Dr. med. Wolfgang Paulus

Streichen in der Schwangerschaft

Antwort von Dr. med. Wolfgang Paulus

Zusätzliche Angaben:

Entbindungstermin:11.01.2014

Frage:

Sehr geehrter Dr. Paulus,

Ich wollte bzw. habe Vorgestern Teilweise das Babyzimmer gestrichen. Ich habe dazu Dispersions-Innefarbe gekauft, wo auch "Der blaue Engel weil emissionsarm" als Etikett drauf ist. Es wird ja gesagt, das man diese gekennzeichenten Farben und eben auch Dispersionsfarben nutzen kann in der Schwangerschaft. Das Fenster war komplett offen, so dass es gut gelüftet war der Raum. Soweit ist ja alles ok, aber als ich so ca. 20 Minuten gestrichen habe, habe ich auf die Inhaltsstoffe mal geschaut und da stand gleich als erstes Acrylat-Copolymerdispersion. Jetzt war ich dann doch sehr verwirrt, weil es ja heißt das man auf keine Fall mit Acryl-farben streichen soll in der Schwangerschaft. Habe sofort das streichen abgebrochen.

Nun meine Fragen:

1.) zählt diese Acrylat-Copolymerdispersion denn überhaupt zu den Acrylfarben? Weil es steht ja eigentlich groß drauf das es eine Dispersionsfarbe ist.

Hier die Zusammensetzung der Farbe:
- Acrylat-Copolymerdispersion
- Titandioxid
- Buntpigmente
- carbonische und silikatische Füllstoffe
- Wasser
- Additive
- Konservierungsmittel: Isothiazolinonderivate.

2.) Wenn es zu den Acrylfarben zählt, kann das kurze streichen von 20 min ungefähr meinem Baby geschadet haben (bin in der 26ten SSW)?

3.) Wenn es NICHT zu den Acrylfarben zählt, kann ich dann ohne Bedenken doch weiter streichen?

4.) Im Babyzimmer stand während des streichens schon ein paar Möbel drinne, wo sich auch die Babysachen drinn befunden haben. Und auch die Matratze im Bettchen war/ist schon im Kinderzimmer. Können diese Dinge eventuelle Schadstoffe der Farbe aufgenommen haben? Oder eher unbedenklich, weil der balue Engel ja sagt, das es emissionsarm ist?

Vielen Dank schon mal im vorraus für ihre Antwort und ein schönes Wochennende!

Gruß Marie

von Mariellalin am 04.10.2013, 10:02 Uhr

 

Antwort auf:

Streichen in der Schwangerschaft

Eine tägliche berufliche Exposition mit Lösungsmitteln in hohen Konzentrationen ohne ausreichende Belüftung (z. B. Lackiererei) wäre in der Schwangerschaft ungünstig.

Wieso eine lösungsmittelfreie Dispersionsfarbe – ggf. auch eine Acrylfarbe – bei guter Belüftung ein Problem für die Schwangerschaft darstellen soll, kann ich nicht nachvollziehen, solange man das Produkt nicht versehentlich trinkt.

Es besteht demnach bei Ihnen kein Grund zur Sorge. Sie können das Kinderzimmer getrost zu Ende streichen.

von Dr. med. Wolfgang Paulus am 04.10.2013

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