Katrin Simon

Katrin Simon

Ausbilderin von Kinderkrankenschwestern

Frau Katrin Simon ist Kinderkrankenschwester, Lehrerin für Pflegeberufe und Mutter von zwei Kindern. Sie hat im klinischen Bereich in der Intensivpflege einer Hochschule gearbeitet, sowie als Dozentin zu div. Themen und als Elternberaterin in unterschiedlichen Einrichtungen. Im Rahmen der Elternzeiten und aktuell ergänzend bietet Frau Simon DELFI Kurse/ Präventions­kurse in einer Hebammenpraxis an.

Derzeit arbeitet Katrin Simon im Bereich der frühen Hilfen und in der Jugendberufshilfe mit jungen Frauen und ihren Kindern, die sich in kritischen Lebenssituationen befinden und eine kontinuierliche Begleitung benötigen. Bei Rund-ums-Baby betreut Frau Simon seit 2002 das Babypflegeforum.

Katrin Simon

Baby ausweinen lassen (Achtung, lang geworden)

Antwort von Katrin Simon

Frage:

Hallo Katrin,
vor einigen Tagen habe ich den von Ihnen auf eine ähnliche Frage in Ihre Antwort gestellte Bericht über das Ausweinen lassen von Babies gelesen. Mein Problem ist folgendes: mein drei Monate alter Sohn (geboren mit Kaiserschnitt), beginnt immer zu weinen, wenn ich ihn auf dem Arm habe und mich hinsetze bzw. stehen bleibe. Nach Lesen des Berichtes dachte ich, vielleicht löst das ja in ihm eine Art Trauer aus, und habe mich dann mit ihm - ihn ganz fest haltend - in eine Sofaecke gesetzt. Er hat sich dann auch richtig reingesteigert und gebrüllt wie am Spieß, teilweise war es schon eher ein Kreischen, so dass ich richtig Angst um ihn bekam. Danach schlief er dann sofort tief ein (wir haben das jetzt schon mehrmals durch). Ich fand den Bericht sehr treffend, da er einige Details meiner Situation wirklich genau traf: Baby setzt sich gegen enges Halten zur Wehr, schläft nach dem Ausweinen sofort ein ect. Außerdem hat er ja vielleicht wirklich den Kaiserschnitt zu verarbeiten und wir haben ihn auch immer eher abgelenkt, wenn er geweint hat (bzw. er hat sofort damit aufgehört, wenn wir vom Sitzen aufgestanden sind bzw.ihn anders gehalten haben). Meine Frage nun: was meinst du zu der Situation: verarbeitet er tatsächlich irgend etwas mit diesen provozierbaren Weinkrämpfen oder was könnte sonst der Grund sein, dass er tatsächlich immer zu weinen beginnt, wenn man sich mal nicht mehr mit ihm bewegt? Bin etwas ratlos. Sonst ist er ein liebes und aufgewecktes Baby, das viel lacht. Übringens haben wir dasselbe im Tragetuch. Dabei würde ich ihm gerne diesen intensiven Körperkontakt gönnen und halte ihn auch für wichtig. Manchmal scheint er aber lieber in der Wippe zu sitzen, als nahe bei uns zu sein. Tut mir leid, dass es so lang geworden ist. Freue mich auch über Meinungen oder Erfahrungen anderer.

von nnicki am 02.03.2004, 16:27 Uhr

 

Antwort auf:

Baby ausweinen lassen (Achtung, lang geworden)

Liebe nnicki,
ich denke schon, dass die Kinder eine ganz reele Trauer verarbeiten müssen.
Die Geburtserfahrung ist sehr elementar; wie für die Mütter im Großen und Ganzen ja auch ( wie oft denkt man an ganz bestimmte Situationen zurück, die einem u.U. noch Tränen in die Augen treiben bzw. sehr sensibel werden läßt...).
Ein Kind, welches per Kaiserschnitt geboren wurde hat im normalen Geburtsvorgang etwas nicht erlebt.
Einerseits wurde es passiv in die neue Welt hineingeboren, was es seelisch verarbeiten muß. Es ist plötzlich da. Andererseits fehlt ihm die körperliche Erfahrung. Nämlich die langsamen, aber bestimmten und sehr intensiven Bewegungen ( Wehen), die es in die Welt bringt.
Der Druck, die massierenden Bewegungen,die den ganzen kindlichen Körper einnehmen hat es quasi verpaßt.Trotzdem,dass es natürlich auch Streß hat unter den Wehen, erlebt es diese einnehmende körperliche Dimension nicht, die sehr prägend sind; vor allem mit dem Erfolgserlebnis des Geboren werdens.
Nach einer Kaiserschnittgeburt hat es die Wehen nur mäßig oder gar nicht erlebt.
Hier kannst Du ansetzen. Das Festhalten und der Druck,den Du erzeugst provoziert die Wut darüber, dass es diesen Geburtsakt nicht erleben konnte.
Eine Alternative oder Ergänzung zum reinen Festhalten ist die Babymassage.
Durch feste Griffe, melkende Bewegungen und der innigen Zuneigung kannst Du den körperlichen Anteil nachahmen; natürlich nur in geringem Maße.
Ich empfehle Dir einen Kurs zu besuchen!
Dort kannst Du Dich auch persönlich mit anderen Müttern über das Erleben der Geburt und der Stimmung Deines Babys austauschen.
Und so kannst Du regemäßig mit Deinem Baby die Geburt verarbeiten und ihm den fehlenden Eindruck wiedergeben!

Alles Gute für Euch wünscht Katrin

von Katrin Simon am 04.03.2004

Antwort auf:

Baby ausweinen lassen (Achtung, lang geworden)

MoinMoin
ausweinen lassen - wow das geht bestimmt an Deine Substanz und auch an die Nerven?? stimmts? Keine Mutter bleibt da cool. Es ist doch ganz einfach - im Bauch war stetig Bewegung und vor allem gedämpfter Lärm. Unsere Kleine mosert auch wenn es still ist - ganz normal-Einmal Kopfsteinpflaster mit dem Kinderwagen und das Kind schläft und schläft. Es heisst nicht umsonst - tragen sie ihr Kind ständig herum, da ist was dran.
Im Winter ist es nunmal etwas blöd mit dem Körperkontakt - es sei den Du hast einen Heizstrahlter über dem Wickeltisch, wir nämlich nicht - da sie in dem RAum auch schläft - also 18-19 Grad nur und wir machen das mit dem Spielen und Kopf an Kopf schmusen auf dem Bauch wieder weg. Dann kommt es auch noch darauf an das die Kleine erhöht liegt nach dem Essen, da sie leider einen vermindert starken Rückfluss leidet- also hoch lagern danach - der Babywipper ist dafür klasse .
Wenn die Haut so marmoriert aussieht - weisst Du genau - wie aufgeregt Dein Kind ist. es weiss immer wie Du Dich fühlst-einfach immer, dem Knirps kannst Du nichts vormachen. Gönn Dir und Deinem Wurm etwas Ruhe und etwas Lärm (Benjamin Blümchen laufen lassen, oder einfach den Fernseher)
Denk dran - wie es sich im Bauch gefühlt hat und egal wie es rausgekommen ist.
Gruss Mika + Kimi

von pitkok am 04.03.2004

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