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Beitrag aus dem Forum:     Entwicklung von Babys und Kleinkindern

Kinderkrippe

Frage von Claudia_W  -  03.08.2009
Hallo,
mein Sohn wurde mit 12,5 Monaten in die Krippe innerh. v. 2,5 Wo eingewöhnt. Er hat nicht geweint, kann auch ggf. von der Erzieherin beruhigt werden.
Danach hat er über 2 Wochen angefangen bei der Übergabe zu weinen + klammern ( musste ihn 'losreissen', hat sich dann innerh.von 2 Min bei der Erzieherin beruhigt). Die Krippenpsychol. meint, er wirkt ruhig + zufrieden, kein Grund also zur Besorgnis, sein Weinen eine kurze 'normale' Trenn. Reaktion. 2 Wochen dennoch unruhige Nächte, nach der Krippe leerer Blick. Inzw. alles besser geworden, Freund bringt in nun (4 Tage, 5 Std, kein klammern & Weinen mehr).
Ich bin verunsichert, ist er abgestumpft? Ich habe im Alter von 3 Jahren eine Schwester verloren & nur noch einen halben Eierstock (Krebs), das Kind = Glücksfall.Man sagt, ich 'klammere' nun an meinen Sohn + mache mir zuviel Sorgen, keine Objektiv.. Haben Sie einen Tipp, wie ich nochmals klären kann, ob die Situation nicht schädlich für ihn ist (mit anderen Psychol)? DANKE

Kinderkrippe

Antwort von Dr. Posth  -  06.08.2009
Stichwort: sanfte Ablösung
Hallo, eine Eingewöhnungszeit von 2,5 Wochen reicht nicht wirklich und ist auch nur eine Kompromisslösung zugunsten der Organisation. Psychologisch betrachtet braucht das Kind solange Eingewöhnung, bis es eine zuverlässige Erzieherin gefunden hat, der es vetraut. Das ist das Prinzip der Ersatzbezugsperson. Ansonsten passiert genau, was Ihrem Sohn passiert ist. Sobald der erste Konflikt ausbricht, bricht die Anpassungsleistung zusammen und das Kind wient und möchte zur Mutter nach Hause. Oder es möchte die Mutter morgens gar nicht mehr wegggehen lassen.
Die gewöhnliche Psychologie führt den entstehenden Konflikt nun auf den zu starken Bindungsprozess zwischen Mutter und Kind zurück und "wirft der Mutter vor" ,sie klammere ihr Kind an sich. Dieses Argument benutzt sie dann zur Legitimation, das Kind "gewaltsam" von der Mutter zu trennen und die Mutter fortzuschicken. Das Kind muss wortwörtlich den Trennungsschmerz aushalten, damit es daran reift und sich an das "rauhe Leben" später von früh auf gewöhnt. In Wahrheit aber passt sich das KInd nur notgedrungen an, weil es dazu von der Natur angehalten wird. Was soll es denn gegen diese Übermacht ausrichten?
Es leidet aber still vor sich hin, und die inneren Spannungen werden dann zu Hause in aufkommenden Ängsten,Regressionen und psychosomatischen Störungen ausgetragen. Die Mutter leidet auch an schlechtem Gewissen und wie korrumpierter Liebe zu ihrem Kind. Keine gute Entwicklung. Ob Sie bei sich irgendwo eine andere Psychologie finden, die Bindungstheorie verstanden hat, weiß ich nicht. Schlimmstenfalls sollten Sie die Einrichtung wechseln und eine suchen, die nach den richtigen Kriterien arbeitet (s.a. Suchlauf, sanfte Ablösung). Viele Grüße



     
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