Richtig verreisen mit Baby und welche Ziele sind geeignet?

Richtig verreisen mit Baby und welche Ziele sind geeignet?

© fotolia, Ramona Heim

An sich können Sie mit Ihrem Baby ruhig verreisen. Allerdings ist es hilfreich, dabei ein paar Grundregeln zu beachten. Sonst wird das Ganze für Sie und Ihr Kind schnell stressig.

Hier die wichtigsten Infos:

Kinder unter einem halben Jahr, so raten Kinderärzte, sollten lieber nicht groß verreisen. In den ersten sechs Monaten entwickeln sich die Kleinen sehr schnell. Seelisch und körperlich ist das eine Zeit, in der Ihr Kind sowieso viel Neues verarbeiten muss. Sind Kinder aber erst einmal ein halbes Jahr alt, hat sich zum Beispiel die Verdauung meistens gut eingespielt und man kann eine erste Reise planen.

Manche Kinder sind glückliche Stubenhocker

Neben seinem Alter spielt auch die Persönlichkeit eines Kindes bei Reiseentscheidungen eine Rolle. Ihr Kind wirkt daheim am entspanntesten und schläft dort auch am besten? Dann wird es vermutlich auf Veränderungen nicht allzu begeistert reagieren. Manche Kinder fühlen sich einfach dann am wohlsten, wenn ihr gewohnter Rhythmus nicht gestört wird. Andere sind glücklich, wenn sie etwas Abwechslung erleben. Wie viel Trubel an Ihrem Reiseziel herrschen darf, ob und wie lange Sie verreisen, ist daher auch Typsache.

Längere Autofahrten sind für Babys recht anstrengend. Sie brauchen zwischendurch immer wieder eine länger Pause, um auf einer Decke zu strampeln oder zu krabbeln. Am besten planen Sie daher mehr Zeit für die Fahrt ein, als Sie von früher gewohnt sind.

Ab in den Flieger? Lieber nicht zu früh einplanen

Auch junge Babys dürfen zwar Flugreisen machen, das kann aber etwas stressig werden. Sie kennen es ja vermutlich selbst, dass Ihnen beim Fliegen manchmal die Ohren zugehen. Babys kann das richtig wehtun. Denn der Druckausgleich im engen Innenohrbereich funktioniert bei ihnen noch nicht besonders gut.

Tipp: Oft hilft es, wenn die Kleinen bei Start und Landung am Fläschchen oder Schnuller saugen. Wenn es nicht sein muss, ist es insgesamt besser, Flugreisen frühestens im zweiten Lebensjahr einzuplanen.

Keine großen Kurztrips: Babys brauchen Zeit, um sich anzupassen

Grundsätzlich gilt: Kinder brauchen Zeit, um sich auf (Klima)Veränderungen einzustellen. Kurztrips ans Meer oder in die Berge sind nicht ihre Sache. Nach einer längeren Anreise dauert es meistens ein bis zwei Tage, bis Babys richtig ankommen und ihren Rhythmus wiederfinden. Und sie brauchen mindestens vier Tage, um sich an größere Höhenunterschiede oder ein anderes Klima zu gewöhnen.

Übrigens sollten Kinder unter einem Jahr nicht höher hinaus als 2.000 m. In dieser Höhe sinkt die Sauerstoffdichte der Luft. Das belastet Herz und Lunge der Kinder sehr und kann ernste Gesundheitsprobleme auslösen. Falls Sie gerne in den Bergen urlauben, wählen Sie also lieber ein nicht so hoch gelegenes Quartier. Auch hoch hinauf führende Gipfelfahrten mit der Seilbahn sind für Babys und jüngere Kinder ungeeignet.

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