Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Trinkt sie zu wenig?

Frage: Trinkt sie zu wenig?

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Liebe Biggi, ich bin im Moment etwas besorgt, da meine Tochter fast den ganzen Tag schreit. Wir waren schon beim Arzt und der meinte, daß sie unter starken Blähungen leidet. Zusätzlich hat sie aber in den letzten zwei Wochen viel weniger zugenommen. Maya kam termingerecht mit nur 2410 gr. auf die Welt. Sie ist jetzt 7 Wochen alt und wiegt ca. 4.200 gr.. Sie hat im Moment innerhalb von 24 Std. 7 Mahlzeiten á 80 gr.. Ist das nicht etwas wenig? Erst dachte ich, ich hätte zu wenig Milch weil sie oft noch lang an der leeren Brust nuckelte. Aber oft verweigert sie auch die zweite Brust. Sie schieb sie nach dem Ansaugen wieder mit der Zunge heraus. Könne starke Blähungen den Appetit verderben? Besonders starke Schmerzen hat sie nämlich direkt nach dem Stillen. Ich verstehe gar nichts mehr. Obwohl das mein zweites Kind ist. Liebe Grüße, Jeannette


Biggi Welter

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? Liebe Jeannette, das Gefühl „es ist doch das zweite (dritte, ...) Kind, ich müsste es doch wissen, wie es geht, aber ich weiß es nicht" kennt vermutlich jede Mutter, die mehr als ein Kind hat. Jedes Kind ist anders und jedes Kind bringt neue Herausforderungen. Bei der Gewichtszunahme bisher ist nicht anzunehmen, dass deine Tochter nicht genügend Nahrung bekommt. Allerdings sind 560 gr in 24 Stunden für ein etwa 4200 g schweres Kind in der Tat recht wenig. Eine Faustregel besagt, dass ein Baby in diesem Alter etwa ein Sechstel bis ein Fünftel seines Körpergewichtes an Milch zu sich nehmen sollte und das sind zwischen 700 und 840 g, also doch einiges mehr. Andererseits ist ein einmaliger Wiegetest über 24 Stunden nicht wirklich aussagekräftig, denn unter Umständen hatte das Kind gerade einen Tag mit weniger Appetit und nicht zuletzt ist es immer schwierig korrekte Wiegewerte zu bekommen, besonders wenn nicht eine elektronische Waage verwendet wird. Einen besseren Überblick als das Wiegen vor und nach dem Stillen ergibt es, die folgenden Anzeichen zu beobachten: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, kannst Du sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). Du kannst auch die Windeln eines ganzen Tages sammeln, wiegen und mit dem Gewicht der gleichen Menge trockener Windeln vergleichen. Die Differenz sollte mindestens 300 bis 360 g betragen) • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme), • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Sind diese Punkte alle erfüllt? Dann kannst Du sicher sein, dass dein Baby genügend Muttermilch bekommt und gut gedeiht. Sollten diese Punkte nicht erfüllt sein, dann besteht Handlungsbedarf. Ich möchte dir in jedem Fall empfehlen, dich an eine Stillberaterin in deiner Nähe zu wenden, die sich anschauen kann, wie deine Tochter an der Brust trinkt, wie sie angelegt wird, wie deine Brust unmittelbar nach dem Anlegen ausschaut. Im direkten Kontakt kann eine Stillberaterin viel sehen (ich kann euch nun einmal nicht sehen) und dann aus dem was sie sieht gezielte Hinweise geben, was anders gemacht werden könnte, um die Situation zu erleichtern oder zu verbessern. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. LLLiebe Grüße Biggi


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