Babys Zimmer - Tipps fürs erste Kinderzimmer

Kinderzimmer

© fotolia, drasko stojadinovic

Ein Nest für das Baby: Viele werdende oder auch frischgebackene Eltern freuen sich darauf, das erste eigene Kinderzimmer einzurichten. 

Oder - falls sie noch keinen eigenen Raum für Ihr Kleines haben - wenigstens die Dinge anzuschaffen, die sie von Anfang an brauchen werden. Es ist einfach schön, alles für den Empfang des neuen Familienmitglieds vorzubereiten. Bei aller Begeisterung tauchen aber meistens auch einige Fragen auf. Was braucht ein Baby oder Kind eigentlich für Möbel im Zimmer? Worauf sollten wir beim Kauf achten?

Hier die wichtigsten Tipps:

Ob im Kinderzimmer oder im Bad - der Wickelplatz ist unentbehrlich

Sie werden Ihr Baby und Kleinkind über lange Zeit hinweg mehrmals täglich wickeln. Daher sollte der Wickelplatz für Ihr Kleines bequem und für Sie so praktisch wie möglich sein. Die Liegefläche sollte gut 70 mal 80 Zentimeter messen, dann hat auch ein größeres Kind ausreichend Platz. Günstig ist es, wenn Seitenbegrenzungen das Baby am Herunterrollen hindern. Die Auflage sollte weich gepolstert und (ab-)waschbar sein. Am besten ist die Höhe des Wickelplatzes so bemessen, dass Sie aufrecht stehend mit etwa rechtwinklig gebeugten Armen arbeiten können. So wird Ihr Rücken nicht unnötig belastet.

Ganz gleich, ob in Babys Zimmer oder irgendwo anders in der Wohnung: um Wickeln sollte es unbedingt warm sein! Ist Ihre Wohnung eher kühl, ist ein Heizstrahler über dem Wickelplatz sinnvoll. Sie brauchen Stauraum für Pflegeutensilien und Babykleider. Bewährt hat sich, beides anfangs in der Wickelkommode unterzubringen.

Ob Sie sich für ein festes Modell entscheiden oder für eine leichte, rollbare Version mit etwas weniger Fassungsvermögen, hängt unter anderem von der Größe Ihrer Wohnung ab. Falls Sie eine feste Kommode wollen: Halten Sie Ausschau nach einem Modell, dass auch nach der Windelphase noch Dienste tut, etwa als Ergänzung zum Kleiderschrank im Kinderzimmer.

Praktisch und gesund sollte es sein - das Bettchen im Kinderzimmer

Wiege, Stubenwagen oder gleich ein Bettchen? Diese Entscheidung fällt den meisten Eltern recht schwer. Zumal es in allem drei Bereichen eine große Auswahl schöner Modelle gibt. Eine Wiege ist zweifellos ein besonders romantisches und kuscheliges Nest für Ihr Baby. Ein Stubenwagen mit Rädern hat den Vorteil, dass Sie Ihr Kleines problemlos in jeden Raum der Wohnung mitnehmen können.

Das Problem: Spätestens mit dem Ende des ersten Lebenshalbjahres werden Wiege und Stubenwagen meist zu klein. Da ihre Anschaffung nicht ganz billig ist, sollten Sie genau überlegen, ob Sie in ein neues Modell investieren wollen. Falls Sie sich dazu entschließen, wählen Sie eine möglichst geräumige Version, damit Sie lange Freude daran haben. Sehr viele Eltern leihen sich für die erste Zeit eine Wiege oder einen Stubenwagen bei Freunden, Verwandten oder im Fachhandel. Und kaufen im Anschluss ein gutes Kinderbett fürs Kinderzimmer. Mit einem am Kopfende befestigten Himmel, einer höhenverstellbaren Liegefläche, sind sogar Neugeborene in einem Bett sehr gut aufgehoben - am besten in einem kuscheligen Schlafsack.

Diese Fragen sollte man stellen:

  • Wie variabel ist das Bett? Viele moderne Kinderbetten wachsen mit, werden später zum "Juniorbett" im Kinderzimmer: Ihr Kind kann etwa bis ins Schulalter darin schlafen. Das Bett sollte dafür jedoch mindestens 70 Zentimeter breit und 140 Zentimeter lang sein. Seitengitter schützen Babys und Kleinkinder vorm Herausfallen. Später werden diese Gitter abmontiert. Eines der Sicherheitsgitter sollte zwei herausnehmbare Stäbe haben: So entsteht eine Aus- und Einstiegsöffnung, sobald Ihr Kleines mobil ist.

    Der (stabile!) Lattenrost muss mehrfach höhenverstellbar sein. Anfangs wird er in der obersten Position fixiert, damit Sie Ihr Baby mühelos ins Bett legen und hochnehmen können. Je munterer Ihr Kind wird, desto tiefer rutscht der Rost. So kann Ihr Kleines im Sitzen oder bei den ersten Aufstehversuchen nicht hinauspurzeln. Selbstverständlich sollten alle Umbauten problemlos und ohne Aufwand möglich sein.

  • Stimmt die Sicherheit? Im Bett darf sich Ihr Kind nicht verletzen können. Das heißt: keine spitzen Teile, etwa hervorstehende Schrauben, keine scharfen Ecken und Kanten, keine Zwischenräume, in denen ein Kind sich die Finger quetschen könnte. Der Abstand zwischen den Gitterstangen darf nicht größer als 4,5 bis 6,5 Zentimeter sein. Sonst könnte Ihr Kind mit dem Kopf dazwischen geraten. Ideal ist es, wenn nur ungiftige Farben und Lacke verwendet wurden: Babys und Kleinkinder lutschen häufig am Gitter ihres Bettchens.
  • Welche Matratze soll es sein? Auswahl und Preisunterschiede sind recht groß. Es gibt Matratzen aus/mit Naturmaterialien wie Latex, Rosshaar, Kokos und Schurwolle, ebenso Modelle aus Schaumstoff oder mit Federkern. Falls Ihr Kind allergiegefährdet ist, fragen Sie am besten den Arzt, welche Matratze sich eignet. Wichtig ist, dass die Matratze etwa mittelfest und möglichst schadstoffarm ist. Naturmaterialien gelten als atmungsaktiver als Schaumstoff und nehmen mehr Feuchtigkeit auf; allerdings spielt dabei auch der innere Aufbau der Matratze eine Rolle.

Alleskönner im Kinderzimmer - Kombimöbel wachsen mit

Viele Hersteller bieten heute Kinderzimmer, bzw. Kindermöbel an, die mitwachsen. Ob Kommode, Schrank, Bett oder Regal: Alles ist so gestaltet, dass es später eine andere Funktion übernehmen kann, auch im Jugendzimmer noch gut aussieht oder als Einzelstück in andere Zimmer passt. Manche Betten lassen sich durch Zusatzteile zu wahren Abenteuer-Spiellandschaften umbauen. Oder der Schreibtisch fürs Schulkind wird mit wenigen Handgriffen integriert. Geeignet sind solche Kombi- und Mitwachsmöbel für alle, die gerne auf lange Sicht planen. Erkundigen Sie sich beim Kauf jedoch, über wie viele Jahre hinweg Zusatz- und Ergänzungsteile erhältlich sein werden.

Tipp: Vergessen Sie bitte nicht, dass Ihr Kind vor allem Raum zum Spielen braucht. Auch das schönste Kinderzimmer wird Ihr Kleines nicht glücklich machen, wenn darin kein Platz mehr bleibt. Also lieber nicht alles auf einmal kaufen, sondern Stück für Stück ergänzen.

Sicherheit und Qualität sind ein Muss

Kindermöbel und das entsprechende Zubehör sollten so sicher und solide wie möglich sein. Diese Zeichen helfen Ihnen bei der Beurteilung:

Das TÜV- und/oder GS-Siegel garantiert, dass die Möbel funktionssicher sind. Aussteller sind unabhängige Prüfstellen.

Das CE-Zeichen bedeutet, dass ein Produkt bestimmten europäischen Normen genügt. Leider gibt es keine unabhängige Instanz, die eine Qualitätskontrolle vornimmt. Der Hersteller selbst bestätigt, dass er die Normen eingehalten hat.

Das RAL-Gütezeichen bescheinigt die Gesamt-Qualität Ihres Kinderzimmer-Möbelstücks. Es wird aufgrund genau festgelegter Kriterien vom Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung vergeben.

Der Vermerkt "giftfreie Lacke nach DIN 53160" bedeutet: Die verwendeten Produkte entsprechen den strikten Vorschriften, die für solches Spielzeug gelten, dass häufig in den Mund genommen wird.

Zuletzt überarbeitet: Februar 2019

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