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von n.reff  am 16.09.2018, 20:46 Uhr

Baby mit Entwicklungsverzögerung

Hallo zusammen.

Meine kleine Tochter wird diese Woche 1 Jahr alt. Leider ist sie in ihrer Entwicklung zurück - sie kann sich nicht alleine hinsetzen, nicht robben, nicht krabbeln und schon gar nicht sich irgendwo hochziehen, stehen oder gehen. Von ihrer feinmotorischen Entwicklung ist sie gut, ebenso sprachlich. Wir sind in Krankengymnastik nach Bobath, beim Osteopathen und in Cranio Sacral Therapie. Der Kinderarzt macht sich keine grossen Sorgen und nach seinen Untersuchungen besteht keine Notwenigkeit für eine neurologische Abklärung. Diese Ansicht teilt auch die Physiotherapeutin. Die Frau, bei der wir in Cranio Sacral Therapie sind, meint, dass meine Tochter eine Rumpfhypothonie hat. Alle sind sich aber einig - Es kommt schon noch & an solle ihr Zeit geben. Sie braucht einfach länger.

Ich bin natürlich trotzdem verzweifelt & kämpfe jeden Tag aufs Neue nicht die Hoffnung zu verlieren. Ich weiss, dass man positiv denken muss & dem Kind keinen Druck machen soll, aber manchmal kann ich meine Gefühle einfach nicht kontrollieren. Das schlimmste ist, dass einem niemand sagen kann, wie lange es noch so dauert & wann (und ob) sich die Situation endlich ändert.

Hat jemand Erfahrungen mit einer solchen Situation oder befindet sich gerade selbst in der gleichen Sorge? Ich würde mich gerne zu dem Thema austauschen (gerne auch privat über WhatsApp - einfach eine PN senden & ich teile meine Nummer).

 
10 Antworten:

Re: Baby mit Entwicklungsverzögerung

Antwort von niccolleen am 17.09.2018, 9:00 Uhr

Wie frueh ist sie denn gekommen?
Fruehchen muessen mehr leisten als andere Kinder. Sie muessen gleichzeitig lernen, was andere Kinder in geschuetzter Atmosphaere gemuetlich nacheinander lernen konnten und Reifezeit hatten. Das neurologische Entwicklungsprogramm laeuft trotzdem ab, aber die Reihenfolgen und Zeitpunkte sind halt bei vielem anders, weil alles gleichzeitig eben nicht geht. Es wird noch Jahre dauern, bis alles aufgeholt ist. Es gibt mehr fuer ein Kind zu lernen als grobmotorik, Feinmotorik und Sprechen. Da gibt es hunderte andere Dinge und Voraussetzungen, und auch wenn du meinst, es geht grad gar nichts weiter, dann gehen in der Zeit ganz andere Dinge weiter, die wiederum notwendig fuer andere Entwicklungsschritte sind.
Fruehchen sind einfach bei vielem spaeter dran. Dafuer konnte dein Kind atmen, schauen, verarbeiten, Temperatur halten, ein Immunsystem gegen Luftkeime aufbauen, etc., wo andere noch im Dunkeln gelegen sind und von all dem keine Ahnung hatten.

lg
niki

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Achso

Antwort von niccolleen am 17.09.2018, 9:02 Uhr

Entschuldigung, ich dachte, ich bin im Fruehchenforum.

Trotzdem mach dir nicht zuviele Sorgen, es hat jedes kind seine eigene Geschwindigkeit und das meiste, was ich oben geschrieben habe, trifft trotzdem zu.

lg
niki

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Re: Baby mit Entwicklungsverzögerung

Antwort von n.reff am 17.09.2018, 9:15 Uhr

Dank für die Antwort. Sie war kein Frühchen, sondern kam sogar fast 14 Tage später. Wenn das wirklich noch mehrere Jahre geht, halte ich das glaube nicht durch - klar habe ich keine Wahl und muss funktionieren, aber ich bin jetzt schon komplett verzweifelt & wenn das noch Jahre so geht, weiß ich nicht, wie ich das schaffen soll. Außerdem bin ich gerade schwanger mit Baby Nr. 2 ...

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Lerne zu vertrauen und zu akzeptieren

Antwort von lilke am 17.09.2018, 9:53 Uhr

Du musst lernen zu vertrauen. Vor allem in die Ärzte und Therapeuten, die sich offenbar alle einig sind, dass dein Kind nur etwas langer ist in diesem einen Punkt.

Du sagst selbst, sie ist sprachlich und feinmotorisch fit. Und mit einem Jahr können Kinder nicht alles gleichzeitig lernen. Sie konzentrieren sich auf eine Sache und das ist nicht immer das Laufen oder Krabbeln.

Meine Kinder waren letztendlich (grob-)motorisch tendentiell Frühstarter, dafür sprachlich eher nicht und Feinmotorik hat auch teilweise auf sich warten lassen. Mein Kleiner brauchte aber auch Physiotherapie, allerdings aus anderen Gründen und "eher". Die hat nach einem halben Jahr "klick" gemacht und ab da war plötzlich alles da.

Auch kenne ich ein Mädchen, die mit etwas über einem Jahr gerade mal anfing zu robben und zu krabbeln. Sie ist jetzt 2,5 und hat alles aufgeholt. Davon, dass sie vorher irgendwas später konnte ist nichts mehr zu merken. Dafür war sie schon immer feinmotorisch recht fit. Die Kinder machen spontan extreme Entwicklungssprünge und die kann niemand vorhersehen.

Ich verstehe deinen Druck. Du bist schwanger und hättest gern ein Kind, das man nicht permanent tragen und betüddeln muss, dass man einfach auch mal hinsetzt und gut ist. Aber so ist es nun einmal bei euch nicht. Das ist etwas, das du akzeptieren lernen musst, denn sonst tust Du deinem ersten Kind Unrecht. Sie ist erst eins! Sehr, sehr, sehr viele Kinder können da noch nicht laufen und keins ist irgendwie selbständig.

Sie hat sich nicht ausgesucht bald große Schwester zu werden. Du kannst es ihr nicht zum Vorwurf machen, dass sie ihre Entwicklung nicht deinen Bedürfnissen anpassen kann ;) Jedes Kind hat nun einmal seinen eigenen Fahrplan. Und wenn wir Eltern uns da einmischen, dann kann das nichts Gutes bringen. So blöd das klingt, aber es war eure Entscheidung jetzt wieder schwanger zu werden - zumindest seid ihr das Risiko eingegangen. Also müsst IHR auch damit klarkommen. Nicht deine Tochter ;)

Ich weiß nicht, was für Hoffnung Du genau suchst. Hoffnung, dass dein Kind morgen aufsteht und selbständig ist? Hoffnung, dass Du für Dich besser damit klarkommst? Was genau "erhoffst" Du Dir denn? Kannst Du das in Worte fassen. Und welchen Teil dieser "Hoffnung" kann denn dein Kind wirklich selbst erfüllen? Und welchen Du? Was davon ist realisitisch, wenn man ein "normal" entwickeltes Kind betrachten würde? Mein Eindruck ist, dass Du selbst wenn dein Kind schon krabbeln könnte, Du immer noch zu viel von ihr erwarten würdest.

Vertraue in dein Kind, denn sie WIRD sich irgendwann entsprechend deinen Vorstellungen entwickeln. Unterstütze sie dabei anstatt Erwartungen an sie zu haben, die sie in dem Alter unmöglich erfüllen kann.

Vertraue in die Therapeuten, die dein Kind kennen und beurteilen.

Akzeptiere dein Kind, so wie es ist.

Akzeptiere die Situation mit deiner Schwangerschaft, so wie sie ist.

Und wenn Du an einen Punkt kommst, wo du körperlich nicht mehr in der Lage bist, es zu schaffen, hol Dir Hilfe vor Ort.

Dann brauchst Du auch nicht verzweifeln.

LG
Lilly

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Re: Lerne zu vertrauen und zu akzeptieren

Antwort von n.reff am 17.09.2018, 10:46 Uhr

Hi Lilly,

Danke für deine ausführliche Antwort.

Mit Hoffnung meinte ich, auch andere Mütter zu treffen, welche auch dieselbe Situation durchgemacht haben und die erzählen könnten, was bei Ihnen letztendlich geholfen hat.

Ich erwarte keinesfalls von meiner Tochter, dass sie selbstständig sein muss. Solange sie irgendwann irgendwelche Fortschritte macht, wäre ich schon glücklich einfach kleine Fortschritte zu sehen.

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Re: Lerne zu vertrauen und zu akzeptieren

Antwort von lilke am 17.09.2018, 11:01 Uhr

Hast Du Verwandte, die dein Kind nicht täglich sehen, sondern vielleicht nur einmal im Monat, oder seltener? Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass man die Fortschritte des eigenen Kindes leider sehr, sehr oft nicht sieht. Weil sie manchmal eben auch so schleichend und langsam sind, dass man sie nicht wahrnimmt. Nicht alles ist immer dieser riesige Sprung, den man sieht. Klar, das gibt es, wenn es mal klick gemacht hat, aber nicht immer ist das so. Manchmal ist es dann hilfreich, wenn einem jemand sagt "Du, also letztes Mal, da konnte sie ja noch gar nicht...! Ist ja super!"

Vielleicht hilft es Dir auch Videos von deinem Kind anzuschauen. Sieh mal einen Monat zurück, zwei, drei. Kannst Du dann wirklich noch sagen, dass Du da in KEINEM Bereich einen Fortschritt siehst? Ich fand das immer sehr hilfreich, wenn ich mal wieder dachte "XY könnte jetzt aber doch endlich mal..."

Hilft übrigens auch zu "ernüchtern", wenn man später meint, "Kind 1 konnte aber doch schon!" oder auch "Kind 1 konnte aber noch gar nicht..." ;)

LG
Lilly

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Re: Baby mit Entwicklungsverzögerung

Antwort von Eisblume222 am 17.09.2018, 21:21 Uhr

Hallo,
ja mein Kind war und ist motorisch auch langsam und auch kein Frühchen.
Entwicklung war wie folgt:
Robben mit 9 Monaten
Sitzen mit 1 Jahr
Krabbeln mit 14 Monaten
Physio mit 20 Monaten
Laufen mit 24 Monaten
Bis heute (3Jahre) hinkt sie hinterher. Aber alle sind sicher, sie holt das noch auf. Ich auch.
Leider ist sie auch sprachlich eher langsam.
Ich kann deine Ängste und vielleicht manchmal auch den Frust verstehen.
Ich selbst war auch motorisch langsam und auch die Neffen. Vielleicht ist das ja auch in eurer Familie so.

Ich wünsche dir viel Kraft, nicht verzagen, wenn der KiA keine Sorge hat, ist das gut.

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Re: Baby mit Entwicklungsverzögerung

Antwort von Löwenmädchenmama am 19.09.2018, 19:58 Uhr

Hallo,
ich weiß nicht ob du das noch liest, dein Beitrag ist ja schon ein paar Tage alt. Ich kann dir von meiner Tochter erzählen, die ich sehr in deiner wieder erkenne.

Mit 8 Monaten hat sie angefangen durch die Gegend zu rollen.
Mit 12 Monaten zu robben und sich hinzusetzten
Krabbeln mit 14 Monaten
Hinstellen mit 17 Monaten
Gelaufen ist sie mit 20 Monaten

Sie ist tendenziell ein vorsichtiges Kind das alles erst dann macht wenn sie es wirklich kann. Bis sie 20 Monate alt war ist sie nicht einen einzigen Schritt gelaufen, dann plötzlich ist sie eines Morgens aufgestanden und durch die ganze Wohnung gelaufen. Schon 1 Tag später sind wir mit Ihr spazieren GEGANGEN weil sie so sicher und ausdauernd lief. Ausdauernd und gründlich sind bis Heute Eigenschaften die sie behalten hat. den Buggy haben wir seit sie 24 Monate alt ist (fast) gar nicht mehr benutzt weil sie eben richtig weite Strecken läuft. Bei Ihr ist es wirklich eine Charaktersache. Ich habe mir nie Sorgen gemacht, mein Bauchgefühl hat mir immer gesagt das alles gut ist und das schon kommt. Graß wächst auch nicht schneller wenn man dran zieht! Bitte entspann dich. Dein Kind spürt doch deine Sorgen, das hilft Ihr nicht! Der Kinderarzt hat ein Auge drauf und das reicht.

Übrigens ist mein Mädchen nun fast vier und Motorisch mit ihren Alterskameraden gleich auf. In vielen anderen Dingen (besonders Sozial/emotional) ist sie eher früh dran. Mein Sohn (14 Monate alt) ist ganz anders der läuft schon lange und ist ein richtiger kleiner Draufgänger. Kinder sind verschieden und haben verschiedene Arten und Geschwindigkeiten wie sie lernen (Die einen eher durch üben, andere durchs zugucken) und das ist gut so.

Ach und noch was, glaub mir es ist nicht einfacher wenn kleine Kinder früher laufen für uns Mütter! Viel tragen muss man alle Kinder in dem Alter. und Wenn ich mir jetzt vorstelle jetzt schwanger zu sein mit meinem Bub der noch ohne Verstand und ohne zu hören in alle Richtungen rennt als mit einem Kind das halt noch viel an der selben stelle liegt, dann ist ersteres wesentlich anstregender!

Ich verstehe nicht warum du so verzweifelt bist! Es ist doch alles gut!!! Es wird schon kommen! Es bringt nichts sich wegen so etwas verrückt zu machen!!!!!

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Re: Baby mit Entwicklungsverzögerung

Antwort von n.reff am 19.09.2018, 20:33 Uhr

Danke für deine Antwort :)
Es ist echt gut zu hören, dass sich alles zum Guten wenden kann. Ich hoffe und glaube daran! Manchmal ist es echt so schwer - an anderen Tagen geht es aber sehr gut...
Alles Gute euch!

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Re: Baby mit Entwicklungsverzögerung

Antwort von Ninamam am 20.09.2018, 7:49 Uhr

Hallo, mach dir keine Sorgen
Ich kann dich total verstehen, man vergleicht automatisch und wenn man merkt es könnte was nicht stimmen, kommt auch schon die Sorge!

Ich hätte dir auch zur Sicherheit den Ostepathen geraten, damit du beruhigt sein kannst.
Leider machst du dir jetzt trotzdem Sorgen.

Mit deiner Hilfe kann sie aber mehr oder weniger stehn, oder? Also ich meine etwas Kraft in den Füßen ist da, ... wenn nicht würde ich noch eine weitere Meinung einholen.

Ich kann dir nur sagen was ich machen würde, ob das dann auch richtig ist ....
Ich würde warten bis zum 16./17. Monat
Ein paar kleine Übungen im Alltag miteinbauen, z.B. Sie auf den Rücken legen und Sie mit den Füßen gegen deine Hand drücken lassen.

Und nebenbei mein Sohn ü kam 8 Tage später als geplant zur Welt, ging auch erst mit 16 Monaten, konnte nie krabbeln und robben, naja... eher schieben...

Wünsche alles Gute

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