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Geschrieben von nkurtz37 am 20.02.2017, 14:50 Uhr

14 Monate alt und schon die böse trotzphase?

Hallo,

Mein sohn ist 14 Monate alt und momentan gaaanz schön anstrengend. Ich bin 20 und nächsten Freitag ist der ET meines 2. Sohnes. Leider kann ich mich mit meinem großen auch nicht mehr so beschäftigen wie es mal war, weil eben alles anstrengender geworden ist mit bauch. Aber er hat momentan so ein ganz komisches verhalten was er an den Tag legt. Er meckert bei jedem bisschen und wird gleich böse bei unzufriedenheit oder wenn er ein 'NEIN!!!' zu hören bekommt. Er haut und hat ganz böse gesichtszüge und wenn ihm was nicht passt, kommt noch ein 'Ooorrrr' hinterher. Ich sag ihm auch das es nicht schön ist was er macht &' wenn er mal richtig übertreibt, dann werde ich auch etwas lauter und schimpfeihn aus. Haltet ihr das für falsch? Entweder schaut er mich dann wieder böse an oder fängt an zu weinen und möchte getröstet werden.
Er geht seit ca 1 Monat in die kita, war aber noch nicht so oft dort weil er eigentlich nur krank war seit der Eingewöhnung. Aber in der Eingewöhnungszeit hat er auch schon mal ein mädchen in seiner krippengruppe gehauen... was mir natürlich sehr unangenehm war. Aber das verhalten fing auch schon kurz bevor er überhaupt in die kita kam, an.

Die zeit mit dem 2. Wird dann bestimmt nochmal ordentlich anstrengend für mich/uns werden, dennoch habe ich etwas angst das sixh das verhalten noch verschlimmert weil die Eifersucht auf den klein noch dazu kommt.

Habt ihr erfahrungen oder könnt mir ein paar Tips geben was ich besser machen könnte?

 
7 Antworten:

Re: Mit "böse" hat das nichts zu tun!

Antwort von Windpferdchen am 20.02.2017, 17:49 Uhr

Es entlastet Dich vielleicht schon etwas, wenn Du verstehst, dass Dein Sohn ja nicht böse ist. Sondern er ist im sog. Selbständigkeitsalter. Er muss jetzt seinen eigenen Willen ausprobieren und bockig sein, alle Kinder tun das - es ist angeboren! Dein Sohn kann nichts dafür, und er meint auch nicht Dich persönlich damit. Natürlich darfst Du ihm Grenzen setzen. Aber vermittle ihm nicht, dass er für sein ganz normales Trotzverhalten "böse" ist!

Außerdem: Auch Dein Gesichtsausdruck, Dein Schimpfen, Deine Genervtheit ist ja irgendwo böse, wenn man mal ehrlich ist, oder? Von daher: Verabschiede Dich lieber ganz von diesem Wort und versuche, Deinen Sohn etwas besser zu verstehen. Er spürt ja außerdem, dass ein Baby kommt, und das verunsichert ihn sehr: Er weiß, etwas liegt in der Luft, aber er weiß noch nicht, was das konkret für ihn bedeuten wird.

Rechne nach der Geburt des zweiten Kindes unbedingt auch mit der heftigen, aber ganz normalen Geschwister-Eifersucht! Auch die ist nicht "böse". Das ist ganz wichtig! ALLE älteren Geschwisterkinder sind eifersüchtig und meist auch hier und da aggressiv gegenüber dem jüngeren Kind. Bitte auch hier nicht schimpfen, sondern den Großen lediglich aus der Situation herausnehmen.

LG

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Re: 14 Monate alt und schon die böse trotzphase?

Antwort von lilke am 20.02.2017, 20:27 Uhr

Ich denke eher, dass das die Vorboten der Eifersucht gepaart mit den Nachwehen der Loslösung und dem neu entdeckten Ich sind. Ich will dir keine Angst machen aber die Trotzphase wird ziemlich sicher härter als immer mal "böse" sein. Da kommen eher die Totalausraster weil man einen Becher reinräumt oder das Messer nicht selbst auf den Tisch gelegt wurde...

LG Lilly

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Danke wieder einmal

Antwort von DK-Ursel am 21.02.2017, 0:33 Uhr

Wildpferdchen, denn ich bin auch gleich ganz heftig über das Wort "böse" gestolpert.
das darf sich nicht mal im Spaß einschleichen, denn Loslösephase - dazu gehört auch der Trotz - sind immer heftig, aber seltenst böse.
Dein Kind will sich von Dir lösen, selbständig werden - und genau das ist das Ziel, das wir Eltern von Anfang an anstreben müssen:
Unsere Kinder tüchtig machen für das Leben, das vor ihnen liegt, damit sie es ohne uns leben können.
Wir müssen quasi darauf hinarbeiten, daß wir überflüssig werden.
Un wenn wir das gut machen, müssen wir keine Angst davor haben, daß unsere Kinder uns verlassen, weil sie uns nicht mehr lieben - ganz im Gegenteil kommen sie umso lieber zu uns, wenn sie wissen, wir kleben nicht an ihnen.
Wir haben Vertrauen in ihre Fähigkeiten und das, was sie von uns mitbekommen haben.
Wir glauben an sie.

Dein Kind ist noch klein, natürlich braucht es Dich noch sehr, aber das, was es allein - probieren - kann ,solltest Du es es auch wann immer möglich probieren und machen lassen.

Und wie später bei Teenagern ist der Ausdruck eben nicht adäquat - Dein Kind kann sich Dir gegenüber weder angemessen in seinem Wunsch ausdrücken noch kann es seinem Ärger auf wortreiche Art Luft machen.
Oft kommt zu dem Ärger zur Sache dann auch noch der Ärger über die mangelnde Wortgewandtheit hinzu - wie soll man als Kind da nicht verzweifeln und stampfen, toben, wüten?
Böse ist das nicht.

Respekt im Umgang mit Dir und anderen kannst Du von Deinem Kind erst erwarten, wenn Du selber es respektvoll behandelst.
Erklär Deinem kind nicht, daß es jetzt böse ist und Du darum auch, sondern zeige Verständnis:
"Ich kann gut verstehen, daß du gerade sauer (auf mich) bist - es wäre auch toll, wenn du das jetzt weiter machen könntest, aber wir haben es eilig und müssen los."
Ich kann dich wirklich verstehen, ich wäre auch sauer wenn.."
Und wenn es nun ganz wild hergeht, kannst Du ja deutlich machen, daß die Handlung nicht okay ist:
Das hier, das mag ich gar nicht - du kannst wirklich sauer sein, das verstehe ich, aber darum wird nicht gehauen oder getreten oder ... was dir sonst nicht gefällt.

Und dann versuch mal, einen Kompromiß zu schließen,der Deinem Kind zeigt.
Mutter versteht, daß ich auch Wünsche habe - die passen nur gerade nicht zu Mutters Wünschen.

Wie meine Vorgängerinnen schreiben, wird das sicher heftiger, auch nach Geburt des Geschwisterchens.
Versuch wirklich, das Wort böse aus Eurer Familie zu streichen,denn für das Klima, indem Ihr lebt, seid ihr Erwachsenen zuständig und verantwortlich, nicht das kleine Kind, und je entspannter Du reagierst, je differenzierter Du reagierst, umso besser sind auch solche Situationen zu händeln.

Alles Gute - Ursel, DK

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Re: 14 Monate alt und schon die böse trotzphase?

Antwort von lubasha am 21.02.2017, 6:42 Uhr

Ja,

Ich denke, du bist zu angespannt, kommst dem kleinen Wirbelwind nicht nach (ist ja auch kein Wunder mit dem Bauch) und er bekommt es ab.

Kein 14 Monate altes Kleinkind, eben noch ein Baby, ist böse, ungehörsam, unerzogen. Ein Kind muss nicht die ganze Zeit rot und rund und glücklich leise allein spielen. Es braucht Hilfe, Anregung, Halt, Zeit....

Es mag aggressiv sein, aber nicht böse, sondern eher narzistisch. Was absolut dem Alter entspricht. Schimpfen und laut werden (wir sind alle nur Menschen) sollte man versuchen, zu unterbinden. Eher erklären, trösten, zeigen, deutlich sagen was du möchtest, Alternativen bieten, ablenken.....

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Re: 14 Monate alt und schon die böse trotzphase?

Antwort von lilke am 21.02.2017, 9:10 Uhr

Ich hab mir zur Gewohnheit gemacht meinem kleinen Trotzkäfer (und der ist gerade WIRKLICH in der Trotzphase) immer dann, wenn er lieb ist, das auch zu sagen. Also wenn er etwas - vor allem von allein - macht wie seinem kleinen Bruder ein Spielzeug zu bringen oder die Tassen wegzuräumen, ihm einfach sagen "das hast Du aber toll gemacht, das ist ganz lieb von Dir."

Du musst Dir immer vor Augen halten, dass dein Kind Aufmerksamkeit will und das wird noch VIEL stärker werden, wenn das Geschwisterkind da ist. Sagst Du ihm, er ist böse, ist das Aufmerksamkeit. Er wird sie weiter suchen und weiterhin "Blödsinn" in Deinen Augen machen oder "böse" sein. Hingegen hat er so null Motivation das sein zu lassen.

Gehst Du zu positiver Bestärkung über anstatt die negativen Seiten zu betonen, hast Du gute Chancen, dass er sich auf DAS Verhalten verlagert um damit deine Aufmerksamkeit zu bekommen.

Meiner ist jedes Mal total Stolz, wenn er seinem Bruder geholfen hat aber erst seitdem wir wirklich konsequent bei ALLEM, was er von sich aus macht (und was kein Unfug ist oder jemandem wehtut) versuchen die positiven Seiten rauszukehren. Also auch wenn er seinen Becher umschüttet, aber sofort selbst ein Zewa holt um es aufzuwischen. Dann ist das halt "sehr gut, dass du das gleich selbst aufwischst. Super gemacht."

Vielleicht hilft Dir das auch.

LG
Lilly

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Re: 14 Monate alt und schon die böse trotzphase?

Antwort von Efsunekinci am 21.02.2017, 11:59 Uhr

Hallo du!
Meine zwei liegen 13 monate auseinander. Meine aeltere hat auch schon mit c.a. 18 monaten die trotphase eröffnet. sie ist mittlerweile 4 und hat das noch immer nicht ganz hinter sich.
Du hast es nicht leicht, es wird nicht leichter. Man verliert schon manchmal die geduld, auch wenn man das manchmal vergisst, sie sind noch winzig klein. Kein kind will einfach nur so mal den eltern die laune vermiesen. Du musst durchhalten und nach lösungen suchen stressmomente zu entladen. Jedes kind ist anders, man kriegt nirgendwo patentrezepte. Ich hab auch manchmal geschumpfen, aber wenn ich zurückblick haett ichs in 80% der vorfaelle lieber gelassen. Sie sind so winzig klein und unschuldig. Wenn du verwickelt bist in einen stressknaeuel, dann entfern dich ein bisschen vom vorfallsort , das hilft . Oder einfach klartext ansagen und ne auszeit einlegen. Das ist besser als anschreien oder schimpfen.

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Re: Auch Danke für...

Antwort von Windpferdchen am 22.02.2017, 10:48 Uhr

...für Dein liebes Feedback! Ja, da sind wir wieder mal auf einer Linie, auch Deinen Beitrag unterschreibe ich natürlich zu 100 Prozent!


LG

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