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Geschrieben von Frederike am 08.12.2017, 16:43 Uhr

Kind im Kindergarten unterfordert

Ich habe eine fast vierjährige Tochter. Gestern meinte ihre Erzieherin, dass sie im Kindergarten wohl öfter unterfordert wäre. Sie macht häufig bei den Vorschulkindern den Kurs mit und erklärt den anderen Kindern wie die Aufgaben zu verstehen sind, sie hätte eine sehr schnelle Auffassungsgabe in Bezug auf logische/räumliche Sachen. Soweit so gut. Ich frage mich nur, was bedeutet das für uns Eltern? Ich wurde auch gefragt, ob wir mit ihr noch Kurse nach dem Kindergarten besuchen. Habe mich etwas schlecht gefühlt, da wir aktuell keine machen. Muss dazu sagen, dass sie immer erst gg 16Uhr abgeholt wird und dann auch 8h im Kindergarten war. Eine Zeitlang sind wir noch zum Kindersport, aber ich habe gemerkt, dass sie nach den 8h auch einfach keine Lust hat sich noch in irgendeine Gruppe zu integrieren bzw. sich auch an Regeln zu halten (das fällt ihr aber generell schwer ) Im Sommer sind wir natürlich immer draußen auf dem Spielplatz gewesen und sie hatte viel Bewegung, dass macht ihr auch Spass. Insgesamt habe ich nicht das Gefühl, dass sie irgendwelche Kurse vermißt. Nur frage ich mich, ob wir aber als Eltern ihre Fähigkeiten doch ein bißchen unterstützen sollten? Damit meine ich nicht, dass ich sie mit diversen Freizeitaktivitäten voll stopfen möchte. Gibt es auch noch irgendwas dazwischen? Hat jemand Ideen? Letztes Jahr in der Krippe wurde mir auch schon gesagt, dass man mit ihr auch in die Kinderuni gehen könnte. Gibt es jemanden, der mit seinem Kind bei sowas schon mitgemacht hat?
Ich muss sagen, ich bin hin und her gerissen. Zum einen möchte ich sie einfach Kind sein lassen, zum anderen natürlich auch ihre unglaubliche Neugierde nutzen. Zudem gibt es noch eine kleine Schwester, die nachmittags auch mit da ist. Was es nicht einfacher macht, irgendwelche Kurse zu besuchen,
Aktuell tendiere ich dazu, es einfach bei dem normalen Alltag zu lassen und ihr vielleicht zu Hause (weiß zwar noch nicht was mir da so vorschwebt) irgendwas zu bieten?
Hat vielleicht noch jemand so eine Einschätzung seines Kindes erhalten und auch nichts weiter unternommen?

 
29 Antworten:

Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von cube am 08.12.2017, 16:55 Uhr

Wenn sie sich gerade dafür so interessiert, besorg doch Übungenshefte oder MiniLück für daheim. Das kann man dann machen, wenn Zeit und Lust da ist. MiniLück können die Kids nach kurzer Erklärung auch alleine und vor allen Dingen auch alleine überprüfen und ggf korrigieren/noch mal versuchen. Extra einen Kurs würde ich nicht machen- die Interessen können sich so schnell wieder ändern....

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von Frederike am 08.12.2017, 17:25 Uhr

Stimmt, solche Hefte könnten wir ihr schenken. Da werde ich mal welche besorgen.

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von lilke am 08.12.2017, 19:31 Uhr

Wir haben auch MiniLük und BambinoLük, die machen meinen (1 und 3) schon viel Spaß und die gibt es bis ins Grundschulalter rein. Ich würde aber genau schauen, denn wahrscheinlich ist sie mit ihrer Altersstufe oft unterfordert.

Mein 3-Jähriger spielt auch sehr gern Bandolino, die gibt es auch für verschiedene Altersstufen, das können sie auch sehr gut selbst kontrollieren und alleine spielen.

Kurse würde ich nur suchen, wenn sie da wirklich Interessen hat, also zB Tanzen oder Musikschule, wenn sie sich für interessiert. Dafür vielleicht lieber am Wochenende mal einen Ausflug ins Museum. Naturkunde oder Technik, wenn sie sich für interessiert. Manche Museen haben auch extra Kinderführungen oder Kinderabteilungen. Da ist sie mit Vier (und ja scheinbar ohnehin weiter) denke nicht überfordert. Oder Sealife o.ä. da ist es in München zumindest am WE aber immer so brechend voll gewesen, wenn wir da waren.

Kinderuni kenne ich nicht, klingt aber irgendwie nach Schule, da wäre ich persönlich skeptisch und sehe das wie du, dass sie doch noch Kind sein darf. Wenn's nicht so schulmäßig ist, ist das was anderes.

LG Lilly

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von niccolleen am 08.12.2017, 22:06 Uhr

Kinderuni geht bei uns erst ab 7J, die Kinder muessen fliessend lesen koennen.

Es geht ja nicht unbedingt darum, ihre jetzigen momentanen (mit 4) Faehigkeiten zu foerdern, denn es sind nicht unbedingt Talente, sondern meist einfach irgendwelche Teilgebiete, wo ein Kind da schneller ist, und ein anderes dort, und was sich bis zur Schule wieder ausgleicht. Es geht ja auch um die Seiten, die gefoerdert gehoeren, in denen sie stattdessen hintennachhinkt, weil sie sonst vernachlaessigt werden.
Aber mit 4 wuerde ich da echt noch nichts reininterpretieren, das ist einfach noch zu frueh. Falls sie generell wirklich unterfordert ist, wuerde ich Sport und Musik in einer Kindergruppe in Erwaegung ziehen. Ansonsten sagst du selbst, dass sie dir nicht ueberfordert vorkommt, sondern am Ende des Kindergartentages echt erledigt wirkt.

lg
niki

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von Maari am 08.12.2017, 22:44 Uhr

Wir sind auch am überlegen, was wir unserer Tochter (4J.) anbieten können.
Sie ist in vielen Dingen sehr weit. Sie war öfters dabei, als ihre Schwester (6J.) lesen geübt hat. Jetzt kann die Kleine besser lesen, als die Große. Auch hilft sie der Großen gerne bei den Hausaufgaben. Erstaunlicherweise kann sie das auch.
Im Kindergarten wurde uns gesagt, wir sollten sie ein Jahr früher zur Schule schicken. Bis April haben wir Zeit mit dieser Entscheidung (tendieren aber eher nicht dazu).
Unsere geht nur von 8-12.30h in den Kindergarten und einmal wöchentlich zum tanzen. In der Weihnachtszeit auch Kinderchor.
Sonst hat sie auch an einer musikalischen Früherziehung teilgenommen.
Daran hatte sie Spaß, leider wird es erst wieder im März angeboten, 10x alle 14 Tage.
Wir sind oft auf dem Spielplatz und haben oft Kinder zu Besuch.
Ich habe nicht das Gefühl, dass sie mehr Förderung braucht.
Sie spielt sehr Phantasievoll und ist immer beschäftigt.

Mit fast vier Jahren bis 16h im Kindergarten, da denke ich, bekommt sie schon einiges an Förderung.
Vielleicht braucht sie danach wirklich erst einmal Erholung und ihre Mama (Papa).
Auch Zeit für sich. Zeit um mit ihren eigenen Sachen zu spielen.
Oft wird freies Spiel unterschätzt. Kinder brauchen Zeit um erlebtes und gesehenes nachzuspielen und dadurch "zu lernen" zu festigen.
Gerne spielen kleine Kinder immer wieder das gleiche, hören gerne die gleiche Geschichte.

Nachdem was du schreibst, scheint sie aktuell keinen Kurs, Verein o.ä. zu brauchen.

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von Frederike am 08.12.2017, 22:59 Uhr

Ich habe jetzt mal nach Bandolino gegoogelt. Aber was das genau ist, habe ich nicht verstanden. Ist es eine Art Spiel bei dem man Aufgaben löst?

Für Musik, Tanzen und Theater interessiert sie sich auch, kurzzeitig war ich mit ihr auch zum Musikkurs. Der ging aber nur bis drei und als ich mit ihr bei der Musikschule war, kam mir meine Tochter zu wild dafür vor. Da saßen alle Kinder bei ihren Eltern und haben zugehört und mitgemacht und meine wollte alles probieren und durch die Gegend rennen. Zudem hat sie immer dazwischen geredet. Sie ist sehr aufgeweckt und aufgeschlossen, redet mit allen über alles. Was sie auch gerne tun kann, aber es gibt eben Situationen wo es nicht passt. Deswegen habe ich so starre Kurse bei ihr vermieden.

So richtig raus bekommen was bei einer Kinderuni gemacht wird, habe ich noch nicht. Ja, wenn es so schulmässig ist, fände ich es auch blöd. Ich dachte, da werden vielleicht Experimente, die in der Natur vorkommen, gemacht. Das fände ich ja noch ganz spannend.

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von Frederike am 08.12.2017, 23:16 Uhr

Zum eher einschulen haben sie bei uns nichts gesagt, nur dreimal wiederholt dass sie sehr überrascht sind, dass sie erst 2020 in die Schule kommt. Aber ich würde sie auch nie eher einschulen. Dieses eine Jahr Kindergarten möchte ich ihr gerne lassen, Schule hat sie dann noch lang genug.

Ich glaube zwar nicht, dass die Förderung bei uns im Kindergarten so groß ist, aber an sich bin ich auch der Meinung das spielen das Wichtigste ist. Und das machen sie dort natürlich.
Ich war nur etwas verunsichert aufgrund der Schilderung der Erzieherin, da es irgendwie so klang als müsste unserseits irgendeine Handlung passieren.

Ich denke auch, solange sie bis 16uhr in den Kindergarten geht, werde ich kein Extraprogramm starten und dann bin ich mit Nummer drei bald in Elternzeit und hole sie früher ab, da kann ich ja mal schauen was passen würde. Aktuell würde sie auch gerne schwimmen lernen, vielleicht wäre dass nächstes Jahr noch was.

Aber gibt es Kurse für Kinder wo naturwissenschaftliche Dinge kindgerecht, kurz und interessant erzählt und ausprobiert werden? Sowas fände ich spannend, auch für mich

Dann wünsche ich euch die richtige Entscheidung für eure Tochter..

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von Frederike am 08.12.2017, 23:23 Uhr

Ich wollte auch weniger ihre Fähigkeiten fördern sondern ihre Interessen befriedigen. Und das die Seiten gefördert werden die hinterhinken, habe ich bisher bei noch niemandem gehört der das macht. Ansich sicher richtig, aber man würde doch sein Kind nicht zu einem Kurs anmelden, wo man weiß, es interessiert ihn überhaupt nicht, aber es hilft seinen hinterhinkenden Seiten?

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von jala am 09.12.2017, 7:59 Uhr

Meine Große ist lt. Psychologe kognitiv ihrem eigentlichen Alter vier Jahre voraus, ich weiß also wie das ist. Besonders gefördert wurde sie aber nie, hab ich extra nicht, da ich nicht wollte, dass es ihr in der Schule langweilig wird (aus eigener Erfahrung weiß ich wie das ist)..sie hat aber zum Beispiel immer mit Begeisterung Musik gemacht, ich glaube das war der Ausgleich für sie zum kopflastig en ansonsten.
Kinderuni gibt es bei Nina erst ab der ersten Klasse. Ich habe mich aber für meine Tochter dagegen entschieden, da es wie Schulstunden aufgebaut ist, das braucht sie nicht noch zusätzlich...
Wenn sie Interesse daran hat, ist Mini Lük und ähnliche Systeme super oder Vorschulbücher...einfach anbieten, dann kann sie selbst entscheiden ob sie das möchte oder nicht.
Ich würde eher Musik oder Sport als zusätzlichen Kurs anbieten, aber dann erst, wennsie nicht mehr einen 8Stunden Kindergartentag hat.
Wirkt sie denn überhaupt unzufrieden, sprich nicht ausgelastet in der Kita oder zu Hause? Solange deine Tochter sich wohl fühlt passt ansonsten ja alles.

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von lilke am 09.12.2017, 8:21 Uhr

Zum Bandolino: es sind so Karten, die mit einem Knopf verbunden sind, dass man sie auffächern kann. Man dreht dann eine raus und da sind zwei Reihen Bilder drauf. Man kombiniert der Reihe nach die Bilder oben und unten paarweise indem man einen dicken Faden drüber spannt, der sie wie ein Strich verbindet. Am Schluss umdrehen und da ist der rückwärtige Fadenverlauf aufgemalt.

Solche Experimente, wie du ansprichst machen in meiner Heimatstadt einige Museen (das optische Museum zB). Fand ich als Kind immer sehr spannend. Gerade kleinere Museen machen da meiner Erfahrung nach gern was. Was ich als Kind auch immer spannend fand war Planetarium. Da gab es bei uns Kindervorstellungen ab 4 Jahre, die mit Geschichten den Weltraum, Jahreszeiten oder Sternbilder erklären zB.

LG Lilly

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von Frederike am 09.12.2017, 9:54 Uhr

Da sie sich immer beschäftigen kann, gehe ich nicht davon aus, das sie nicht ausgelastet ist. Im Kindergarten meinten sie, dass sie viel Quatsch macht sobald sie unterfordert wäre. Das glaube ich aber nur bedingt, denn dass liegt auch einfach an ihrem Charakter.

Kinderuni habe ich gerade mal geschaut, dass scheint wirklich wie eine Vorlesung zu sein. Das ist definitiv nichts wo ich mit ihr hingehen würde. Und auch wenn da keine Altersangabe stand, sieht das so aus als würde es erst ab 7/8 für Kinder interessant sein.

Ich hole ihr einfach mal solche Bücher und dann lasse ich es erstmal sein.

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von Frederike am 09.12.2017, 10:04 Uhr

Stimmt, Planetarium ist bestimmt spannend. Sowas können wir mal besuchen.

Dann hole ich mal ein Bandolino. Macht ihr bestimmt Spaß. Danke für den Tipp.

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von DK-Ursel am 09.12.2017, 11:16 Uhr

Hej!

Wäre denn Musik prinzipiell etwas für sie?
Ab d. 5. Lebensjahr haben meine Kinder nach der Suzukimethode Violine gelernt - das ist eine Methode, bei der sehr auf das Tempo der Kinder Rücksicht genommen wird, man lernt Violine quasi wie eine Muttersprache, nämlich nach Gehör.-
Sie hätte dann sowohl Einzelunterricht als auch Gruppenspielen - denn ich denke, da sie Schwierigkeiten hat, sich ab und zu mal still zu verhalten, wäre das dann auch eine gute Übung - sie dauernd fernhalten bringt ja keine Übungsfläche!

Zu verkopft hätte ich meinen auch nicht blöden Kindern den Resttag nicht mehr gemacht, sie sind im KIGA und sollen da eben kindgerecht, mit anderen und beim Spielen (eben nicht dieses entsetzliche "spielerisch" gemeint!!!) lernen, was sie später brauchen können.

Musik ist dazu allerdings sehr gut geeignet:
Man muß sich konzentrieren (lernen), man muß Bescheide entgegennehmen, man merkt selbst, daß man nicht geübt hat, man erlebt Erfolge und eben die Mißerfolge , man spielt mit anderen und/oder allein --- Konzentration, Disziplin etc.
Suzukilehrer, wenn sie danach ausgebildet sind, haben eine unendliche Geduld und bei uns waren .- so kam es mir vor - genau die kinder, die anderswo aneckten und auffielen --- scheint also eine beliebte Methode bei gerade auch solchen kleinen "Klienten" zu sein. Was ich gut verstehe - denn es ist eine Lebenshaltung, die man sich als Eltern auch gut angewöhnen kann, um die kinder dann doch ein bißchen zu "regeln", während sie sich entfalten...

Im Großen und Ganzen denke ich allerdings auch:
Deine Tochter ist 4 und erzählt den anderen lieber, wo es langgeht, als selbst zu machen.
Daran würde ich mal arbeiten - denn sich einfügen, auf andere warten, selber machen statt anderen die Regeln erklären ist wichtig im Leben - nur wer das kann, kann nachher auch ein guter Chef werden .
Wenn sie wie -hier in DK die KInder - bis 16./17.00 im KIGA ist, hat sie prinzipiell genug am Tag gehabt und ist verständlicherweise müde. Hier finden Pädagogen nicht, daß Kinder dann mehr brauchen. .
ich würde auch mal untersuchen, was der KIGA täglich bietet - wieso ist sie "unterfordert" und hält sich bei aller Klugheit nicht an Regeln?
Stimmt das?
Gibt man ihr dort keine Grenzen?
Wieso lernt sie die nicht - dazu ist der KIGA doch (auch) da.
Wieso gibt es keine Freiräume für die KInder, die über das normale Programm heraus Anregung und Herausforderung brauchen?
Kann sie sich selbst beschäftigen - bekommt sie die Gelegenheit?
Ich hätte da auch sehr viele Fragen an den KIGA, bevor ich für eine Vierhäjrige (!!) gleich ein Kinderprogramm in Erwägung zöge.

Gruß Ursel, DK

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von niccolleen am 09.12.2017, 11:47 Uhr

Also das ist doch naheliegend.
Interessen befriedigen geht immer uebers Angebot. Spielt mit ihr entsprechende Spiele, gib ihr Material, muss ja nicht gerade Schulmaterial sein, das soll sie ja erst in der Schule lernen, aber halt irgendwelche Vorschulblaetter, wenn sie will, da gibt es ja eh jede Menge.

Schwache Seiten foerden hast du noch nie gehoert?? Da bist du aber ein bisschen blauaeugig und tust deinem Kind nicht unbedingt was gutes dabei. Die neuronalen Netze entwickeln sich erst, das kindliche Gehirn, die Koordination und alles spielt sich erst ein. Nur einen Interessensbereich foerden und alles andere verkuemmern lassen, ist so ziemlich das bloedeste was man tun kann. Aber ich weiss, das tut ihr eh nicht. Jemand, der sich so viele Gedanken macht, laesst nichts verkuemmern.
Auch da muss man aber nicht gleich ein 4jaehriges Kind zu irgendeinem Kurs anmelden, das es nicht interessiert. Es gibt doch viele Kanaele, z.B. Gesellschaftsspiele! Jedes Spiel ist auch gleichzeitig ein Training fuer bestimmte Faehigkeiten.

lg
niki

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von niccolleen am 09.12.2017, 11:52 Uhr

Bandolino ist ein Spiel, wo man Bilder zusammensetzt, die nach irgendwelchen Regeln zusammengehoeren. Der Name deshalb, weil man sie mit einer Schnur verbindet und auf der Rueckseite durch das Muster die Loesung kontrollieren kann.

Kinderuni ist ueberhaupt nicht wie Schule, sondern wie Uni, wird auch von der Uni organisiert, aber nicht das Jahr ueber, sondern man meldet sich fuer einzelne Vorlesungen an. Entweder im Sommer, bis zu 10 oder 12 Vorlesungen, jede ca. 1 -1,5h, und geht halt dann ueber 2 oder 3 Wochen, oder unterm Jahr, da ist das auch einmal in der Woche eine Stunde, je nach Anbieter. Bei uns das Radio.
Es gibt Vorlesungen, das sind wirklich nur Vorlesungen, es gibt Seminare, das ist interaktiver, und es gibt Workshops, da macht man z.B. auch Experimente, wenn man sich fuer einen naturwissenschaftlichen Workshop anmelden. Also jedenfalls nix fuer eine 4jaehrige. Bei uns wie gesagt ist die Altersbegrenzung ab 7.

So starr sind die Kleinkinderkurse uebrigens nicht. Vielleicht wollt ihr mal schnuppern?

lg
niki

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von niccolleen am 09.12.2017, 11:59 Uhr

Naja aber bedenke doch, dass du sie nicht immer, wenn ihr mal fad ist, bespaßen kannst. Das kann naemlich ganz schoen nach hinten losgehen, wenn sich jemand nicht sinnvoll beschaeftigen kann, wenn es mal kein Programm gibt. Bis zur Schule habt ihr ja noch viel Zeit. Das sollte sie bis dahin gelernt haben.

Wegen Musik schliesse ich mich an. Musik ist etwas, was vom Gehirn sehr viel Koordination und Vernetzung erfordert, Spass macht und viel bringt. Mit 4 fangen hier schon viele mit Klavierspielen an. Aber Singen und Tanzen ist so ziemlich das Beste, besonders in dem Alter, und eine sehr gute Herausforderung fuers Gehirn, da die Sprache mit der Musik verbunden werden muss. Das sind komplett verschiedene Areale und Gehirnhaelften, die dafuer vernetzt werden muessen.

lg
niki

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von Frederike am 09.12.2017, 13:11 Uhr

Ich habe doch in keiner meiner Antworten geschrieben, dass sie die Aufgaben nicht selber löst? Natürlich macht sie die Aufgaben selber, sonst würde ich mir doch keine Gedanken machen, wie ich ihre Interessen unterstützen kann.
Und natürlich muss sie sich im Kindergarten an Regeln halten, bleibt ihr ja nichts anderes übrig. Aber generell hat sie viele Ideen oder auch Quatsch im Kopf den sie dann sofort umsetzen will und dann gerne Regeln überhört/ignoriert. Aber sowohl im Kindergarten als auch zu Hause muss sie sich an Regeln halten. Aber deswegen muss ich mit ihr nicht noch extra zu einem Kurs gehen, wo es so streng zu geht. Und das sich schlaue Kinder besser an Regeln halten, wäre mir neu. Zumal ich nie geschrieben habe, dass ich denke, dass meine Tochter besonders schlau oder klug ist, sondern das sie Interesse hat an Aufgaben, die über ihrem Alter liegen und ob man das unterstützen/fördern soll/muss.

Und das ich gleich ein ganzes Kinderprogramm in Erwägung ziehe, ist wohl auch sehr übertrieben ausgedrückt. Ich habe nur nach einfachen Vorschlägen/Ideen gefragt wie man ihre Interessen unterstützen kann.

Ein Musikinstrument werden wir sicher mal probieren, denke aber, dass wir das erst probieren wenn sie ein Jahr älter ist.

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von Frederike am 09.12.2017, 13:20 Uhr

Da ist aber ein völlig falsches Bild entstanden
Ich schrieb doch, dass sie sich immer beschäftigen kann und ich besaße sie natürlich nicht, dafür hätte ich gar keine Zeit.
Ich kaufe ihr jetzt mal solche vorschulbücher und ein Bandolino, dann kann sie es selber probieren wenn sie Interesse hat.

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von Frederike am 09.12.2017, 13:39 Uhr

Natürlich weiß ich, dass schwache Seiten gefördert werden können. Aber ich habe noch nie gehört, dass jemand sein Kind zum Beispiel zum Fussball anmeldet wohlwissend das es weder Sport mag noch sportlich ist. Das meinte ich. Im normalen Alltag, auch Kinderalltag, wird man sowieso auch immer auch mit seinen Schwächen konfrontiert und dadurch herausgefordert, daran zu arbeiten/damit umzugehen.

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von lubasha am 09.12.2017, 14:48 Uhr

Es kommt auf das kind und Randbedingungen an.

Hier gab es eine gute Musikschule in Laufnähe, bei ständig singenden Kindern bietet es sich an. Dann kommt das Instrumentenlernen selbstverständlich dazu.

Wenn Kita für viel Bewegung und Tobemöglichkeiten bietet, oder wenn man ländlich wohnt und Kind viel über Stock und Stein läuft, sind zusätzliche Bewegungskurse unnötig.

Kinderuni mit 4 finde ich nicht notwendig. Hier in Hamburg gibt es so was ab 8, es sind spannende Themen, aber meine 8jährige war dort noch nicht, das es mit ihren Trainingszeiten kollidiert, und sie möchte eher zum Turnen.
Wenn das Kind zusätzlich noch Gruppenprobleme hat, ist so 1 Stunde sitzen ist es wohl nicht zu empfehlen. Bzw warten, bis das Kind größer ist.

Für Logik & Co gibt es unterschiedliche Hefte. Meine beiden mochten sie aber nicht besonders. Also haben wir sie nicht gemacht.

Bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern gibt es Spielgruppen, Wochenend-Schulen.... kann man, muss man nicht.

Einige Kinder lesen gut, viel und sinnerfassend mit 4. Keinem Kind hat es in der Schule geschadet. Andere lernen es in der Schule und machen schnell riesige Fortschritte.

Hier sind viele, welche die fitten Kindern später einschulen und die Grundschule ist für sie ein Spazierngang.

Ich würde mich über das Kompliment freuen. Aber nicht unbedingt zu irgendwelchen Kursen rennen, wenn es nicht gerade passt.
Alles darf, nichts muss

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von Shanalou am 09.12.2017, 15:06 Uhr

Meine Tochter gilt auch als weit entwickelt. Was ich mit ihr mache sind aber ganz normale Sachen, wie Spiele spielen, basteln, Bücher vorlesen, Sport und viel mit ihren Freunden spielen. Mit 4 war meine Tochter im Ballett und im Kinderturnen, aber sie geht auch nur den halben Tag in den Kindergarten. Lass dich nicht verrückt machen, in dem Alter ist Spielen wirklich das Wichtigste!

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von Philo am 09.12.2017, 15:48 Uhr

Hallo,
es ist doch super, wenn der Kindergarten ihr spezielle Fördermöglichkeiten und Zusatzaufgaben ermöglicht!
Ich finde, nach einem 8 - Stunden - Tag haben die Kinder das RECHT auf Erholung und Entspannung daheim und sollten nicht noch zu Beschäftigung und Kursen gezerrt werden.
Kindergarten ist anstrengend genug!
Bezieh sie daheim in die tägliche Arbeit mit ein. Das ist Förderung pur.
LG, Philo

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von Ivdazo am 09.12.2017, 17:06 Uhr

Hallo,

ich kann dir noch die Nikitin-Spiele empfehlen, das sind Spiele, bei denen Logik, räumliche Wahrnehmung, auch mathematisches Verständnis (aber nicht Rechnen an sich) trainiert werden. Geduld, Konzentration usw. kommen dazu. Die ersten Aufgabenstellungen sind schon für 3-Jährige, aber auch für deutlich ältere Kinder ist was dabei.
Vielleicht ist da für deine Tochter ja etwas dabei. Gibt es bei uns auch im Kindergarten.

http://nikitin-material.de/

Noch so ein schönes Spiel ist Tangram, aber damit konnte ich als Kindergartenkind nicht viel anfangen, mochte es erst so mit 7-8, davor eher farbige Mosaiken.

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von lisi3 am 09.12.2017, 18:45 Uhr

Ich würde mich Philo anschließen.
Bezieh deine Tochter einfach in deine tägliche Arbeit mit ein. Kochen und Backen macht fast allen Kindern Spaß. Man fördert einfach so neben bei alles Mögliche ( Sprache, Konzentration, Feinmotorik,... ). Man beobachtet dabei verschiedene naturwissenschaftliche Vorkommnisse ( Siedepunkt, Verdampfen, Kondensation, Gefrierpunkt,...). Die Kinder lernen alle verschiedene technische Geräte kennen und bedienen.
Wenn ihr spazieren geht seid neugierig, beobachtet, staunt ( schlagt vielleicht später im Lexikon nach:-)).
Extra Förderung muss nach acht Stunden Kindergarten nicht sein, wenn das Kind zufrieden ist.
Ansonsten würde ich Musik, Schwimmen, Kinderturnen oder Voltigieren ausprobieren.

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von knuffelbär am 09.12.2017, 19:16 Uhr

Wir haben auch so einen zu Hause, inzwischen ist er nach drei Jahren Grundschule (1/2, 3, 4) auf dem Gymnasium und fühlt sich dort zum ersten mal gefordert (wir haben extra ein Begabten-Förderungs-Gymnasium gesucht, dort besucht er neben dem Unterricht noch entsprechende Forscher AGs)

Ab Kindergartenalter waren wir im Winter gerne an den Wochenenden in diversen Museen, viele haben wirklich gute Museums Pädagogen, die in den letzten Jahren sehr viel getan haben, damit es für Kinder spannend ist) die kleine Schwester konnte immer mit und es hat allen Spaß gemacht.

Mit fünf haben wir unseren anfangen lassen Klavier zu spielen, gerade die "ich will nicht üben" Phasen sind bei solchen Kindern wichtig zu überstehen, denn nur so lernen sie, das es auch Dinge gibt, die man sich erarbeiten muss. Sie lernen also das lernen. Unser Klavierlehrer kommt zu uns nach Hause, so entsteht nur wenig Termin Druck mit kleinen Geschwistern.
Ich würde aber mit den Erziehern reden, damit sie deine Tochter nicht jetzt schon zu den Vorschulübungen einladen, klar macht es ihr jetzt Spaß aber dann findet sie es bestimmt blöd wenn sie in zwei Jahren dran ist.

Ach ja, Kinderuni ist zu früh. Dieses Angebot richtet sich ja sowieso schon an die interessierten Kinder, die sehr begabten können etwa zwei Jahre früher hin als die Empfehlungen, diese variieren je nach Uni von 8-10 Jahre als Start Alter. Es sind aber keine regelmäßigen Termine, es gibt sie etwa ein mal im Monat und man kann sich die Termine aussuchen, dir das Kind interessieren.

Informiere dich sonst über die dghk, da wird man gut beraten.

Ach ja und nach den Erfahrungen die wir gemacht haben sind wir uns einig, unsere weiteren Kinder werden wir eher überzeugen vier Jahre Grundschule zu machen (will die zweite auch von sich aus, die dritte hast noch fast fünf Jahre) Selbst wenn es passt und dir Entwicklung gut ist, unser kommt gut zurecht, ist es doch immer in Hinterkopf, dass er immer der jüngste ist, Abi schon mit gerade 17, das ist auch nicht wirklich toll. Leider war es für unseren Sohn nicht anders machbar, er hat sich in der ersten komplett verweigert, weil es ihm zu langweilig war und er lieber mal etwas lernen wollte, das Thema hatten wir die ganze Grundschule lang, denn bereits sechs Monate nach dem Sprung wurde es wieder langweilig, aber er hatte die Einsicht, das ein weiterer Sprung nicht gut wäre, weil er dann noch jünger wäre. Das stört ihn manchmal schon selber, wobei Mädchen das etwas leichter haben sollen.

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von Frederike am 09.12.2017, 20:38 Uhr

Danke für den Tipp, dass werde ich mir mal anschauen.

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von Frederike am 09.12.2017, 20:52 Uhr

Da habt ihr einen sehr intelligenten Sohn. So schlau schätze ich jetzt unsere Tochter nicht ein, dass sie gleich Schuljahre überspringt und ein besonderes Gymnasium braucht. Aber das hat bei uns auch noch viel Zeit.

Museen werden wir uns mal anschauen, da wird es hier auch einige geben. Von der kinderuni habe ich gedanklich schon Abstand genommen, hatte mir darunter was praktischeres vorgestellt

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von niccolleen am 09.12.2017, 23:11 Uhr

Ganz im Gegenteil. Ganze Therapiezweige leben davon, dass sie nicht Staerken foerden, sondern Schwaechen aufholen, weil das viel wichtiger ist!

lg
niki

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Re: Kind im Kindergarten unterfordert

Antwort von chrpan am 10.12.2017, 2:17 Uhr

Ich habe nicht alle Antworten gelesen und nur überflogen und bin bei dem, was Philo oben schrieb.
In (jungen) Kindesalter - vielleicht auch noch später, aber soweit geht meine Erfahrung als Mama noch nicht - würde ich auch eher von Interessen und Neigungen sprechen. Und die müssen ja nicht zwingend "outgesourced" werden in Kurse, das Leben lehrt doch.
Mein Großer konnte das Alphabet und viele englische und italienische Vokabel lange bevor er je in einem Kindergarten war (nur als ein Beispiel von vielen). Er hat keinen Kinderkurs besucht, erst jetzt in der ersten Klasse geht er einmal wöchentlich zu einem Akrobatik-Kurs.
Damit will ich sagen, dass er, wie wahrscheinlich jedes Kind, einfach ständig Fragen gestellt hat zu allem, was ihn interessiert hat und wir Eltern haben mit soviel Geduld und Zeit wie irgendwie möglich diese Fragen beantwortet. Dadurch hat er sich Wissen und auch Fertigkeiten quasi nebenbei angeeignet.
Wir haben auch regelmäßig wildfremde Menschen auf der Straße angequatscht (zu 99% haben die sich über das Interesse gefreut und es war sehr nett und hilfreich). Mein Sohn wollte nämlich ganz oftvwissen "Was macht der Mann/die Frau da?"
Oder "Warum macht XY das..," etc etc.
Wir redeten nahezu täglich mit Müllmännern, Rauchfangkehrern, Bauarbeitern, Polizisten, Passanten, Parkwächtern, RegalbetreuerInnen,, Kindern, Pensionistinnen, MuseumsmitarbeiterInnen, Bademeistern, Kellnerinnen...........

Wir haben BEIDE wahnsinnig vieles erfahren. Nebenbei wurde mein Sohn ein kontaktfreudiger Mensch ;-)

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