Doppler-Ultraschall

Schwangere beim Feinultraschall

© fotolia, Monkey Business

Eine spezielle Form des Ultraschalls ist die Doppler-Sonographie. Sie wird nur in besonderen Fällen eingesetzt.

Mit einem speziellen Schallkopf und stärker gepulstem Schall messen Arzt oder Ärztin die Durchblutung der Gebärmutter sowie den Blutfluss zwischen Kind und Mutterkuchen (Plazenta). So lässt sich abschätzen, wie gut bestimmte Organe und Gewebe, die für die Entwicklung des ungeborenen Kindes wichtig sind, mit Blut versorgt werden.

Der Blutfluss wird auf dem Monitor farbig dargestellt: rot ist ein Blutfluss zum Schallkopf hin und blau ist ein Blutfluss vom Schallkopf weg. Damit können z.B. im Herzen die Gefäße, der Blutfluss in der Gebärmutter, in der Nabelschnur und auch im Kind dargestellt und überprüft werden. Eine Aussage über sauerstoffreiches oder -armes Blut ist nicht möglich. Je näher der Geburtstermin rückt, desto mehr Blut fließt durch die Plazenta: 80 Liter am Tag, in der Mitte der Schwangerschaft waren es nur 28 Liter.

Wann wird der Doppler-Ultraschall gemacht?

Wenn Zweifel an der ungestörten Entwicklung des ungeborenen Kindes bestehen, etwa:

  • bei besonderen Risiken, zum Beispiel bei Schwangeren mit Bluthochdruck, Müttern, deren Blutgruppe sich nicht mit der des Kindes verträgt, bei Raucherinnen, Frauen über 45 oder einer Mehrlingsschwangerschaft
  • wenn eine der regulären Ultraschall-Untersuchungen Auffälligkeiten gezeigt hat, das Kind sehr klein und zart ist oder der Verdacht auf einen Herzfehler besteht

Auch bei Zeichen einer Präeklampsie und/oder Plazentafunktionsstörung kann man einen Eindruck von der Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Kindes bekommen.

Die Ergebnisse der Untersuchung liegen sofort vor. Zeigt sich, dass das Baby gut mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird, ist das für die werdende Mutter beruhigend. Insbesondere, wenn es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt. Werden Auffälligkeiten entdeckt, kann das die Mutter seelisch stark belasten. Auf der anderen Seite ist der Befund eine wichtige Grundlage für die Entscheidung, ob das Kind vorzeitig geboren werden soll und wenn ja, wann.

Gibt es Risiken?

Die Doppler-Untersuchung ist für Mutter und Kind unbedenklich, wenn sie ab der Schwangerschaftshälfte und zeitlich begrenzt eingesetzt wird.

Zuletzt überarbeitet: Januar 2019

Mobile Ansicht

Impressum Über uns Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.