Frage: Schmerzen in der Brust

Guten Tag,  Vielleicht können Sie mir helfen.  Ich habe ei fast dreijähriges Kind,  das noch gestillt wird.  Wir sind ein eingespieltes Team und ich hatte seit sehr langer Zeit keinerlei Probleme mehr mit den Brüsten. Nun hatte mein Sohn letzte Woche die Grippe und hat dadurch sehr viel mehr und häufiger an der Brust getrunken. Dies hat sich nun wieder normalisiert.  Allerdings habe ich seit drei Tagen ein leichtes Stechen  in der Brust.  Es ist eine Stelle am anderen Rand des Vorhofs, die bei Berührung weh tut und einmal über die gesamte Brust ausstrahlt. Der Schmerz ist nicht sonderlich schlimm,  aber deutlich.  Optisch ist absolut nichts zu erkennen.  Keine Rötung,  keine Schwellung,  keine Verletzung. Haben Sie eine Idee was es sein könnte?  Kann ich noch abwarten oder sollte ich zu meiner Gynäkologin gehen?  Vielen Dank für Ihre Einschätzung. 

von nikamia am 24.01.2024, 14:26



Antwort auf: Schmerzen in der Brust

Liebe nikamia,   du schreibst, dass die Brust sticht, evtl. hat sich eine Soorinfektion entwickelt (wobei diese einseitig sehr selten ist).  Hat dein Kind in der letzten Zeit einen Mund- oder Windelsoor gehabt? Musstest du Antibiotika nehmen? Mögliche Symptome für eine Soorinfektion bei der Mutter sind: • starke Schmerzen der Brustwarzen oder der Brust, die seit der Geburt auftreten, während der gesamten Stillmahlzeit anhalten und durch verbesserte Stillpositionen und Anlegetechniken nicht gelindert werden können, • plötzlich einsetzenden Schmerzen der Brustwarzen und/oder Brust nach Ablauf der Neugeborenenperiode, • juckende oder brennende Brustwarzen, die rosa oder rot, glänzend und fleckig aussehen und/oder mit einen Ausschlag aus kleinen Bläschen bedeckt sind, • offene Brustwarzen, • stechende Schmerzen in der Brust während oder nach dem Stillen, • schmerzende Brustwarzen und/oder Brüste bei korrektem Gebrauch einer vollautomatischen elektrischen Milchpumpe, • Infektionen der Scheide mit Hefepilzen (Monolia).   Mögliche Symptome für eine Soorinfektion beim Baby sind: • Windelausschlag, • cremige, weiße Ablagerungen auf der Innenseite des Munds, der Wangen oder der Zunge des Babys, • wiederholtes Herausnehmen der Brust durch das Baby, ein klickendes Geräusch beim Stillen oder Brustverweigerung (weil es einen schmerzempfindlichen Mund hat), • Blähungen und Quengeln, • in seltenen Fällen kann Soor mit zu einer langsamen Gewichtszunahme beitragen. Trifft da etwas auf dich zu? Wende dich wirklich unbedingt einmal an eine Stillberaterin vor Ort, sie kann dir beim Stillen zusehen und so sehr viel gezielter nach der Ursache forschen kann. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC).   Lieben Gruß Biggi      

von Biggi Welter am 24.01.2024



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