Vio-E
Hallo mein Name ist Violeta, meine Tochter ist vor knapp 2 Wochen zur Welt gekommen. Ich habe im Krankenhaus angefangen zu stillen sollte dann aber da ich noch zu wenig Milch hatte, abpumpen und Künstliche Milch zufüttern. Ich war beim abpumpen bei ca. 20ml und seit 2 Tagen bin ich bei 15ml bzw. heute sogar nur bei 10ml. Meine kleine trinkt an beiden Brüsten aber rechts mehr und rechts spüre ich auch ein kribbeln wenn sie saugt, links denke ich immer es ist leer wenn sie trinkt, weil sie die brustwarze meistens loslässt und trz weiter sucht da sie ja Hunger hat. Ich pumpe jetzt öfter als vorher so alle 2-3 Stunden gebe ihr nebenbei die Flasche und lasse sie trz an der Brust saugen. Mir ist klar das das für eine saugverwirrung sorgen kann aber bis jetzt lehnt sie die Brust nicht ab. Ich frage mich nur ob ich jetzt weniger Milch habe, da ich ja weniger als vorher abpumpe? Und was ist wenn ich öfter abpumpe und sie öfter an die Brust lasse, produziert mein Körper dann mehr Milch? Oder ist das jetzt „zu spät“?
Kristina Wrede
Hallo Violeta, wie erfolgreich das Pumpen ist hängt von einigen Faktoren ab, vor allem davon, ob der Milchspendereflex ausgelöst wird beim Pumpen oder nicht. Über die Milchmenge an sich sagt das Pumpergebnis nicht viel aus. Bei den Mengen, die du nennst, vermute ich, dass der MSR eher nicht ausgelöst wird. Dein Baby könnte dennoch beim Saugen genug Milch bekommen. Am besten wäre es, wenn du eine Stillberaterin in deiner Nähe findest, die euch beim Stillen beobachten und punktgenau unterstützen kann. Adressen von Stillberaterinnen findest du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Helfen kann vielleicht auch dieses Infoblatt von La Leche Liga Deutschland: https://www.lalecheliga.de/images/Infoblaetter/LLL_Muttermilch_gewinnen_und_aufbewahren.pdf Und um die Milchmenge zu steigern: https://www.lalecheliga.de/images/Infoblaetter/LLL_So_fliesst_reichlich_Muttermilch.pdf Du wirst auf jeden Fall mehr Milch produzieren, je häufiger sie EFFEKTIV an der Brust trinkt. Effektiv heißt, sie schluckt hörbar nach 1-2 Mal saugen. Zu spät ist es fast nie :-) Was auch helfen kann ist die Brustkompression (siehe unten). Aber bitte schau auf jeden Fall auch, ob du jemanden findest, der euch persönlich unterstützen kann! LIeben Gruß, Kristina Brustkompression "Der Zweck der Brustkompression ist den Muttermilchfluss zum Baby weiter zu erhalten, auch wenn das Baby selber nicht mehr so produktiv trinkt ("weit geöffneter Mund Pause dann Schliessen des Mundes"). Auf diese Weise wird das Baby länger weiter trinken. Die Brustkompression simuliert einen Milchspendereflex ("Letdown reflex") und oft stimuliert sie sogar tatsächlich das Auftreten eines natürlichen Milchspendereflexes. Diese Technik kann bei schlechter Gewichtszunahme eines Babys hilfreich sein. Die Brustkompression setzt den Milchfluss fort, wenn das Baby nicht mehr richtig von der Brust trinkt, sondern nur noch daran nuckelt, und bewirkt beim Baby folgendes: 1. Es bekommt mehr Muttermilch. 2. Es bekommt mehr fettreiche Milch (Hintermilch). Die Brustkompression Wie funktioniert sie? 1. Halten Sie das Baby mit einem Arm/einer Hand. 2. Halten Sie die Brust mit der anderen Hand, den Daumen auf der einen Seite der Brust (am einfachsten ist es, wenn der Daumen auf der oberen Seite der Brust positioniert ist), die anderen Finger auf der anderen, unteren Seite (C Griff). Alle Finger sollten ziemlich weit weg von der Brustwarze sein. 3. Schauen Sie wie das Baby trinkt (zu Ihrem Verständnis können Sie folgenden Video anschauen unter: www.thebirthden.com/Newman.html). Machen Sie sich keinen Stress, sie brauchen nicht jeden Schluck zu erwischen. Das Baby bekommt eine nahrhafte Menge Muttermilch, wenn es mit der Technik "Weit geöffneter Mund Pause dann Schließen des Mundes" trinkt. 4. Wenn das Baby nur noch an der Brust nuckelt und nicht mehr richtig mit der oben beschriebenen Technik trinkt, dann ist es Zeit, die Brustkompression einzusetzen. Rollen Sie nicht ihre Finger über die Brust zum Kind, sondern drücken sie nur. Aber nicht so sehr, dass es schmerzt und versuchen Sie, die Form des Brustwarzenhofes nicht zu verändern. Mit der Kompression sollte das Baby wieder anfangen effektiv zu saugen und schlucken, d.h. mit dem Typus "Weit geöffneter Mund Pause dann Schließen des Mundes". Benutzen Sie die Brustkompression nur dann, wenn das Kind nuckelt, nicht aber wenn es richtig trinkt! 5. Belassen Sie den Druck so lange, bis das Baby auch mit der Kompression nicht mehr richtig trinkt, dann lösen sie den Druck. Oft hört das Baby ganz auf zu saugen wenn der Druck wegfällt, aber es wird bald wieder damit anfangen, nämlich sobald die Milch wieder fließt. Falls das Baby nicht aufhört zu nuckeln warten Sie einen kurze Zeit, bevor Sie wieder mit der Brustkompression beginnen. 6. Die Gründe, wieso Sie den Druck lösen sollen sind einerseits, dass Sie Ihre Hand etwas ausruhen können und anderseits, damit die Muttermilch wieder zum Kind fließen kann. Das Baby wird, falls es aufgehört hat zu saugen als Sie die Kompression gelöst haben, nun wieder damit beginnen, wenn es die Milch wieder schmeckt. 7. Wenn das Baby wieder zu saugen beginnt kann es sein, dass es effektiv trinkt mit dem Typus "Weit geöffneter Mund Pause dann Schließen des Mundes". Falls dies nicht der Fall ist, d.h. das Kind nur nuckelt, benutzen Sie wieder die Brustkompression wie oben erklärt. 8. Fahren Sie so an der ersten Brust fort bis das Baby auch trotz der Kompression nicht mehr trinkt. Sie sollten dem Baby erlauben, noch eine kurze Weile länger an dieser Seite zu bleiben, da Sie manchmal einen erneuten "Let down" Reflex (Milchspendereflex) bekommen können. Das Baby würde dann von selber wieder zu trinken beginnen. Falls es jedoch nicht mehr trinkt, erlauben Sie ihm sich selbst von der Brust zu lösen oder nehmen sie es von der Brust. 9. Falls das Baby mehr möchte, offerieren Sie ihm die andere Seite und wiederholen den Prozess." (Quelle: Handout Nr. 15. Breast Compression. Revised Januar 2005 Verfasst von Dr. Jack Newman, MD, FRCPC. ©2005; www.BreastfeedingOnLine.com; Übersetzung von: Anke Käppeli Tinnes, IBCLC in Ausbildung, Zollikerberg, April 2006)
Ähnliche Fragen
Hallo, ich will mich für die Geburt des Babys vorbereiten und wollte fragen, ob es sich lohnt schon in der Schwangerschaft eine Elektrische Pumpe zu besorgen? Oder soll man bis zu der Stillzeit warten, falls man keine braucht? Vielen Dank im voraus :)
Hallo, ich wollte mal fragen: ich habe die meleda Symphonie aus der Apotheke und bekomme dennoch mit der reinen Hand (also nicht Hand Pumpe sondern ausstreichen) mehr als mir der Pumpe. Auch wenn ich vorher mit der Hand austreiche und dann die Pumpe benutze bekomme ich mit der Pumpe oft nur ein paar Tropfen heraus, manchmal auch gar nichts. Mit de ...
Guten Tag, Ich versuche aktuell einen Milchstau (nach 11 Wochen Stillen) loszuwerden. Dafür nutze ich eine elektrische Pumpe von Medela. Dabei wundert mich folgendes: 1. Obwohl das Erhalt-Programm ja eigentlich zum Abpumpen gedacht ist, kann ich mehr mit dem Initial-Programm abpumpen als wenn ich das Erhalt-Programm nutze. Woran kann das liegen? ...
Liebe Biggi, ich habe vor einigen Wochen schon einmal geschrieben, da ich Probleme mit dem Auslösen des Milchspenderreflexes und einer reduzierten Milchbildung habe. Meine Tochter (8,5 Monate) trinkt nur sehr unregelmäßig und leert durch sehr kurzes Trinken von wenigen Sekunden oft auch nur unvollständig die Brust (obwohl sie danach noch Hunge ...
Hallo, ich stille meinen Sohn (5 Monate) von Anfang an voll. Anfangs musste ich pumpen um die Milchbildung anzuregen, habe auch Power Pumping gemacht damit die Milch reichte. Anfangs musste ich Pre Nahrung Zufüttern und 2 Tage habe ich nur gepumpt da ich Stillpause einlegen musste wegen Gelbsucht meines Sohnes. Das pumpen hat immer gut geklappt ...
Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort und vor allem dafür, dass du nicht versuchst mich zu "überreden" länger als "nur" 6 Monate zu stillen. OK, dann werde ich nachts mal einfach einen kleinen Coldpack aus dem Kühlschrank in den BH legen um die Milchbildung zu drosseln und ich bin sowas von erleichtert, dass ich pumpen darf statt ausstreiche ...
Hallo:) ich muss 2 Mal in der Woche für etwa 4 Stunden außer Haus. Mein Mann bleibt mit unserem Sohn 3 Monate, 8,5 kg. Wie und wann pumpe ich am Besten ab? Wir haben eine Handpumpe und es kommt auch was raus. Ich habe Angst es zum falschen Zeitpunkt zu machen und etwas zu "verletzen". Bitte um einen Rat :) dankeschön!
Hallo Biggi, Leider habe ich mich dazu entschieden abzustillen, da mein kleiner von Anfang an nicht wirklich an der Brust getrunken hat. Seit 4 Monaten pumpe ich ab und gebe ihm meine MuMi. Habe seit 2 Tagen angefangen weniger abzupumpen, ca. Alle 4 Std für 10 Minuten. Davor waren es alle 2-3 Stunden für 15 Minuten. Habe aber eher das Gefühl d ...
Liebe Frau Welter, ich habe angefangen für meine 10 Monate alte Tochter Milch abzupumpen, für den Fall dass ich mal unterwegs bin. Ich habe dazu beim Erstgebrauch der Handpumpe alle Teile nach dem Spülen ausgekocht. Ein gutes Zeitfenster zum Abpumpen zu finden ist gar nicht so leicht und so habe ich die Pumpe zusammengebaut und verwendet als sie ...
Guten Tag, seit der 3. Lebenswoche meiner Tochter pumpe ich Muttermilch ab und füttere diese zu, weil sie beim saugen an der Brust zu schwach war. Meine Hoffnung war irgendwann wieder voll zu stillen. Ergebnis 9. Woche sie hat das Interesse an der Brust verloren und dreht sich entweder weg oder protestiert lautstark. Dies habe ich nun akzeptiert ...
Die letzten 10 Beiträge
- Nächtliches Stillen
- Zusätzliche Stillmahlzeit einmalig durch Brei ersetzen
- Baby 9 Monate nachts abstillen
- Zu viel Milch linke Brust
- Weiterstillen trotz Zähnen
- Stillen und neue Brille
- Stillprobleme, Stillhütchen, Zungenbändchen
- Erneute Rückfrage Wildfleisch
- Wildfleisch in der Stillzeit
- Zahnreinigung in der Stillzeit