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Geschrieben von Mami7115 am 29.12.2017, 15:40 Uhr

Trotzphase

Hallo zusammen,

ich weiß im Moment einfach nicht mehr weiter. Mein Sohn wird in zwei Wochen drei Jahre alt und wir sind schon seit knapp einem Jahr in der Trotzphase.. Hoffe ich zumindest. Im Moment wird es einfach jeden Tag schlimmer. Teilweise schreit er schon morgens direkt los,was sich dann über den kompletten Tag zieht. Er hört auf gar nichts, ich kann mir den Mund fusselig reden. Ihm etwas anderes vorschlagen bringt nichts, lieb mit ihm sprechen und erklären oder fragen wie ich ihm helfen kann bringt nichts, streng mit ihm sprechen bringt auch nichts. Ihm passt grundsätzlich nichts!

Ich wundere mich wirklich, dass noch kein Nachbar das Jugendamt bestellt hat, so wie der schreit und motzt. Man müsste meinen, wir schlachten das Kind hier ab...

Hatte jemand von euch auch so eine krasse Trotzphase? Bitte sagt mir, dass es wieder vorbei geht
Wie lange hat es bei euch gedauert? Wie bleibe ich ruhig dabei? Ich habe oft schon Kopfschmerzen davon.

Danke euch

 
4 Antworten:

Re: Trotzphase

Antwort von mama-nika am 29.12.2017, 17:07 Uhr

Hallo

Ich habe auch so einen kleinen Schimpfzwerg GEHABT (!).

Es hat mit 4 Jahren größtenteils aufgehört. Vielleicht lag es einfach am Alter, vielleicht lag es daran, dass ich mehr auf ihn eingegangen bin, als ich es vorher ohnehin schon getan hab.
Also er ist sehr sensibel und kreidet einem auch Dinge an, für die man nichts kann bzw die man nicht vorhersehen konnte wie etwa morgens beim Wecken am Kopf gestreichelt, obwohl er erst aufstehen wollte (konnte ja keiner ahnen ) oder er war fuchsig darüber, dass ich ihn mit dem blauen Waschlappen gewaschen habe und er aber den blauen wollte.
Es waren manchmal ganz banale Dinge, die ihn auf die Palme gebracht haben. Es war zwar nervig und zeitaufreibend ihn immer vorher zu fragen welchen Schuh ich ihm zuerst anziehen soll, welchen Becher er möchte, von welcher Seite ich anfangen soll das Pflaster vom Streifen abzuschneiden, wo genau die Soße ihren Platz auf dem Teller einnehmen darf, wieviele Kartoffeln usw es hat aber seeeeehr geholfen.

Und das Wichtigste: es ging vorbei. Sogar sehr schnell! Nachdem er so viel selbst entscheiden durfte, was wie lief, war es ihm dann auch wieder etwas egal, ob die Schokokrümel auf seinem Eis die richtige Menge haben oder mit welchem Lappen er gewaschen wird.

Weitere Explosionen verursachten Dinge, die er zwar alleine wollte, es aber noch nicht so gut hinbekommen hat. Da war ganz viel Fingerspitzengefühl gefragt und agieren bevor die Situation eskaliert. Z.B. fragen, ob wir das Messer gemeinsam führen wollen um Butter auf dem Brot zu verteilen. Ich könnte hunderterlei Dinge aufzählen.

In welchen Sitiationen ist es denn bei euch?
Wieviel und wie gut spricht dein Sohn?

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Re: Trotzphase

Antwort von Mami7115 am 29.12.2017, 17:21 Uhr

Er spricht sehr sehr gut. Er hat früh gesprochen und kann sich ohne Probleme verständigen.
Er macht aus allen Situationen ein Theater. Oftmals für mich ohne Grund. Selbst wenn er alleine spielt, sobald zB eine Figur nicht sofort stehen bleibt, wird geschrien und mit Sachen geschmissen. Es passiert also nicht nur in Verbindung mit mir...

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Re: Trotzphase

Antwort von emilie.d. am 29.12.2017, 18:07 Uhr

Es hilft finde ich etwas, wenn man versteht, was im Kind vorgeht. Es nervt trotzdem, aber zumindest mir hat es geholfen ruhig zu bleiben. Meistens.

A und O ist wirklich, möglichst viele Steine des Anstoßes im Vorfeld aus dem Weg zu räumen und zu vermeiden. Wann ist es besonders schlimm? Spielt Rhythmus, Müdigkeit eine Rolle? Kann man bestimmte Spielsachen heimlich verschwinden lassen?

Übergänge sind immer schwer (z.B. Aufwachen, in den Kiga rein, raus...). Auch für Ältere. Könnt ihr das Aufstehen anders gestalten? Kind ohne zu reden bekuscheln? Am Frühstückstisch nicht viel fragen, am Tisch spielen lassen...

Dann gilt es das aufblühende Selbst zu stärken. Je mehr das Kind bestimmen kann über seine Welt, desto weniger wird getrotzt. Also z.B. die berühmte Mütze eben bloß einstecken und ohne rausgehen lassen, gleiches mit Jacke usw. Wirklich so viel bestimme lassen wie geht.

Erklären bringt gar nichts, va wenn sie schon in diesem emotionalen Ausnahmezustand sind. Da kommt nichts mehr an. Und wegen dem Widerstand kann man dann auch nicht trösten. Ich hab das immer im Nachhinein gemacht. Sie fühlen sich ja wirklich so, dass die Welt gerade untergeht, weil man die Soße so auf den Teller hat, dass drei Erbsen berührt wurden.

Wenn Dein Kleiner gut spricht, kann man ihm im Nachhinein ja etwas helfen. 'Du warst wütend, weil das Männchen umgefallen ist.?' Manchmal hilft es schon, dass sie Gefühle einfach ausdrücken können und man ihnen das Gefühl gibt, sie in dem Gefühl ernat zu nehmen und mitzufühlen. Wenn man es auch nicht ändern kann.

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Mami

Antwort von mama-nika am 29.12.2017, 21:20 Uhr

Für die Kinder hat es IMMER einen Grund. Den geht es zu erforschen und die Sache beim nächsten Mal zu deeskalieren.
Ich glaube da müssen hauptsächlich erstmal wir Eltern lernen das Kind zu verstehen, bevor wir dann dem Kind was vermitteln können und es mit uns wachsen zu lassen. War bei uns so. Wir sind beide an dieser Phase gewachsen.

Wie emilie auch schon schrieb ist Verständnis sehr wichtig. Bei der Sitiation mit dem Männchen ist es ganz wichtig ihn zu verstehen und zu trösten, vielleicht auch kurz gemeinsam auf den Hersteller des Männchrns zu schimpfen und dann gemeinsam herauszufinden wie man es zum Stehen bekommt und sich dann gemeinsam freuen, wenn es klappt.
Mein Sohn hat, wie erwähnt, auch immer getobt, wenn er etwas wollte, aber nicht auf Anhieb konnte. Verständnis, Begleitung, Erklärung der Funktion... Das half.

Und wirklich viel positive Aufmerksamkeit. Das ist für einen kleinen Wutzwerg wirklich enorm wichtig, damit die kleine Welt wieder ins Lot kommt.

Schimpf ihn nicht, wenn er abgeht wie eine V2, er kann nichts für seine Gefühle. Das war immer mein Mantra ;-)

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