Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von Elisabeth mit Fumi & Temi am 15.04.2004, 13:28 Uhr

Begutachtung durch das Jugendamt

Hallo,

nach Rücksprache mit meiner Anwältin werde ich jetzt wohl das ABR einklagen. Freiwillig gibt mein Mann es mir nicht. Nach Aussage meiner Anwältin kommt dann eine Dame vom Jugendamt und redet mit meinem Mann, den Kindern und mir - getrennt natürlich.

Obwohl ich der festen Überzeugung bin, daß ich besser geeignet bin für den "Kinderalltag" als mein Mann, macht mich die Aussicht doch sehr nervös. Ich bin einfach kein "Verkäufertyp" und fürchte, daß ich mich auch nicht richtig "verkaufen" kann. Mein Mann hingegen ist da super, der könnte einem Eskimo einen Kühlschrank andrehen. Ich habe sein Talent in der Hinsicht immer bewundert, aber jetzt macht es mir Angst.

Wer hat das schon mal durchgemacht und kann mir davon berichten? Gibt es eine bestimmte Reihenfolge, in der die Personen befragt werden? Wie "verkauft" man sich? Die Anwältin sagte, ich solle einfach die Wahrheit sagen und mich nicht verstellen. Aber reicht das? Mein Mann hat schon Teile meiner Verwandtschaft auf seine Seite gezogen. Meine Tante bedauert ihn sehr, der arme Mann, hat den Haushalt und die Kinder am Hals und dann noch die kranke Frau zu Hause. Allerdings war sie nie bei uns zu Hause.

Außerdem hat mein Mann keine Skrupel und viel Zeit, um Tatsachen zu schaffen. Jahrelang habe ich ihn angebettelt, er möge doch wenigstens die Wäsche waschen, wenn er schon den ganzen Tag zu Hause ist. Aber nein, die Wäsche habe ich am Wochenende gewaschen. Jetzt plötzlich wäscht er aber und tut so, als ob er das schon immer so gemacht hat. Da fühle ich mich so hilflos und wütend, ich kann das gar nicht beschreiben.

Also, her mit Euren Erfahrungsberichten.

Danke,
Elisabeth.

 
2 Antworten:

keine eigene Erfahrung

Antwort von Benedikte am 15.04.2004, 22:39 Uhr

aber anno tobak, als ich eine junge Referendarin am Familiengericht war, haben wir sowas auch gehabt. Letztlich trifft der Richer ja die Sorgerechtsentscheidung, und die eben nicht aus der lameng heraus, sondren auf irgendwas basierend. Und irgendwas ist in erster Linie meist der Bericht des JA, die Richter können aber auch die kinder selber befragen. Das tun sie vor allem, wenn der bericht des Jugendamtes keine klare Empfehlung gibt, sondern die Kinder bei beiden Elternteilen gut aufgehoben sieht. Das ist aber eher selten bzw. selten ist, dass beide die Kinder haben wollen und gleichermaßen gut für sie Sorgen können. Die meisten Männer können das gar nicht, alleine schon wegen der Erwerbstätigkeit, die sie ja nicht aufgeben dürfen, weil sie sich sonst vorsätzlich leistungsunfähig machen würden und nicht mehr löhnen könnten. Und wenn sie arbeiten, haben sie keine Zeit und sind dann nicht geeignet. Außerdem ist die Regel, dass man nach einer Scheidung sich da nicht anders verhalten soll als vorher- sprich wer sich immer um die Kinder gekümmert hat, soll das auch weiter machen.Ich schreib das mal so breit aus der Erinnerung, weil ich zwar damals viele so Klamotten gehabt habe, auch beim Anwalt, Ihr aber doch ein eher untypischer Fall seid.
jedenfalls sagte die Richterin damals, dass das Jugendamt da ganz gewitzt sei und sich nicht blenden lasse von " Schaupielern", man auch sehr leicht herauskriege, ob ein Elternteil die Kinder irgendwie massiv bestochen habe ( wenn ich erst beim Papa bin, gehe ich jeden Sonntag reiten, denn dann habe ich ein eigenes Pferd ). Sie würden halt so hintenrum fragen stellen wie : Mit wem bist Du das letzte mal im kino gewesen, wer bringt Dich ins Bett, ist mit Dir auf dem Spielplatz und andersrum die Eltern fragen, neben welchem Kind das Kind in der Schule sitzt, wie die beste Freundin heisst, was das Lieblingsgericht des Kindes ist, wie die letzte Zensur in xy war, wie das letzte Sportturmier ausgegangen ist, welche Sendungen das Kind regelmäßig hört, welches Kleidungsstück es am liebsten mag oder Haarspange , wen das Kind nicht leiden mag, welche Schulfächer es verabscheut etc .pp. Es ist auch gar nicht schlimm, wenn man die eine oder andere Fage nicht beantworten kann- es macht die masse.aber Dein Mann kann noch so wortgewandt sein- entweder er kann solche fRAgen benatworten, dann hat er einen guten Draht zu den Kindern, insbesondere wenn sie viel zeit mit ihm verbringen- oder er kann diese fRagen nicht beantworten. Und dann nützt es ihm auch nicht, dass er Eskimos kühlschränke verkaufen kann.

Mein Tip wäre zum einen, wirklich weitestgehend ehrlich zu sein- einfach weil, deine Tochter schon so groß ist, dass ein gespräch mit ihr die Wahrheit aufdecken könnte. Undd sie ist zu klein, um sie zu gekonntem lügen zu veranlassen- von daher bleibt nur bestenfalls geschönte Ehrlichkeit. Und dann immer da, wo sich die Möglichkeit ergibt, klar machen, dass trotz Berufstätigkeit Du Dich umfassend um die Kinder kümmerst ( beim letzten Schulfest habe ich.... die Gesanglehrerin meinte letzte wWoche xy, währens sie vorletzte Woche xyanderes gesagt hat, wohingegen die Turnlehrerin meint.. das Kind ist ja so ungern Karotten, deshalb schneide ich die immer in Blümchen ud mache... diese fReundin ist ja sehr oft ei uns während das Kind gerne zu jener geht und das genieße ich ja so, weil ich mich dann um das anfdere Kind ganz alleine kümmern kann... wir gehen imer auf den Spielplatz da und da hin , aber jetzt werden wir...wenn wir die Sendung xy gesehen haben , sprechen wir immer darüber...Wie gesagt, nicht zu dick auftragen und gut wäre, wenn Du profunde Kenntnisse über Das leben deiner Kinder hättest, die er nicht hat, s.o.
Ansonsten wäre es schon schweirig, insbesondere wenn dein Mann behauptet, sich immer um die Kiner gekümmert zu haben. Und sonst- was allerdings nahe an den Prozessbetrug rankommt-würde ich an deiner Stelle vielleicht auch mütterliche Sorge durchklingen lassen, dass dein Mann mit den Kindern ins sein heimatland zurückgehen wolle und Du dort ihre persönlihe Entwicklung gefährdet sehest- bei gerade bei einem kleinen Mädchen ja eine nachvollziehbare Sache ist. Hier sind die Behörden in den letzten Jahren sehr vorsichtig geworden, denn auch wenn der andere Elternteil natürlich nicht einfach ins heimatland abzeiehn darf, so ist es ein leichtes, das zu tun, wenn er Sorgerecht und Papiere hat. Aber nochmal:wenn es nicht stimmt, ist es eine chte Sauerei, sowas zu behaupten, weil es ein Totschlagargument ist und bedeutend effektiver als bspw, das dann acuh häufiger gezogene Missbrauchsargument.

Und noch was :Oben das waren Ergebnisse dienstlicher Erfahrungen, ich habe dientlich keine Erfahrungen bezüglich bestimmet Nationalitäten gemacht. Privat jedoch- wenn auch nur wenige Fälle in absoluten Zahlen ( sechs etwa)und mehr über drei Ecken- habe ich mehrere Fälle ähnlich deinem Falle kennengelernt- sie von hier, er aus Schwarzafrika, sie erfolgreich und geldverdienend, er verkannt und arbeitssuchend, harmonische Beziehungen, solange keine kinder da waren udn der Lebensstandard stimmte, problemtisch mit der geburt des Kindes, sie fordernder in bezug auf Mithilfe in finanzieller und haushaltsmäßiger Art, er das alte Leben weiter fortführen wollend, sie sich dann irgendwie halbherzig trennend, nie ganz entschieden, er dann am Unterhaltstropf.Wie geasgt, ich weiss nicht, wie repräsentativ das ist- aber wenn das allgemein so sein sollte, könntest Du auch das erwähnen- dass es seinem heimischen Kulturkreis widerspricht, dass ein Mann sich alleine ohne seine familie so um Kider kümmert wie wir das hier erwarten, weshalb Du eben auch wieer befürchtest, dass er ins Heimatland zurückkehr.

genug dem Dinge: Was macht die Berliner Wohnung? Wo liegt sie?Wenn ich sehr, was man in München fürd Wohnen bezahlt und was das man hier je nach Lage und Zustand einen qm für unter 1000 € inzwischen kaufen kann und 150.000 Wohnungen leerstehen, dann kann ich mir vorstellen, dass es nicht so einfach sit, so ein teil schnell und gewinnbringend zu vekaufen.Trotzdem viel Erflg,

benedikte

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Re: Begutachtung durch das Jugendamt

Antwort von Jari am 16.04.2004, 9:00 Uhr

Hallo,

also ich kann mich da Benedikte nur anschliessen. Ich habe mal während derAusbildung im Jugendamt gerabeitet, und war mehrmals bei solchen Aktionen dabei. Es wurde hier bei uns viel nach den Gewohnheiten der Kinder befragt, und da stellte sich ganz schnell heraus, welches Elternteil mehr mit den Kindern beschäftigt war. Außerdem hat man es meist auch an den Kindern gemerkt, die können sich nicht so verstellen.

Ich würde sagen bleib ehrlich und versuch Deinen Mann nicht extra schlecht zu machen, das kommt nämlich nicht gut. Ich würde einfach sagen, dass er bisher sich nicht so viel um die Kinder gekümmert hat, aber eben nicht extra darauf noch herumreiten, und tausend Gecshichten dazu erzählen.

LG und alles Gute wünscht


Janet

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