Richtig heizen - für mollige Wärme

Richtig heizen - für mollige Wärme

Wenn uns kaltes Winterwetter frösteln lässt, wissen wir eine molligwarme Wohnung zu schätzen. Dreht man die Heizung auf, wird es im Nu schön kuschelig warm - so sollte es zumindest sein! Aber was, wenn die Heizung ihren Dienst versagt?

In den Wintermonaten muss die Heizung funktionieren - in einer Mietwohnung gehört dies zwingend zur Ausstattung der Mietsache. So muss der Vermieter die Heizungsanlage in der Zeit von Oktober bis April anstellen, damit der Mieter nach Belieben heizen kann. Von 7 bis 23 Uhr sollte eine Temperatur zwischen 20 und 22 Grad einstellbar sein, in der übrigen Zeit müssen mindestens 18 Grad in den Räumen möglich sein. Kann diese Zimmertemperatur nicht erreicht werden, so liegt ein Mietmangel vor und der Mieter darf die Miete mindern. Insbesondere wenn die Heizung vollständig ausfällt, kann eine hohe Mietminderung von bis zu 100 Prozent möglich sein, denn damit wird ja im Winter die gesamte Wohnung möglicherweise unbewohnbar.

Ausreichende Wärme: unterschiedliche Temperaturen für die Zimmer

Nicht in der gesamten Wohnung müssen gleiche Temperaturen herrschen: Für das Wohn- und Esszimmer werden 20 Grad empfohlen, für das Arbeits- und das Kinderzimmer sowie das Bad sind 22 Grad ideal. Dagegen sind in der Küche, wo Herd, Ofen und Spülmaschine die Temperatur schon etwas anheben können, und im Schlafzimmer und Küche 16 bis 18 Grad ausreichend. Grundsätzlich müsste aber in der gesamten Wohnung eine Temperatur von mindestens 16 Grad erreicht werden. Andernfalls könne sich Tauwasser und dadurch später auch Schimmel bilden. Das erklären die Experten der Deutsche Energie-Agentur (dena). Zudem würde die Wohnung sonst zu stark auskühlen, zum erneuten Aufheizen würde mehr Energie verbraucht werden, als man zuvor durch das Abschalten der Heizung gespart hatte.

Heizkosten sind gemeinhin ein beachtlicher Posten in den Betriebskosten. Wer hier den Rotstift ansetzen will, sollte auf die Zimmertemperatur bzw. auf die Einstellung der Heizung schauen. Ein Haushalt könne im Schnitt sechs Prozent der Heizkosten sparen, wenn die Raumtemperatur um nur ein Grad gesenkt werde. Dies macht nach den heutigen Preisen bei einer mit Heizöl beheizten Wohnung von 70 Quadratmetern immerhin gut 50 Euro im Jahr aus. Aber letztendlich ist das Kälteempfinden von Mensch zu Mensch unterschiedlich und es muss schon jeder selbst entscheiden, bei welcher Temperatur es gerade noch gemütlich ist und wann es schlichtweg zu kalt ist.

Elektrische Thermostatventile regeln das Absenken der Temperatur automatisch

Aber natürlich empfiehlt es sich, die Temperatur sobald man die Wohnung bzw. das Zimmer verlässt herunter zu drehen. Ebenso am Abend vor dem Zubettgehen sollte die Heizung herunter reguliert werden. Sind elektrische Thermostatventile installiert, kann man die Temperatur nachts sogar automatisch ab einer bestimmten Uhrzeit absenken. Beachten Sie jedoch: Bei manchen Heizkörpern kann es schon mal eine Stunde dauern ehe sich durch das Drehen des Thermostats die Temperatur spürbar ändert. Bei einer Fußbodenheizung ist sogar eine Reaktionszeit von drei Stunden die Regel, ehe sich die Einstellung auf die Raumtemperatur auswirkt.

Für eine optimale Heizleistung ist es grundsätzlich ratsam, die Heizung freizuhalten und keine Schränke, Sofas und andere Möbelstücke davor zu stellen oder Vorhänge davor hängen zu lassen. Nur so kann die warme Luft frei zirkulieren und in den Raum abstrahlen. Sonst wird nur die Wand hinter dem Heizkörper geheizt. Zusätzlich sei auch eine Dämmung der Wand hinter dem Heizkörper in vielen Fällen sinnvoll, empfiehlt die dena. Die entsprechenden Dämmplatten werden im Baumarkt angeboten.

Zugluft: Das Entweichen der Wärme über undichte Türen und Fenster stoppen

Um die Wärme im Zimmer zu halten, werden Türen und Fenster selbstverständlich am besten geschlossen. Besonders gut kann die Wärme über die Fenster entweichen, deshalb sollten Sie schwere Vorhänge am Abend zuziehen sowie Jalousien und Rollläden herunter lassen oder Fensterläden schließen. So wird die Kälte besser abgehalten. Zugluft lässt uns ohnehin frösteln: Deshalb hilft es auch, Fenster und Türen, die nicht dicht schließen und Zugluft hereinlassen, frisch abzudichten. Ölen Sie die Fensterbeschläge und stellen Sie diese neu ein. Dichtungsbänder aus Schaumstoff oder Gummi, die es ebenfalls im Baumarkt gibt, können Ritzen und Spalten abdecken. Weiter sollte auch das Gummi am Fenster regelmäßig mal mit Grafit eingerieben werden, damit es schön geschmeidig bleibt.

Ganz wichtig ist besonders im Winter das richtige, regelmäßige Lüften, nicht zuletzt um Schimmelbildung zu vermeiden. Die Fenster anzukippen und so lange Zeit geöffnet zu halten, ist Energieverschwendung. Stattdessen dreht man die Heizung herunter und öffnet die Fenster einige Minuten vollständig. Dieses Prozedere wird mehrmals am Tag wiederholt. Eine DIN-Norm, die es dazu tatsächlich gibt, besagt, dass in den kalten Wintermonaten viermal am Tag für fünf Minuten gelüftet werden sollte. Wenn möglich öffnen Sie sogar gleichzeitig zwei Fenster auf Durchzug und lüften quer, damit kann die frische Luft noch schneller einströmen - die sich im Übrigen anschließend schneller erwärmt als abgestandene, alte Luft.

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