Unser Lexikon für die Schwangerschaft

Schwangerschaftslexikon

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Vitamin K

Neugeborene bekommen in Deutschland bei der U1 einen Tropfen Vitamin K auf die Zunge geträufelt. Vitamin K verbessert die Blutgerinnung und beugt so inneren Blutungen vor. Die positive Wirkung auf die Blutgerinnung gibt dem Vitamin auch seinen Namen: K steht für Koagulation, womit in der Medizin die (Blut- ) Gerinnung bezeichnet wird.

Prophylaxe um kein Risiko einzugehen


Neugeborene bekommen zwar über die erste Milch der Mutter, das Kolostrum, etwas Vitamin K, jedoch ist in der Muttermilch selbst kaum Vitamin K vorhanden. Mit einem Risiko von 10:100 000 kann es deshalb vorkommen, dass Babys in den ersten drei Lebensmonaten an Vitamin-K-Mangelblutungen erkranken, was in besonders tragischen Fällen sogar zum Tode führen kann.

Besonders Neugeborene mit einer Leber- oder Gallenkrankheit, Frühgeborene oder fehl ernährte Säuglinge haben ein hohes Risiko, da diese das wenige Vitamin K, das angeboten wird, nicht richtig aufnehmen und verwerten können. Da mit Vitamin-K-Prophylaxe das Risiko dieser Mangelblutung gegen Null geht, wird in Deutschland allen gesunden Neugeborenen Vitamin K oral als Tropfen bei den ersten drei U-Untersuchungen verabreicht.
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