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Schwangerschaftslexikon

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Mastitis - Brustentzündung

Zu einer Mastitis bzw. Brustentzündung kommt es bei Frauen besonders häufig während der Stillzeit (Mastitis puerperalis). Neun von 100 stillenden Müttern bekommen in den ersten Wochen des Stillens eine Mastitis. Die Betroffenen haben Fieber und starke Schmerzen in der Brust. Die Brust fühlt sich heiß an, ist gerötet und spannt. Selten treten Brustentzündungen außerhalb der Stillzeit auf (Mastitis non-puerperalis), ihr Verlauf ist meist schwächer als bei einer Mastitis während der Stillzeit.

Ursachen für eine Mastitis


Beim Stillen können durch kleine Risse in der Haut Keime in die Brust gelangen – dann kommt es zu einer bakteriellen Mastitis. Es gibt jedoch auch nicht-bakterielle Brustentzündungen, die durch einen Milchstau hervorgerufen werden. Wenn die Milch nicht richtig abfließen kann, staut sie sich in den Milchgängen. Die angestaute Milch dringt in das umliegende Bindegewebe ein und ruft dort eine Entzündungsreaktion hervor. In das gereizte und geschädigte Gewebe können sich so leicht Bakterien festsetzen. Dann wird aus einer nicht-bakteriellen Mastitis eine bakterielle Mastitis.
Sobald sich Anzeichen für eine Brustentzündung einstellen, sollte man sofort mit seiner Hebamme und dem Arzt darüber sprechen. Eine frühzeitige Therapie kann die Entstehung von Abszessen, also eitrigen, abgekapselten Entzündungen, vermeiden. Kommt es zum ersten Mal zu einer Mastitis und man reagiert sofort auf die Symptome, heilt sie in der Regel bei fachgerechter Behandlung schnell ab.

Was tun bei Brustentzündung bzw. Mastitis?


Stellt sich eine Mastitis ein, sollte man die Brust mit Quarkwickeln oder kalten Umschlägen kühlen. Die angestaute Milch muss ausgestrichen oder abgepumpt werden. Am besten auch darauf achten, dass der Still-BH gut sitzt und die Brust ruhig hält.
Hebammen werden versuchen durch die Gabe von homöopathischen Mitteln die Brustentzündung zu lindern. Wenn es gar nicht anders geht, wird der Arzt bei einer bakteriellen Mastitis ein stillverträgliches Antibiotikum verschreiben und falls nötig abgekapselte Vereiterungen (Abszesse) öffnen.

Wie kann man einer Masititis vorbeugen?


Da die Keime in der Regel beim Stillen durch den Mund des Säuglings in die Brust gelangen, kann man bei einer bakteriellen Mastitis kaum vorbeugen. Das Beste was man tun kann, ist durch eine gute Stilltechnik einem Milchstau – und damit einer Vorstufe der Mastitis – vorzubeugen. Damit das Kind gut trinken kann, sollten Sie und Ihr Kind eine bequeme Position einnehmen. Die Brustwarzen und den Warzenvorhof vor dem Stillen mit Wasser reinigen. Das Kind sollte beim Stillen nicht an der Brustwarze nuckeln, sondern mit geschürzten Lippen den ganzen Warzenhof mit seinem Mund erfassen. Achten Sie darauf, dass es möglichst nicht zu Schrundenbildung und kleinen Rissen an der Brustwarze kommt. Durch diese Hautverletzungen können Krankheitserreger in die Brust gelangen.
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