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Geschrieben von secondo am 22.08.2019, 13:39 Uhr

Rivalität

Hallo,
in unserem Familienkreis gibt es einen um ein Jahr älteren (3 Jahre alten) Jungen, den unser Sohn (jetzt 2Jahre 3Monate) seit seiner Geburt kennt.
Unser Sohn liebt ihn und schaut auf ihn auf. Der ältere Junge sieht unseren Sohn aber mehr als Rivalen - er teilt weder seine Spielsachen mit ihm, noch erlaubt er es, dass er sich am Spielen - vor allem wenn dritte Kinder dabei sind - beteiligt. Er ist garstig und gemein. Das ist je nach Gemütslage des anderen Jungen mal ausgeprägter, mal weniger ausgeprägt. Von Brüllen bis Schlagen bis verbal Beleidigen ist alles dabei. Im Gegenzug dazu nimmt er aber nur all zu gerne unser Spielzeug oder wenn es ihm gerade passt, spielt er sich auch mit unserem Sohn.Jetzt ist es so, dass wir mit der KITA begonnen haben und unser Sohn diesem Jungen richtig hinterherläuft. Er liebt ihn und bezeichnet ihn auch als seinen Freund. Dass er absolut unfair und gemein zu ihm ist, kann er anscheinend nicht begreifen. Wir sind noch in der Eingewöhnungsphase, ich bin also immer in weiter Entfernung dabei und sehe das Verhalten. Ich weiß nicht wie ich richtig reagieren soll, diese Ablehnung trifft mich hart, es tut mir für meinen Sohn leid, weil er ja ununterbrochen Ablehnung erfährt, aber sollte ich den privaten Kontakt jetzt auch reduzieren oder dem anderen Jungen mitteilen, dass auch er nicht mehr mit unseren Spielsachen spielen darf. Unser Kind ist viel empathischer und kognitiv gut drauf. Der andere Junge eher motorisch viel weiter und durchsetzungsstark (komme was wolle, er beleidigt und ist grob) auch gegenüber älteren Kindern.
Vielen Dank für Ihre Einschätzung - auch als Eltern - ich bin am Verzweifeln.
Danke

 
9 Antworten:

Re: Rivalität

Antwort von 3wildehühner am 22.08.2019, 16:00 Uhr

Ehrlich gesagt frage ich mich bei deinem Text, wer hier das Kleinkind ist. Du bist doch die erwachsene Person und müsstest wissen, dass Kinder in diesem Alter sehr unterschiedlich in ihrer Entwicklung sind. Sehr oft kann ein Dreijähriger nichts mit einem ein Jahr jüngeren Kind anfangen. Umgekehrt ist es genauso normal, dass dein Sohn zu dem Älteren aufschaut. Dass du den älteren Jungen als garstig und gemein zeichnest und deinen Sohn als den emphatischen Engel darstellst, macht dich nicht gerade sympathisch. Dass du dadurch emotional verletzt bist, wirkt nicht besonders reif.
Dein Sohn scheint die angebliche Zurückweisung ja selber nicht so zu empfinden.
Diese Situation wird noch häufiger im Leben deines Kindes stattfinden.

Dein Sohn geht ja jetzt gerade erst ein paar Tage in den neuen Kindergarten. Nach einiger Zeit wird er ganz sicher gleichaltrige Freunde dort finden. Gleichzeitig wird er ja älter werden und vierjährige Kinder können dann mit dreijährigen Kindern schon mehr anfangen als Dreijährige mit zweijährigen Kleinkindern, was ja auch ganz normal in der Entwicklung ist.
Deshalb wäre mein Rat, dass du deine Gefühle reflektierst und nicht dem anderen Jungen den schwarzen Peter zuschiebst.
Wer weiß, wie dich dein Kind ohne dein Beisein oder in ein oder zwei Jahren verhält!
Wenn du jetzt bei der Eingewöhnung dabei bist, solltest du dich auch nicht in die Erziehung einmischen; im Kindergarten sind jetzt die Erzieher dafür zuständig. Wenn die Erzieher merken, dass ein großes Ungleichgewicht herrscht und dein Sohn leidet, werden sie ganz sicher eingreifen. Du musst in diesem Punkt den Erziehern einfach vertrauen.

Da das Verhalten der Kinder nicht ungewöhnlich ist, würde ich da sicherlich keinen privaten Streit provozieren.

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Re: Rivalität

Antwort von secondo am 22.08.2019, 16:07 Uhr

wooooow,...
Nein, ich bin kein Kleinkind und weil ich mir einfach unsicher bin, wollte ich um Einschätzungen anderer Mütter bitten, die vielleicht schon in der selben Situation sind/waren.
Es sind ja auch viel andere 3-Jährige dort, die sich ganz anders verhalten. Zwischen Ablehnung, Zurückweisung und offensichtlichem Attackieren gibt es auch einen großen Unterschied.
Und nein mein Sohn ist kein empathischer Engel, nur in diesem Bereich anders veranlagt, als der andere Junge.
Aber trotzdem danke für deine Meinung, auch wenn ich sie mir ohne unterschwellig/offensichtliche Übergriffe gewünscht hätte.

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Re: Rivalität

Antwort von miaandme am 22.08.2019, 21:18 Uhr

Ich habe nicht so recht rausgelesen, ob dein Sohn unter der Situation leidet? Wenn ja, würde ich den privaten Kontakt für eine Weile reduzieren. Man kann den 3jährigen da keinen Vorwurf machen. Er kann mit eurem derzeit nichts anfangen und Diplomatie ist in den Alter doch etwas viel verlangt.
In einem halben bis einen Jahr sieht das Ganze schon wieder anders aus. Vielleicht spielen sie dann wieder zusammen.
Im Kindergarten werden sicherlich auch die Erzieher etwas einlenken bzw. muss er vielleicht auch einfach mal die Erfahrung machen. Was raten oder Türen den die Erzieher? Keines Falls würde ich mich auf das Niveau des Kindes begeben ("dann darfst du auch nicht mit unseren Sachen Spielen"). Das ist sicherlich auch das, was 3wildehühner etwas aufgestoßen ist. Man sollte den Kindern doch immer ein Vorbild sein. Was sagt denn die Mutter des Kindes in der Situation, wenn der gemein zu eurem ist?

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Re: Rivalität

Antwort von Monroe am 23.08.2019, 9:57 Uhr

Wenn er bei euch ist, mußte du auch einschreiten, wenn er dein Kind Haut und anbrüllt. Der andere ist auch noch klein und muß eben alles erst lernen. Auch Rücksicht, teilen und zurückstecken.
Es ist im Grunde nichts ungewöhnliches, wenn kleine Kinder zu älteren Aufsehen, auch wenn diese sehr gemein zu ihnen sind.
Gibt es Kinder im Alter deines Kindes im Kiga? Früher oder später wird er sich an denen orientieren. Den anderen Jungen kennt er halt schon und orientiert sich an ihm. Viele andere Kinder kennt er ja wahrscheinlich dort noch nicht!?
Das wird sich etwas ausschleichen. Zumindest im Kiga. Zuhause seid ihr Eltern gefragt den Jungen in die Schranken zu weisen. Ihr müsst auch vermitteln, dass er nur dann eure Spielsachen nehmen darf, wenn er auch selbst seine teilt. Sonst ist es ungerecht.

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Re: Rivalität

Antwort von pauline-maus am 23.08.2019, 11:59 Uhr

da mit sicherheit dieser"BÖSE"juge nicht der lezte "seiner art" im leben deine sohne sein wird nützt es nichts, deinen sonnenschein immer wieder zu eretten.

vermitteln wäre die bessere variante, ohne erst einmel einen abzustrafen oder einen in den himmel zu heben, es sind beide kleine jungen ,in der lebenslern phase
nimm sie und zeige beiden ,das gemeinsam spielen besser ist als gegeneinander, beginne mit ihnen zusammen ein spiel, denn du bist die erwachsene ,die weiss wie es geht und das musst du ihnene zeigen

und bitte, lass deinen sohn eigene erfahrungen mit menschen aller art machen ,er lernt das jetzt , für später.
eingreifen nur bei körperlichen atacken oder wenn dich der lärm nervt

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Re: Rivalität

Antwort von Wunschkind-Nr-2 am 23.08.2019, 13:14 Uhr

Ich kann dich, als Mama, sehr gut verstehen.
Natürlich kann man pädagogisch und entwicklungspsychologisch das Verhalten irgendwie erklären, trotzdem ist es für dich verletzend.

Wir hatten eine ähnliche Situation. Meine Tochter hatte mit 3-4 Jahren eine sehr gut e "Freundin". Diese war aber oft total gemein zu ihr. Sie hat immer bestimmt, was meine Tochter durfte und was nicht und das im Zweifel auch mit Gewalt durchgesetzt. Meine Tochter hat es nicht wirklich gestört.
Dazu kam, dass das andere Kind meine zweite Tochter als Rivalin gesehen hat und richtig gemein zu ihr war (hauen, schubsen, beißen etc...) Meine zweite Tochter (damals zwei) hatte nachher richtig Angst vor ihr.
Die Mutter hat sich, aus meiner Sicht, auch total kontraproduktiv verhalten und das Verhalten ihres Kindes immer geschützt.
Ich habe im Endeffekt den Kontakt abgebrochen.
Ich, als Mama, möchte nicht, dass mein Kind lernt, dass es so behandelt werden kann. Sie soll stark groß werden, mit Freunden um sich herum, die es schätzen und sie so nehmen wie sie ist.
Ob das pädagogisch sinnvoll war, weiß ich nicht. Es ist mir auch egal ;-)
Das ist nun zwei Jahre her und meine 6-jährige hat heute viele tolle Freunde mit denen sie super zurecht kommt :-)

Die beiden gingen allerdings auch in verschiedene Kindergärten.
Ich würde an deinen Stelle den Kontakt erst einmal etwas ruhen lassen bzw. Kontakt zu anderen Kindergarteneltern suchen, mit deren Kindern es vielleicht etwas besser klappt. So hat dein Sohn die Chance neue Freundschaften aufzubauen und sich umzuorientieren.

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Re: Rivalität

Antwort von memory am 23.08.2019, 13:15 Uhr

Was meint denn die Mutter des anderen Kindes? Ich persönlich würde die Treffen halt unter der Situation mehr moderieren und anleiten. Man kann halt kein 3 und 2 Jährigen zusammemsetzen und " die mal machen lassen", da muss man dann dabei bleiben und leiten. Sonst herrscht da noch klar das Motto " der Stärkere gewinnt". Vorbild sein und Anleitung im Spiel geben...wir teilen , wir wechseln ab , wir bauen zusammen , wir schlagen nicht, wir schreien nicht . Wer das nicht will ,/ versucht , der kann nicht mitmachen und muss etwas anderes spielen. Im Kindergarten sollten die Erzieher da einwirken....Sozialverhalten muss man lernen , klar sieht man da als Mutter in erster Linie sein Kind ....aber auch das andere Kind ist noch klein . Wenn gar nix fruchtet , weil,s auch der anderen Mutter schnuppe ist , ( bei uns war damals das Nachbarskind so ne Plage ......O - Ton die Nachbarin" na wenn deiner so ne Schwuchtel ist und sich nicht wehrt....mein Ole Torben wird halt mal ein richtiger Mann ) dann Kontakt extrem einschränken und mit anderen fördern.

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Re: Rivalität

Antwort von Hexhex am 23.08.2019, 14:37 Uhr

Falls die Kita mehrere Gruppen hat: Es wäre sicher gut, wenn Dein Sohn nicht in dieselbe Gruppe käme wie der ältere „Freund“, so dass er unvoreingenommen Kinder finden kann, die besser zu ihm passen. Da Ihr noch in der Eingewöhnungsphase seid, könntest Du eine Änderung sicher noch mit der Kita-Leitung abstimmen. Vielleicht hast Du ihn ja nur in dieselbe Gruppe geben wollen, damit er jemanden kennt? Aber das könnte eher nachteilig sein, zumindest in diesem Fall.

Falls die Kita nur eine einzige Gruppe hat: Dann muss Dein Sohn wohl einfach durch die Lernerfahrung durch, dass der andere Junge nicht zu ihm passt. Wir können und müssen unseren Kindern nicht alle Unannehmlichkeiten und alle schlechten Erfahrungen abnehmen. Wo‘s nicht klappt, dürfen wir ihnen zutrauen, dass sie das trotzdem hinbekommen. Es wird sicher ein paar Monate dauern, aber irgendwann wird Dein Sohn den unpassenden Freund nicht mehr reizvoll finden und sich anderen Kindern anschließen. Er schafft das schon, vertraue ihm ein bisschen mehr.

LG

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Re: Rivalität

Antwort von chrpan am 24.08.2019, 23:49 Uhr

Ich sehe es wie memory.
Bei so kleinen Kindern ist es mit dem sozialen Miteinander oft noch nicht so weit her, sie stehen da noch ganz am Anfang.
Auch der 3 Jährige ist ja erst ein Kleinkind und man kann da noch nicht so viel erwarten.
Wenn die Kinder zusammen kommen war und ist auch hier immer die Präsenz der Erwachsenen gefragt.
Sogar mit 5 Jahren mussten wir (bzw. die Mütter der Spielpartner) noch regelmäßig Konflikte begleiten, das Miteinander moderieren, Regeln vermitteln bzw an Regeln erinnern.
Manchen Kindern wird auch schnell mal der Trubel in der Gruppe zuviel und sie sollten mal aus der Situation genommen werden.

Wir hatten damals, als mein Großer so 2-3 Jahre alt war die Situation, dass einer seiner (Gleichaltrigen) Spielfreunde wirklich jedesmal versucht hat, ihn aus heiterem Himmel zu boxen, schlagen usw, auch mit Gegenständen. Das war kaum zu verhindern, weil es keinen vorausgegangenen Konflikt oder sonstige Warnzeichen gab. Da habe ich dann eine Weile den Kontakt reduziert. Später ging es dann wieder besser.

LG

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