Dr. med. Vincenzo Bluni

Verdacht auf Eileiterschwangerschaft? Oder doch alles ok?

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Lieber Doktor Bluni,

vorab: Dass eine sichere Diagnose auf diesem Weg nicht möglich ist, ist mir klar. Jedoch ist mein nächster Arzttermin erst kommende Woche Mittwoch und ich werde langsam nervös.

Nun zu meiner Frage:

Es ist so, dass ich meine letzte Regelblutung am 12.9. hatte. Da mein Zyklus an sich immer sehr zuverlässig war, machte ich mir natürlich Gedanken, als sich weder im Oktober noch im November eine Blutung einstellen wollte. Ich habe in der Zwischenzeit zahlreiche Schwangerschaftstests durchgeführt, die jedoch alle negativ waren.

Vergangene Woche Mittwoch hatte ich dann endlich einen Termin bei meiner Gynäkologin. Auf dem Ultraschall war nichts zu sehen, außer einer stark verdickten Gebärmutterschleimhaut und mehreren Zysten in beiden Eierstöcken. Daraufhin wurde ein Bluttest durchgeführt, der einen minimal erhöhten hCG-Wert anzeigte.

Meine Gynäkologin äußerte daraufhin zwei Möglichkeiten: Zum einen eine Fehlgeburt, zum anderen eine Eileiterschwangerschaft. Aus diesem Grund wurde gestern nochmals ein Bluttest durchgeführt.

Gestern lag der hCG-Wert bei 590, also schon deutlich höher. Eine Fehlgeburt schließt sie daher aus. Auch ein normaler Schwangerschaftstest war gestern Abend dann schon deutlich positiv.

So weit so gut. Jedoch bin ich ein wenig stutzig. Gemessen an meiner letzten Blutung müsste ich doch rechnerisch schon in der 9. oder 10. Schwangerschaftswoche sein. Da sollte doch an sich der hCG-Wert sehr viel höher sein, und auch hätte dann letzte Woche doch schon deutlich etwas auf dem Ultraschall zu sehen sein müssen, oder? Oder kann es sein, dass sich der Eisprung derart massiv - um Wochen! - verschoben hat?

Ich hatte keine besondere Belastung, keinen Stress, im Gegenteil, in den letzten Wochen war bei mir alles sogar relativ entspannt.

Zudem verspüre ich bislang keine Symptome. Bei meinem Sohn wusste ich irgendwie instinktiv, dass ich schwanger war, und in der 7. Woche gab es auch schon ein sehr deutliches Ultraschallbild. Letztes Jahr hatte ich eine Fehlgeburt, aber auch da hatte ich es noch vor Ausbleiben der Periode bemerkt, dass da "jemand im Anmarsch" war. Daher bin ich jetzt relativ verwirrt. Natürlich ist jede Schwangerschaft anders, aber ob der Begleitumstände und des Verdachtes meiner Ärztin mache ich mir schon gewisse Sorgen.

Ich habe außerdem Schmerzen im Unterbauch und Unterleib, mal mehr, mal weniger heftig; gegen Abend wird es meist deutlich mehr, so dass ich mich dann auch oftmals kurz hinlegen muss. Allerdings ist es kein Ziehen, sondern eher stechender Schmerz. Teilweise strahlt es bis in meine Oberschenkel, so dass ich meine Beine manchmal kurzzeitig kaum bewegen kann.
Wenn ich längere Zeit sitze (ich bin Studentin und übe nebenbei eine Bürotätigkeit, natürlich im Sitzen, aus), wird es auch recht schmerzhaft, es fängt dann an, auf der linken Unterbauchseite zu pochen.
Meine Ärztin riet mir, bei starken Schmerzen in die Klinik zu fahren, jedoch empfand ich die Schmerzen bisher noch nicht als so stark, dass ich sie nicht mehr aushalten könnte.


Lange Rede, kurzer Sinn: Ist eine so starke Verschiebung des Eisprungs grundsätzlich möglich und eine plausible Erklärung für den niedrigen hCG-Wert oder ist die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen höher? Können die Zysten in den Eierstöcken ursächlich sein oder einen Einfluss auf die Beschwerden haben?


Für einen Rat als Überbrückung bis zum Ultraschall am 30.11. wäre ich wirklich sehr dankbar...

von o.yilmaz am 22.11.2011, 10:36 Uhr

 

Antwort auf:

Verdacht auf Eileiterschwangerschaft? Oder doch alles ok?

Hallo,

.aus der Höhe des HCG können wir in aller Regel nicht auf eine Schwangerschaftswoche schließen.
2. leider wird in den heutigen Tagen der Schwangerschaftstest immer früher durchgeführt. Das fürht dazu, dass wir schauen müssen, ob es eine sich normal entwickelnde Schwangerschaft, ein gestörter Verlauf oder eine Eileiterschwangerschaft ist. Das kann dann manchmal schon 1-2 Wochen dauern, bis dass wir Klarheit haben.
3. die Frage der Eileiterschwangerschaft erfordert hingegen meist wiederholte Kontrollen, eine große Erfahrung des Untersuchers und normalerweise bestimmte Symptome, wie blutungen und Schmerzen bei positivem Schwangerschaftstest ohne Nachweise einer Fruchthöhle in der Gebärmutter.

Wie es also um Ihre Schwangerschaft steht, kann am besten Ihre Frauenärztin/Frauenarzt oder ein erfahrender Facharzt in der Klinik beantworten.

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 22.11.2011

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