Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

stillen oder lieber flaschennahrung

Frage: stillen oder lieber flaschennahrung

Mitglied inaktiv

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hallo nochmals ich hatte sie ja schon mal um rat gebeten nun habe ich noch paar fragen an sie:mein sohn ist 4monate und 8tage alt,er leidet ganz doll an den koliken,wir haben schon alles ausprobiert was es so gibt,aber nichts hilft...ich dachte mit 3monaten ist es vorbei,aber bei uns ist es leider nicht der fall.er kann nicht schlafen wird schreiend wach,beim stillen wird er auch immer unruhig und kriegt stechende schmerzen im bauch.die luft kann er selber nicht ablassen ich mache jedesmal beim wickeln eine bauchmassage danach mache ich ihm die beine hoch drücke sie gegen den bauch da kann er erst luft ablassen.mittlerweile mache ich es so das ich vor dem stillen immer lefax gebe,beim wickeln immer bauchmassagen mache und mache ihm immer den kirschkernkissen warm und gebe manchmal die kümmelzäpfchen.es gibt tage da denke ich das der spuk vorbei ist,an manchen tagen ist er viel entspannter,aber dann fängt es wieder an,und ich habe das gefühl das es schlimmer wird.ich war schon bei 3verschiedenen ärzten alle sagen blähungen,ist ja auch ich merke es ja selber sein bauch knurrt auch immer ganz schön und er streckt seine beine immer krampfartig aus.kann es doch was anderes sein,langsam verliere ich die hoffnung...heute nacht um 3uhr war es wieder ganz schlimm er hat 1std.lang ununterbrochen geschrien bis ich mit ihm auf dem balkon war.ich esse schon fast gar nichts mehr aus angst das ihm das blähungen machen.meine fragen nun: 1. sollte ich ihn lieber abstillen und flaschennahrung geben vielleicht tut ihm meine milch nicht gut? 2.warum ist es bei ihm noch nicht vorbei mit 4monaten?und wie lange kann es noch dauern? 3.mein arzt meinte lieber ale 3-4std stillen,da zuviel nahrung meist auch blähungen machen kann,und meine hebamme sagt in kürzeren abständen stillen grössere mengen an milch schlechter zu verdauen ist was ist den nun richtig? tut mir leid das es so lang geworden ist weiss nicht mehr weiter bin am ende mit meinen kräften,am schlimmsten ist ja das mein kleiner ganz doll dadrunter leiden muss:( vielen dank schonmal LG


Biggi Welter

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Liebe tuncay57, Blähungen sind bei kleinen Babys relativ häufig. Für eine Stillberaterin besteht der erste Schritt bei einem Kind mit Bauchproblemen darin, die Stillposition, Anlegetechnik und das Saugverhalten des Kindes zu überprüfen. Ein nicht korrekt angelegtes Kind und/oder ein Kind, das nicht richtig saugt, schluckt an der Brust meist sehr viel Luft und darin kann schon die Ursache für Blähungen begründet sein. Solange diese Ursache nicht beseitigt wird, können alle anderen Maßnahmen allenfalls „Kosmetik" betreiben, aber nicht wirklich helfen. Sie können auch versuchen Ihrem Baby durch Tragen in der Kolikhaltung (auch Fliegergriff genannt, das Baby liegt mit seinem Bauch auf dem Unterarm des Erwachsenen, mit dem Kopf in der Ellenbeuge ruhend) und durch Wärmeanwendungen (gut geeignet dazu sind Hot Cold Packs) auf den Bauch Erleichterung zu verschaffen. Ein Tragetuch kann in dieser Situation ebenfalls sehr hilfreich sein. Ein Tragetuch ist fast ein Zaubermittel. Dein Baby kann Ihre Nähe spüren, es wird sich an Ihrem Körper beruhigen, die Koliken verringern sich, es wird weniger weinen, vielleicht sogar recht gut schlafen und Sie haben mindestens eine Hand frei (und auch Ihren Kopf, weil das Baby wieder ruhiger ist), um andere Dinge zu tun. Versuchen Sie es einmal. Lassen Sie sich von einer tucherfahrenen Frau zeigen, wie vielseitig ein Tragetuch eingesetzt werden kann. Sie werden vielleicht sehr erstaunt sein, wie einfach der Alltag mit einem Kind im Tuch wieder wird und mit etwas Geschick können Sie Ihr Kind sogar im Tuch stillen. Tucherfahrene Frauen finden Sie in fast jeder Stillgruppe. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus, die sich dann auch gleich anschauen kann, wie Sie Ihr Baby anlegen und wie es saugt. Falls Sie Milchbildungstee trinken, lassen Sie diesen Tee probehalber weg. Fencheltee oder auch solche Mischungen, wie sie als Milchbildungstee verkauft werden, werden immer wieder als DAS Mittel gegen Bauchprobleme angegeben, aber sehr viele Kinder reagieren gerade auf diese Tees, vor allem, wenn die Mutter größere Mengen davon trinkt, mit massiven Blähungen. Es kommt vor, dass sich keine ersichtliche Ursache für die Blähungen finden lässt. Am ehesten trifft wahrscheinlich in diesen Fällen wohl die Vermutung zu, dass manche Babys ein empfindlicheres Verdauungssystem haben als andere, und dieser Faktor, im Zusammenwirken mit Spannungen und Stress von außen, der wahrscheinlichste Grund für die Blähungen sind. Manche Babys haben auch nach drei Monaten noch Koliken. Ein ruhiger, sanfter Umgang mit Ihrem Baby ist sehr wichtig. Viele Ärzte sind der Ansicht, dass öfter verabreichte kleine Mahlzeiten, die auf das kleine Verdauungssystem des Babys besser abgestimmt sind, ihm besser bekommen. Abstillen sollten Sie sicherlich nicht, lassen Sie sich erst einmal von einer Kollegin vor Ort beraten! Lassen Sie sich am besten einmal von einer Kollegin vor Ort beim Stillen zuschauen, möglicherweise lassen sich durch ein paar kleine Veränderungen schon große Verbesserungen bei den Bauchproblemen Ihres Babys erzielen. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi


Mitglied inaktiv

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danke biggi ich werde deine tipps ausprobieren und das mit dem tragetuch auch,also meine hebamme war so nett und kam vor 2wochen einfach so vorbei weil ich nicht weiter wusste und sie anrief,sie hat auch gleich nach der stillposition usw.geguckt.sie sagte ich leg ihn richtig an aber das problem ist das mein kleiner vor bauch krämpfend weinend nicht richtig an der brust saugt bzw.nicht ganz die brust im mund hat,und schreiend immer wieder rauszieht.er ärgert vielmehr das er die luft nicht ablassen kann und trinkt aus agression schnell und schluckt viel luft,da haben sie recht ich höre ja auch wie er luft mit schluckt(wenn es das bist?!) wie gurgeln geht es in den magen runter...ich werd jetzt noch mehr darauf achten und ihn dazu zwingén das er die brust richtig im mund hat...aber eine sache wie ist es wenn es an der unreifen darm oder empfindlichen verdauungssystem liegt,legt sich das irgendwann mal oder wird er es leben lang haben? und man sagt ja spätesten mit 6monaten ist es vorbei stimmt es? und 1frage noch ich gebe ihm die vigantoletten 500 können die auch blähungen verursachen? ach ja und ich wohne in 12353 berlin;) vielen herzlichen dank biggi,du hast mir wieder hoffnung gemacht ich hoffe das der spuk bald vorbei ist und wir wieder freude am leben haben...LG


Biggi Welter

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Liebe tuncay57, ich bin sicher, dass die Blähungen besser werden, sobald dein Kind korrekt an der Brust trinkt. Bekommt dein Kleiner einen Schnuller oder ab und zu eine Flasche? Auch eine Saugverwirrung könnte dann die Ursache sein. Eine Saugverwirrung entsteht, wenn ein Kind mit dem Wechsel zwischen den Trinktechniken an Brust und künstlichem Sauger (dazu gehören Flaschensauger, Schnuller und Stillhütchen) nicht zurecht kommt und dann die Brust schlussendlich sogar verweigern kann. Das ist ein ernsthaftes Stillproblem, das schon viele Sorgen und Tränen bei Müttern und Kindern verursacht hat. Doch eine Saugverwirrung kann überwunden werden. Dabei ist es die erste Maßnahme, dass sämtliche künstlichen Sauger weggelassen werden. In leichteren Fällen kann dies schon ausreichen. Ich denke nicht, dass es am Vitamin D liegt, dass dein Baby Blähungen hat und ich bin sicher, dass es besser werden wird ;-). In deiner direkten Nähe finde ich keine Beraterin, schau doch selbst mal nach, wer für dich in Frage kommt. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Kopf hoch, bitte melde dich doch, wenn Du bei einer Kollegin warst! Solltest Du vorher noch Fragen haben, bin auch ich selbstverständlich gerne für dich da. LLLiebe Grüße, Biggi


Mitglied inaktiv

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ja leider biggi,mittlerweile kann er nicht mehr ohne schnuller,ich wollte ihm das nicht angewöhnen aber als ich merkte das er die brust als schnuller nutzte hab ich ihm das angewöhnt jetzt kann er nicht mehr ohne,soll ich ih m das lieber abgewöhnen? und ist 3std takt stillen in ornung ,als ist es ein kurzer abstand oder lieber 2std?bis jetzt hatte ich immer alle 4std gestillt... ich bin dir echt dankbar und ich werde mal selber gucken und dir aufjedenfall berichten wenn eine besserung in sicht ist,und bei weiteren fragen weiss ich bescheid;) vielen dank und einen schönen abend noch LG


Biggi Welter

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Liebe tuncay57, ja, ich würde den Schnuller auf alle Fälle weglassen! Auch wenn die nächsten Tage nicht ganz einfach werden, lohnt sich der Stress bestimmt. Der Schnuller ist nicht die einzige Möglichkeit, ein aufgebrachtes oder sonstwie unruhiges Kind zu beruhigen, es gibt auch Alternativen. o Das Kind kann getragen werden. Durch das Tragen wird das Bedürfnis des Kindes nach Körperkontakt, Geborgenheit, Wärme und Nähe gestillt und mit einem gut gebundenen Tragetuch hat man mindestens eine Hand frei, um andere Dinge zu tun. o Das Kind kann gebündelt werden. Das Bündeln gibt dem Baby das Gefühl von Geborgenheit und lässt es seinen Körper und seine Grenzen spüren. Das Gefühl von Begrenzung hilft dem Kind sich sicher zu fühlen. o Man kann ein Nest bauen. Auch hier ist die Begrenzung der springende Punkt, der dem Kind Geborgenheit vermittelt. o Massage, eine warmes Bad oder auch ein warmes Körnerkissen können beruhigend wirken. Schaukelbewegungen (Wiege, Hängematte, Schaukelstuhl, mit Tragetuch spazieren gehen, Kinderwagen), monotone Geräusche (Staubsaugen, Auto fahren), beruhigende Musik, Singen und Tanzen mit dem Baby und auch der Schutz vor Überreizung (viele Besucher, Fernseher) helfen einem Kind sich zu beruhigen. Als Saugersatz bietet sich ein Finger (von Kind oder Vater oder Mutter) oder eventuell auch ein Lutschetuch an. Schnuller sind auch nicht "kiefergerecht", wie es immer wieder behauptet wird. Du solltest dein Baby nicht nach der Uhr stillen, sondern nach seinem Bedarf! Muttermilch ist innerhalb von 60 bis 90 Minuten verdaut und der Organismus eines Babys ist auf häufige Mahlzeiten eingestellt. Gerade wenn Du jetzt auf den Schnuller verzichtest, kannst Du dein Baby völlig nach Bedarf anlegen und wenn es alle 30 Minuten ist ;-). LLLiebe Grüße, Biggi


minimaus3

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Hallo tuncay57, Der Beitag ist ja schon etwas älter, ich hoffe du bekommst meine Nachricht. Denn so wie du das beschrieben hast, genau exakt das gleiche Problem habe ich auch. Meine Kleine ist jetzt 8 Wochen alt und leidet sehr unter Koliken, wie du auch haben wir bis jetzt so alles mögliche ausprobiert und nichts half richtig. Zusätzlich habe ich jetzt noch das Problem das meine Kleine anfängt während dem stillen zu pressen und verkrampft sich total und schreit dann so dass das stillen total beeinträchtigt ist. Ich musste ihr die letzten Abende sogar Fläschen zufüttern, verzweifle wirklich weil ich sie doch stillen möchte. Würde mich freuen wenn du mir schreiben könntest wie ihr damals das Problem in griff bekommen habt und wo die Ursache lag. Liebe Grüsse, Minimaus3


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