ADHS - ADS

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Geschrieben von Pritschelmam am 09.03.2021, 13:57 Uhr

Später in die Schule?

Hallo, bei uns wurde noch kein Adhs diagnostiziert aber wenn ich unsern mit unser Nachbarkind vergleiche bei dem das festgestellt wurde, sind sich beide sehr ähnlich und weisen die gleichen Merkmale auf. Er kann sich schlecht konzentrieren und ist hyperaktiv, außerdem ist er sehr impulsiv. Wir sind am überlegen, ob wir ihm nicht doch noch ein Kindergartenjahr geben, bevor er in die Schule kommt? Allerdings würden wir ihn erstmal testen lassen. Hat einer Erfahrung mit Tests und Einschulung?
Lg aus Mainz

 
2 Antworten:

Re: Später in die Schule?

Antwort von Mucksilia am 10.03.2021, 9:25 Uhr

Jap, unser Sohn ist eine Woche vor dem Stichtag (in RPL ja 31.08.) geboren. Haben alles versucht, um ihn zurückstellen zu lassen (Kinderarzt, Kinderpsychologe, Ergo etc). Alle sagten, alles sei ok und er können ruhig gehen. Erst als in der ersten Klasse die mega Probleme anfingen sagte die Rektorin, ich hätte mich bei ihr melden sollen, dann hätte sie ihn zurückstellen können. Die Lehrerin war viel zu nachlässig und er ist die ganze Zeit durch die Klasse gerannt. Nach der ersten Klasse ist sie ins Ausland gegangen und dann kam eine ganz strenge Lehrerin. Da hatte er aber noch fast keinen Stoff drauf.Er hat dann die 2. Klasse wiederholt u viel Glück mit der neuen Lehrerin- aber den Horror auf Schule hatte er. In der 3. Klasse war er dann 4 Mo in der Tagesklinik und wenn uns das auch vorher sehr schlimm war, war es für ihn Goldes wert. Danach ging es nur noch bergauf.

Wenn du es irgendwie einrichten kannst, stell ihn zurück. Du tust allen Beteiligten einen echten Gefallen. Lass ihn testen und am besten auch gleich auf Teilleistungsschwächen wie LRS o Diskalkulie. Ich weiß noch, was hier für ein Theater war, weil er sich weigerte zu lesen - keiner kam auf die Idee, dass er eine starke LRS hat und es einfach nicht kann.
Achso, wir waren dann noch in der Uniklinik Gießen, die haben eine spezielle Sprechstunde für (verstecktes) Schielen - das kann auch zu Problemen mitr dem Lesen führen. Und ich vertrete auch die Ansicht, dass man Medis geben soll, wenn es sein muss. Wir haben sogar zusätzlich einen I-Helfer (Sohn ist jetzt in der 5. Klasse).

Wenn du meinst, er könnte ADHS haben, verlass dich auf dein Bauchgefühl und nicht auf die Ärzte und lass ihn zurückstellen (ich bereue diesen Fehler noch heute).

Frag mich gerne, wenn du noch was wissen willst.

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Re: Später in die Schule?

Antwort von Dezemberbaby2012 am 12.03.2021, 9:17 Uhr

Hallo,

die Frage ist ja, wie alt ist dein Kleiner bei der Einschulung? Wenn er noch sehr jung ist, würde ich auch für Zurückstellen plädieren.

Wenn er aber mindestens 6,5 zu Schulbeginn sein wird, würde ich persönlich ihn nicht zurückstellen. Sollte es wirklich ADHS sein, nützt meiner Meinung nach auch keine Zurückstellung. Die Probleme verwachsen sich ja nicht so einfach innerhalb eines Jahres. Man sagt eigentlich immer, die ADHS-Kinder sollen die Schulform wählen, die ihren intellektuellen Fähigkeiten entspricht. Kurz gesagt: Wer typische ADHS-Probleme wie Zappeln, Stören oder verzögertes Arbeitsverhalten auf dem Gymnasium hat, wird das auch in der Förderschule haben. Ich denke, das kann man auch auf den Schulbeginn übertragen.

ABER: ich würde die verbleibende Zeit bis Schulbeginn unbedingt für eine sorgfältige Testung nutzen. Was du beschreibst, könnte schon auf ADHS hindeuten. Wenn dann wirklich in der Schule Probleme auftauchen, könnt ihr gleich handeln und müsst nicht mehr auf die zeitintensive Testung warten.
Am besten sofort im nächstgelegenen SPZ einen Termin vereinbaren, da kann schon mal ein halbes Jahr vergehen, bis man drankommt. Man kann auch in verschiedenen Testzentren gleichzeitig Termine vereinbaren und wo es dann zuerst klappt, den nimmt man, die anderen sagt man dann halt zeitig ab.

Wenn du noch spezielle Fragen hast, kannst du mich gerne fragen. Unser Kleiner ist jetzt in der 2. Klasse und wurde kurz vor der Einschulung getestet. Zum Glück, denn bereits in der ersten Schulwoche traten massive Probleme auf. Eine Klassenkameradin, ebenfalls ADHS, deren Eltern nicht vorbereitet waren, musste leider sogar (meiner Meinung nach zu Unrecht) die Schule verlassen. Wie gesagt, unser Kleiner ist jetzt „schon“ in der zweiten Klasse und er macht das inzwischen ganz toll. Ja, er stört öfters und sein Arbeitsverhalten ist seeehr langsam, aber es gibt zur Zeit keine sozialen Probleme (Schubsereien etc.) mehr wie am Anfang und er bereichert die Klasse mit seinem großen Wissen und seinen Ideen. Wir stehen im ständigen Austausch mit der Lehrerin.

Liebe Grüße

Dezemberbaby

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