Fit mit Massage

Gesichtsmassage bei einer Frau

© fotolia, Syda Productions

Im Job geht’s heiß her, die Familie macht Terz und der Wäscheberg wird auch immer höher: Kurzum, es ist mal wieder zum aus der Haut fahren! 

Versuchen Sie stattdessen lieber, erst einmal in Balance zu kommen. Eine der besten und schnellsten Möglichkeiten um abzuschalten: Sich bei einer Massage von Kopf bis Fuß schön durchwalken lassen.

Berührungen sind Streicheleinheiten für Körper und Seele, da sie unter die Haut gehen und wichtige Botenstoffe aktivieren. Rhythmische Massagen bremsen einerseits die Ausschüttung von Stresshormonen. Andererseits kurbeln sie die Produktion positiv stimmender Hormone an: etwa die des "Wohlfühlhormons" Serotonin, des auch "Zärtlichkeitshormon" genannten Oxytocins sowie die schmerzstillender Endorphine. Herzschlag und Blutdruck sinken, die Atmung vertieft sich, das macht ruhiger und schläfrig. Aufgrund der besseren Durchblutung lassen sich stressbedingte Verspannungen, zum Beispiel in Nacken und Rücken, gut wegkneten. Die Entspannung sieht man Ihnen auch an: Gehetzt wirkende Gesichtszüge glätten sich und Sie wirken viel gelöster.

Fußreflexzonenmassage - ein wahrer Nervenkitzel

Wenn gar nichts mehr geht: Eine Reflexzonenmassage an den Füßen hilft rasch wieder auf die Beine. Denn Sie bringt den ganzen Organismus in Schwung. An den Sohlen laufen 72.000 Nervenenden zusammen, alle Organe und Körperteile sollen hier Berührungspunkte haben. Wie eine Art Landkarte, so die Erklärung, sollen die Fußsohlen den gesamten Körper widerspiegeln. Sie werden dementsprechend in verschiedene Reflexzonen unterteilt: So liegen die Zonen für den Kopf im Bereich der Zehen, die für die inneren Organe in der Mitte, die für Po und Becken im Fersenbereich. Werden die Reflexzonen mit gezielten Grifftechniken stimuliert, soll sich das auf den entsprechenden Körperbereich übertragen. Kein Wunder, dass viele sich gerade nach Fußmassagen so rundherum entspannt fühlen.

Reine Drucksache: Shiatsu

Wer völlig erschöpft und aus der Balance ist, kann auch mal Shiatsu, eine japanische Druckpunktmassage, ausprobieren. Sie beruht auf der in Asien verbreiteten Annahme, dass unsichtbare Energiebahnen (Meridiane) den Körper durchziehen. Durch diese Meridiane strömt die Lebensenergie Ki. Stress, schlechte Ernährung, Bewegungsmangel und Ähnliches führen dazu, dass sich diese Energie staut und nicht mehr frei zirkulieren kann. Da die Meridiane mit den Organen in Verbindung stehen, kann sich das körperlich bemerkbar machen. Oder auch aufs Gemüt drücken. Durch mehr oder weniger sanften Fingerdruck auf bestimmte Punkte entlang der Meridiane kann ein Shiatsu-Therapeut diese Stauungen lösen und die Energie wieder zum Fließen bringen.

Manchmal geschieht das unter vollem Körpereinsatz - mit Handkanten, Ellbogen oder Fußsohlen. Shiatsu sorgt für innere Harmonie, stimuliert die Selbstheilungskräfte des Körpers und wirkt lindernd bei vielen Beschwerden. Die Druckpunktmassage soll zum Beispiel auch PMS oder hormonelle Störungen kurieren können. Praktisch: Mobile Dienste, die ins Büro kommen. Sie verpassen Stressgeplagten auf einem speziellen Relax-Stuhl eine energetisierende Druckpunktmassage.

Voll im Trend: die Thai-Massage

Sie bietet einen Mix aus Akupressur, Massage und passivem Yoga. Die Thai-Massage ist über 2.500 Jahre alt und funktioniert ähnlich wie Shiatsu, sie legt allerdings noch mehr Gewicht auf Dehnungen. Arme oder Beine werden bis fast an die Schmerzgrenze gestretcht - doch eben nur fast. Tatsächlich sind diese Dehnungen, eine Art "passives Yoga", unglaublich entspannend. Anschließend spürt man jede Faser seines Körpers - ideal bei Verspannungen aller Art und zum Stressabbau.

Soft und doch anregend: heiß-kalte Behandlungen

Für alle, die es besonders sinnlich mögen, gibt es Wärme-Behandlungen. Sehr entspannend ist die Kräuterstempel-Massage, sie kombiniert Wärme, softe Massage und Aromabehandlung. Dazu werden zwei erhitzte, mit aromatisierten Kräutern oder Gewürzen gefüllte Baumwollsäckchen sanft und synchron auf die Haut gepresst. Der gleichmäßige Rhythmus und die Wärme wirken geradezu einlullend; außerdem regen sie die Durchblutung ordentlich an.

Ebenfalls eine heiße Sache: Hot Stone-Massagen mit angewärmten Lavasteinen, bei der abschließend kühle Marmorsteine aufgelegt werden. Die sanftere Variante nutzt angewärmte polierte Venusmuscheln. Sie lassen sich auch zur punktuellen Behandlung besonders verspannter Stellen einsetzen. Erfrischend im Sommer: eine kleine Abreibung mit gekühlten Muscheln.

Klassisches Knet-Programm gegen Verspannungen

Der Klassiker und ideal bei tiefergehenden Muskelverspannungen ist die schwedische Massage, wie sie Physiotherapeuten anbieten. Damit lassen sich selbst Härtefälle weich kneten. Es gibt einen klaren Ablauf, bei dem fünf Grundtechniken eingesetzt werden. Los geht’s mit sanften Streichungen, die oberflächliche Verspannungen lösen. Zur Muskellockerung wird das Gewebe anschließend wie ein Kuchenteig geknetet. Dann sind die tiefsitzenden Verhärtungen von Muskeln und Sehnen dran.

Um die zu erreichen, setzt der Masseur gezielt Handballen und Fingerkuppen ein und reibt verspannte Partien spiralförmig ab (Friktionen). Das kann ans Eingemachte gehen - dafür ist der Spannungsschmerz anschließend wie weggeblasen. Eher angenehm: blitzschnelle, kleine Zitterbewegungen (Vibrationen), die den Muskeltonus senken, und leicht-lockere Klopfungen.

Zuletzt überarbeitet: März 2019

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