Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Familienkost?

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Liebe Frau Neumann,
mein Sohn ist 10 Monate jung und hat folgenden Essensplan
Morgens Getreidebrei mit halber Banane oder etwas Mango
Mittags Gemüsebrei/ 3 mal die Woche mit Fleisch
Abends Getreidebrei mit 200 ml
Kuhmilch
Dazwischen wird er nach Bedarf gestillt, meistens kommen wir auf 7 bis 8 mal in 24 Std, davon 2 mal in der Nacht

Nun hab ich 2 Fragen
Die erste wäre, reicht das an Häufigkeit? Oder sollte ich noch Zwischenmahlzeiten anbieten?

Zweite Frage bezieht sich auf die Einführung von Familienkost.
Wir kochen jeden Tag frisch und ernähren uns ausgewogen.
Ab wann darf er Familienkost essen?
Er hat nur 2 Zähnchen unten.
Darf es gewürzt sein?
Nur gekochtes oder auch gebratenes erlaubt?

Ich hab Angst dass er sich an stückige kost verschluckt.
Ab wann ist das Risiko des Verschluckens vom Tisch?
Wie viel sollte er essen damit er nicht abnimmt bzw alles bekommt was er braucht?
Wie oft Fleisch in der Woche?

Viele Fragen :-)
Danke vorab für Ihre Aufmerksamkeit

von HappyMami39 am 15.03.2019, 12:02 Uhr

 

Antwort auf:

Familienkost?

Hallo HappyMami39
wenn du und dein Baby mit dem Plan zufrieden seid, dann ist das prima.
Jetzt, da dein Sohn 10 Monate alt ist, und du von keinerlei einschränkenden oder sonstigen motorischen Defiziten schreibst, kannst du mit der Familienkost loslegen.
Familienkost bedeutet, dass dein Baby jetzt auch vermehrt stückige, gewürztere Kost mitessen kann und immer öfter auch bei euch Großen verschiedene Speisen probieren sollte.
Familienkost bietet deinem Kind Erlebnis. Die absoluten Essmengen sind weit weniger wichtig (du stillst nach Bedarf) als das Gesamterlebnis am Esstisch.

Zelebriert jetzt.eure Mahlzeiten gemeinsam am Esstisch sitzend. Biete Farben, Formen, Muster, Düfte, Aromen, Geschmacks, Spaß!
Essen lernen ist ein stetiger Prozess, der wie das Laufen- und das Sprechen lernen ganz viel Übung erfordert.
Im Prinzip bleibt vorerst alles wie es ist. Wenn dir dein Sohn zeigt, dass er bereit ist seine Fingerfoodstückchen von seinem vor ihm platzierten Teller selbständig zu greifen (Hand oder Pinzettengriff) um diese selbständig zum Mund (oder in den Mund) zu befördern, dann ist das wunderbar und ausbaufähig.
Beginne morgens und abends die Breimahllzeiten mit klein geschnittenen Butterbrotstückchen zu ergänzen. Zu den Zwischenmahlzeiten oder wenn du/Papa isst, kannst du beginnen deinem Kleinen weiche, mundgerechte Obststückchen zum selbständigen Essen anzubieten. Anfangs ist das Essen lernen sicher noch eine mehr oder weniger ausgeprägte Schmiererei, Matscherei, Pantscherei. Und sicher wird dein Kind auch nicht alles wie geplant in den Mund nehmen, kauen oder schlucken.
Die Kontinuität im Anbieten allerdings, diese bewirkt eine Gewöhnung. Und je mehr euer Kind bei euch Eltern sieht, was und wie ihr esst und mit wie viel Freude und Genuß ihr das tut, desto besser wird die Gewöhnung, das Nachahmen und schließlich das Essen klappen.

Hier folgt ein Beispielplan für Babys ab dem 10. Lm. Diesen kannst du als eine ungefähre Orientierung nehmen und eure Bedürfnisse und Tagesstrukturen anpassen.
morgens: Brot und MIlch (stillen oder Säuglingsmilch) ggf etwas Obst. Brot eignet sich ideal, da morgens die Bereitschaft zum Kauen hoch ist. Kauen ist wichtig für die Ausbildung einer kräftigen Kaumuskulatur.
ZMZ: Brot oder Obst
je nach dem wie lange die Zeitspanne bis zum Mittagessen ist, kann eine Zwischenmahlzeit sinnvoll sein. Hier gibt es entweder etwas Obst oder je nach dem evtl auch noch einmal etwas Brot.
stillen nach Bedarf
Mittag:
Mittagessen entweder sehr basic in Anlehnung an die üblichen Breie oder bereits bekannte einfache Gerichte und/oder Familienkost
neu ist jetzt, dass neben dem üblichen Brei und evtl bereits bekanntem Fingerfood auch schon Familienkost, vermehrt stückige Nahrung und das selbständige Essen, das Erlebnis ganz besonders im Vordergrund der Mahlzeit stehen.
Nachmittag/ZMZ:
Obst (als Brei oder als Finerfood) ggf Babykekse, erste, wenig süß schmeckende Muffins, Waffeln etc - je nach Hunger und Mittagsschlafrhythmus.
Vielen Babys reicht es aus, einfach "nur" Obst (Obst-Fngerfood) zu essen.
nachmittags ist ein Energienachschub durch Kohlenhydrate (Obst und/oder Getreide) erwünscht. Diese Mahlzeit sollte milchfrei (stillen erlaubt) sein. Milch als Bestandteil von Kuchen und Co ist ab und zu o.k., stillen sowieso
Abends:
Brot und Milch (stillen oder Säuglingsmilch, (oder auch ggf Kuhmilch in Grießbrei, Haferbrei/müsli), Nudeln und MIlch (stillen oder Säuglingsmilch) etc
die Kombination aus Getreide mit Milch fördert den guten Nachtschlaf.
dazu Obst/Gemüse - je nach dem
tagsüber zwischendurch bzw nach den Mahlzeiten:
Wasser, ggf Tee und stillen nach Bedarf
Hier kannst du noch mehr hilfreiche Infos ud Tipps nachlesen:
https://www.rund-ums-baby.de/kochen-fuer-kinder/Beikost-und-familienkost_46895.htm
Also dann
Grüße
Birgit Neumann

von Birgit Neumann am 17.03.2019

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