaft, dass eine Kinderleine gar nicht so schlecht wäre. Mir ist bewusst, dass es sich dabei größtenteils um normales, altersgerechtes Verhalten handelt und dass die Kinder diese Situationen erst noch lernen müssen. Ich versuche, Regeln aufzustellen und Absprachen zwischen uns zu treffen. Gleichzeitig merke ich aber, dass ich selbst schnell sehr überfordert bin und meine nerven dan blank liegen. Die Bedürfnisse der Kinder gehen dann leider schnell mal in den Hintergrund. Zusätlich gehe ich zunehmend in eine Vermeidungshaltung. Ich unternehme weniger mit den Kindern, um solchen Situationen aus dem Weg zu gehen – was es natürlich langfristig nicht besser macht. Meine Frage an euch: Habt ihr Tipps, Strategien oder Erfahrungen, wie ihr mit solchen Situationen umgeht? Zu zweit wäre es leicht, aber die meiste Zeit sind wir nun mal zu drit und die Mutter ist nicht da. Vielen Dank fürs Lesen und für eure Rückmeldungen!