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Wärme entspannt von Kopf bis Fuß

Wärme - Sauna

An Nieseltagen gibt es nichts Besseres, als sich in der Sauna zu verkriechen. Die Wärme tut nicht nur Organismus und Haut gut, sondern auch der Seele. Nicht jeder verträgt allerdings intensive Hitze, manche ziehen das sanftere Dampfbad oder auch einen türkischen Hamam vor. Finden Sie heraus, welche Form der Wärmebehandlung am besten zu Ihnen passt:

Für Hartgesottene: finnische Sauna

Wenn's ruhig heiß hergehen darf, ist die klassische Sauna für Sie ideal. Mit Temperaturen von 80-95 Grad und sehr geringer Luftfeuchtigkeit herrscht hier geradezu Wüstenklima. Das bringt Sie richtig ins Schwitzen, heizt dem Organismus ein - die Körpertemperatur steigt um bis zu einem Grad-, mobilisiert die Abwehr und reinigt die Haut porentief. Aufgrund der besseren Durchblutung lösen sich Muskelverspannungen; die Haut schimmert anschließend rosig-frisch. Sauniert wird auf drei Etagen. Faustregel: je höher, desto heißer. Am besten der Länge nach hinlegen und erst kurz vor Ende des Saunagangs langsam wieder aufsetzen. So macht der Kreislauf nicht schlapp. Bemerken Sie Herzrasen oder Schwindel, ist es allerdings an der Zeit, die Sauna sofort zu verlassen! Ideal ist ein Aufenthalt von acht bis maximal 15 Minuten. Das können Sie dreimal wiederholen - vorher jedes Mal abbrausen und gut abtrocknen.

Der eigentliche Clou liegt im Kältereiz nach der Hitze. Lassen Sie es langsam angehen: Erst frische Luft tanken, dann den Körper eiskalt abspritzen. Zuletzt geht’s unter die Schwallbrause oder ins Tauchbecken. Durch die Kälte schließen sich blitzschnell die Poren, der Körper fährt die erhöhte Temperatur wieder runter. Der krasse Wechsel von heiß auf kalt ist ein optimales Gefäßtraining, kurbelt Kreislauf und Stoffwechsel an. Danach können Sie etwa 20 Minuten ruhen und ein warmes Fußbad nehmen. Tipp: Nach dem Saunieren reichlich Heil- oder Mineralwasser trinken, da Sie bis zu 1,5 Liter Flüssigkeit verlieren.

Ist eine Erkältung im Anmarsch sowie bei Fieber oder einer Entzündung lieber auf die Sauna verzichten. Wer Herz-Kreislauf-Probleme oder Venenleiden hat, bespricht besser erst mit dem Arzt, ob Saunabesuche okay sind.

Für Gesundheits-Fans: Dampfbad

Hier wird richtig Dampf gemacht - bei Temperaturen um 50 Grad und fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit das reinste Tropenklima. Die Kombi aus Wärme und Feuchtigkeit wirkt entkrampfend und gilt als ideal bei Atemwegsbeschwerden; der Wasserdampf kann hartnäckige Verschleimungen lösen. Aromen wie Eukalyptus wirken zusätzlich reizlindernd. Das Beauty-Plus: Durch die hohe Luftfeuchtigkeit wird die Haut schön aufgepolstert.

Ideal für Einsteiger: Biosauna

Der Mix aus Sauna und Dampfbad wird auch Sanarium genannt: Mit Temperaturen von etwa 50-60 Grad und einer Luftfeuchtigkeit um die 50 Prozent ist diese Saunaform schonender für den Kreislauf. Daher können Sie sich länger im Schwitzkasten aufhalten. Kombiniert mit Aromen, wechselndem Farblicht und meditativen Klängen ist die Biosauna ein sehr sinnliches Erlebnis. Allerdings kann sich nicht jeder bei Beleuchtung und Musik völlig entspannen - einfach mal ausprobieren!

Für Körperbewusste: Hamam

Der Hamam ist die türkischen Variante des Dampfbads. Während Sie in der Sauna am meisten vom Wärme-Kälte-Effekt profitierten, ist kaltes Wasser hier verpönt. Es unterbricht den Schwitzvorgang und würde die meditative, warm-heimelige Atmosphäre stören. Im Hamam steht eher die spirituelle Reinigung im Vordergrund: Stress und Sorgen sollen bei aufwändigen Waschritualen gleich mit abspült werden. Auf alle Fälle kann man in den Anlagen besonders gut abschalten: Mit ihren farbenprächtigen Mosaiken, Lichtkuppeln und Springbrunnen erinnern sie an 1001 Nacht. Zur Einstimmung ruht man sich zunächst auf einem riesigen, vorgewärmten Marmorstein aus.

Ab und zu wird die Haut mit einem Schwall Wasser übergossen. Ist sie schön aufgeweicht, gibt es vom "Tellak", dem Hamam-Meister, eine kräftige Abreibung mit dem Rohseidenhandschuh. Das löst oberflächliche Unreinheiten wie abgestorbene Hornschüppchen. Danach folgt das Einseifen von Kopf bis Fuß mit einer milden (Olivenöl)-Seife - richtig schönes Durchwalken inklusive. Das löst Verspannungen aller Art. Ergänzend sind auch traditionelle Packungen aus Rhassoul, marokkanischem Heilschlamm, möglich. Oder eine Massage mit glättendem Mandel- oder duftendem Rosenöl. Der Hamam ist für alle geeignet, die auf entspannte Beautyrituale stehen und in sinnlicher Atmosphäre Abstand zum Alltag bekommen wollen.

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: September 2015

   

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