PD. Dr. med. Lars Hellmeyer

wann und wie entbinden?

Antwort von PD. Dr. med. Lars Hellmeyer

Frage:

Guten Morgen Dr. Hellmeyer,

erst mal zu meiner Vorgeschichte: 2012 habe ich eine Totgeburt gehabt. Mein Kind ist in der 39+ 1 SSW gestorben.Die Geburt wurde eingeleitet und ich habe mein Sohn am nächsten Tag also 39 + 2 SSW spontan geboren. Der Grund für den Tod meines Babys war ein Plazentainfarkt. Es hat sich rausgestellt das sich in meiner Plazenta zu viel Fibrin abgelagert hat und es ist zu einem Gerinnsel gekommen. Histologie-Ergebeniss: akute Plazentainsuffizienz!

Nun bin ich aktuell in der 30 SSW. Habe Gestationsdiabetes (aber noch kein Insulin) und spritze täglich Clexane 80 mg.
Ich möchte auf jeden Fall früher entbinden. Am besten schon so früh wie es nur möglich ist! Ab 37 + 0 SSW wäre es ja keine Frühgeburt mehr und eigentlich möglich! Oder? Wie sehen sie das? Kann ich drauf bestehen das die Geburt in der 37 +0 SSW eingeleitet wird bzw. mein Baby geholt wird?
Ich werde es psychisch nicht aushalten bis zum Schluss zu warten. Mir geht es ohnehin psychisch sehr schlecht auf Grud der Angst wieder eine Totgeburt zu haben. Und dann frage ich mich wie ich am besten entbinden soll?
Ich habe auch ziemlich große Angst davor das bei einer natürlichen Geburt während ich Wehen habe oder unter dem großen Druck der Geburt selbst sich in der Plazenta wieder ein Gerinnsel bildet oder das sich die Plazenta ablöst und mein Kind wieder stirbt!
Klar weiß ich das eine normale Geburt besser wäre, ein Kaiserschnitt ist schließlich eine Operation. Aber wäre ein Kaiserschnitt in meinen Fall die sicherere Variante das ich mein Kind lebend bekomme????
Und wenn ein Kaiserschnitt gemacht wird wie schnell bin ich danach wieder fit? Wann kann ich aufstehen und selbstständig mein Baby versorgen? Zuhause werde ich mit meinem Baby alleine sein weil ich mit dem Vater meines Babys nicht zusammen bin, daher muss ich soweit fit sein.
Und sollte ich in einem Krankenhaus entbinden wo auch eine Kinderklinkik dabei ist?
Ich weiß das ich mich erst mal in einer Klinik vorstellen muss und die Sache mit den Ärzten dort besprechen muss. Wann soll ich mich da melden damit alles gepant werden kann???


Ich danke schon im Vorraus
Herzliche Grüsse

von Baby4önak am 04.02.2014, 09:13 Uhr

 

Antwort auf:

wann und wie entbinden?

Hallo zurück, bei Ihrer dramatischen traumatischen Vorgeschichte ist es auf jeden Fall gerechtfertigt, das Kind eher zu holen. Auch der von Ihnen avisierte Zeitpunkt ist absolut ok. Mein Vorschlag alternativ wäre es, die Geburt unter stationärer "Sicherheits"-Kontrolle bei 37+0 einzuleiten, da das eigentlich als Zweitgebärende gut klappen müsste. Wenn Sie aber zu ängstlich sind, dann ist auch ein Kaiserschnitt auf jeden Fall vertretbar. LG und alles erdenklich Gute

von Dr. med. Lars Hellmeyer am 04.02.2014

Antwort:

wann und wie entbinden? Nachfrage

Hallo nochmal,

Dr. Hellmeyer mich würden noch die Risken bei einem Kaiserschnitt interessieren! Und wie sieht es danach aus? Wie schnell ist man nach einem Kaiserschnitt wieder fit um sein Baby zu versorgen???

Und kann es tatsächlich gut möglich sein das sich während der Geburt ein Gerinnsel bildet und ich mein Kind wieder verliere???


Liebe Grüsse

von Baby4önak am 04.02.2014

Antwort:

wann und wie entbinden? Nachfrage

Ein Kaiserschnitt birgt die Risiken jeder Bauchoperation und Sie werden über alle möglichen Dinge aufgeklärt (Blutung, Nachblutung, Infektion, Thrombose, Verletzung von Organen bis zur Gebärmutterentfernung), dennoch ist das heute sehr ungefährlich. Also keine Angst. Während der Einleitung der Geburt ist das Kind gut überwacht, so dass nichts passiert in Hinblick auf das Blutgerinnsel. LG

von Dr. med. Lars Hellmeyer am 05.02.2014

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