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Geschrieben von juzaubermaus am 26.11.2017, 16:45 Uhr

Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung verbale Entwicklungsdyspraxie

Hallo!

Ich habe schon oft zu diesem Thema hier nur gelesen, aber langsam wird der Leidensdruck so groß, dass ich nun auch einmal schreibe.

Mein zweiter Sohn, 25 Monate alt, spricht Stand heute nur drei Wörter: Mama, Papa, nein. Das war`s.
Er nennt weder seinen großen Bruder (7 Jahre alt) beim Namen noch unsere Katze oder Opas Hund, obwohl er alle drei heiß und innig liebt und alle relativ "einfach" auszusprechende Namen haben. Er liebt Traktoren und Lastwagen, aber auch diese benennt er nicht.

Die sprachliche Entwicklung des großen Bruders lief normal, eher schnell.

In unserer Familie wird viel gelesen, gesungen und gesprochen. Bücher für jede Altersgruppe sind im ganzen Haus präsent. Im Wohnzimmer steht ein Kinderbücherregal mit ca. 120 Büchern allein bis zum Alter von zwei Jahren. Ich selbst bin Deutschlehrerin mit einem IQ im unteren Bereich der Hochbegabung, habe mit 18 Monaten Dreiwortsätze gesprochen und im Alter von fünf Jahren fließend und sinnerfassend gelesen. Auch der Papa ist Akademiker und hat, wenn auch nicht auffallend früh, so doch altersgemäß sprechen gelernt. (Das schreibe ich hier nicht, um mich/uns zu profilieren, sondern um unsere Situation möglichst umfassend darzulegen.)
Wir machen Kniereiterspiele, Abzähl- und Fingerreime, lesen viel vor (das liebt er auch und fordert es ein, indem er Bücher anschleppt) und singen Kinderlieder. Trotzdem spricht er nicht.
Tageweise konnte er schon vor über einem Jahr "heiß", "Ball" und "Feuer" sagen. Doch nichts davon hat er in den aktiven Wortschatz übernommen und mittlerweile sagt er auch diese Wörter gar nicht mehr.

Als Baby hat er wenig bis gar nicht gebrabbelt und gelallt. Das erste Mal Sorgen gemacht habe ich mir deswegen, als er etwa 9 Monate alt war.

Der Kinderarzt hat ihm bei der U7 eine sonst normale Entwicklung bescheinigt, meinte lediglich, dass er ein Late Talker sei.
Beim HNO waren wir auf eigene Faust - und er hört (was ich im täglichen Umgang mit ihm bestätigen kann).

Ich habe oft das Gefühl, er möchte etwas sagen, bringt es aber nicht heraus. Von selbst zeigt und zeigte er bisher NOCH NIE den Drank, etwas nachzusprechen. Fordert man ihn dazu auf ("Sag mal >Ball< "), versucht er es gelegentlich, doch es kommt meist ein völlig anderes Wort dabei heraus (z.B. "aja" statt "Katze") und nach zwei Fehlversuchen sagt er "nein" und geht. Ich weiß, dass man das nicht machen soll, aber von sich aus sagt er wirklich gar nichts. Oft hält er den Mund geschlossen. Melodien ahmt er mit geschlossenem Mund und dem Laut "Mmmm" nach.

Die Vokale a und i unterscheidet er in der Aussprache durch unterschiedliche Tonhöhen. Sieht er einen Glockenturm, deutet er darauf und sagt "ba-ba" (statt "bim-bam"), wobei das erste "ba" piepsig und hoch gesprochen wird.

Nach einem langen Gespräch mit einer Logopädin steht nun der Verdacht "verbale Entwicklungsdyspraxie" im Raum. Wir haben demnächst einen Termin bei der Kinderpädaudiologie.

Gibt es Mütter, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder aktuell machen? Meine Sorgen sind riesengroß.

Vielen Dank schon mal...

 
66 Antworten:

Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 16:53 Uhr

Ach ja: Er hat in einer (leider unregelmäßig stattfindenden) Spielgruppe Kontakt zu Gleichaltrigen. Ich bin noch in Elternzeit daheim und arbeite nicht. Ab März soll Sohnemann an drei Tagen in der Woche in den Kindergarten (Krippengruppe) gehen.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von DK-Ursel am 26.11.2017, 17:07 Uhr

Hej!

Gleichi n DFeinem ersten Satz las ich erstmal fehlerhaft:
Der "Leistungsdruck" statt "Leidensdruck" --- und genau das ist es wohl, Freudscher Verleser, so gesehen.
Ehrlich gesagt: Mich gruselt.
Wie kann man einen Leidensdruck aufbauen, weil das eigene kind mit 2 noch nicht spricht?
Mach Dich doch nicht so verrückt!
Meine Große sprach mit 2 ganze Sätze in 2 Sprechen, die kleine Schwester im selben Alter absolut nichts.
Sie verstand aber alles.
Auch Sätze, die ich langsam etwas kompliziert als "hast du Hunger?" machte.
So what?
Mit 3 war sdie auf dem Stand, den die grioß0e Schwester mit 2 hatte.
Heute ists ie immer noch wortkargerals diese, abersie redet auch fließend und eloquent in 2 Sprachen - und hat auch noch Fremdsprachen gölernt.
Also, laß Deinem Kind Zeit.
hat es keine anderen Stärken, die andere evlt. nicht haben (kleine Schwester war absolut motorischer, wagemutiger, handlungskräftiger =.
Ansonsten:
Geduld sollten Mütter als erstes lernen, vor allem mit dem Rhythmus und Tempo des eigenen Kindes - und da für brauchst Du keine Diagnose, nur viel liebe und Einsatz:
Rede mit Deinem Kind, dann lernt es auch sprechen!
Aber laß es nicht Deine überzogenen Erwartungen spüren (und DIE SPÜRT es!!!), denn das führt zu weitaus schlimmeren Störungen!
Dein Kind braucht mehr Zeit zum Sprechen - ja und?
Es ist genau richtig, wie es ist, und auch das Sprechen kommt noch - nur gemach!
Alles Gute - Ursel, DK

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Wie ist denn der passive Wortschatz deines Kindes?

Antwort von und am 26.11.2017, 17:10 Uhr

Wieviel versteht er von dem, was ihr zu ihm sagt? Kann er einfache Anweisungen befolgen?

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 17:16 Uhr

Ich hoffe, es war kein Fehler, mich in diesem Forum zu melden. Ich kann ehrlich gesagt dieses "Das wird schon noch, der eine früher, der andere später" nicht mehr hören. Nebst Schuldzuweisungen an die Eltern, die irgendetwas falsch gemacht haben (hier angeblich Druck), weshalb das Kind nicht spricht.

"Rede mit Deinem Kind, dann lernt es auch sprechen!" - Das machen wir, seit er geboren wurde!
"Aber laß es nicht Deine überzogenen Erwartungen spüren" - Sind es überzogene Erwartungen, wenn mein Kind mit 25 Monaten das Wort "Ball" oder "Mieze" nachsprechen können soll?

KEIN MENSCH setzt unser Kind unter Druck. Wir spielen mit unserem Junior nur, wenn er das möchte, und was er möchte. Als Mutter mit einem Kind OHNE solche sprachlichen Entwicklungsprobleme, wie du es scheinbar bist, ist es einfach aber auch äußerst unfair, solche Antworten auf die Sorgen anderer zu geben.

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Re: Wie ist denn der passive Wortschatz deines Kindes?

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 17:17 Uhr

Das Sprachverständnis ist absolut altersgemäß.

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Re: Wie ist denn der passive Wortschatz deines Kindes?

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 17:31 Uhr

Manchmal gelingt ihm die korrekte Aussprache eines Wortes, aber er kann es dann nicht wiederholen. Seit ca. 12 Monaten hat er keine sprachlichen Fortschritte, ja sogar Rückschritt gemacht. Er möchte bei Gesprächen "mitreden" und tut dies am Tisch zum Beispiel kund durch ein immer lauter und drängender werdendes "Maaaaaaaaaaa". Er gestikuliert und fordert Aufmerksamkeit durch Handzeichen und/oder Berührungen. Wenn möglich dreht er den Kopf von Mama und Papa mit den Händen in eine bestimmte Richtung, wenn er deren Aufmerksamkeit auf etwas Bestimmtes lenken möchte.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 17:39 Uhr

Was habe ich noch vergessen...

- Manchmal gelingt ihm die korrekte Aussprache eines Wortes, aber er kann es dann nicht wiederholen.
- Seit ca. 12 Monaten hat er keine sprachlichen Fortschritte, ja sogar Rückschritt gemacht. Wörter, die er "mal konnte", gingen nie in den aktiven Wortschatz über und werden nicht mehr gesprochen oder sogar falsch ausgesprochen.
- Er möchte bei Gesprächen "mitreden" und tut dies am Tisch zum Beispiel kund durch ein immer lauter und drängender werdendes "Maaaaaaaaaaa".
- Er gestikuliert und fordert Aufmerksamkeit durch Handzeichen und/oder Berührungen. Wenn möglich dreht er den Kopf von Mama und Papa mit den Händen in eine bestimmte Richtung, wenn er deren Aufmerksamkeit auf etwas Bestimmtes lenken möchte.
- Wenn er (nur auf Aufforderung) etwas nachzusprechen versucht und es nicht gelingt, fasst er mit den Händen an die Lippen, wie um diese zu formen.
- Sein Sprachverständnis ist absolut altersgemäß. Er fordert vehement Spielen und Lesen von sich aus ein und hat auch Freude daran. Favorit sind die immer selben Wimmelbücher, in denen er auf Dinge deutet und diese von Mama oder Papa benannt haben möchte (einzelne Wörter oder auch Sätze, z.B. "Papagei Niko sitzt im Baum", "Opa bringt den Müll raus."). Sagt man das Gewünschte nicht, deutet er solange darauf, bis er das gewünschte Wort oder den gewünschten Satz hört.

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Re: Wie ist denn der passive Wortschatz deines Kindes?

Antwort von cube am 26.11.2017, 17:51 Uhr

Ich denke nicht, d „Zeit lassen“ in dem Fall das Richtige ist. Offensichtlich will dein Sohn kommunizieren, es gelingt ihm aber nicht. Late Talker versuchen nicht so vehement auf Dinge aufmerksam zu machen bzw versuchen so angestrengt, Worte zu bilden. Ich würde definitiv den Termin in der Pädaudiologie machen! ich wünsche euch alles Gute.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von cube am 26.11.2017, 17:57 Uhr

Ist schon mal Mundmotorik überprüft worden? „Fehlerhaft“ arbeitende Muskulatur, zu schwache oder anderweitig eingeschränkte Gesichtsmuskulatur (ich schließe da jetzt Zunge etc. mit ein) verhindert auch, daß ein Kind laute korrekt oder überhaupt bilden kann.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 18:17 Uhr

Bisher nicht, aber das soll wohl alles bei der Pädaudiologie, bei der auch ein Logopäde anwesend sein wird, gemacht werden.
Ich habe auch durch reines Beobachten das Gefühl, dass er sich von anderen Late Talkern (von denen wir zwei in unserem sehr großen Freundeskreis haben) unterscheidet. Er will ja sprechen, aber die Worte kommen nicht (richtig) heraus.

Gibt es keine Mamis hier mit ähnlichen Kindern?

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von cube am 26.11.2017, 18:26 Uhr

Vor 2-3 Wochen hat hier auch mal jemand bezüglich Dyspraxie gefragt. Warte mal das Wochenende ab, oft wird erst ab Montag so richtig wild gepostet. Tatsächlich würde ich auch davon absehen, ihn jetzt zu sehr zum Reden animieren zu wollen. Es scheint ihm schwer zu fallen und er wird eure Verzweiflung diesbezüglich spüren. Wartet erst mal ab, was die Pädaudiologie ergibt. Ich kann sehr gut verstehen, d es euch beunruhigt/ belastet und ich finde es absolut richtig, entsprechende Untersuchungen - die ja auch nicht weh tun - durchführen zu lassen.

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Mein Sohn war genau so !

Antwort von Pebbie am 26.11.2017, 18:34 Uhr

Mein Sohn hatte bis zu 1,5 Jahren eine normale Sprachentwicklung . Danach kam nichts neues mehr. Er wusste nicht, wozu Sprache gut ist. Hatte er Durst, hat er mich zum Kühlschrank gezogen. Sein Sprachverständnis war super, er konnte mehrteilige Aufgaben ( im Kindergarten ) ohne Probleme erfüllen. Im Morgenkreis hat er einen Monolog gehalten wenn er gefragt wurde, in seiner eigenen Sprache. Er hatte Glück das die Gruppe sehr sozial war und ihn deswegen nicht ausgelacht hat.

Wende Dich an den Kinderarzt, das er Dein Kind zu einem SPZ überweist.

Ich könnte jetzt noch Seitenlang schreiben, wie unser weiterer Weg war.
Ich belasse es dabei ( und das ist das Wichtigste ): er wird im April 17 Jahre alt. Ist Fußballtrainer, hat einen tollen Freundeskreis und besucht eine Gesamtschule mit sehr gutem Erfolg. Und das alles hätte ich damals niemals für möglich gehalten.

Falls Du mehr wissen willst, schreib mir eine PN.

Alles gute für den kleinen Mann !

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Danyshope am 26.11.2017, 18:37 Uhr

Was ich nicht verstehe, warum HNO-Arzt, warum nicht zum Pädaudiologen?

Fast alle Kinder die ich kenne wo im nachhinein gesagt wurde sie haben ein Problem mit dem Hören/sprechen waren anfangs beim HNO-Arzt völlig unauffällig. Das eine Kind war sogar nahezu taub - ist aber nicht aufgefallen weil er auch gelernt hatte entsprechend zu reagieren. Also dachte jeder, der hört ja...

Wenn auch nur im entferntesten vermutete wird es passt was nicht, dann gehört ein Kind zum Pädaudiologen und das ist auch eine der Voraussetzungen damit überhaupt Logopädie wirklich starten kann. Wobei eh kein normal denkender Mensch da jetzt zum Logopäden in dem Alter raten würden. Hier würden sich auch wegen der Symptome alle weigern ein Kind anzunehmen bevor es nicht mindestens 3 Jahre alt ist. Die Kinder welche früher logopädisch behandelt werden bekommen das in der Regen entweder weil Muskelpartien oder ähnliches trainiert werden müssen oder aber weil die Eltern meinen das privat machen zu müssen weil mit dem Kidn was nicht stimmt...

Dieser Umstand sollte dir auch soweit zu denken zu geben ob dein Kind nicht doch einfach ein Late Talker ist - den faktisch ist es so das er eben noch nicht so weit sein MUSS. Sollte was organisch sein, kann dir der Besuch beim Pädaudiologen da Gewissheit geben, falls alles OK ist, weißt du das das mit dem sprechen sicherlich noch kommt.

Ach ja, im übrigen kenne ich einen Fall da hat das Kind daheim auch nie gesprochen. Die Eltern haben sich massive Sorgen gemacht und irgendwann auch im KiGa nachgefragt wie denn da das sprechen liefe. Dort hieß es, der reinste Wasserfall und alles perfekt. ER wäre sprachlich weit besser wie viele andere Kinder. Es stellte sich im nachhinein heraus, das der Junge einfach das Gefühl hatte daheim muss ich eh nicht sprechen, es weiß auch so jeder was er will. Und das was alle anderen erzählen dort ist doch weit interessanter wie das was er so erlebt hat. Also hat er eben daheim nichts gesagt und einfach nur zugehört.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 18:56 Uhr

Wir wollen unserem Sohn nichts andichten, auch keine Pferde scheu machen oder hysterisch von Arzt zu Arzt laufen. Er ist unser Kind und wir lieben ihn so wie er ist. Aber dennoch wollen wir auch nichts versäumen und ihn ggf. um eine Chance bringen.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 19:06 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten!

Der HNO war nach der Polypen-OP unseres großen Sohnes im Alter von 2 1/2 Jahren die erste Anlaufstelle. Der Große hatte binnen eines Jahres einmal Lungenentzündung und etwa acht Mal Mandel- und Ohrentzündung. Nach der Entfernung der maximal vergrößerten und entzündeten Polypen war er nur noch selten krank und seine Sprache (die bis dahin aber gar nicht auffällig war) ist binnen zwei Wochen nach der OP förmlich explodiert. Er hatte schlecht gehört.

Wir hatten uns eine ähnliche Erklärung beim Kleinen erhofft, was aber nicht der Fall war. Danach habe ich zunächst ein sehr intensives Gespräch mit einer Logopädin geführt (ohne Beisein des Kindes), um herauszufinden, ob überhaupt ein "behandlungswürdiger" (klingt schon wieder blöd, das Wort...) Zustand vorliegt oder wir einfach abwarten können/sollen/dürfen. Ihrer Einschätzung nach ist das aber leider nicht der Fall. Für sie klingt die Darstellung nicht nach einem Late Talker, sondern nach einer verbalen Entwicklungsdyspraxie - und gehört abgeklärt.

Deshalb nun der Termin beim Pädaudiologen. Es würde mich/uns sehr freuen, wenn das Ergebnis dort lautet, dass alles okay ist und wir uns einfach noch ein wenig in Geduld üben müssen.

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Re: Wie ist denn der passive Wortschatz deines Kindes?

Antwort von und am 26.11.2017, 19:42 Uhr

Logopädie scheint nicht verkehrt, das habt ihr ja schon in Angriff genommen. Ich würde in der Zwischenzeit mal bei einem SPZ vorstellig werden, nur zur Sicherheit - die Wartelisten sind lang.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Zornmotte am 26.11.2017, 20:26 Uhr

Ich weiß, du magst es nicht lesen, aber mich würde das auch nicht stressen. Mein Sohn hat mit 2,5 Jahren nur drei Wörtchen gesagt. Es wurde abgeklärt, dass er gut hört. Unser HNO rät keine Logopädie vor vier Jahren. Natürlich will es eure Logopädin bearbeiten, so verdient sie ihr Geld. Bei unserem hat es irgendwann Klick gemacht. Er sprach innerhalb weniger Monate hypotaktisch, ich will fast sagen, verschachtelt, hat mit vielleicht 3,5 Jahren mehr Konjunktive eingebaut, als mir lieb ist, unser kleines Klugscheißerle.

Wenn euer Sohn eine weitere Station, den Pädaudiologen, gut mitmacht, halte ich das auch für eine gute Idee. Ansonsten gibt dir unser Beispiel vielleicht Gelassenheit.

Die Tonhöhe bei Bimbam bei gleichem Vokal zu verändern, finde ich sogar raffiniert.
Meine zwanzig Monate alte Tochter spricht nur dumpfe Laute. Die Erfahrung mit dem Großen lässt mich ruhig abwarten. Ich will auch bestärken, dass man Geschwister nicht unbedingt vergleichen kann.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von lilke am 26.11.2017, 20:27 Uhr

Ihr seid doch in Behandlung, also warte doch jetzt erst mal ab.

Ich hab jetzt ein paar deiner Posts gelesen und es klingt alles so... Verzweifelt. Wir sind ja alle klug und intelligent, also warum und was ist "falsch" mit meinem Kind?!

Auch Kinder von Akademikern und Kinder von Hochbegabten können ganz normal, ja mitunter auch mal etwas unterdurchschnittlich intelligent sein. Und ich denke, dass du ihn dann ja auch genauso lieben würdest.

Deshalb würde ich, auch wenn ich keine eigenen Erfahrungen zum Thema beisteuern kann, jetzt erst einmal die nächsten Untersuchungen abwarten anstatt gleich Panik zu schieben, als ob das Kind morgen im KH landen würde, wenn es nicht sofort anfängt zu sprechen.

Und vor allem würde ich den Druck mal rausnehmen. Sowohl bei dir als auch beim Kind. Du schreibst doch selbst, er kann scheinbar nicht. Also lass ihn untersuchen und schau dann weiter. Was soll es bringen ihn immer wieder zu zwingen? So will er dann auch am Ende gar nicht mehr.

Ich hoffe, dass sich noch die eine oder andere Mama hier findet, die ähnliches erlebt hat, damit du etwas ruhiger wirst. Diese hektische Panik nützt keinem von euch und macht die ganze Familie irgendwann fertig.

LG Lilly

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 20:39 Uhr

Vielen Dank für deinen Beitrag, Zornmotte. Es ist schön zu hören, dass es Kinder gibt, die sich bei gleicher/ähnlicher Ausgangslage ganz normal entwickelt haben. Ich hoffe, unser Kleiner gehört auch dazu!

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 20:50 Uhr

Puh, ja, ich habe schon Angst, dass wir eine Endlostherapie bei diversen Logopäden durchlaufen müssen. Man hat schon so viel gehört In der Vergangenheit wurde ich vom Schicksal auch nicht unbedingt verschont, und waren Wahrscheinlichkeiten auch noch so klein - ich war dabei. Frauen- und Kinderarzt konnten es oftmals kaum mehr fassen, wenn bei uns wieder was los war ("Das gibt es doch nicht! Schon wieder bei Ihnen, das darf doch nicht wahr sein!")
Von daher bin ich wohl auch ein wenig "gebranntes Kind".
Die Informationen über den Bildungshintergrund habe ich nur angegeben, um eventuellen Diskussionen über eine genetische Disposition vorzubeugen. Daran liegts nicht. Und an unserem Kind ist auch nichts "falsch". Das klingt ja, als würde man einen Makel/Mangel am Kind beklagen. Mitnichten! Wir möchten ihm helfen, sich ausdrücken zu können. Er will ja, kann aber nicht, und ist deshalb mitunter schon wirklich frustriert.
Du hast Recht, ich muss wirklich wieder ruhiger werden und auf dem Teppich bleiben. Selbst wenn sich eine verbale Dyspraxie bestätigen sollte, so ist das keine Diagnose, mit der man nicht zurechtkommen kann.
Über Erfahrungsberichte anderer Mütter freue ich mich dennoch...

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von niccolleen am 26.11.2017, 20:56 Uhr

Ich schliesse mich Ursel 100%ig an.
Er wurde doch schon als normaler Late Talker diagnostiziert!!
Mein Bruder hat mit 3 Jahren zu sprechen begonnen, dann dafuer gleich in vollen Saetzen, hat zwei Studien hinter sich und ist sehr erfolgreich geworden und ueberdurchschnittlich intelligent.
Meine beiden Kinder haben mit 2 bzw. 2,5 Jahren ihr erstes Wort gesprochen. Beide koennen sehr gut und sehr schoen sprechen, besonders mein Sohn (6) hat eine Rhetorik, da koennen sich so manche Politiker was abschauen.
Ein Kindergartenkind in der KiGa-Gruppe meines Sohnes hat mit 3 gerade mal "Halljo!" sagen koennen. Die Kindergaertnerinnen waren nicht besorgt, haben gesagt, er versteht alles und in jedem Jahrgang ist so einer dabei. Ein Jahr spaeter habe ich ihn wieder gesehen, und er hat geredet wie alle anderen auch.

Auch wenn du es nicht mehr hoeren kannst, so wie du das beschreibst, stehen die Chancen gut, dass alles ganz normal laeuft, nichts damit zu tun hat, wieviel ihr mit ihm "uebt", weil das naemlich auch eine neurologische Entwicklung ist, keine Uebungssache, und ich lese das ebenso, dass der Leidensdruck einzig der eure als Eltern ist, nicht der des Kindes, das sich nicht verbal ausdruecken kann. Verstehen tut er ja offenbar, Gehoer habt ihr gecheckt, und andere Ausdrucksmittel hat er offenbar auch. Wessen Leidensdruck ist es, ist die Frage, und wie kann der Leidende sich helfen oder ihm geholfen werden? Indem der Leistungsdruck auf das Kind steigt? Wohl kaum.
Vielleicht ist wirklich eine Entwicklungsverzoegerung vorhanden, aber bisher gab es bei euren Aerzten ja kein Indiz auf irgendwelche Verzoegerungen oder Stoerungen.

lg
niki

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von niccolleen am 26.11.2017, 20:59 Uhr

Gut, das klingt schon anders als der Ausgangspost, da habe ich zu frueh gepostet.
Na dann wohl doch dranbleiben und ev. das SPZ kontaktieren.

lg
niki

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von lilke am 26.11.2017, 21:34 Uhr

"Puh, ja, ich habe schon Angst, dass wir eine Endlostherapie bei diversen Logopäden durchlaufen müssen. "

Und? Dann bist du halt drei Mal die Woche beim Logopäden. Wenn es ihm hilft ist doch gut und wenn er danach auf dem gleichen Stand wie Altersgenossen ist, noch besser.

Das klingt - ohne das böse zu meine. - schon wieder nach Leistungsdruck. Yikes, mein Kind braucht Therapie und dann müssen wir da ständig hin. Ja, musst du dann eben und Hausaufgaben wird es auch geben. Du willst deinem Kind doch helfen, das kann man lesen, aber das da oben klingt jetzt wieder eher nach "warum kann er nicht 'normal' sein"...

Wir haben mit unseren Kindern auch einiges durch. Der Kleine war direkt nach der Geburt auf der Neonat., eine Woche später auch wieder im KH wegen Sepsis, hatte in den ersten vier Monaten drei schwere Infekte mit AB, KISS stand im Raum, Physio... Unsere KiÄ meinte auch mal "Sie nehmen aber auch alles mit." Meine Antwort war: "Könnte noch viel schlimmer sein." Denn im Grunde waren das bei uns alles nur "Kleinkram" und alles gut zu behandeln, nachdem die Diagnosen erst mal standen.

Mein Kleiner ist jetzt übrigens etwas über ein Jahr, motorisch durchschnittlich bis weit entwickelt und kann Infekte besser ab als die meisten anderen Kinder in seinem Alter, inkl. seinem großen Bruder im gleichen Alter damals.

Also auch wenn ich nur grobes Wissen über eure im Raum stehende Diagnose habe und nicht weiß, wie gut das zu behandeln ist und ob und welche "Nachwirkungen" das haben kann... Sollte es sich bestätigen ist es früh erkannt worden und die meisten Sachen gehen besser aus, wenn man sie früh erkennt.

Also ja, vielleicht steht euch ein Logopädie-Marathon ins Haus und ja, sicher wird es anstrengend werden. Aber das ist etwas, über das du dir Gedanken machen kannst, wenn die Diagnose sicher ist. Und dann wirst du auch irgendwie damit klarkommen.

Denn das ist dein Kind. Du liebst es. Und du willst das beste für ihn.

Und auch wenn es abgedroschen ist... Es ist nichts, was ihn das Leben kosten wird. Ihr werdet alle damit leben können.

LG Lilly

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von lubasha am 26.11.2017, 21:39 Uhr

Laut meinen Eltern hat meine kleine Schwester bis zu kurz vor dem dritten Geburtstag nur geschriehen und nichts gesagt. Mit drei sprach sie von heute auf morgen in vollem Sätzen, grammatikalisch korrekt. Mit 20 hatte sie erste Uni abgeschlossen, mit 24 zweite (kein Master, sondern damals noch Diplom in einem anderen Beruf). Mit 26 war sie Abteilungsleiterin (den Posten wegen Schwangerschaft verloren. Ist jetzt nur Projektmanagerin mit Stabstelle bei der Geschäftsleitung).

Ihr erster Sohn hat früh gesprochen. 3 Wort Sätze mit 14 Monaten, grammatikalisch Korrekt mit 18 Monaten. Der Kleine mit 2 Jahren nichts, jetzt 2 Monafe nach dem 2. Geburtstag alles wie ein Wasserfall.

Meine beiden haben bis zu 2. Geburtstag nicht gesprochen, dann mit knapp über 2 auf Einmal in Sätzen. Und ja, mit 5 haben sie fließend und sinnerfassend gelesen.

Gelassenheit wünsche ich dir. Es wird sicher gut gehen, in Sprüngen und nicht in stetigen Schritten?

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 21:59 Uhr

Nun, bei uns war leider nicht alles "Kleinkram". Leider hat eine Krankheit vor drei Jahren meiner Sternentochter im 5. Monat der Schwangerschaft durchaus das Leben gekostet. Konnte also bei uns in diesem Fall nicht schlimmer sein. Und das ist nur die Spitze. Aber nun, das ist ja jetzt hier kein Wettbewerb "Wer hat die schlimmste Vergangenheit, wer hat das meiste mitgemacht." Jeder hat bestimmt sein Päckchen zu tragen, aber in dieser Diskussion hat das nichts zu suchen.

Und ja, auch wenn der nächste auf VED spezialisierte Logopäde ca. 80km entfernt wohnt, werden wir im Falle des Falles (was sich erst noch herausstellen muss) mit unserem Sohn natürlich hinfahren. Das ist doch klar.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 22:01 Uhr

Vielen Dank, lubasha, für deine Erfahrungsberichte! Das lässt hoffen...

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Nicole_Meyer am 26.11.2017, 22:02 Uhr

Hallo,

ich schließe mich nicht an und sage: Das wird schon. Ich finde das Verhalten sehr auffällig, vor allem, weil er Sprache versucht.

Frühförderzentrum, je eher, desto besser.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 22:09 Uhr

Vielen Dank, Nicole, für deine Einschätzung. Ich finde seine Entwicklung auch auffällig (Ohne mein Kind schlecht machen zu wollen ! Das muss man hier im Forum anscheinend immer extra dazusagen...). Die Augen vor den Gegebenheiten zu verschließen und so zu tun, als sei alles "total normal" hilft auch keinem, unserem Kind am allerwenigsten.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 22:10 Uhr

Gibt es hier vielleicht Mütter, die mit ihrem Kind schon beim Pädaudiologen waren? Was wird da gemacht?

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Natürlich

Antwort von DK-Ursel am 26.11.2017, 22:51 Uhr

kannst Du hier Sorgen schreiben und Fragen stellen - nur darfst Du eben nicht damit rechnen, daß die Antwortenso ausfallen, wie Du sie möchtest oder sie Dir gefallen.
Vielleicht machst Du denselben "Fehler" bei deinem Sohn:
Du hast Erwartungen, die erfüllt er ebenso wenig wie ich (oder Nicoleen, weiter mochte ich ehrlich nicht mehr lesen), und weil es nicht so kommt, wirst Du kiebig?
Armes Kind, kann ich nicht nur sagen.
Ja, wenn den Kind mit 2 Jahren noch nicht "Ball" sprechen kann oder will, ist deine Erwartung gerade zu hoch.
So einfach ist das.
Dein Kind ist auch gar nicht dazu da, Deine Erwartungen zu erfüllen.
Und es ist nun mal so, daß Kinder sowas spüren und sich dann entweder frustriert oder bewußt verweigern.
Viel Spaß weiterhin, Du stehst ja erst am Anfang aller Erziehung und Entwicklung Deines Kindes!!!

Dabei finde ich - samt Beispiel , meiner kleinen Tochter, deren große Schwester mit ihrem Spracheifer sie nicht nur in den Schatten stellte, sondern eben uns auch hätte nervös machen können - daß ich versucht habe, Dir Mut zu machen, den Kleinen einfach mal in Ruhe und sich entwickeln zu lassen.
Wenn ich doch merke, das Kind versteht und hört mich, ist es doch gut.
herrje - was willst Du denn machen - eine Möhre, an der Du ziehst, wächst auch nicht schneller!

Es tut mir leid, wenn Du diese Antwort nicht mehr hören kannst - für mich nur ein Zeichen,daß Du vorher schon übermäßig viele andere damit genervt hat, weil Dein Kind Deinen Normen nicht entspricht.
Und der Gedanke kommt Dir nicht, daß, wenn so viele dasselbe sagen, vielleicht doch was Wahres dran sein könnte?
Warum willst Du dann hier Meinungen?
Welche - nur die, die in dein Horn blasen?

Ja, JETZT war ich deutlicher, denn es tut mir leid, nach dem Mund reden, DEINE Erwartungen erfüllen, kann ich leider nicht.
dafür ist so ein Forum auch nicht da.
Dein Kind aber erst recht nicht!
Gruß Ursel, DK

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Re: Natürlich

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 23:10 Uhr

Niemand wird hier "kiebig". Aber du warst die einzige, die mit Schuldzuweisungen um die Ecke kam à la "wenn das Kind nicht spricht, dann haben die Eltern etwas falsch gemacht bzw. machen die Eltern etwas falsch." Das stimmt nicht.

Dr. Anne Schulte-Mäter hat zum Thema "Kinder, die nicht oder nicht verständlich sprechen" einen großartigen Leitfaden verfasst, den du vielleicht lesen solltest, bevor du mit solchen Anschuldigungen daher kommst. Und nicht jedes nicht-sprechende Kind, dem die Eltern gelassen bei der Entwicklung zuschauen, lernt von selbst sprechen. Manche Kinder ja, manche aber auch eben nicht. Und nach solchen Erfahrungen, egal welcher Art, habe ich hier gefragt. Nicht mehr und nicht weniger.

Eine Möhre, an der Du ziehst, wächst auch nicht schneller - stimmt. Aber gießen musst du sie schon.

Und die Aussage "Sprich mit deinem Kind, dann wird es auch sprechen lernen." ist nach dem, was ich an Informationen gegeben habe, Schwachsinn. Lies doch nochmal genauer nach, ob wir mit unserem Kind sprechen oder nicht.

Vielleicht hättest du auch weiterlesen sollen, denn Nicoleen hat wenige Minuten später und wenige Zeilen darunter eine weitere Antwort gegeben:
"Gut, das klingt schon anders als der Ausgangspost, da habe ich zu frueh gepostet.
Na dann wohl doch dranbleiben und ev. das SPZ kontaktieren.
lg
niki"

Einige Antworter*innen haben mir auch nicht "nach dem Mund geredet". Das ist okay, ich habe nach verschiedenen Erfahrungen gefragt. Was ich nicht mag, sind Menschen, die ihre Meinung nicht sagen können, ohne dabei unsachlich, persönlich und beleidigend zu werden.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Danyshope am 26.11.2017, 23:20 Uhr

Warte ab, auch dann wenn er hinterher ist, muss es wie gesagt nichts gravierendes sein. Unser Sohn hat eine Sprachentwicklungsstörung - aber er redet trotzdem wie ein Wasserfall. Man hat aber halt Probleme ihn zu verstehen. Und er hat schon recht früh mit sprechen angefangen - auch darauf kann man also keine Rückschlüsse ziehen.

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Re: Natürlich

Antwort von niccolleen am 26.11.2017, 23:25 Uhr

Ich bin zwar nicht Ursel, aber ich glaube, du hast sie falsch verstanden.
Ich habe sie so verstanden, dass sei gemeint hat, dass du eben nichts falsch machen kannst, wenn du mit ihr sprichst, und das tust du eh. Also einfach so weitermachen.

lg
niki

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Danyshope am 26.11.2017, 23:28 Uhr

Ja, waren wir. Waren verschiedene Tests - je nachdem was eben vermutet wird wohl auch.

Unser war dort wegen Verdacht auf Hypersensibilität/extremer Geräuschempfindlichkeit - und Sprachentwicklungsstörung. Letztere allerdings schon fest diagnostiziert. Er musste eben einige Hörtests machen und es wurden verschiedene Messungen gemacht. Nichts weltbewegendes. Allerdings konnte unser auch schon mehr mitmachen da zum Zeitpunkt fast 5 Jahre alt.

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Re: Natürlich

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 23:45 Uhr

Danke Niki, das kann sein.
Aber nach Aussagen von Ursel wie "Du setzt deine Kinder unter Leistungsdruck", "Mich gruselt", "armes Kind" und "Du hast sicher vorher schon übermäßig viele mit dem Thema genervt" habe ich das in dieselbe unsachliche Schublade gepackt.

SOLLTE es sich um eine verbale Dyspraxie handeln (und das, um es mit Meister Eder zu sagen, "kann sein, kann sein auch nicht"), dann kann ich meinem Kind lange lange lange entspannt zusehen und viel viel viel mit ihm reden, und dennoch wird es nicht zu sprechen beginnen. Und das hat nichts mit Verweigerung zu tun, sondern hat organisch-neurologische Ursachen und bedarf einer Therapie.

Ich suche nach Erfahrungen von Mamis mit Spätsprechern. Nach solchen, bei denen es von selbst KLICK gemacht hat, aber auch nach solchen, bei denen dies nicht der Fall war.

Und: Wir lieben unsere beiden Kinder so wie sie sind! (Im übrigen naturverbundene Land-, Matsch- und Draußenkinder)

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von juzaubermaus am 26.11.2017, 23:47 Uhr

Wer hat denn bei euch die Sprachentwicklungsstörung diagnostiziert? Und wann?

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von emilie.d. am 27.11.2017, 0:00 Uhr

Mein Neffe hatte ähnliche Probleme und der Sohn einer Freundin auch.

Mal vorweg, ich finde das in Deinem ersten Post auch etwas befremdlich, dass Du es für verwunderlich hälst, ein sprachverzögertes Kind bei zwei Akademikern zu haben. Als Deutschlehrerin wirst Du ja wahrscheinlich selbst mal in Kontakt mit Genetik gekommen sein. Es kann epigenetisch während der Entwicklung viel falsch laufen, es kann zu Neumutationen auf DNA Level kommen usw. und so fort. Es könnten Allele sein, die sich bei Deinem Mann und Dir wegen Modifier Genen nicht ausprägen.

Bei meinem Bruder (übrigens auch Lehrer) scheint es zum Teil aber tatsächlich vererbt zu sein. Mein Bruder war selbst 'Late Talker'. Meine Mutter behauptet, außer Bonbon habe er nicht viel gesagt.

Meinen Neffen habe ich noch nicht mal mit 4 1/2 wirklich verstehen können. Seine Schwester hat das meiste 'übersetzt'. Sie hat übrigens überragend gesprochen, mit 1 1/2 schon recht gut, sehr früh 3-Wort-Sätze, Reiblaute usw.

Mit der Diagnostik kann ich Dir leider nicht weiterhelfen. Mein Bruder und Schwägerin sind wie gesagt Lehrer und haben Ihn wirklich von oben bis unten durchchecken lassen. Pädaudiologe war auch dabei. Er hatte wohl neben dieser Sprachgeschichte eine Wahrnehmungsstörung. Ich habe nicht verstanden, wie das alles zusammenhängt. Aber er hat nicht nur Logo gemacht, sondern auch Ergo. Beide Elternteile haben täglich mit ihm geübt.

Ich bin vor nicht all zu langer Zeit echt hinten rübergefallen, wie krass gut das geworden ist. Ich kann ihn ziemlich normal verstehen. Uns hat er ja eh immer normal verstanden.

Ich würde auch sagen, warte die Diagnostik ab und mach Dich nicht verrückt. Dein Sohn ist noch sehr jung, da kann man noch viel fördern.

Bei uns in der Familie ist viel Wert darauf gelegt worden, meinem Neffen nicht das Gefühl.zu geben, es sei etwas falsch mit ihm. Gerade wenn man eine Schwester hat, die gefühlt den ganzen Tag redet und auch oft dann für ihn gesprochen hat. Wenn ich mit ihm telefoniert habe, habe ich halt viel erzählt und geredet.

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Weil ich es gerade noch lese.

Antwort von emilie.d. am 27.11.2017, 0:06 Uhr

Bei einer Freundin (sie übrigens auch Deutschlehrerin, Vater Arzt) auch etwa mit zwei Jahren. Sie ist deshalb zur Zeit aus der Schule raus, nicht nur deshalb, aber auch. Um.mehr Zeit zum Üben und für sie Therapie zu haben.

Bei meinem Neffen weiß ich es nicht mehr. Logo und Ergo so mit 3 oder 4 Jahren. Am Gehör war halt nie was auffällig.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von juzaubermaus am 27.11.2017, 0:18 Uhr

Liebe emilie,
es freut mich, das zu hören! Auch wenn Logo- und Ergotherapie nötig waren - der Erfolg hat euch Recht gegeben.
Genetisch, hm, wie soll ich das erklären. Meine vor drei Jahren im fünften Schwangerschaftsmonat verstorbene Tochter hatte einen sehr seltenen Gendefekt (Mikrodeletion, Wahrscheinlichkeit 3:10.000), der gemäß Untersuchungen an ihr, mir und meinem Mann "de novo" entstanden ist, also nicht vererbt wurde. Ich habe mich damals sehr in die Materie vertiefen müssen. Da es auch bei meinem Sohn Auffälligkeiten zu Beginn der Schwangerschaft gab, haben wir auch bei ihm eine Chorionzottenbiopsie mit Genanalyse (Array) machen lassen. Diese war Gott sei Dank völlig normal . Aus diesem Grund können wir eine genetische Komponente in diesem Fall aber auch ausschließen. VEDs hängen ja häufig mit Syndromen zusammen, z.B. Fragiles X, Angelman oder Prader Willi. Aber das ist ausgeschlossen.
Wir möchten ihn auch weder überfördern noch überfordern. Aber halt auch nichts übersehen... wenn du verstehst, was ich meine

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Nur nochmal kurz meine Begründung - warum SPZ

Antwort von und am 27.11.2017, 0:19 Uhr

...hab mir jetzt alle Antworten nochmal durchgelesen und ich kann auch diejenigen verstehen, die sagen: alles im grünen Bereich, einfach abwarten, Late Talker, nur kein Leistungsdruck.

Jedoch - was mich allein hellhörig macht, ist der erwähnte Entwicklungsrückschritt. Langsame Entwicklung ist ok, sogar eine Weile Entwicklungsstillstand ist ok. Aber sobald ein Kind Entwicklungsrückschritte macht, in welchem Bereich auch immer, sollte man das unbedingt abklären lassen. Ich würde diesen Sprachentwicklungsrückschritt bei allen Anlaufstellen (Kinderarzt, Logopäde, SPZ usw.) nochmals deutlich kommunizieren und solange nachfragen, was dahinterstecken könnte, bis ich eine einleuchtende und zufriedenstellende Antwort hätte.

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Re: Nur nochmal kurz meine Begründung - warum SPZ

Antwort von juzaubermaus am 27.11.2017, 0:22 Uhr

Vielen Dank, und!
Ja, das ist auch ein Punkt, der mich an der Diagnose des Kinderarztes "Late Talker" zweifeln lässt. Auch alle Late Talker im Freundeskreis konnten bereits erworbenen Wortschatz beibehalten und aktiv anwenden. Und wenn es nur drei Wörter waren...

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von emilie.d. am 27.11.2017, 0:56 Uhr

Sorry, dass ich so auf der Genetik rumhacke, aber ich würde es gern richtig stellen.
Man FINDET oft keine genetische Ursache. Das heißt aber nicht, dass die Ursache für einen Phänotyp nicht genetisch/epigenetisch bedingt ist.

Neben dem DNA Code gibt es eine zweite Regulationsebene - Epigenetik. Die DNA-Helix ist sozusagen in einer Matrix aus Proteinen aufgehängt, die methyliert, acetyliert, ubiquitinyliert usw. werden. Gen Arrays können das nicht checken. Mal abgesehen davon, dass sie sowieso nur eine winzige Anzahl von Mutationen abdecken. Wird z.B. eine Promotorregion hypermethyliert (die coding sequence selbst ist intakt), kann das zum kompletten Genausfall führen.

Theoretisch kann eine Mutation ja auch während der Entwicklung des Embryos in somatischen Zellen auftauchen. Die siehst Du ebenfalls nicht, wenn Du bloß die DNA vom Chorion checkst.

Für die Entscheidung, ob Euer Sohn Hilfe braucht oder nicht, werdet Ihr Euch auf die entsprechenden Experten verlassen müssen. Hoffe, Ihr findet gute.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Jeckyll am 27.11.2017, 6:11 Uhr

Mein Sohn hat mit zwei Jahren auch noch nicht gesprochen. Mit Ausnahme von Mama, Papa, affaff (Apfelsaft), esbe (Eisbär) und schlaschla (Schnuller).
Nachdem ein pädaudiologe eine hör und hörverarbeitungsstörung ausgeschlossen hat, haben wir mit einer Logopädie gestartet als mein Sohn 30 Monate alt war.

Ob es an der Logopädie lag oder es einfach seine Zeit war. Er hat kurz darauf begonnen zu sprechen und binnen einen dreiviertel Jahres hat er von Wortschatz und Grammatik alles aufgeholt. Nur ein undeutliches und zu schnelles sprechen dauerte länger bis es besser wurde.

Ich würde also sagen von großem Leidensdruck und riesigen Sorgen zu sprechen ist übertrieben. Und ob eine Logopädie wirklich hilft steht auch in den Sternen. Aber sie schadet ganz sicher nicht, für die Kinder ist es einfach eine oder zwei Stunden in der Woche mit jemand anderem spielen.

Jeckyll

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Re: Natürlich

Antwort von niccolleen am 27.11.2017, 8:35 Uhr

Meine Erfahrungen hab ich dir schon gepostet, ich wollte damit auch aufzeigen, dass Spaetsprecher keine Ausnahmeerscheinungen sind, sondern ein ziemlich signifikanter Prozentsatz aller Kinder. Ich bilde mir ein, sogar mal was von 10% gelesen zu haben.

Ursel hat dich vielleicht ebenso in einer Schublade gesehen, weil ja tatsaechlich ebendiese Muetter von den vielleicht 10% aller Kinder hier anfragen, was sie bloss angestellt oder falsch gemacht haben, dass ihr Kind mit 2 noch nicht spricht.

lg
niki

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von babuschka-29 am 27.11.2017, 9:05 Uhr

Propelm liegt bei Ältern. Wenn sich definirt über intelekt.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von lilke am 27.11.2017, 9:20 Uhr

Dass Du Deine Tochter verloren hast tut mir leid, mit deinem Sohn hat das aber eben nichts zu tun. Das ist DEIN Paket, nicht seins. ER ist scheinbar nicht lebensbedrohlich erkrankt.

Wenn man deine Posts hier liest machst Du Dich total verrückt über eine Diagnose, die noch nicht mal gesichert ist. Jetzt warte halt die weiteren Schritte wie Audiologe ggf. Logo ab und schau erst mal was sich ergibt bevor Du die Schreckensszenarien in deinem Kopf noch weiter überzeichnest.

Und ich denke mal, dass sich z.B. Ursel und die anderen, die sagen "warte erst mal ab" auch darauf mit beziehen. Das ist totaler Aktionismus bei Dir gerade, der Deinem Kind nichts nützt. Klar, Erfahrungen einholen ist das eine, aber bei Dir geht es ja immer schnell in "ach, wir sind so gebeutelt und das Kind wächst doch so normal auf, warum ist es dann nicht normal."

Ich sage damit nicht, dass Du das sagen willst, aber so klingt es nun mal für mich in vielen Posts... und das ist schade, sowohl für Dich als auch fürs Kind. Denn Du machst durchaus den Eindruck, als ob Du nur das Beste für dein Kind willst. Das beste wäre aber in meinen Augen jetzt halt erst mal abzuwarten was die Diagnostik ergibt anstatt panisch rumzurennen und sich jetzt schon einen Kopf über ungelegte Eier zu machen.

Die vielen Erfahrungen, die du hier bekommen hast, sollten Dir zeigen, dass es nicht immer gleich das Schlimmste sein muss und dass es vom durch den HNO übersehenen Hörproblem bis hin zu tatsächlich einfach nur Spätstarter immer noch alles sein kann. Und ja, auch VED kann es natürlich sein, aber du sagst doch selbst, dann fährst Du halt zur Logo.

Also entspann Dich erst mal wieder etwas und nimm den Druck bei DIR raus. Du klingst immer total überspannt...

LG
Lilly

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von schneeziege08 am 27.11.2017, 9:53 Uhr

Ich schließe mich - als Mutter eines Late-Talkers - der Meinung von "und" an: Die merkwürdigen Rückschritte würden mich auch nicht ruhen lassen und auch vermuten lassen, dass irgendeine Unterstützung notwendig sein könnte.
Mein Sohn hat bis er 2 Jahre und 3 Monate alt war nur ca. 10 (unverständliche) Wörter gesprochen. Er hat anders kommuniziert und meistens wussten wir ja auch, was er wollte, so dass es für ihn ok war.
Er hat NIE auch nur ein einziges Wort nachgesprochen, wenn man ihn darum gebeten hat. Der Mund blieb zu und ich habe es dann auch irgendwann gelassen.

Ich glaube, dass man sich meist auf sein Gefühl verlassen kann. So habe ich nicht - wie vom Kinderarzt empfohlen - am Heidelberger Elternprogramm teilgenommen, damit ICH mal lerne, wie ich meinem Kind das Sprechen beibringe. Das hat mich damals total aufgeregt, weil es an unserer Situation völlig vorbei ging und ich natürlich auch selbst schon recherchiert hatte, ob wir irgendetwas anders machen müssen. Aber wir hatten immer schon so unendlich viel gelesen und gesprochen....

Einige Wochen später platzte dann auch der Knoten und es wurde klar, dass ALLES in seinem Kopf abgespeichert war. Er hat dann von Sachen aus Büchern gesprochen, die wir Monate nicht mehr gelesen hatten.

Ich hoffe, das macht etwas Mut - wenn es vielleicht bei euch auch "nur" daran liegt, dass es nicht gelingt die Gedanken auch zu versprachlichen und das Verständnis aber trotzdem da ist.
Hier war es dann auch so, dass er innerhalb von ein paar Monaten alles aufholte, in vollständigen Sätzen und im Konjunktiv sprach. Die meisten Frühsprecher hat er inzwischen - mit 3 1/2 - hinter sich gelassen.
Ich wünsche euch alles Gute!

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Ivdazo am 27.11.2017, 10:06 Uhr

Hallo,

falls es dir hilft, hier eine persönliche Erfahrung: ich habe einen vergleichbaren IQ zu dir, habe mit 3 Jahren und 5 Monaten flüssig und sinnerfassend gelesen, aber erst mit 3 Jahren angefangen, auch nur EIN Wort zu sagen.
Jetzt als Erwachsene kann ich gut mündlich kommunizieren, auch mit Fremdsprachen hatte ich nie Probleme. Es fällt mir zwar deutlich leichter, mich schriftlich auszudrücken, aber das könnte auch an meiner Schüchternheit liegen, und ich bekomme es auch mündlich gut hin.
Was ich damit sagen will: Es muss nichts heißen, nur weil ein Kind erst spät anfängt zu reden. Es kommt auch bei hochbegabten Kindern/Menschen vor. Wenn die Ärzte nichts finden und das Kind alles versteht, dann kann man abwarten, ergibt sich höchstwahrscheinlich später von allein. Wobei ich mich mit verbaler Entwicklungsdyspraxie nicht auskenne.
Und: dein Sohn KANN reden, du hörst es ja! Meine Mama dachte damals, ich wäre vielleicht stumm. Bis ich mit 3 zu einem Plappermaul wurde. ;)

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Pebbie am 27.11.2017, 10:47 Uhr

Nein "Propelm liegt bei Ältern".
Tut es nicht.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von cube am 27.11.2017, 13:25 Uhr

Nein, er kann genau das nicht - sprechen. Er bemüht sich, schafft es aber nicht. Wenn er mal ein Wort korrekt spricht, hat er nicht gelernt, sondern kann es beim nächsten mal wieder nicht.
Und genau das ist nicht der klassische Late Talker, der einfach lange nicht spricht und dann plötzlich anfängt .
Ihr Sohn möchte sprechen - kann es aber trotz aller Bemühungen seinerseits nicht.

Zum Thema Dyspraxie - was ja von der Logopädin angesprochen wurde - wirst du übrigens eher etwas im Forum für kranke u. behinderte Kinder finden. Und nein!!! Damit meine ich nicht, dass dein Sohn behindert ist - es ist lediglich einfach keine Standard-Problematik und daher haben die betroffenen Eltern es eben dort gepostet. Also bitte nicht falsch verstehen!

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Sille74 am 27.11.2017, 14:02 Uhr

Abär wenn Ältern sich nicht wierden definieren iber Intelekt bzw. wierden iberhaubt nicht verfiegen iber Intelekt, dann Popelm wäre doch nicht weg, sondern nur nicht wierde bemerkt ...

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von 3wildehühner am 27.11.2017, 16:55 Uhr

Ein Gentest sagt aber nichts über den Intelligenzquotienten aus.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Ivdazo am 27.11.2017, 18:26 Uhr

Er kann drei Wörter, oder soll es vielleicht Zufall sein, dass er diese drei Wörter richtig hinbekommt? Ich meine, dass in keinem Post der AP stand, dass diese Wörter falsch oder undeutlich ausgesprochen werden.
Und wenn du die anderen Sprechversuche meinst: Kann es nicht eventuell möglich sein, dass das Kind es der Mutter zuliebe immer wieder versucht, obwohl es noch nicht soeit ist, und sich aufregt, weil es die Erwartungen nicht erfüllen kann? Will nicht behaupten, dass es zutrifft, ist aber eine Möglichkeit.
Und ich habe nicht geschrieben, dass mit dem Kind nichts ist, ich habe geschrieben "Wenn die Ärzte nichts finden...". Falls sie doch etwas finden, dann bestimmen sie auch alles Weitere. Natürlich setzt es auch voraus, dass sie zuvor das Kind untersucht haben.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Danyshope am 27.11.2017, 21:10 Uhr

SPZ, Frühförderungsstelle, Logopäde, KiGa. Ki-Arzt, HNO-Arzt und Gesundheitsamtheitsamt hier alle im Grunde genommen gleichzeitig. Da liefen zig verschiedene Untersuchung zusammen. Bei unserm gab es mit etwa 2-2,5 Jahren einen kompletten Einbruch in der Entwicklung, ebenso auch im Körperwachstum. Da zu dem Zeitpunkt aber bei uns gelinde gesagt "land unter" war, hat mich persönlich das nicht wirklich verwundert. Ich hatte damit gerechnet das unser Sohn das nicht einfach so wegsteckt was hier los war. Wir Erwachsenen hatten schon unsere Schwierigkeiten, wie soll ein Kind das dann packen? Zudem bin ich etwas "vorgeschädigt" bezüglich Sprachentwicklung da ich selbst als Kind eine hatte.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Danyshope am 27.11.2017, 21:19 Uhr

DEM !!! kann ich auch nur wo widersprechen.

Mein Mann hat Hämochromatose, nicht nur als Träger sondern er hat den entsprechenden "Defekt: Ich habe mich wie das damals bei ihm bekannt wurde auch testen lassen und bin negativ. Eigentlich müsste unser Sohn also "sicher" sein. Den beide Eltern müssen Überträger sein. Nur, schon in der Schwangerschaft wurde mir gesagt, das ist nicht sicher, es kann immer mal wieder zu "Sonderheiten" kommen. Wenn wir sicher sein wollen, müsste unser Sohn getestet werden. Macht aktuell aber keiner, weil wie die Humangenetik so schön uns gesagt hat: Jeder Mensch hat ein Recht auf Nichtwissen. Solange er also keine Probleme hat die darauf hinweisen könnten, wird er nicht getestet. Zumal es als sinnlos erachtet wird, da er auf jeden Fall Träger des Defekts ist - seine Kinder werden also bei der "falschen" Wahl der Mutter entsprechend schauen müssen. Da der Defekt in Deutschland recht häufig ist - wenn auch irrsinniger weise doch eher unbekannt, ist die Wahrscheinlichkeit nicht mal so gering. Und sollte er irgendwann Probleme mit Gelenken und Co bekommen kann er schauen.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Danyshope am 27.11.2017, 21:28 Uhr

Übrigens, auch ein IQ-Test wurde gemacht, Ergebnis ist im oberen Bereich des normalen, in vielen Teilbereichen sogar über Norm und in anderen im Norm. Er passt in kein Schema, entsprechend schauen jetzt alle wie sie ihn bei seinem weiteren weg unterstützen können. Sorgen das er diesen nicht schafft macht sich niemand, zumal die Fortschritte aktuell gegantisch sind.

Ich persönlich bin der Meinung er hat sich einfach damals eine "Auszeit" genommen und holt jetzt alles nach. Und ich vermute mal stark, vielen Kindern ergeht es ähnlich - wenn man sie machen lassen würde. Klar, Fördern wo sich größere Baustellen auftun, keine Frage, aber nicht in einem Maße das die Kinder sich "krank" vorkommen. Diesen schmalen Grad aber hinzubekommen erachte ich als das schwerste bei allem.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von tanzmit am 27.11.2017, 23:29 Uhr

Hallo.

Ich kann verstehen, dass dich das beunruhigt. Ein Pädaudiologe ist sicher nicht verkehrt, besonders mit Blick auf Rückschritte.

Unser besonderes Kind ist jetzt mit 3.5 auch etwa auf dem Stand "Mama" "da" "nein". Und, wenn man den Kontext kennt, ein paar Mamalaute, die etwas anderes bedeuten. Vielleicht 10 insgesamt.
Bei uns liegt die Dispraxie an einer Muskelschwäche.

Das Wichtigste zuerst: Ganz oft kann es sich auswachsen bzw mit Logopädie (in dem Fall Stimulation der Mundmotorik häufig nach Castillo Morales) eine Lösung gefunden werden, es bleibt nicht als Stempel mit "wird nie sprechen" auf dem Kind. Und wenn nicht, gibt es Lösungen, die eine brauchbare Kommunikation ermöglichen.

Was ihr machen könnt als erste Hilfe:

- Trinken bzw Puste- und Saugspiele mit Strohhalm. Wattefußball...

- Wenn dein Sohn das schon kann : Versucht, mit herausgestreckter Zunge Kreise zu drehen, Beulen in die Wange zu drücken usw.

- Wenn der Leidensdruck bei eurem Sohn zu hoch ist, könnt ihr ihm zeitgleich Gesten anbieten (wir nehmen mit Blick auf das Erwachsenenleben die "offiziellen" Gebärden, kann man sich zum Beispiel bei signdict.de (?) ansehen.) , man kann aber auch GUK nehmen (muss dann aber in der Schule ggf umlernen)
Wichtig ist, dass ihr nach wie vor normal redet, aber eben dazu die Geste anbietet - unser Kind ist sehr dankbar, jetzt zum Beispiel elementare Grundbedürfnisse äußern zu können - bisher hatte es sich eigene Gesten ausgedacht.

Kann man einfach immer mal einbauen,wird schnell übernommen. Zumindest unser Kind versucht dann auf unsere Bitte hin die Geste mit dem Wort zu begleiten (maximal 1x, damit es keinen Frust gibt). So wird der Sprechversuch verstanden, auch wenn in "fertig" weder "a" noch "m" vorkommt zum Beispiel, aber es wurde versucht, das zählt. Und durch das Zeichen wissen wir, was gemeint ist. Erleichtert das Allragsleben ungemein und verhindert, dass das Kind frustriert gar nicht mehr zu sprechen versucht.
Da seid ihr aber in eurem Alter noch nicht. Geht zum Doc, geht zum Logopäden. Im Zweifelsfall kommt nichts raus außer "da sind gerade keine Kapazitäten frei und Kinder machen schon mal Rückschritte, um die dann rasch wieder aufzuholen". Dann seid ihr beruhigt. Oder der Arzt sieht das genauso (man darf auch mal auf mütterliches Bauchgefühl vertrauen), dann habt ihr frühzeitig Gelegenheit, einzugreifen und entsprechend zu fördern.

Nachsprechen lassen ist übrigens 1x ok. Ab und an. Zu oft führt gerade bei solchen Kindern zu Frust - lieber tatsächlich dann den Versuch 1x richtig wiederholen. "Normale" Kinder soll man ja inzwischen gar nicht zum Nachsprechen auffordern, das kann hier bei solchen Kindern durchaus anders sein - bitte mit Logopäden absprechen.

Wenn ihr einigermaßen hier in der Ecke wohnt,kannst du dich hier https://www.zentrum-fuer-uk.de oder in der Uniklinik Köln beraten lassen.

Liebe Grüße

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Winterkind09 am 28.11.2017, 7:49 Uhr

Hallo Juzu,
ich verstehe dich. Mein Jüngster ist 24 Monate alt und sprachlich sehr ähnlich entwickelt.
Wir testen jetzt die GUK weil er die Gebärden nachmachen kann- sprachlich versucht er nicht einmal Worte nachzusprechen... Ansonsten zeigt er was er will und sagt "Da das, Mama, Bapa" und macht Schnalz- und Brummgeräusche. Hören kann er auf jeden Fall die normale Lautstärke. Wir sind auch erst in zig Wochen zur Diagnostik, deswegen versuche ich jetzt erstmal auf eigene Fast so viel wie möglich zu fördern- wenn er nicht verstanden wird ist der Frust bei ihm nämlich sehr groß.
Lg Winterkind

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von juzaubermaus am 28.11.2017, 9:36 Uhr

Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten, Erfahrungsberichte und Tipps!

Was wir bereits seit Monaten auf Anraten unserer Osteopathin machen, sind Blasespiele mit Watte und Strohhalmen sowie Mundübungen durch Quatschsprache und übertriebenes Nachahmen von Tierlauten. Außerdem haben wir verschiedene Globuli verabreicht ( ... Agaricus und Calcium carbonicum). Desweiteren versuchen wir durch Turnereien beim Wickeln und Massagen und Akupunktur bestimmter Zonen die Zwerchfellmuskulatur zu lockern und die Sprachregionen im Gehirn zu stimulieren.
Die Spiele und Massagen gefallen unserem Sohn, er findet das sehr lustig.
Ich kann dem Ganzen mittlerweile keine witzige Seite mehr abgewinnen. Insofern haben die schon Recht, die sagen, ich sollte mich mal wieder entspannen. Das ist für mich sehr schwer.
Letzte Woche habe ich GuK-Karten bestellt, weil Junior frustriert ist, wenn man seine Bedürfnisse und Wünsche nicht versteht. Das ist nicht oft der Fall, weil er sehr vehement werden kann (z. B. Mama und Papa in die gewünschte Richtung drücken / schieben, Kopf mit den Händen drehen und Stoßlaute "A a a a a" oder "MMMMMMM!!!!"). Trotzdem wollen wir ihm die Kommunikation mithilfe der GuK-Karten erleichtern.

Ich weiß nicht, wohin unser Weg uns noch führen wird.

Grüße

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von tanzmit am 28.11.2017, 11:08 Uhr

Hast PN

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von angela+anna am 28.11.2017, 14:02 Uhr

Ich habe jetzt nicht jeden einzelnen Kommentar nachgelesen.

Ich lese allerdings aus deinem Post doch schon Druck - vielleicht nicht unbedingt deinem Kind gegenüber - aber dir gegenüber, dass euer Sohn doch endlich sprechen müsste weil schon 25Monate alt.

Wir haben 3 Kinder. Bei meiner Großen, mittlerweile 13, habe ich als sie 14Monate alt war ein Din A4 Blatt voll Wörter die sie deutlich klar spricht gehabt - sie war wahnsinnig früh dran, da schon mit zwei/drei Wortsätzen. Mit zwei Jahren zur U Untersuchung hat sie grammatikalisch korrekt in ellenlangen Sätzen gesprochen.

Und irgendwie beschreibst du unseren Sohn.
Was meinst du wie verunsichert ich bei unserem Sohn, mittlerweile 6, war. Zum Glück hatte ich eine entspannte Kinderärztin, die zur U7 auch von Late Talker sprach und lediglich fragte ob wir meinem er verstehe alles - ja das tat er. Nur sprechen nicht. Wenn er etwas wollte hat er uns hingezogen, vehement glucksend mit dem Finder darauf gezeigt, wurde wütend hat geheult aber er hat nicht gesprochen.
Und auch mit 30 Monaten noch nicht. Mein Mann und ich lagen damals nebeneinander und haben knapp zwanzig Wörter zusammen bekommen. Von denen ein Großteil undeutlich war und lediglich wir wussten, was er damit meinte.
Mit 32 Monaten hat es dann - ich weiß bis heute nicht warum - klick gemacht und er sprach so viel/lange Sätze/ das selbst die Erzieher erstaunt waren und uns täglich sagten, dass sie es kaum glauben könnten, er hätte doch letzten Monat noch gar nicht gesprochen.
Was bis heute auffällig ist: er ist ein kleiner Perfektionist. Egal was es ist, funktioniert es nicht sofort oder ist er auch unsicher wird es schnell sein gelassen oder gar nicht erst probiert.

Die kleine Schwester, 25Monate alt, spricht seit 4-5 Monaten super. Mittlerweile kann sie alles und quatscht auch alles nach. Sie ist nicht so schnell gewesen wie ihre große Schwester, aber schneller als ihr Bruder.

Gib ihm noch ein paar Monate Zeit. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo.
Halte dich an die Kinderärztin, Noch ist es zu früh ihn durch diverse Untersuchungen zu ziehen - nur weil sein Bruder viel schneller gesprochen hat.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von MeineGüte am 30.11.2017, 19:03 Uhr

Hallo!

Mein Sohn ist auch so.
Allerdings ist er erst 18 Monate alt.
Mich beunruhigt das langsam auch, weil er nur seine paar Worte kann, neu gelernte Wörter nicht behält bzw nicht wiederholen kann und sich bei Gesprächen denen er beiwohnt so verhält wie deiner, nur dass meiner seit gute 3 Monate kein "Mama" mehr sagt.

Ich habe immer das Gefühl er kann nur immer seine 5 Worte und nicht mehr.
Lernt er versehentlich doch mal eine anderes, wird ein altes Wort gelöscht.

Ich werde noch bis ende Mai abwarten, zur U, da wird er 2 Jahre und dann gucke ich weiter.

Mich beruhigen hier alle, meine Schwiegermutter meinte dass mein Freund auch erst mit 3 gesprochen hat, dann aber richtige Sätze und so.
Also sie sagt zB "Der muss sich halt sicher sein bevor er das ausspricht"

Ich weiß, dass dir das jetzt null hilft.

Ich schließe mich aber den anderen an: Pädaudiologe und SPZ is nie verkehrt.

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Leejane am 21.03.2018, 10:59 Uhr

Hallo,

die Beschreibung der sprachlichen Auffälligkeiten hört sich für mich als Laie sehr stark nach VED an, bei unserem Sohn ist es genauso. Als Mutter eines stark von VED betroffenen Kindes haben mir die Antworten mit der Intention "einfach abwarten" so viel Sorgen gemacht, dass ich mich extra hier angemeldet habe um zu antworten.

Abwarten mag bei einigen Kindern funktionieren, aber definitiv nicht bei VED. Da ist es wichtig so früh wie möglich mit der Therapie anzufangen und täglich Übungen (lautsprachunterstützende Gesten) zu machen. Da es trotzdem sehr lange dauern kann bis das Kind verständlich spricht, empfiehlt es sich, parallel dazu noch weitere Kommunikationsmittel einzuführen, damit das Kind nicht die Kommunikation und das Interesse an Sprache "aufgibt". Als unser Sohn 1-1,5 Jahre alt war haben wir Gebärdensprache eingeführt und jetzt mit 3 hat er einen Sprachcomputer bekommen. Das ist ungemein hilfreich, da er so auch mit Kindern und Leuten, die keine Gebärden können sprechen kann. Dem Kind so etwas zu verwehren ist ähnlich schlimm wie den Mund zu verbinden - es will sich so gerne mitteilen und kaum etwas wird verstanden. Das ist unglaublich frustrierend, senkt das Selbstwertgefühl (Kind strengt sich 10 x soviel an und bekommt trotzdem nur 1/10 Erfolg) und auch seine Intelligenz kann das Kind sonst nur sehr eingeschränkt zeigen. Manche Leute haben die (falsche) Meinung, das Kind würde durch solche Hilfsmittel noch weniger Motivation haben, sprechen zu lernen. Das ist falsch: Kinder mit VED verstehen sehr gut, dass sie mit Lautsprache viel einfacher viel weiterkämen und sind nicht faul. Unterstützte Kommunikation wirkt nicht hemmend auf den Spracherwerb, sondern fördert diesen ungemein!

Also bitte nicht abwarten, ganz schnell Diagnose abklären (SPZ, Pädaudiologie, Logopädie) und dann ggf. los zu einem Logopäden, der sich damit auskennt! Und bitte: Alles spielerisch und freudig motivierend, das typische VED- Kind will unbedingt kommunizieren und wird sich viel Mühe geben. Aber manche Laute und Kombinationen sind unglaublich schwer zu erwerben und gehen teilweise sogar wieder verloren. Macht ihm trotzdem Mut, freut euch mit ihm über die kleinsten Versuche und erklärt es ihm. Sagt ihm dass er schlau und toll ist, dass es nur der Mund ist, der langsam lernt aber dass alles gut wird wenn er fleißig übt. Schafft Kommunikationserfolge wo immer es geht und zeigt ihm, dass es euch wichtig ist, was er zu sagen hat und dass ihr euch ganz viel Mühe gebt ihn zu verstehen.

Es gibt oft übrigens auch körperliche Komponenten (Tollpatschigkeit). Dazu gibt es eine interessante Doku auf youtube: (x:enius-Dyspraxie)

Ich wünsche euch alles Gute, es wird vermutlich ein langer Weg, aber mit der richtigen Unterstützung kann er ein fast normales Leben führen!

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Leejane am 21.03.2018, 10:59 Uhr

Hallo,

die Beschreibung der sprachlichen Auffälligkeiten hört sich für mich als Laie sehr stark nach VED an, bei unserem Sohn ist es genauso. Als Mutter eines stark von VED betroffenen Kindes haben mir die Antworten mit der Intention "einfach abwarten" so viel Sorgen gemacht, dass ich mich extra hier angemeldet habe um zu antworten.

Abwarten mag bei einigen Kindern funktionieren, aber definitiv nicht bei VED. Da ist es wichtig so früh wie möglich mit der Therapie anzufangen und täglich Übungen (lautsprachunterstützende Gesten) zu machen. Da es trotzdem sehr lange dauern kann bis das Kind verständlich spricht, empfiehlt es sich, parallel dazu noch weitere Kommunikationsmittel einzuführen, damit das Kind nicht die Kommunikation und das Interesse an Sprache "aufgibt". Als unser Sohn 1-1,5 Jahre alt war haben wir Gebärdensprache eingeführt und jetzt mit 3 hat er einen Sprachcomputer bekommen. Das ist ungemein hilfreich, da er so auch mit Kindern und Leuten, die keine Gebärden können sprechen kann. Dem Kind so etwas zu verwehren ist ähnlich schlimm wie den Mund zu verbinden - es will sich so gerne mitteilen und kaum etwas wird verstanden. Das ist unglaublich frustrierend, senkt das Selbstwertgefühl (Kind strengt sich 10 x soviel an und bekommt trotzdem nur 1/10 Erfolg) und auch seine Intelligenz kann das Kind sonst nur sehr eingeschränkt zeigen. Manche Leute haben die (falsche) Meinung, das Kind würde durch solche Hilfsmittel noch weniger Motivation haben, sprechen zu lernen. Das ist falsch: Kinder mit VED verstehen sehr gut, dass sie mit Lautsprache viel einfacher viel weiterkämen und sind nicht faul. Unterstützte Kommunikation wirkt nicht hemmend auf den Spracherwerb, sondern fördert diesen ungemein!

Also bitte nicht abwarten, ganz schnell Diagnose abklären (SPZ, Pädaudiologie, Logopädie) und dann ggf. los zu einem Logopäden, der sich damit auskennt! Und bitte: Alles spielerisch und freudig motivierend, das typische VED- Kind will unbedingt kommunizieren und wird sich viel Mühe geben. Aber manche Laute und Kombinationen sind unglaublich schwer zu erwerben und gehen teilweise sogar wieder verloren. Macht ihm trotzdem Mut, freut euch mit ihm über die kleinsten Versuche und erklärt es ihm. Sagt ihm dass er schlau und toll ist, dass es nur der Mund ist, der langsam lernt aber dass alles gut wird wenn er fleißig übt. Schafft Kommunikationserfolge wo immer es geht und zeigt ihm, dass es euch wichtig ist, was er zu sagen hat und dass ihr euch ganz viel Mühe gebt ihn zu verstehen.

Es gibt oft übrigens auch körperliche Komponenten (Tollpatschigkeit). Dazu gibt es eine interessante Doku auf youtube: (x:enius-Dyspraxie)

Ich wünsche euch alles Gute, es wird vermutlich ein langer Weg, aber mit der richtigen Unterstützung kann er ein fast normales Leben führen!

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Leejane am 21.03.2018, 11:52 Uhr

Laut Wissenschaft helfen mundmotorische Übungen nicht. Wir machen sie aber auch trotzdem, er konnte vorher zum Beispiel nicht die Zunge herausstrecken. Schaden tut es ja sicher nicht. Die lautsprachunterstützenden Gebärden sind wohl der vielversprechendste Schlüssel. Dank Ihnen kann unser Sohn 83) bereits mehr als das halbe Alphabet lesen und er versteht jetzt auch die unterschiedlichen Laute. Für Gebärden haben wir nicht GUK verwendet sondern Gebärdensprache für Gehörlose, da sie mehr Möglichkkeiten bietet, falls das Sprechen erst viel später erworben wird. GUK ist recht eingeschränkt, da es oft bei geistigen Behinderungen eingesetzt wird. Außerdem kann man so an Angeboten für Gehörlose teilnehmen, es gibt zum Beispiel Theaterstücke mit Gebärdendolmetscher für Kinder. Es gibt auch gute Apps: Für Gebärden "Spread-the- sign" und für unterstützte Kommunikation "Let-me-talk". Unser größter Schatz ist der Talker, ein kindersicheres i-Pad mit dem Program Metatalk. Das sind tolle Möglichkeiten

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Re: Sohn 25 Monate spricht nicht, Vermutung "verbale Entwicklungsdyspraxie"

Antwort von Leejane am 21.03.2018, 11:52 Uhr

Laut Wissenschaft helfen mundmotorische Übungen nicht. Wir machen sie aber auch trotzdem, er konnte vorher zum Beispiel nicht die Zunge herausstrecken. Schaden tut es ja sicher nicht. Die lautsprachunterstützenden Gebärden sind wohl der vielversprechendste Schlüssel. Dank Ihnen kann unser Sohn 83) bereits mehr als das halbe Alphabet lesen und er versteht jetzt auch die unterschiedlichen Laute. Für Gebärden haben wir nicht GUK verwendet sondern Gebärdensprache für Gehörlose, da sie mehr Möglichkkeiten bietet, falls das Sprechen erst viel später erworben wird. GUK ist recht eingeschränkt, da es oft bei geistigen Behinderungen eingesetzt wird. Außerdem kann man so an Angeboten für Gehörlose teilnehmen, es gibt zum Beispiel Theaterstücke mit Gebärdendolmetscher für Kinder. Es gibt auch gute Apps: Für Gebärden "Spread-the- sign" und für unterstützte Kommunikation "Let-me-talk". Unser größter Schatz ist der Talker, ein kindersicheres i-Pad mit dem Program Metatalk. Das sind tolle Möglichkeiten

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