Dr. med. Vincenzo Bluni

Schwangerschaftsdiabetes

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Schwangerschaftsdiabetes

Guten Tag Herr Dr. Bluni,

Am 30.12. bekam ich leider die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes, da war ich bereits in der 32. der Vortest beim Gyn war gerade noch im Normbereich, zudem war ich krank. Aber ich merkte in der Zwischenzeit dass ich tagsüber ab und zu mal zittrig war und so leuchtende punkte vor den Augen hatte, also Anzeichen von Unterzuckerung. (Ich kenne die Symptome durch meine Oma und meine Mutter recht gut, beide Diabetes Typ 2).
Also wurde ich zum großen Zuckertest geschickt. Und der Nüchtern- wert lag bei 102, da war die Diagnose also klar... Der Test wurde aber nicht abgebrochen (man war mir übel )
Dann habe ich ein Messgerät mitbekommen und sollte eine Woche lang 3x tägl. Messen und Tagebuch über‘s essen führen. Eine Woche später wurden mir ein paar Tipps zum Essen gegeben, viel musste ich nicht umstellen, nur Kleinigkeiten. Dann nochmal eine Woche messen, doch die nüchtern- Werte waren noch immer zu hoch (und ich fühlte mich durch die Umstellung teilweise schlapp und manchmal war mir tagsüber übel). Nun habe ich seit Freitag Insulin was ich abends spritzen soll, das treibt die Werte aber noch weiter hoch als je zuvor Das darf doch nicht sein!! Viel Zeit habe ich nun nicht mehr, aber ich habe jetzt auch Angst weiter zu spritzen. Hatte gestern die Ärztin abends angerufen (war so abgesprochen) und sie sagte ich soll mehr Einheiten spritzen und heute früh war der nüchtern- wert natürlich wieder höher.
Zudem bin ich wieder mal krank, komme also nicht richtig und regelmäßig ans Essen, geschweige denn zu körperlicher Betätigung.
Und ich hatte die letzten zwei Nächte das Gefühl ich hätte Hunger und einen flauen Magen...

Ich habe Angst jetzt weiter/ mehr zu spritzen und damit dem Kind zu schaden

von Nieke30, 34. SSW   am 12.01.2020, 12:51 Uhr

 

Antwort auf:

Schwangerschaftsdiabetes

Hallo,

1. wird bei einer schwangeren Frau ein Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert, werden wir in Anlehnung an die Expertenempfehlungen folgende Dinge nahelegen:

a. parallele Betreuung durch einen Diabetologen/ ein Zentrum, dass sich insbesondere in der Betreuung schwangerer Frauen gut auskennt u. nicht nur in der Behandlung älterer Patienten mit Altersdiabetes, denn das ist ein ganz anderes Thema. Häufig ist das nicht der Fall!

b. professionelle Ernährungsberatung u. zwischenzeitliche Überprüfung, ob die Werte u. die Verhaltensweisen so sind, wie abgestimmt.

b. Mitbetreuung durch die Frauenklinik / das Perinatalzentrum , wozu auch die Abstimmung der Ausgestaltung der weiteren Kontrollen gehört inklusive Ultraschall u. Doppler

2. wird in über 90% der Fälle eine Insulinbehandlung nicht notwendig werden.

Liebe Grüße

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 12.01.2020

Antwort auf:

Schwangerschaftsdiabetes

Hallo,

Du schadest dem Kind nicht mit Insulin, Du schützt es! Was Du nicht spritzt, stellt die kindliche Bauchspeicheldrüse her und wirkt sich erst auf das Kind (ungünstig) und dann auf Dich blutzuckersenkend aus.
Ich musste das Langzeitinsulin auch stetig erhöhen und war dann bei 40 IE, das ist also nichts Ungewöhnliches.

Viele Grüße

von Mamamaike am 12.01.2020

Antwort auf:

Schwangerschaftsdiabetes

@MamaMaike
Aber es kann doch nicht Sinn der Sache sein dass der Blutzucker am Morgen höher als je zuvor ist und dass mit jeder Einheit mehr der Wert steigt. Da kann doch was nicht stimmen?

Sonst lagen meine nüchtern Werte so zwischen 95 und 102 (klar zu hoch), aber jetzt mit dem abendlichen Insulin liegen die nüchtern Werte morgens bei 119 und 123.
und das nach Anpassung der Ernährung nach Rat der Ernährungsberaterin.

von Nieke30 am 12.01.2020

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