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Folsäure

Folsäure ist ein wichtiges B-Vitamin. Es unterstützt die gesunde Entwicklung von Rückenmark, Gehirn und Nervenzellen des Embryos in der Schwangerschaft. Mit einer zusätzlichen Einnahme von Folsäure kann das Risiko von Fehlbildungen im Bereich des Rückenmarks und des Gehirns, die als Neuralrohrdefekte bezeichnet werden, problemlos gesenkt werden.

Entscheidend ist, dass die zusätzliche Aufnahme von Folsäure in den ersten Wochen der Schwangerschaft erfolgt, da sich die Neuralrohrdefekte schon in der zweiten bis dritten Schwangerschaftswoche bilden können - zu einer Zeit, bei der die meisten Frauen noch gar nicht wissen, dass sie schwanger sind. Experten raten deshalb zu einer zusätzlichen Zufuhr von Folsäure bereits bei bestehendem Kinderwunsch, im Idealfall etwa vier Wochen vor Eintritt der Schwangerschaft.

Nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt bei Erwachsenen der normale Tagesbedarf von Folsäure bei etwa 300 Mikrogramm. Bei schwangeren Frauen erhöht er sich auf etwa 550 Mikrogramm.

Weitere Infos finden Sie hier: Folsäure in der Schwangerschaft


von Sandra Kunze
* Hier finden Sie Infos zu den häufigsten Beschwerden in der Schwangerschaft
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Folsäure und Jod für Mutter und Kind
* Stichwort Folsäure
Eine Frage dazu stellen an:
Dr. med. Bluni Schwangerschaftsberatung
Prof. Dr. Costa Ernährung in der Schwangerschaft
Dr. med. Paulus Medikamente / Schwangerschaft
Dr. med. Kniesburges Geburt, Kaiserschnitt, Baby
Martina Höfel Hebamme, Schwangerschaft, Baby
Expertenantwort Antworten von Frauenarzt Dr. med. V. Bluni zu dem Stichwort  Folsäure
 
Frage: Folsäure - wie lange nehmen!?

Wie lange soll man die Folsäure einnehmen!?= Bisher hatte ich ein kombiniertes Präparat (Folio), mein FA sagte aber dann im letzten Gespräch über die Arzthelferin "besorgen Sie sich Jodtabletten".

Soll ich jetzt nur noch Jod nehmen oder auch noch Folsäure!?

Bin nun 19. Woche.

Danke


Antwort

Hallo,

was die Frage nach einer Substitution von Nahrungsergänzungsstoffen & Vitaminen bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft angeht, so ist dieses für die sich normal ernährende und gesunde Mitteleuropäerin und Nordamerikanerin auf Folsäure und Jodid beschränkt.

Eine darüber hinausgehende Vitaminsubstitution ist nach bisheriger Datenlage nicht zwingend notwendig, auch, wenn es für einige Substanzen einen gewissen Nachholbedarf gibt.

Eine sinnvolle Substitution betrifft vor allem Folsäure, Jodid, Magnesium und/oder Eisen (bei nachgewiesenem Eisenmangel).

Für alle Frauen ohne Risiko (Patientin mit Epilepsiemedikamenten, Kindern mit einer Spina bifida oder ähnlicher Fehlbildung) werden am besten schon 4 Wochen vor der Schwangerschaft und in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft 0,4 mg Folsäure/Tag empfohlen, ansonsten 5 mg/Tag.

Bezüglich eine Substitution mit Jodid sprechen sich die neuesten Empfehlungen dafür aus, dass die Frau (sofern keine Schilddrüsenerkrankung vorliegt) schon mit Kinderwunsch und natürlich während der Schwangerschaft und Stillzeit täglich etwa 100 (–150) μg Jod pro Tag in Tablettenform für die Schwangerschaft und Stillzeit zusätzlich substituiert, unabhängig von der Ernährung oder Einnahme von jodiertem Salz.

Bei Verdacht auf eine bestehende Überfunktion bzw. Unterfunktion der Schilddrüse sollte vor jeder Form der Jodsupplementierung eine weiterführende Diagnostik erfolgen. Für den Fall, dass schon Medikamente wegen einer Schilddrüsenerkrankung eingenommen werden, ist es in jedem Fall ratsam, die Jodidsubstitution vorher mit der behandelnden Ärztin/Arzt abzusprechen, denn hier kann es schon mal sein, dass kein zusätzliches Jodid eingenommen werden darf.


VB

Expertenantwort Antworten von Prof. Dr. med. Serban-Dan Costa zu dem Stichwort  Folsäure
 
Frage: Folsäure

Guten Tag Herr Dr. COSTA,

meine Frage bezieht sich auf Folsäure. In der Schwangerschaft ist der Bedarf erhöht, bei normaler Ernährung für eine Nicht-Schwangere aber ausreichend.

Was ich nicht verstehe. Ist es nicht so, dass der Embryo die Vitamine/Spurenelemente von der Mutter einfach "abzieht", dh, dass dann nicht das Kind den Folsäuremangel hätte, sondern die Mutter?

Könnte man das über das Blut testen lassen, ob man genügend Folsäure hat? Wie äußert sich ein Folsäuremangel und gibt es eine Überdosierung an Folsäure?

Dürfen Sie Produkte nennen? Wenn ja, was ist empfehlenswert?

Danke und freundliche Grüße,
BIRGIT


Antwort

Die Folsäure wird am meisten von Zellen benötigt, die sich schnell teilen - das ist der Fall beim schnell wachsenden Kind im Mutterleib. Zwar stimmt das, was Sie sagen, dass sich der Embryo alles Mögliche von der Mutter holt, oftmals unabhängig davon, ob die Mutter viel oder wenig davon zu sich nimmt. Allerdings ist es wissenschaftlich bewiesen, dass die zusätzliche Einnahme von Folsäure unter anderem Krankheiten wie "Spina bifida" (offener Rücken) verhindern hilft.

Zeichen der Überdosierung der Folsäure gibt es eigentlich nicht, ein Problem könnte entstehen, wenn man viel Folsäure einnimmt und einen Vitamin B12-Mangel maskiert, so dass eine Vit B12-bedingte Blutarmut nicht rechtzeitig erkennt.

Die Unterdosierung bzw. ein Folsäure-Mangel kann zu einer Anämie (Blutarmut) führen. Die Konzentration der Folsäure im Blut und in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) kann man durch eine Blutentnahme feststellen.

Ich dürfte schon Produkte nennen, das würde mir aber sehr schwer fallen, weil es viele davon auf dem Markt gibt und keine wesentlichen Qualitätsunterschiede festgestellt worden sind - achten Sie auf den Preis und kaufen Sie ein Produkt, auf dessen Packung die Schwangerschaft erewähnt ist. Die empfohlene Dosierung ist 400-800 mikrogramm täglich, beginnen sollte man einige Wochen vor der Schwangerschaft und die Einnahme sollte erfolgen bis zur 16-20 Schwangerschaftswoche. Danach können Sie auf Folsäure verzichten.

 
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