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Geschrieben von Kiki1981 am 22.03.2022, 13:46 Uhr

Schulbegleitung

Hallo,

unsere Tochter ist 9 Jahre alt. Sie hat ADHS und eine autistische Störung. Daher hat sie aktuell eine Schulbegleitung, die sie in 20 Stunden in der Woche unterstützt. Regelmäßig gibt es ja Verlaufsgespräche zusammen mit der Schulbegleitung dem Klassenlehrer sowie einem Vertreter des Landkreises (der bei uns die Schulbegleitung finanziert). Dieses steht wieder an. Noch geht unsere Tochter in die dritte Klasse. Nun hat man uns aber schon angekündigt, dass es die Begleitung wohl nur bis zum Ende des 4. Schuljahres geben wird und das man grundsätzlich ungern diese Begleitung weiter finanziert.
Ich kann das nachvollziehen, soll das doch eher eine Hilfe zur Selbsthilfe sein und die Kinder sollen irgendwann auch allein klar kommen.
Allerdings, auf der anderen Seite: Die Diagnose und die Schwierigkeiten verschwinden ja nicht einfach nach dem 4. Schuljahr. Ich hielte es für besser, die Schulbegleitung noch für eine gewisse Übergangszeit zu behalten, bis das Kind sich ein- und umgewöhnt hat, und sich dann eben zurück zieht.

Hat jemand von Euch diesbezüglich Erfahrungen? Wer hat Kinder die auch auf der weiterführenden Schule begleitet werden? Und gab es Schwierigkeiten diesbezüglich? Ich würde gern Erfahrungen hören und lesen......

 
5 Antworten:

Re: Schulbegleitung

Antwort von Badefrosch am 23.03.2022, 7:50 Uhr

Das ist absolut abhängig von den Diagnosen und dem der es finanziert.

Meiner hat erst zu 5. Klasse Hauptschule eine bekommen, hätte er sie schon zur 3. Klasse gehabt, hätte er es auf die Realschule geschafft. Er ist mit 4,33 gewechselt und hat jetzt in der 7. Klasse einen Schnitt von 2,5.

Bei uns in Bayern sind Schulbegleiter auf Realschule und Gymnasium nicht gern gesehen, da ist man der Meinung diese Kinder gehören nicht auf solche Schulen. Soviel zu Integration in Bayern.

Ich hätte mir das Gesamtschulsystem gewünscht, wo die Reife auch später OK ist.

Erste Erfolge haben wir jetzt in der 7. Klasse, die beiden verstehen sich blind, die Klassenlehrerin ist super. Ich hoffe dass er seine Schulbegleitung bis zum Abschluss behalten darf. Wenn nicht bleibt ihm nur noch Nachteilsausgleich und Notenschutz, den er bis zum Schulabschluss hat.

Pflegegradverlängerung steht dieses Jahr auch an. Schwerbehindertenausweis ist bis zum Schulabschluss gültig.

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Re: Schulbegleitung

Antwort von Mucksilia am 23.03.2022, 8:09 Uhr

Mein Sohn hat ab der 3. Klasse einen I-Helfer. der ist auch mit gewechselt. Nach der 5. Klasse hieß es, er braucht ihn nicht mehr und er wurde abgeschafft. Seitdem gibt es massive Probleme, ab 01.05. hat er wieder einen.
Die Tochter meiner Freundin (Asperger) hatte ihn bis zum Abi.

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Re: Schulbegleitung

Antwort von ohno am 23.03.2022, 10:38 Uhr

Die Schulbegleitung meiner Tochter ist mitgewechselt, aber der Träger hat ziemlich gezickt. Da mein Kind aber nun in der Pubertät steckt und Hilfestellungen eben nicht mehr einfach so akzeptiert, wird es in der 6. wohl keine Begleitung mehr geben. Hierzu würde auch der Träger wieder sämtliche Unterlagen anfordern, als würde sich das Problem irgendwann zwischendurch von selbst lösen... Diese dämliche Bürokratie, da sind sicher schon genug Eltern dran gescheitert...

VG ohno

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Re: Schulbegleitung

Antwort von leonessa am 24.04.2022, 23:25 Uhr

Träger bei uns - der bezahlt ist - ist das Jugendamt. Die hätten auch weiterhin bezahlt, aber mangels Fachkräften versuchen wir es nun mit der Tochter (6. Klase Mittelschule Bayern) ohne Begleitung...


Diagnose kam in der 3. Klasse. da war es noch kein Problem Schulbegleiter zu finden. Das Problem liegt an der Ausbildung der Begleiter. Viele kommen beim Lernstoff in der 6. Klasse tatsächlich nicht mehr mit. Ich habe hier auch eine ADHS-lerin und zusätzlich eine Autistin. ADHS wäre für mich nun kein Hingtergrund für eine Schulbegleitung (zumindest bei meiner Tochter) - aber eben der Autismus. Da gibt aber leider keine Person, die das übernehmen kann....


Liebe Grüße von Leonessa

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Re: Schulbegleitung

Antwort von tina2003 am 09.05.2022, 18:02 Uhr

der Beitrag ist zwar schon eine Weile her... aber: ich hab beruflich damit zu tun.. Versuche mit den Lehrern gemeinsam zu begründen WARUM eine Schulbegleitung weiterhin nötig ist, wo sie gebraucht wird etc. Wenn es Fächer gibt die das Kind alleine schafft (z.B Sport) dann schau dass die SB da nicht dabei ist, und gib das auch im Gespräch so an. Ich kenne Schüler die hatten die komplette Schulzeit Schulbegleiter, wichtig ist, dass ihr gut argumentiert. ggf aber auch absprechen dass die SB nicht immer dabei ist zb in Sport, das ist auch wichtig fürs Kind, da es ja irgendwann auch aus der Schule kommt und dann niemanden mehr zur Seite hat. Oder wenn es Phasen gibt wo es gut im Unterricht läuft, dass die SB dann auch mal rausgeht. Diese Phasen sind wichtig fürs Kind.. auch um zu sehen "wo stehe ich jetzt, wo brauche ich Hilfe"
du kannst mich gerne per PN kontaktieren

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