Unser Lexikon für die Schwangerschaft

Schwangerschaftslexikon

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Känguruhen

Beim „Känguruhen“ wird das frühgeborene Baby nur mit einer Windel bekleidet für mehrere Stunden auf die nackte Brust von seiner Mutter oder seinem Vater gelegt. Dies ist auch möglich, wenn die Kinder noch beatmet werden müssen oder eine Atemunterstützung benötigen. Auf der Brust kann das Kind die Köperwärme spüren, die Haut riechen und das vertraute Geräusch des Herzschlags hören. Eltern sollten beim Känguruhen auch mit ihren Babys sprechen, denn hören können Kinder schon vor der Geburt. Das Kind kann die Eltern zwar noch nicht richtig sehen, aber die Stimmen seiner Eltern erkennt es.

Körperkontakt und Nähe sind für neugeborene Babys sehr wichtig. Weil Frühgeborene angewiesen sind auf Apparate und Wärmevorrichtungen, fehlt ihnen dieser enge Kontakt, der maßgeblich für ihre gesunde körperliche und geistige Entwicklung ist. Deshalb ist es wichtig, dass Frühchen, wenn es ihr Gesundheitszustand erlaubt, möglichst viel Zeit in unmittelbarem Körperkontakt mit den Eltern verbringen.

Der direkte Hautkontakt sorgt für Wohlbefinden und Entspannung beim Kind und unterstützt den Milchfluss der Mutter. Die positiven Auswirkungen des Känguruhens lassen sich sogar an den Überwachungsmonitoren ablesen: Die Kinder atmen tiefer und regelmäßiger, sie zeigen beim Känguruhen ruhigere Herztönen, einen entspannten Schlaf, sowie stabilere Vitalfunktionen und eine bessere Sauerstoffsättigung im Blut.
Das Kängruhen hat sich als Therapie etabliert und ist für Eltern eine ideale Möglichkeit, Nähe und Geborgenheit dem Baby zu geben und eine stabile emotionale Bindung zum Kind aufzubauen. Aus medizinischer Sicht stellt es eine entscheidende Unterstützung des Entwicklungsprozesses dar.
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