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Schwangerschaftslexikon

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Bakterielle Vaginose

Eine bakterielle Vaginose ist eine Form der Scheideninfektion. Unbehandelt kann sie in der Schwangerschaft zu schweren Komplikationen führen.
Wenn bei einer Frau eine bakterielle Vaginose vorliegt, (auch bekannt als Gardnerellen-Infektion, Aminokolpitis oder Haemophilus-vaginalis-Infektion) ist die Scheidenflora krankhaft gestört und mit untypischen Keimen, wie der Bakterienart Gardnerella vaginalis besiedelt. Eine bakterielle Vaginose kann in der Schwangerschaft gefährlich werden und sollte deshalb unbedingt vom Frauenarzt behandelt werden. Ansonsten kann sie zu vorzeitigen Wehen oder einem vorzeitigen Blasensprung führen und damit eine Fehlgeburt oder Frühgeburt auslösen.

Wie erkennt man eine bakterielle Vaginose?


Liegt eine bakterielle Vaginose vor, kommt es bei den meisten Frauen nach ein paar Tagen zu einem dünnflüssigen Ausfluss, der unangenehm „fischig“ riecht. Die bakterielle Vaginose läuft allerdings bei 40 bis 50 Prozent aller betroffenen Frauen sogar asympthomatisch ab, das heißt, die Frauen haben keine Beschwerden. Erkannt wird eine bakterielle Vaginose dann nur über eine Untersuchung des Abstrichs. Von den schwangeren Frauen sind in Europa etwa 7 bis 22 Prozent von einer bakteriellen Vaginose betroffen.

Wie wird eine bakterielle Vaginose behandelt?


Behandelt wird eine bakterielle Vaginose üblicherweise mit Antibiotika und/oder Milchsäurepräparaten, die Milchsäurebakterien (Lactobazillen) enthalten. In einem gesunden Scheidenmilieu einer Frau sorgen unterschiedliche Arten von Lactobazillen für einen sauren ph-Wert in der Scheide und verhindern dadurch die Besiedelung der Vagina mit krankheitsauslösenden Keimen.
Mehr über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten bei Scheideninfektionen erfahren Sie in unserem großen Bereich für Frauengesundheit.
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