Schlafen mit Babybauch

Schlafen mit Babybauch

© fotolia, Tatyana Gladskih

Das letzte Drittel einer Schwangerschaft geht für viele mit einer sehr unruhigen Nachtruhe einher. Das hat mehrere Gründe. 

Manche Frauen denken häufig darüber nach, wie die Geburt verlaufen und ob alles gut gehen wird, was sie noch alles besorgen müssen und wie die Zukunft ihres kleinen Engels aussehen mag. In der Nacht können sie solche Ängste schlecht verdrängen und sie machen die Nacht zum Tag. Andere Frauen werden von den Kindsbewegungen geweckt, von Wadenkrämpfen, restless Legs (rastlose Beine) oder häufigen Toilettengängen. Auch Sodbrennen kann zu unruhigen Nächten führen.

  • Werden Sie von kleinen oder großen Ängsten und Sorgen nachts wachgehalten, teilen Sie sie mit Ihrem Partner oder einer anderen vertrauten Person. Gerade bei medizinischen Problemen (oder Dingen, die Sie dafür halten) hilft ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt oder der Hebamme. Keine Sorge, viele Schwangere sind Unsicher und machen sich Gedanken rund um die Geburt oder die Verantwortung, die sie tragen. Für Ihre Hebamme oder Arzt ist dies also bestimmt nicht das erste Gespräch, falls Sie Ihre Gedanken mit ihnen teilen möchten
  • Machen Sie Entspannungsübungen oder lernen Sie eine beruhigende Atemtechnik - das hilft Ihnen auch im späteren Leben mit Kind!
  • Gegen den häufigen Harndrang gibt es leider kein Allheilmittel. Trinken Sie über den Tag ausreichend, so dass Sie abends einige Zeit vor dem Schlafengehen nicht mehr allzu viel trinken müssen. Dann ist die Blase nicht zu schnell wieder gefüllt.
  • Auch spätabends und sehr würzig sollten Sie nicht mehr essen. Das fördert gegebenenfalls Ihr Sodbrennen.
  • Bei unruhigen Beinen hilft leider nur viel Bewegung am Tag oder auch ein Spaziergang direkt vor dem Zubettgehen. Ansonsten legen Sie Ihre Beine hoch, beispielsweise auf ein Kissen, und warten Sie, bis die Blutzirkulation wieder besser funktioniert. Sie können sich auch Bücher unter die Matratze am Fußende des Bettes legen. Die erhöhte Position der Beine kann bei manchen Frauen allerdings zu Problemen mit Sodbrennen führen, da ihr Kopf ja leicht nach unten geneigt ist.
  • Schlafmittel sind natürlich tabu, bei langanhaltenden Schlafproblemen können Sie Ihren Arzt aber auf die Einnahme von Baldriantropfen oder Hopfen-Präparaten ansprechen. Diese pflanzlichen Mittel schaden Ihrem Baby nicht und helfen Ihnen vielleicht beim Ein- und/oder Durchschlafen.

Wenn der Babybauch stört

Viele Frauen schlafen gerne auf dem Bauch. Doch das geht leider nicht mehr, wenn der Babybauch eine gewisse Größe erreicht hat. Hebammen empfehlen deswegen ein Stillkissen beim Schlafen. Finden Sie heraus, wie Sie Ihren Bauch mit dem Kissen, das etwas fester und länglicher ist als ein Kopfkissen, entlasten können. Vielen Frauen hilft es, das untere Bein auszustrecken und das obere anzuwinkeln. Dazwischen legen Sie das Kissen oder jeweils ein kleines Kissen. Das entlastet Ihren Bauch und Rücken. Ruhen Sie auf der rechten Seite, wenn Sie unter Kurzatmigkeit und Luftnot leiden, damit Ihr Herz entlastet ist. Sonst liegen Sie besser in linker Seitenlage, denn dabei wird auch Ihre Plazenta besser durchblutet.

Zuletzt überarbeitet: Januar 2019

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