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Geschrieben von Chillimohn am 14.05.2021, 21:10 Uhr

Schimpfwörter explizit

Hallo, ich weiß, dass Schimpfwörter zu verwenden im Kindergartenalter dazugehört.
Unser Sohn, knapp 4, geht in eine Gruppe mit fast ausschließlich über 5 jährigen, die Hälfte der Kinder kommt im Herbst zur Schule.
Dass Kacke, Pups und Popo lustig ist, ist für mich völlig in Ordnung. Nun kommt es aber seit etwa 5 Wochen immer wieder dazu, dass unser Sohn mit Wörtern heimkommt, die wir nun wirklich nicht mehr in Ordnung finden. Seien es Kriegswaffen, Beleidungen und ähnliches, aber wirklich erschrocken war ich heute Morgen über Babyf.... für das weibliche Geschlechtsteil. Ist das denn heute normal? Mein Mann meint, da müsste ein Elternabend sein, ich sage, ich spreche mit der Leiterin. Es fallen immer dieselben Namen, wenn er davon erzählt, keine Ahnung habend, was er da sagt. Was ich von den älteren Kindern ja doch auch sehr hoffe.
Wie würdet ihr reagieren? Ich versuche, meinem Sohn kindgerecht zu erklären, was er da sagt und warum ich es nicht will, aber ich habe ehrlich gesagt auch keine Lust solche Dinge jetzt schon machen zu müssen.
Es ist ein Privatkindergarten, vorurteilsmäßig dachte ich ja, da wären die Kinder 'erzogener'. Sagt man seinem Kind dann denn auch, nein mit dem spielst du nicht? Oder denen? Die Großen faszinieren ihn ja doch sehr und leider ist der einzig Gleichaltrige, sein bester Frrund laut ihm, seit einigen Wochen schwer krank, bis mindestens Herbst. Er sucht sich also gerade auch neue Kinder als Anschluss. Oder reicht es eben, die Wörter zu erklären und ihm zu vermitteln, es ist super, dass du das dann erzählst.

 
9 Antworten:

Re: Schimpfwörter explizit

Antwort von kuddelmuddel am 15.05.2021, 15:24 Uhr

Ja, es ist sehr früh, aber dennoch ist das einfach ein teil der erziehung, dem kind mitzugeben, dass es andere menschen gibt, die anders sozialisiert sind und ggf. auch eine andere sprache haben. ich würde klar machen, dass ich solche wörter nicht gut finde und ihre verwendung mir verbitte. übrigens mag es ja auch sein, dass die älteren noch ältere geschwister haben, von denen sie schimpfwörter abgekupfert haben - je größer der schulhof, umso heftiger die sprache :-)

je nach entwicklungsstand des kindes würde ich manche schimpfwörter auch erklären (aber vielleicht eher ab grundschulalter) und dadurch verständnis aufbauen, warum "man das nicht sagt"

das ganze jedoch sehr unaufgeregt und sachlich, sonst wird es nur interessant. was das spielen mit "solchen kindern" angeht: bestärke das kind darin zu wissen, was richtig und was falsch ist und auch darin, gerne zu kommunizieren, dass manche wörter einfach "unaussprechlich" sind.

LG

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Re: Schimpfwörter explizit

Antwort von Maroulein am 15.05.2021, 16:11 Uhr

Bei meinen Großen kam da sind der Grundschule, dafür aber auch direkt so Sachen wie -der Fi...seine Mutter in den a...sch
Keine Ahnung wo die kInder sowas aufschnappen wenn nicht Zuhause oder eben sie unrekflektiert daheim YouTube und co schauen dürfen.


Klar uns entwischt auch schonmal ein nicht Grade kindgerechtes Fluchen,aber wir solche Sachen gehören per se nicht zu unserem Sprachgebrauch.

Meine Haben ja auch fast Erwachsene Geschwister aber auch von denen lernen sie das nicht.

Ich merke aber deutlich dass meine Tochter aus mir spricht,sie nutzt sehr oft meine Redewendungen,also würde sie auch mein Schimpfen und Fluchen nachsprechen.

Bei uns in der Kita ist es glücklicherweise nicht ganz so arg,und wenn meine Mal so ein e Perle des deutschen Sprachgebrauchs mitbringt und meint es direkt anwenden zu müssen ist sie aber sehr erschrocken wenn man ihr erklärt dass das keine lieben Wörter sind und dass Menschen die sie so anspricht traurig oder böse werden,damit hat es sich dann auch(wobei sie mich letztens liebevoll als Volltrottel bezeichnet hat,sie fand das vom Klang er total lustig und konnte es nicht einordnen )


Privatkita heißt heute auch nicht mehr unbedingt sich die Kinder aussuchen zu können,hier am Ort sind etliche neue gebaut worden die nun überrannt werden,wenn wir unsere Zahlen nicht voll bekommen nehmen wir was wir kriegen können da wir es uns nicht leisten können auch nur einen Platz unbesetzt zu lassen(ich bin im Vorstand einer Elterninitiative,die 15 Euro die wir an Vereinsbeitrag erheben zahlt meist das Amt zusätzlich wenn wir die Kinder denn nehmen.

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Re: Schimpfwörter explizit

Antwort von Tuja am 15.05.2021, 16:29 Uhr

An den Punkt kommen wahrscheinlich alle Eltern früher oder später. Leider.
frag dein Kind, ob es weiß, was die Wörter bedeuten. Bei nein, kannst du erklären, dass es damit auch nicht um sich werfen sollte, wenn es gar nicht deren Bedeutung kennt. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass der Reiz, die Wörter zu sagen geringer ist, wenn man nicht jedes Mal an die Decke geht, wenn Kind sie sagt.
Erklär deinen Kind, was die Wörter bedeuten und das es abfällige Ausdrucksweise ist. Den Kontakt zu den Kindern, die diese Wörter sagen, verbieten würde ich nicht. Zum einen schreibst du selbst, dass er momentan keine anderen Kontakte im Kiga hat und wenn er sie nicht von diesem Kind hört, dann von einem anderen. Ganz fernhalten kann man Kinder nicht von Schimofwörtern. Und ich bin sicher, dass auch die anderen Kinder das bei anderen gehört haben und nicht von den Eltern. Ältere Geschwister (und deren Kumpels) sind da meistens die "Überträger". Halt durch. Die Phase geht vorbei.

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Re: Schimpfwörter explizit

Antwort von Chillimohn am 15.05.2021, 21:00 Uhr

Vielen Dank für eure Einblicke.

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Bei uns half...

Antwort von Bela66 am 18.05.2021, 9:38 Uhr

Also, ich kenne keinen Vierjährigen, der YouTube bedienen und dort Soft-Pornos aufrufen kann... Natürlich stammen solche Schimpfwörter von Kindern mit schlechtem häuslichen Hintergrund, wo z. B. der Vater regelmäßig so spricht. Oder wo die Eltern Pornos schauen und nicht darauf achten, dass die Kinder nicht heimlich mitschauen oder mithören. Es reicht eine einzige Familie, wo das so ist, um den ganzen Kiga zu "infizieren".

Ich habe bei meinen Kindern festgestellt, dass langes Erklären und aufs Kind Einreden nicht hilft. Im Gegenteil: Je mehr Resonanz ein Wort bei Mama auslöst, desto interessanter ist es. Denn das Kind hat dann eine absolut sichere Methode gefunden, immer sofort Mamas Aufmerksamkeit zu bekommen. Man drückt den Knopf, und schon labert sie endlos los. :-)

Bei uns half es deshalb viel besser zu sagen: "Oh, was für ein hässliches Wort." Und sich dann wegzudrehen und etwas anderes zu machen. So eine deutlich desinteressierte Reaktion mögen Kinder nicht. Sie wollen im Fokus stehen. Wenn Mama sich jedesmal beiläufig wegdreht oder vom Tisch aufsteht, um etwas in der Küche zu werkeln, wird das Schimpfwort, das sonst immer sehr "zielführend" war, fürs Kind unattraktiv. Wichtig ist, dies nicht sauer zu tun, nach dem Motto: Das hast du jetzt davon. Sondern wirklich gelangweilt, geistesabwesend und gelassen zu wirken.

Von daher: Zwar eine kurze Wertung abgeben ("hässliches Wort, gefällt mir nicht"), dann aber deutlich sichtbar Aufmerksamkeit vom Kind abziehen und auf etwas anderes richten. Dies ist genau das, was das Kind nicht möchte. Mit der Zeit (nicht von heute auf morgen) werden Schimpfwörter dann zuverlässig uninteressant oder eher negativ wahrgenommen vom Kind, weil man damit Mamas Aufmerksamkeit verliert.

LG

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Re: Bei uns half...

Antwort von Tuja am 18.05.2021, 17:13 Uhr

Ob du da nicht ein bisschen zuviel schlechtes in einigen Familien siehst? Ich kenne keine Familie, in der Pornos geschaut werden, wenn die Kinder wach sind, kann mir das auch nicht vorstellen.
Die Wörter, die die TE aufzählt sind typisch für Pubertierende.

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Re: Bei uns half...

Antwort von Sille74 am 18.05.2021, 23:17 Uhr

Deine Tipps zum Vorgehen, wenn solche Schimpfwörter fallen, finde ich gut. Nicht zutreffend finde ich, zumindest meinen Erfahrungen nach, Deine Analyse, woher die Kinder diese Schimpfwörter haben. Hier stimme ich Tuja zu. Bei uns war das im Kindergarten auch mal ein "Problem", als meine Tochter Vorschulkind war. Die Wörter kamen AUSNAHMSLOS von Kindern, die in irgendeiner Form Kontakt zu deutlich älteren Kindern hatten, seien es Gesshwisterkinder gewesen oder sei es gewesen, dass die "Fußball-Minis" gleichzeitig mit der D-Jugend Training hatten oder so. Oft waren es im Kindergarten sogaar die Kinder mkt vesonders Etepetete-Eltern, die da mal so richtig die Sau rausgelassen haben ...

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Re: Bei uns half...

Antwort von Minuit229 am 19.05.2021, 11:37 Uhr

Oder die Kinder haben große Geschwister, die in der Schule wahrscheinlich noch ganz andere Wörter kennen lernen...
So war es nämlich bei uns. Die beste Freundin meiner Tochter kommt ganz sicher nicht aus Verhältnissen wie du sie beschreibst, kennt durch ihre großen Brüder trotzdem die schönsten Schimpfwörter.

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Re: Bei uns half...

Antwort von Chillimohn am 19.05.2021, 22:17 Uhr

Dem stimme ich zu, die Eltern dieser Kinder sind alle in der Schickeria unterwegs und haben alle sehr nach außen wirksame Berufe. Ob sie alle ältere Geschwister haben, kann ich allerdings nicht sagen.

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