Pflanzen in Heim und Garten -
nicht alle sind harmlos

Baby spielt auf Wiese

© fotolia, drubig-photo

In manch einem Garten, beim Spaziergang ins Grüne - aber auch in Wohnzimmern lauern Gefahren für Kinder - besonders für Babys, die noch gern alles in den Mund nehmen, um den Geschmack zu prüfen.


Eltern sollten deshalb um das Risiko wissen, das von giftigen Planzen ausgeht und ihren Nachwuchs im Auge behalten. Das Deutsche Grüne Kreuz in Marburg weist darauf hin, daß die Wirkstoffe auch solcher Pflanzen, die auf den ersten Blick harmlos und ungefährlich scheinen, bei Kindern zu Vergiftungen führen können. Babys bzw. Krabbelkinder sollte man insbesondere auf Terrassen, in Wohnzimmern und Gärten, deren Pflanzenbestand man nicht kennt, im Auge behalten - etwas ältere Kinder sollte man eindringlich davor warnen, Pflanzen in den Mund zu stecken.

Welche Pflanzen sind gefährlich?

Nach Aussage von Experten geht die Gefahr nicht immer von der ganzen Pflanze - wie z.B. beim Goldregen - aus. Bei einigen sind nur die Früchte giftig. Aber die sind es ja gerade, die das kindliche Interesse wecken. Andere giftige Gehölze sind nach Angaben des DGK in Marburg der Liguster, der Oleander, die Eibe und das Pfaffenhütchen. Ferner der Stechapfel und die Stechpalme - aber auch die Thuja, die Tollkirsche und der Wunderbaum.

Selbst Nutzgärten können es "in sich haben": Wussten Sie, daß die grünen Beeren der Kartoffel und ungekochte, rohe Bohnen giftig sind?

In den Familien von Blumen und Kräutern sind es der Eisen- und der Fingerhut, die gelbe Narzisse, die Herbstzeitlose, das Maiglöckchen und der Riesenbärenklau, deren Wirkstoffe Vergiftungen auslösen können.

Aber auch in Wohnzimmern und Wintergärten finden sich oftmals Pflanzen, die für Babys und Kinder gefährlich werden können und z.T. schon beim Hautkontakt zu Reizungen führen können. Dazu gehören nach dem DGK: Asperagus, Clivia, Dieffenbachia, Gummibaum, Korallenbäumchen, Philodendron und Weihnachtsstern. Diese Pflanzen sollte man für kleine Kinder mit großem Forscherdrang unerreichbar aufstellen.

Gefahr für Babys und ältere Kinder nicht unterschätzen!

Die Auswirkung auf die Gesundheit ist von Planze zu Pflanze unterschiedlich. Es kann zu leichten Hautreizungen kommen - nach einem Verzehr aber auch zu Erbrechen und/oder Durchfall - schlimmstenfalls sogar zum Atemstillstand und Tod.

Weitere Infos ...

... zu diesem Thema gibt es unter anderem bei der Beratungsstelle für Vergiftungserscheinungen und Embryonaltoxikologie in Berlin. Unter der Rufnummer 030 - 19240 ist auch der Giftnotruf rund um die Uhr für akute Notfälle erreichbar.

Zuletzt überarbeitet: April 2019

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