Unser Lexikon für die Schwangerschaft

Schwangerschaftslexikon

© fotolia, albert schleich

 

Heben in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft sollten Mütter möglichst nicht regelmäßig mehr als 5 kg anheben. Der
Grund: Durch die Schwangerschaft und die damit verbundenen hormonellen Umstellungen
werden Muskeln und Bindegewebe weicher. Heben von schweren Dingen kann deshalb zu
Beschwerden wie Rückenschmerzen führen. Außerdem kann – z. B. bei erblicher
Vorbelastung – durch schweres Heben auch vorzeitige Wehen ausgelöst werden.

Schutz am Arbeitsplatz


Schwangere, die an ihrem Arbeitsplatz normalerweise schwere Dinge anheben müssen,
werden deshalb durch das Mutterschutzgesetz geschützt. Für den Arbeitsplatz sieht das
Mutterschutzgesetz strenge Richtlinien vor und schützt so werdende und stillende Mütter vor
schwerem Heben und anderen körperlichen Belastungen am Arbeitsplatz.

Geschwisterkind und Schwangerschaft


Gerade wenn bereits ein Geschwisterkind da ist, sieht die Alltagssituation für werdende
Mütter anders aus: Das große Geschwisterchen muss auch weiterhin aus dem Hochstuhl, dem
Bettchen oder dem Einkaufswagen gehoben werden. Bei einem normalen
Schwangerschaftsverlauf ist dagegen auch nichts einzuwenden. Wer jedoch eine
Risikoschwangerschaft hat, weil beispielsweise der Beckenboden schwach ist oder sich der
Muttermund bereits deutlich vor Geburtstermin öffnet, sollte auf jeden Fall schweres Heben
vermeiden, um die Schwangerschaft nicht unnötig zu gefährden.

Vorsicht beim Heben auch nach der Geburt


Auch nach der Geburt sollten Mütter sich mit dem Heben zurückhalten, weil der
Beckenboden noch schwach ist. Schweres Heben belastet den Beckenboden zusätzlich und
schwächt ihn. Als Faustregel gilt in den ersten Wochen nach der Schwangerschaft: Nichts
anheben, was schwerer ist als das Baby.
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