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Geschrieben von Bommeljo-Mama am 21.07.2004, 21:44 Uhr

1000 Fragen zur Trennung...

Ich hab eine Frage: wie lange wart Ihr, bevor Ihr alleinerziehend wart, am Zögern, ihn zu verlassen? Wie lange hat es gedauert, bis Ihr keine Wut und keine Traurigkeit mehr gespürt habt? Und vor allem: wie soll man denn trauern, wenn das Kleinkind den ganzen Tag um einen herum ist? Man kann doch das alles nicht verarbeiten, wenn man alles verdrängen muß und so tun muß, als sei alles in bester Ordnung... Habt Ihr eine Therapie gemacht oder wie seid Ihr darüber hinweggekommen? Ist eine Mutter-Kind-Kur eine Lösung? Ich bin zeitweilig sehr deprimiert und auch depressiv, aber ich muß mich aufraffen. Es scheint, als laste das Leid von allen auf mir, noch nie habe ich mich so verlassen und so allein gefühlt. Und so winzig. Kennt Ihr das Gefühl? Wie habt Ihr die Trennung überwunden? Wie schafft Ihr Euch Zeit für Euch selbst? Wie schafft Ihr Euch Entspannung? Wer paßt auf die Kinder auf, wenn Ihr mal weggehen wollt? Hat man überhaupt eine Chance, auch wieder irgendwann einen anderen Mann kennen zu lernen, der das Kind so liebt wie sein eigenes? 1000 Fragen, die mir im Kopf herumgeistern. Ich würde mich freuen, wenn Ihr alle alle schreibt und antwortet, ich fühle mich ganz schrecklich einsam und allein. Auch wenn ich viele Freunde habe....

 
4 Antworten:

Re: 1000 Fragen zur Trennung...

Antwort von christine1971 am 21.07.2004, 22:48 Uhr

Hi!
Ich habe Deine Beiträge gelesen und würde mich freuen,( wenn Du lust hast)per Mail von Dir zu hören! Es würde sehr lange dauern, das alles hier zu beantworten!
Nur so viel, ich habe das alles auch durchgemacht und mit der Zeit wird es etwas besser, aber es gibt ( bei mir) immer wieder Rückschläge!Ich z.B. habe seit einem Jahr psychologische Hilfe!Es gibt immer noch Tage an denen es mir schlecht geht und ich mit allem überfordert bin! Seit Ende Februar bin ich mit meiner Tochter( bald zwei)alleine und ohne die Unterstützung und Hilfe meiner Familie und Freunden hätte ich das alles nicht geschafft! Aber mehr dazu in der Mail(falls Du magst), ich würde mich freuen!

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Re: 1000 Fragen zur Trennung...

Antwort von schneckchen19 am 22.07.2004, 8:13 Uhr

Hallo,

wenn mein Ex heute eine andere hätte würde es mir trotzdem weh tun, aber ich freu mich auch wenn er dann glücklich ist. Wenn er richtig glücklich wäre, würde er sich vielleicht um das Kind kümmern. Er hat mir aber gestern noch gesagt das er mich liebt, nur, jetzt will ich nicht mehr. Ich bin ihm solange hinterhergelaufen und er hat mich oft abgewiesen. Es ist noch nicht lange so das ich sage das es jetzt endgültig vorbei ist. Du siehst es hat zwar lange gedauert, aber es geht vorbei.
Zwischendurch kann ich Dominik mal zu meiner Mutter geben, aber sie hat selber genug zu tun und ist momentan eh nicht verfügbar.
Es gibt da jemanden der mich scheinbar sehr liebt und der liebt auch Dominik ohne Ende. Ich selber hatte auch den weltbesten (Stief)Vater den es gibt. Er hat und behandelt uns heute noch wie seine eigenen Kinder und er hat meine Mutter mit 3!! Kindern genommen und hatte selber noch ein eigenes Kind.
Mit der Trennung hab ich nicht allzu lang gezögert, da ich nicht sehen konnte wie mein Kind sich da selber quälte.
Zur Mutter.Kind Kur war ich vor der Trennung auch, aber die hat mich mehr fertig gemacht als alles andere. Dominik war die 3 Wochen komplett krank und musste in die Klinik, ich wurde auch krank, aber das war da völlig normal. Gibt Leute die eben gute Erfahrungen, andere haben wieder schlechte Erfahrungen gemacht.

Wünsche Dir alles Gute

Liebe Grüße
Sylvia

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Re: 1000 Fragen zur Trennung...

Antwort von Nina3 am 22.07.2004, 10:09 Uhr

Hallo!

Ich habe mich zwar schon in der Schwangerschaft von meinem Ex getrennt, aber so wirklich verarbeiten konnte ich das tatsächlich erst, als die Kinder auch auf der Welt waren. Klar, manche Tage sind einfach nur grausam gewesen, man musste sich ohne Ende zusammen reissen und doch man merkte, wie Tränen schon drückten, die man noch bis zum Abend zurückhalten musste.
Dabei muss ich aber mal sagen, es ging mir dann nicht mehr um den "Ex" als Person, sondern viel mehr dadrum, wie schlecht es mir ging, wie schwer ich es habe usw. und so fort. Also mehr das eigene Leiden durchleben, als es von jemand anderem irgendwie abhängig zu machen.

So, zu den anderen Fragen: Natürlich besteht eine relativ gute Chance, dass du jemals wieder einen Mann kennenlernst und dieser auch dein Kind lieben wird. Ja. Aber sowas entwickelt sich langsam. Es klappt nicht, wenn du anfängst zwanghaft zu suchen und zu hoffen, dass der Erste auch der Richtige sein wird.
Besonders, wenn ein Mann bisher noch gar keine Erfahrungen mit Kindern hat/hatte, dann ist das alles nicht wirklich einfach.
Zum Thema "Aufpassen", ein sehr schwieriges Thema zur Zeit, niemand reisst sich wirklich drum, 2,5 Jahre alte Zwillinge zu beaufsichtigen *g*. Aber ein Exfreund (und heute bester Freund) übernimmt das schon mal. Also wenn ich irgendwie mal beruflich Essen gehen will oder wir einen kleinen Betriebsausflug haben oder ich einfach nur mal mit ner Freundin raus will, so ca. einmal im Monat ist das schon machbar. Das Problem ist dann allerdings, dass er bei mir zu Haus hüten kommen muss, weil die Zwerge irgendwie woanders ziemlich schlecht bis gar nicht schlafen. Er freut sich schon auf die Zeit, wo er die Kinder dann auch mal bei sich zum Schlafen und Besuchen hat. Ich find das immer süß, wie mächtig stolz er auf meine Kinder ist. Am Anfang hat er mindestens 100 mal gesagt: "Das sind die niedlichsten Babys die ich je gesehen habe!" Ich denke mal, in dem Moment hat er sich wohl "verliebt" und heute beruht dieses auch bei den Kindern auf absoluter Gegenseitigkeit.
Das ganze geht soweit, dass er mir tatsächlich angeboten hat, dass ich hier in der Nähe eine Bewerbung zu einer Firma schicken sollte, die im 3-Schicht-System tätig ist und er meinte, dass man das schon irgendwie geregelt bekommen wird. Derzeit zögere ich noch, weils so rein gar nichts mit meiner bisherigen beruflichen Tätigkeit zu tun hat, dass einzige was dort reizen würde, wäre das gute Geld, dass man da machen kann.


LG Nina

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Re: 1000 Fragen zur Trennung...

Antwort von Sunny1973 am 22.07.2004, 16:14 Uhr

Hi Du,

ich lese hier nur hin und wieder mit. Mir geht es aber so ähnlich wie Dir. Ich habe Tage, da frage ich mich, ob es überhaupt alles noch Sinn macht, dann gibts Tage, da kann ich mir ein Leben als "Alleinerziehende" nicht vorstellen. Manchmal hoffe ich, dass mein Mann mal RICHTIG ausflippt und mich vor die Tür setzt, manchmal provoziere ich ihn richtig, aber von der Seite kommt nichts, weil er ja alles so toll findet, wie es ist (würde ich auch finden, wenn ich in seiner Lage wäre).

Es ist nicht die Angst, nicht allein klar zu kommen (das wäre finanziell usw. kein Problem). Ich bin einfach unschlüssig, weil, wenn ich den Schritt gehe, wird er für immer sein (dafür würde mein Mann glaube ich schon sorgen).

Ich wollte auch zu einer Mutter-Kind-Kur, aber auf mein "Leid" wurde nicht eingegangen und die wurde 3 (!!!) Mal abgelehnt. Den gerichtlichen Weg habe ich mir dann gespart, weil ich meine letzte Energie dafür nicht auch noch verschwenden wollte, von dem Finanziellen mal ganz abgesehen. Ich/wir sollen eine Eheberatung und Selbsthilfegruppe aufsuchen (klar ist auch ganz einfach, wenn ich 10 Stunden täglich berufsbedingt ausser Haus bin). Und mein Mann lehnt eine Eheberatung strikt ab.

Wenn ich "AE" wäre, hätte ich meine Familie und meine Schwiegermutter, die sich um meinen Sohn (20 Monate) mal kümmern könnten und auch gern würden. Tagsüber wird er demnächst (ab August) in den KiGa gehen.

Es gibt Männer, die auch Frauen mit Kind lieben und auch die Kinder, wie ihre Eigenen!!! Meine Freundin hatte 2 Kinder, als sie ihren jetzigen Ehemann kennengelernt hatte und er behandelt sie wie seine Eigenen.

So helfen konnte ich Dir vermutlich nicht wirklich *achseln zuck* aber ich wünsche Dir viel Glück für die Zukunft...

Liebe Grüße
Sunny

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